Abseits der teuren Metropolen gibt es viele kreisfreie Großstädte mit vergleichsweise günstigen Angebotsmieten. Das zeigt eine Auswertung des Immobilienportals ImmoScout24. Das Unternehmen hat 71 kreisfreie Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern untersucht. Das Ergebnis: In mehr als jeder zweiten betrachteten Großstadt liegen die durchschnittlichen Angebotsmieten für Bestandswohnungen im ersten Quartal 2026 unter 10 Euro pro Quadratmeter. Damit liegen diese Städte deutlich unter dem Durchschnitt der acht Metropolen von 13,95 Euro pro Quadratmeter.
Bestandsmieten, die in der Regel deutlich niedriger sind, sind in der Auswertung nicht berücksichtigt. Für Wohnungssuchende sind sie ohnehin wenig relevant.
Besonders günstig sind die Angebotsmieten in 15 kreisfreien Großstädten. Dort werden Bestandswohnungen für weniger als 8,50 Euro pro Quadratmeter angeboten. Chemnitz führt das Ranking mit 6,27 Euro pro Quadratmeter an. Eine 70-Quadratmeter-Wohnung kostet dort rechnerisch rund 439 Euro Kaltmiete. Auf dem zweiten Platz folgt Salzgitter mit 7,15 Euro pro Quadratmeter.
Neun der 15 Städte mit Angebotsmieten unter 8,50 Euro pro Quadratmeter liegen in Nordrhein-Westfalen, darunter Gelsenkirchen (7,25 Euro pro Quadratmeter), Hagen (7,56 Euro pro Quadratmeter), Herne (7,61 Euro pro Quadratmeter) und Oberhausen (8,37 Euro pro Quadratmeter) auf Platz 15. Aus Ostdeutschland gehören neben Chemnitz auch Magdeburg (7,39 Euro pro Quadratmeter) und Halle (Saale) (7,71 Euro pro Quadratmeter) zu den günstigsten kreisfreien Großstädten.
Moderate Mieten abseits der großen Metropolen
Insgesamt liegen die Angebotsmieten für Bestandswohnungen in 37 der 71 betrachteten kreisfreien Großstädte unter 10 Euro pro Quadratmeter. Damit bleibt das Mietniveau in mehr als der Hälfte der untersuchten Großstädte einstellig. Zum Vergleich: Bundesweit liegt der Durchschnitt bei 9 Euro pro Quadratmeter. Mit einem Quadratmeterpreis von 8,90 Euro landet sogar Leipzig als Metropole in diesem Ranking – und das auf Platz 21. Auf den hinteren Plätzen dieser Gruppe liegen Rostock mit 9,97 Euro pro Quadratmeter, Bremen mit 9,93 Euro sowie Oldenburg und Osnabrück mit jeweils 9,85 Euro pro Quadratmeter.
»Während die Mietmärkte in den Metropolen angespannt bleiben, gibt es in Deutschland weiterhin zahlreiche kreisfreie Großstädte mit vergleichsweise moderaten Angebotsmieten. Gerade diese Städte stehen oft weniger im öffentlichen Fokus, bieten aber eine gute Infrastruktur zu deutlich niedrigeren Preisen«, sagt Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24.
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Zuletzt waren die Mieten in Deutschland vielerorts deutlich angestiegen. Insgesamt stiegen die Angebotsmieten im vierten Quartal des vergangenen Jahres um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Sie legten damit rund doppelt so stark zu wie die allgemeine Teuerung. Das zeigte der Greix-Mietpreisindex, der vom Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) herausgegeben wird.

