Wo bislang kleine Kinder betreut wurden, liegen nun Steine, Platten, Rohre und Gebäudeteile am Boden: Mitten in Wolfsburg ist eine Kindertagesstätte zu einem großen Teil eingestürzt. Zahlreiche Einsatzkräfte sind auf dem Gelände unterwegs – auch mit Spürhunden.
Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab. Ihren Angaben zufolge gingen am Sonntagmorgen mehrere Notrufe ein, weil Menschen einen lauten Knall gehört hatten. Einsatzkräfte rückten an und fanden ein weitgehend zerstörtes Kita-Gebäude vor. Etwa ein Drittel davon sei eingestürzt, der Rest sei stark einsturzgefährdet, sagte eine Polizeisprecherin. Der Schaden wird auf einen hohen sechsstelligen Bereich geschätzt.
Einsturzgefahr: Was von der Kita noch steht, darf nicht betreten werden
Foto: Stadt Wolfsburg / dpaGlück im Unglück
Ersten Erkenntnissen zufolge wurde bei dem Unglück niemand verletzt – auch dank des Umstands, dass die Kita am Sonntag geschlossen war. Um sicher zu sein, dass keine Menschen unter den Trümmern liegen, suchten Spürhunde das Gelände ab.
Noch ist unklar, warum die Kita einstürzte. Bislang sei weder ein technischer Defekt noch ein Fremdverschulden auszuschließen, sagte die Polizeisprecherin. Hinweise auf einen Anschlag gibt es demnach nicht. Gegenüber dem NDR habe Stadtsprecher Henry Eichberg von ersten Hinweisen berichtet, dass eine Gasexplosion den Einsturz verursacht haben könnte. Demnach kam Oberbürgermeister Dennis Weilmann (CDU) zur Unglücksstelle, er habe dort mit den Einsatzkräften und der Leitung der Kindertagesstätte gesprochen.
Kita in Trümmern: Normalerweise 90 Kinder betreut
Foto: Stadt Wolfsburg / dpaKinder können auf dem Gelände vorerst nicht mehr betreut werden. Dem NDR zufolge werden normalerweise rund 90 Kinder in fünf Gruppen in der Kita betreut. Sie sollen in den kommenden Tagen auf andere evangelische Einrichtungen verteilt werden. Von der Explosion seien auch weitere Kitas betroffen: Die Küche der Kita habe bislang täglich 500 frische Mahlzeiten für mehrere Einrichtungen gekocht. Diese Arbeit sollen zunächst nun zwei andere Küchen übernehmen. Wie es mit dem Gebäude im Schachtweg weitergeht, sei noch ungewiss, so Stadtsprecher Eichberg.
