Welt 30.04.2026
11:15 Uhr

„Abfällige Zuspitzungen schaden“ – AfD kritisiert Trump-Kritik von Merz


Deutschland sei militärisch nach wie vor hochgradig abhängig von den USA, mahnt der AfD-Außenpolitiker Markus Frohnmaier. Die wiederholte Kritik des Bundeskanzlers an US-Präsident Trump sei deshalb fahrlässig.

„Abfällige Zuspitzungen schaden“ – AfD kritisiert Trump-Kritik von Merz

Die AfD hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorgeworfen, mit seinen kritischen Äußerungen über US-Präsident Donald Trump den Sicherheitsinteressen Deutschlands zu schaden. „Der Bundeskanzler kann Verbündete intern selbstverständlich kritisieren“, sagte der AfD-Außenpolitiker Markus Frohnmaier am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. „Öffentliche Belehrungen und abfällige Zuspitzungen schaden jedoch Deutschlands diplomatischem Gewicht“, kritisierte er mit Blick auf Trumps Drohung, US-Truppen aus Deutschland abzuziehen. (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article69f286ac622ae392e46e361d/iran-krieg-nach-streit-mit-kanzler-merz-trump-droht-mit-truppenabbau-in-deutschland.html) Frohnmaier warf dem Kanzler vor, eine solche Reaktion Trumps geradezu provoziert zu haben. „Wer die amerikanische Sicherheitsgarantie seit Jahren als selbstverständlich behandelt, obwohl Deutschland militärisch nicht verteidigungsfähig ist, darf sich über wachsenden Druck aus Washington nicht wundern“, sagte der AfD-Bundestagsabgeordnete. „Deutschland ist derzeit sicherheitspolitisch auf amerikanische Abschreckung angewiesen und wird die entsprechenden Kapazitäten auch mittelfristig nicht selbst ersetzen können.“ Trump hat am Mittwoch eine mögliche Reduzierung der US-Truppenstärke in Deutschland in Aussicht gestellt. „Die USA prüfen und evaluieren derzeit eine mögliche Verringerung der Truppenpräsenz in Deutschland“, erklärte Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. (verlinkt auf https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116490196510215628) „Eine Entscheidung soll in Kürze getroffen werden“, fügte er hinzu. Merz hatte zuletzt mit Kritik am Iran-Krieg den Unmut Trumps auf sich gezogen. Frohnmaier war im März in die USA gereist, um Vertreter der Maga-Bewegung um US-Präsident Donald Trump zu treffen (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/ausland/article69a162b94b8f567f12fcc027/konferenz-in-washington-in-deutschland-laeuft-derzeit-vieles-schief-wie-sich-die-internationale-rechte-formiert.html) . Der AfD-Politiker verteidigte in der Vergangenheit auch Reisen von AfD-Vertretern nach Russland (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article691253030166cd59ef99b331/maischberger-wir-befinden-uns-nicht-im-krieg-mit-russland-sagt-afd-politiker-frohnmaier.html) .