In Leipzig ist ein Autofahrer mitten am Tag in eine Menschenmenge gefahren. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) sprach gegenüber Medienvertretern von zwei Toten, ein Polizeisprecher von mindestens einem Todesopfer. Außerdem wurden mindestens zwei Menschen schwer verletzt. Nach Angaben des Leipziger Branddirektors Axel Schuh gab es darüber hinaus „20 Betroffene“. Nach Angaben der Polizei auf X wurde der Fahrer inzwischen festgenommen, von ihm gehe derzeit keine Gefahr mehr aus. Einer Sprecherin zufolge saß der mutmaßliche Täter noch in dem Auto, als die Polizei eintraf. Der Mann habe den Wagen selbst gestoppt, sagte sie. Nach Informationen von WELT soll es sich bei dem Festgenommenen um einen deutschen Staatsbürger handeln. Er soll polizeibekannt sein und sich bei der Festnahme in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben. Die Tat soll demnach aktuell nicht der politisch motivierten Kriminalität links, rechts oder islamistisch zugeordnet werden, es gehe vielmehr in Richtung „Beziehungstat“. Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht. Weitere Details gaben die Behörden bislang noch nicht bekannt. „Wir haben noch nicht genau die Motivation, wir wissen noch nichts über den Täter“, sagte Oberbürgermeister Jung. Nach ersten Angaben fuhr der mutmaßliche Täter aus Richtung Augustusplatz kommend über die Grimmaische Straße, eine Einkaufsstraße, bis zum Markt. Auf Bildern war ein graues Auto mit beschädigter Kühlerhaube und zersplitterter Windschutzscheibe vor einem Poller zu sehen. Laut „Bild“-Zeitung fuhr der Fahrer mit hoher Geschwindigkeit. „Ich war gerade in einem Geschäft, als ich ein lautes Geräusch hörte. Hier ist einer durchgebrettert“, berichtete ein Augenzeuge der „ Leipziger Volkszeitung (verlinkt auf https://www.lvz.de/lokales/leipzig/autofahrer-faehrt-in-leipziger-fussgaengerzone-mehrere-verletzte-64LH76YA2VAQJA7YFHF43VKEMA.html) “. Die Lage sei geklärt, sagte Jung in seinem Statement. „Es gibt keine Gefährdungslage mehr.“ Es gebe einen „Großeinsatz“. In den sozialen Medien waren von dem Einsatz Bilder mit Helikopter und zahlreichen Rettungswagen zu sehen. „Die Rettungskräfte haben einen Massenanfall von Verletzten ausgerufen, die Polizei ist mit vielen Kräften im Einsatz“, erklärte die Polizei. Im Kurzbotschaftendienst X warnten die Beamten parallel vor der Verbreitung von „ungeprüften Meldungen und Fotos“. Sie riefen dazu auf, nur verifizierte Nachrichtenquellen und Behördenaccounts zu nutzen. Kretschmer spricht von mutmaßlicher „Amokfahrt“ Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) geht von einer mutmaßlichen „Amokfahrt“ aus. „Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien. Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung. So eine Tat macht uns sprachlos – und sie macht uns entschlossen“, sagte Kretschmer. „Wir werden alles daransetzen, sie schnell und vollständig aufzuklären. Der Rechtsstaat wird mit aller Konsequenz handeln.“ Jetzt werde es darum gehen, füreinander da zu sein. „Sachsen hält zusammen.“ Dieser Text wird fortlaufend aktualisiert.