Welt 11.05.2026
22:33 Uhr

Ehemals rechte Hand des ukrainischen Präsidenten Selenskyj unter Geldwäsche-Verdacht


Im November war Andrij Jermak nach Korruptionsvorwürfen als Leiter des Präsidialamtes der Ukraine zurückgetreten. Nun wird der Jurist verdächtigt, Teil einer Gruppe gewesen zu sein, die sich der Geldwäsche von mehreren Millionen Euro schuldig gemacht haben soll.

Ehemals rechte Hand des ukrainischen Präsidenten Selenskyj unter Geldwäsche-Verdacht

Antikorruptionsbehörden in der Ukraine haben den ehemaligen Leiter des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, der Geldwäsche verdächtigt. Das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) berichteten, eine organisierte Gruppe enttarnt zu haben. Diese soll an der Geldwäsche von umgerechnet fast neun Millionen Euro im Zusammenhang mit einem Luxusbauprojekt in der Nähe Kiews beteiligt sein. Jermak soll dieser Gruppe angehören. Nach Durchsuchungen in seiner Wohnung (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/video692982b1c25edce70ee723ee/korruptionsskandal-durchsuchung-bei-selenskyj-stabschef-jermak-ein-geschenk-fuer-russland.html) war Jermak im Zuge eines Korruptionsskandals Ende November vergangenen Jahres zurückgetreten. Er war ein langjähriger Vertrauter des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Er leitete das Präsidentenbüro seit 2020 und galt als zweitwichtigster Mann in der Ukraine.