Welt 08.09.2026
05:26 Uhr

„Die Schülerschaft hat sich verändert“


Die neuesten Ergebnisse der Pisa-Studie zeigen laut „Bild“, dass Deutschlands Schüler so schlecht wie nie seien. Schulen müssten heute mehr leisten als früher, sagt Bildungsministerin Karin Prien.

„Die Schülerschaft hat sich verändert“

Bildungsministerin Karin Prien sieht die Schulen in Deutschland vor erheblichen Herausforderungen. „Die Schülerschaft hat sich verändert, keineswegs nur durch Zuwanderung, sondern auch durch Erziehungsmethoden, durch die Art und Weise, wie Familien leben, die Anzahl der Alleinerziehenden, den Einfluss von Bildschirmzeiten und durch Social Media (verlinkt auf https://www.welt.de/kultur/plus252012286/Jonathan-Haidt-Alles-deutet-auf-die-grosse-Neuverdrahtung-der-Kindheit-hin.html) “, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Schulen müssen heute viel mehr für Bindung und Erziehung leisten als früher, fügte sie hinzu. „Es nützt aber nichts, darüber zu lamentieren. Das ist die Realität, und darauf muss sich das Schulsystem insgesamt besser einstellen.“ Wichtige Weichen seien schon gestellt, meinte Prien: „Mehr Bedeutung für die frühkindliche Bildung, besserer Übergang zwischen Kita und Schule, vor allem die Stärkung der sogenannten basalen Kompetenzen: Lesen, Schreiben, Rechnen.“ An diesem Dienstag werden in Berlin die Ergebnisse der jüngsten Bildungsvergleichsstudie Pisa vorgestellt. Getestet wurden dafür im vergangenen Jahr in Deutschland rund 6700 Schülerinnen und Schüler an etwa 250 Schulen unter anderem auf Kompetenzen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften. Weltweit nahmen mehr als 760.000 Jugendliche an der Studie teil. Ein Schwerpunkt lag diesmal auf den Naturwissenschaften. Zusätzlich betrachtet wurde „modellbasiertes Problemlösen“ als Teil des Lernens in der digitalen Welt. Pisa steht für „Programme for International Student Assessment“ und ist die größte internationale Schulleistungsvergleichsstudie. Die erste Ausgabe mit Daten aus dem Jahr 2000 hatte den „Pisa-Schock“ ausgelöst: Die deutschen 15-Jährigen schnitten damals im Vergleich schlecht ab. Es folgte eine heftige Bildungsreformdebatte. Danach ging es in den Pisa-Studien für Deutschland bergauf. Seit 2015 sinken die Werte wieder. Schüler schneiden schlechter ab als bei letzter Erhebung Laut einem Bericht der „Bild“ haben Schüler bei der jüngsten Auflage des internationalen Bildungsvergleichs Pisa schlechter abgeschnitten als bei der vorherigen Erhebung im Jahr 2022. Deutschlands 15-Jährige könnten immer schlechter lesen und rechnen, auch in Naturwissenschaften gehe es abwärts, schreibt „Bild“ unter Berufung auf die Auswertungen, die ihr bereits vorlägen. „Deutschlands Schüler schlecht wie nie“ und „Deutschland droht ein Pisa-Schock 3.0“ schreibt „Bild“ (verlinkt auf https://www.bild.de/politik/inland/pisa-2025-deutschlands-schueler-rutschen-bei-lesen-und-mathe-weiter-ab-6a9e95bb181cb962d4886a63) . In allen getesteten Bereichen erreiche Deutschland inzwischen nur noch das Niveau des OECD-Mittels. Besonders schlecht stehe es um die Lesefähigkeit der deutschen Schüler. Während deren Leistungen in diesem Bereich schon zwischen 2018 und 2022 stark abnahmen, seien sie in den vergangenen vier Jahren noch einmal ähnlich stark eingebrochen.