Welt 30.05.2026
13:42 Uhr

199.200 Dollar für ein Finalticket bei den New York Knicks


Die New York Knicks haben erstmals seit 1999 die Finalserie der NBA erreicht. Die Euphorie ist riesig, der Preis für die Spiele im Madison Square Garden entsprechend. Auf den Ticketbörsen werden die Karten zu astronomischen Preisen gehandelt.

199.200 Dollar für ein Finalticket bei den New York Knicks

Der Gegner steht noch gar nicht fest. Titelverteidiger Oklahoma City Thunder und die San Antonio Spurs ermitteln erst in der Nacht zum Sonntag, mit wem es die New York Knicks in der am Mittwochabend beginnenden Finalserie der NBA zu tun bekommen werden. Die Euphorie um das Team von der Ostküste kennt nach dem ersten Finaleinzug seit 1999 dennoch keine Grenzen. Klar ist, dass in der Best-of-seven-Serie mindestens vier Spiele angesetzt werden – und dass es für die Fans ein teures Unterfangen wird, um live dabei zu sein. Als der Vorverkauf am Dienstag für die im New Yorker Madison Square Garden ausgetragenen Spiele Nummer drei und vier begann, lagen die Preise für ein Tribünenticket zwischen knapp 2000 und 6000 Dollar. Wer schon einmal in der 19.500 Zuschauer fassenden „World’s Most Famous Arena“ bei einer Veranstaltung war, weiß, wie groß die Entfernung aus einer der letzten Reihen unter dem Dach bis zum Court ist. Doch die Aussicht, bei dem historischen Ereignis dabei zu sein, lässt die Fans tief in die Tasche greifen. New York (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/new-york/) wartet seit 1973 auf den Titel. Nach dem 4:0 in den Conference Finals gegen die Cleveland Cavaliers (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/cleveland-cavaliers/) stehen die Chancen gut. Trump und 250 Jugendliche sind eingeladen Hunderte auf den Wiederverkaufsseiten gehandelte Tickets erreichen täglich neue Rekorde. Bereits gegen die Cavaliers waren hohe Preise bezahlt worden: 500 Dollar für eine Karte in den letzten Reihen, mehr als 50.000 Dollar erzielte das teuerste Ticket. Am Freitagabend stand der Preis für das günstigste Ticket bei 3.184 Dollar, für sogenannte „Courtside Tickets“, also einen Platz direkt an der Spielfeldbegrenzung, werden mittlerweile bis zu 199.200 Dollar fällig. 200.000 Dollar für ein Basketballspiel, in dem mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mal der Champion ermittelt wird. Im regulären Verkauf kosteten die günstigsten Courtside-Tickets 25.000 Dollar und damit knapp zehnmal so viel wie beim letzten Finale mit New Yorker Beteiligung 1999 (2700 Dollar). Bei der Finalniederlage der Knicks gegen die Houston Rockets 1994 genügten 550 Dollar, um direkt am Spielfeld zu sitzen. Preise, die für Donald Trump nicht gelten. Der US-Präsident sagte vor Journalisten, dass James Dolan, Eigentümer der Knicks, ihn zu den NBA (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/nba/) -Finals eingeladen habe. „Mann, was für ein Team“, sagte der gebürtige New Yorker Trump bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. „Sie haben einige wirklich großartige Spieler.“ Zudem werden pro Heimspiel 250 benachteiligte Jugendliche mit Freikarten bedacht. Die Betreibergesellschaft des Madison Square Gardens wolle damit einen Kontrapunkt zu den hohen Ticketpreisen setzen, hieß es.