Welt 16.05.2026
17:22 Uhr

Aus Rücksicht auf Deutschland – ESC findet nicht statt


Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat endlich ein Einsehen: Weil die Deutschen ständig etwas am Eurovision Song Contest auszusetzen haben, wird der Kostümwettbewerb in Wien abgesagt.

Aus Rücksicht auf Deutschland – ESC findet nicht statt

Partystimmung zwischen Kiel und Garmisch! Um die Gefühle des deutschen Publikums nicht mehr länger zu verletzen, fällt der Eurovision Song Contest in Wien (verlinkt auf https://www.welt.de/kultur/article6a0657642024a1440cb9aee9/esc-2026-finale-komplett-auch-umstrittener-wuerge-song-dabei.html) aus. Das hat die Europäische Rundfunkunion (EBU) entschieden. Mit der Absage des ESC zieht die EBU endlich die Konsequenzen aus der jahrelangen Kritik seitens der deutschen Beitragszahler und Hubert Aiwange (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article6a0294e7cd4a28c47002439b/hart-aber-fair-ist-das-musik-oder-klamauk-aiwanger-und-strack-zimmermann-liefern-sich-hitzige-esc-debatte.html) r an dem Song Contest. „Wir wollen nicht mehr länger das Leid von 83 Millionen Menschen ignorieren, die sich diesen Blödsinn nicht anschauen, am nächsten Tag aber wortreich das schlechte Abschneiden des deutschen Beitrags beklagen und es vorher schon haben kommen sehen“, heißt es seitens der EBU, „diese Wut ist mehr als verständlich, schließlich zahlen sie richtig viel für den ganzen Bums und bekommen zum Dank noch nicht einmal Punkte von einem Land, das einen singenden Traktor in Fetisch-Unterwäsche mit halbnackten Gnomen in den Wettbewerb geschickt hat.“ Dennoch was los in Wien Doch keine Sorge: Für Entertainment ist dennoch gesorgt. Anstelle des ESC-Finales mit 25 Acts findet in der Wiener Stadthalle nun die österreichische Meisterschaft im Kuhfladen-Weitwurf statt. Wie es heißt, freuen sich die Athleten und die Kühe schon sehr auf die rund 2000 Quadratmeter große Bühnenkonstruktion. Allerdings wurden im Vorfeld seitens der 16.000 erwarteten Fans einige Bedenken wegen der vielen anwesenden Windmaschinen laut. Die Reaktionen aus dem Ausland sind unterdessen durchaus positiv. Von dem ESC-Aus versprechen sich die Länder, die den Wettbewerb wegen der Teilnahme Israels boykottieren (verlinkt auf https://www.welt.de/kultur/article69410a115d051a3e3193a8b8/esc-2026-in-wien-niedrigste-teilnehmerzahl-seit-20-jahren-protest-gegen-israel.html) , Auftrieb für ihre Konkurrenzveranstaltung: Spanien, die Niederlande, Irland, Slowenien und Island planen einen eigenen Wettbewerb für die queere Community, an dem auch die Hamas und der Iran mitmachen dürfen. Unter der Vermittlung von Schlager-Urgestein Gerhard Schröder („Hol mir mal ’ne Flasche Bier“) sei auch eine Teilnahme Russlands denkbar. Freude in Deutschland In Deutschland herrscht derweil der Ausnahmezustand. Kurz nach der Bekanntgabe der ESC-Absage kam es in verschiedenen Städten zu spontanen Autokorsos. Aus offenen Fenstern dröhnten „Layla“, „Hyper Hyper“ und die schönsten Ballermann-Hits. Ein Korso-Teilnehmer erklärte unter Tränen: „Endlich können wir wieder stolz auf unsere Musik sein – ohne wie jedes Jahr aufs Neue europäisch gedemütigt zu werden!“ Doch nicht überall im Land freut man sich darüber, dass der Song Contest nicht stattfindet. „Chips, Bier, geschmacklose Klamotten: Ich hatte schon alles für den größten Tag des Jahres vorbereitet“, sagt Hansjörg W. aus Ibbenbüren stellvertretend für die vielen enttäuschten Deutschen, „was soll ich nun mit meinen vorab verfassten Hass-Postings machen, in denen ich fordere, dass dieser ESC-Quatsch endlich abgeschafft wird?“ Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook (verlinkt auf http://www.facebook.com/glasauge.satire) , X (verlinkt auf https://twitter.com/WELT_GLASAUGE) oder Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/glasauge_satire/) – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!