Auf der griechischen Insel Kreta sind zwei Feuerwehrleute bei einem Waldbrand gestorben. Die Flammen hätten ihr Fahrzeug eingeschlossen, berichtet der Sender ERT. Der Bürgermeister einer nahe gelegenen Ortschaft sagte demnach, die beiden Feuerwehrleute hätten im dichten Rauch die Orientierung verloren.
Der Brand wütet seit den Mittagsstunden nahe der Ortschaft Nea Krya Vrysi. Die Region liegt im gebirgigen Hinterland im südlichen Teil der Insel.
Berichten zufolge ist die Feuerfront rund 15 Kilometer lang. Weil starker Wind geht und die Flammen sich rasch ausbreiten, wurden bereits fünf Ortschaften evakuiert. Videos von Anwohnern in sozialen Medien zeigen, wie Sturmböen die Flammen und den Rauch vorantreiben. Vier Löschhubschrauber und vier Löschflugzeuge mussten wegen des Winds bereits wieder abdrehen.
Das griechische Ministerium für Bürgerschutz warnt in weiten Teilen des Landes vor sehr hoher Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen. Auch in anderen europäischen Ländern wüten Feuer, unter anderem in Frankreich und der Türkei. In der Nähe von Bordeaux steht eine Fläche so groß wie der Stadtstaat Bremen in Flammen. Tausende Einwohner und Touristen wurden evakuiert. Die Behörden fürchten, dass eine bevorstehende Hitzewelle den Brand weiter anheizt.
Im südtürkischen Antalya haben die Waldbrände Wohngebiete im Stadtteil Yazır erreicht. Einige geräumte Häuser brannten nieder, die angrenzenden Tourismuszentren Adrasan und Olympos wurden für den Verkehr gesperrt. Einsatzkräfte vor Ort versuchen, das Feuer aus der Luft und vom Boden aus unter Kontrolle zu bringen.
In Spanien hingegen sieht Ministerpräsident Pedro Sánchez nach eigener Aussage Anzeichen dafür, dass sich die Lage langsam entspannt. Die Entwicklung gehe in die richtige Richtung, auch wenn noch zehn Waldbrände aktiv seien, sagte Sánchez. Der Brand in der östlichen Provinz Castellón nördlich von Valencia befindet sich weiterhin außer Kontrolle. Rund 10.000 evakuierte Einwohner warten darauf, in ihre Häuser zurückzukehren.
