Welt 16.08.2026
03:29 Uhr

Explosionen in Kiew – Klitschko meldet russischen Angriff mit ballistischen Raketen


Die Einwohner Kiews wurden aufgefordert, in ihren Schutzräumen zu bleiben. Die ukrainische Luftwaffe meldet zudem Angriffe in weiteren Landesteilen. Unterdessen gibt Moskaus Bürgermeister den Abschluss von mehr als 50 Drohnen bekannt.

Explosionen in Kiew – Klitschko meldet russischen Angriff mit ballistischen Raketen

Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit ballistischen Raketen an. Es gebe Explosionen in der Stadt, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko in der Nacht auf der Plattform Telegram. Kiew werde mit „ballistischen Raketen“ angegriffen. Er forderte die Einwohner der Millionenstadt auf, in ihren Schutzräumen zu bleiben. In zwei Stadtbezirken gebe es Brände, die Feuerwehr sei vor Ort. Herabfallende ⁠Trümmer hätten ‌zudem ​mehrere ⁠Autos in Brand ​gesetzt. Nach ‌Angaben ⁠der Militärverwaltung wurde eine Person ​verletzt. Die ukrainische Luftwaffe (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/luftwaffe/) berichtete auf Telegram zudem von Angriffen mit Raketen (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/raketen/) , Gleitbomben und Drohnen auf andere Landesteile, unter anderem auf die Industriestädte Krementschuk und Krywyj Rih. Weil es den ukrainischen Streitkräften nach viereinhalb Jahren Krieg an Munition zur Raketenabwehr mangelt, hat Russland seine Angriffe mit ballistischen Raketen auf Kiew (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/kiew/) und andere Städte zuletzt verstärkt. Als effektivste Abwehr gegen ballistische Raketen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwierig abzufangen sind, gelten die von den USA produzierten Patriot-Systeme. Die ukrainische Armee hat mehrere davon, aber nicht genügend Abfangraketen, um sie effektiv einzusetzen. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin schrieb in der Nacht bei Telegram, die Luftabwehr der Hauptstadtregion habe mehr als 50 Drohnen abgewehrt. Einsatzkräfte seien an den Absturzstellen der Trümmer im Einsatz. Sobjanin machte zunächst keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten. Die Angaben beider Seiten konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.