Welt 10.03.2026
11:50 Uhr

ADAC-Daten offenbaren überraschenden Hamburg-Effekt


Die ADAC‑Pannenhilfe musste in Hamburg 2025 etwas seltener als im Vorjahr ausrücken. Bei der Fahrrad‑Pannenhilfe dagegen stiegen die Einsätze deutlich an.

ADAC-Daten offenbaren überraschenden Hamburg-Effekt

Die Zahl der Einsätze der ADAC-Pannenhilfe ist in Hamburg im vergangenen Jahr insgesamt leicht gesunken. Die Pannenhelfer mussten in der Hansestadt mit 193.971 Einsätzen rund 2700 Mal weniger oft helfen als 2024, wie der Automobilclub mitteilte. Damit unterscheidet sich die Entwicklung im Stadtstaat deutlich vom bundesweiten Trend, wo die Einsatzahlen stiegen. Deutschlandweit absolvierte die Pannenhilfe 2025 insgesamt 3,69 Millionen Einsätze – rund 60.000 mehr als im Jahr zuvor. Im Durchschnitt geht damit alle neun Sekunden ein Pannennotruf ein. Besonders arbeitsintensiv war der 29. Dezember mit 18.588 Einsätzen. Die häufigste Ursache für liegengebliebene Fahrzeuge blieb wie in den Vorjahren die Starterbatterie. Nach ADAC-Angaben entfielen 45,4 Prozent aller Einsätze darauf – und das betrifft weiterhin nicht nur Autos mit Verbrennungsmotoren. Auch bei Elektroautos sei die klassische 12-Volt-Batterie eine der zentralen Schwachstellen. An zweiter Stelle folgen Probleme mit Motor, Motormanagement oder dem Hochvoltsystem, die zusammen 21,8 Prozent der Einsätze ausmachen. Defekte an Generator, Anlasser, Bordnetz oder Beleuchtung stehen mit 10,4 Prozent an dritter Stelle. Mehr Fahrradhilfe als im Jahr zuvor Zugenommen hat in Hamburg hingegen die Nachfrage nach der Fahrrad-Pannenhilfe. Rund 1500 Mal rückten die Teams im vergangenen Jahr zu Fahrrädern aus – ein Plus von 21 Prozent. Die häufigste Ursache waren beschädigte Reifen, die in mehr als 70 Prozent der Fälle für den Stillstand sorgten. Danach folgten Probleme mit der Kette sowie der Elektrik. Die Fahrrad-Pannenhilfe bietet der ADAC seit Mitte 2022 an. Nach eigenen Angaben zählt der ADAC aktuell 22,7 Millionen Mitglieder und ist damit der größte Mobilitätsclub Europas. Bundesweit kümmern sich rund 1700 Mitarbeitende der Straßenwacht sowie etwa 550 Partnerunternehmen mit insgesamt rund 5000 Fahrzeugen um die Pannenhilfe seiner Mitglieder.