Elon Musk bemüht sich erneut darum, Adolf Hitler als Linken zu framen. Auf der Plattform X postete der Unternehmer ein Video, in dem eine Frau aus dem politisch linken Spektrum aus dem Jahr 2025 nach 1933 reist, um den Diktator umzubringen. Auf die Frage, weshalb sie ihn töten wolle, erklärt die Zeitreisende: „Ist das nicht offensichtlich? Ich bin eine Progressive, eine Liberale, eine Kämpferin für soziale Gerechtigkeit. Und du bist ein Faschist, der eine Schreckensherrschaft errichtet hat.“ Im Laufe des weiteren Gesprächs erkennen beide ihre Gemeinsamkeiten. So wollen beide Menschen ihre Ideen aufzwingen, ihre Gegner zum Schweigen bringen und die Juden beseitigen. Zudem setzen sie sich für strenge Waffengesetze, ein allgemeines Gesundheitswesen und den Vegetarismus ein. „Ich bin gerade völlig verwirrt“, muss sie sich letztlich eingestehen. „Ich bin mit einem klaren Ziel hierhergekommen: den bösartigsten Mann zu töten, der je gelebt hat – abgesehen von Ronald Reagan. Aber jetzt, wo ich dich persönlich treffe, bist du ganz anders, als ich gedacht hatte.“ Das Video fügt sich in Musks Weltbild ein, demzufolge Adolf Hitler und die Nationalsozialisten Linke gewesen seien. „Hitler war ein Sozialist, deshalb sind alle Sozialisten Hitler“, schrieb der Unternehmer etwa im Mai auf seiner Plattform X (verlinkt auf https://x.com/elonmusk/status/2052629745616163036) . Schon im Zuge der Bundestagswahl ließ er Aussagen von AfD-Politikerin Alice Weidel unwidersprochen stehen. „Er war Kommunist. Und er betrachtete sich als Sozialist“, behauptete damals die AfD-Chefin in einem Gespräch mit Elon Musk. Der größte Erfolg nach jener „schrecklichen Ära unserer Geschichte“ hätte darin bestanden, „Adolf Hitler als rechts und konservativ zu bezeichnen. Er war das genaue Gegenteil.“ Das Gespräch hatte breite Kritik hervorgerufen. So hatte sich etwa der Historiker Jens-Christian Wagner bei WELT TV geäußert. „Das ist natürlich grober Unfug. Genauso gut hätte Frau Weidel behaupten können, die Erde sei flach“, schilderte der Leiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in Weimar. „Wir alle wissen, dass der Nationalsozialismus eine rechtsextreme Bewegung gewesen ist. Der Holocaust war ein rechtsextremes Verbrechen.“ Zwar hätten die Nazis versucht, eine „antikapitalistische Rhetorik“ zu bemühen, doch an der Abschaffung des kapitalistischen Systems hätten sie nicht gearbeitet. Es handele sich um eine „Verhöhnung“ jener Kommunisten, die als Erste in den Konzentrationslagern zum Opfer gefallen waren. Musk selbst fiel bereits wiederholt dadurch auf, sich für rechtspopulistische und rechtsextreme Positionen starkzumachen. So setzte er sich im vergangenen Jahr etwa für den britischen Aktivisten Tommy Robinson ein (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article255019928/Tommy-Robinson-Musk-ruft-zu-Freilassung-von-rechtsradikalem-britischen-Aktivisten-auf.html) . Im Gegenzug bezeichnet Musk Personen aus der Politik, den Medien und der Unterhaltungsindustrie immer wieder als Marionetten (verlinkt auf https://x.com/search?q=from%3Aelonmusk%20puppet&src=typed_query) , die von dem antisemitisch aufgeladenen Motiv des Puppenspielers fremdgesteuert werden. Insbesondere der jüdische Investor George Soros nimmt in seinen Erzählungen wiederholt die Rolle des Marionettenspielers ein, der Politiker kontrolliere. „Soros will den Untergang der westlichen Zivilisation“, behauptet der CEO von Tesla und SpaceX (verlinkt auf https://x.com/elonmusk/status/2069483505051128064) .