SpOn 17.07.2026
10:49 Uhr

ZDF-»Politbarometer«: Grüne und Linke überholen SPD – AfD weiterhin vorne


Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, hätte die schwarz-rote Koalition keine parlamentarische Mehrheit mehr. Das sagen neue Ergebnisse der Forschungsgruppe Wahlen. Die AfD liegt vorn, auch wenn ihre Chefin den schlechtesten Wert aller Spitzenpolitiker einfährt.

ZDF-»Politbarometer«: Grüne und Linke überholen SPD – AfD weiterhin vorne

Grüne und Linke überholen im aktuellen ZDF-»Politbarometer« die SPD – weiter vorn liegt aber weiterhin die AfD. Die Grünen kommen in der am Freitag veröffentlichten Umfrage auf 14 Prozent, die Linke steht bei 13 Prozent. Beide Parteien verbessern sich damit im Vergleich zum letzten »Politbarometer« im Juni um jeweils zwei Prozentpunkte. Die SPD fällt hingegen einen Punkt auf nun 12 Prozent.

Weiterhin stärkste Partei ist mit 27 Prozent die AfD, dahinter liegt die Union mit 23 Prozent. Beide Parteien verschlechtern sich im Vergleich zum letzten »Politbarometer« um jeweils einen Punkt.

Pistorius weiter beliebtester Politiker

Die FDP steht unverändert bei 4 Prozent. Alle anderen Parteien kommen zusammen auf 7 Prozent, darunter ist aber keine, die mindestens drei Prozent erreichen würde. Eine Mehrheit hätte die aktuelle schwarz-rote Regierungskoalition mit diesen Umfrageergebnissen nach wie vor nicht.

Beliebtester Politiker bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung ist weiterhin Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Er wird auf einer Skala von +5 bis -5 mit einem Durchschnittswert von 1,5 (im Juni ebenfalls 1,5) beurteilt. Es folgen Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) mit 0,9 (1,0) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) mit 0,1 (0,3).

Danach beginnt demnach schon der Negativbereich: Linkenfraktionschefin Heidi Reichinnek kommt auf minus 0,7 (minus 0,8), SPD-Finanzminister Lars Klingbeil ebenfalls auf minus 0,7 (minus 0,4). Kanzler Friedrich Merz (CDU) wird mit minus 1,6 beurteilt. Schlusslicht bleibt AfD-Chefin Alice Weidel mit minus 2,5 (minus 2,4).

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Für das »Politbarometer« befragte die Forschungsgruppe Wahlen vom 14. bis 16. Juli telefonisch und online 1284 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Die statistische Fehlerquote wurde mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.

fhi/AFP