SpOn 20.09.2026
21:50 Uhr

Wolodymyr Selenskyj kündigt Treffen mit Donald Trump in New York an


Es soll um »Deeskalationsmaßnahmen« im Verteidigungskrieg gegen Russland gehen: Der ukrainische Staatschef Selenskyj will sich am Rande der Uno-Generalversammlung in New York mit US-Präsident Trump austauschen.

Wolodymyr Selenskyj kündigt Treffen mit Donald Trump in New York an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in der nächsten Woche ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump angekündigt. Demnach telefonierte Selenskyj mit Trump und besprach mit ihm eine Reihe von Themen, wie er auf Telegram  mitteilte. Ein Treffen in New York, wo beide Präsidenten an der Generalversammlung der Vereinten Nationen teilnehmen, könne mit Blick auf mögliche neue Verhandlungen zur Beendigung des Ukrainekriegs viel bewirken. »Die diplomatische Dynamik ist da«, sagte er. Ein genaues Datum für das Treffen nannte Selenskyj zunächst nicht.

»Der Friedensprozess hat höchste Priorität«, sagte Selenskyj nach dem jüngsten Besuch von US-Chefunterhändler Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner in Kyjiw. Die beiden hatten das erste Mal überhaupt in ihrer Vermittlerrolle die Ukraine besucht und sich über die Lage in dem Land informiert. Zuvor waren sie zum wiederholten Mal in Russland gewesen, das seit mehr als viereinhalb Jahren Krieg gegen die Ukraine führt.

Selenskyj: »Bereit zu ernsthaften Schritten«

Geplant ist demnach, die direkten Verhandlungen zwischen Kyjiw und Moskau unter US-Vermittlung über ein Ende des Kriegs wiederaufzunehmen. Russland hält das im Oktober für möglich. Im vergangenen Winter waren die Gespräche in die Sackgasse geraten und schließlich wegen des Irankriegs abgebrochen worden. Witkoff und Kushner, die im Nahen Osten ebenfalls vermittelten, unternehmen nun einen neuen Anlauf.

»Es gibt Ideen zu Deeskalationsmaßnahmen und grundlegenden Sicherheitsfragen«, sagte Selenskyj. »Wir arbeiten gemeinsam mit dem amerikanischen Team und sind bereit, wirklich ernsthafte Schritte zu unternehmen.« Details nannte er nicht. Der Präsident hatte zuletzt von den USA immer wieder vor allem Flugabwehrraketen gefordert, um sich gegen die russischen Angriffe mit ballistischen Raketen zu verteidigen.

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Die Kriegsparteien werfen sich immer wieder gegenseitig vor, kein Interesse an einem Ende der Kampfhandlungen zu haben. Die Ukraine kämpft mit westlicher Militärhilfe auch um die Rückeroberung der von Russland besetzten Gebiete.

sei/dpa