SpOn 04.06.2026
08:32 Uhr

WM 2026: Fifa verbietet Fans, leere Flaschen mit ins Stadion zu bringen


Für die Spieler ist es eine WM der ständigen Trinkpausen. Für die Fans eine WM, bei der Hydration kostet. Denn wer ins Stadion will, muss Wasser kaufen: Wiederauffüllbare Flaschen dürfen nicht mit hinein.

WM 2026: Fifa verbietet Fans, leere Flaschen mit ins Stadion zu bringen

Bei den Spielen der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada dürfen Fans keine leeren Wasserflaschen mit ins Stadion nehmen – obwohl Temperaturen von teils mehr als 30 Grad Celsius erwartet werden. Das teilte die Fifa in den USA mit und begründete die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken.

Das WM-Stadion von Philadelphia

Das WM-Stadion von Philadelphia

Foto: Brendan Smialowski / AFP

Damit ändert die Fifa ihre Regeln kurz vor Turnierbeginn am 11. Juni. Zuvor hatten die Stadionrichtlinien noch vorgesehen, dass leere, durchsichtige und wiederverwendbare Flaschen mit bis zu einem Liter Fassungsvermögen mitgenommen und an Trinkbrunnen aufgefüllt werden dürfen. Fans müssen Wasser nun im Stadion kaufen.

Die Preise gelten vielerorts als hoch. Bei der Klub-WM im vergangenen Jahr kosteten Flaschen Wasser zwischen vier und sechs Dollar.

Laut »The Athletic«  hat die Fifa bereits E-Mails an Ticketinhaber versendet, um sie über die aktualisierten Regeln zu informieren. Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP erklärte die Fifa, sie habe die Entscheidung getroffen, um Risiken und Verletzungen für Spieler und Zuschauer zu vermeiden.

Im Mai hatte eine Gruppe führender Wissenschaftler die Fifa davor gewarnt, dass ihre aktuellen Hitzeschutzmaßnahmen für die WM »unzureichend« seien. Wie schon beim Turnier 1994 in den USA und bei der Klub-WM könnte die Hitze bei dieser Endrunde erneut ein Thema werden. Die Forscher warnen davor, dass die Temperaturen in 14 der insgesamt 16 genutzten Stadien gefährliche Werte überschreiten könnten.

Mehr zum Thema

Die Schiedsrichter sollen die Partien nach 22 Minuten jeder Halbzeit für drei Minuten unterbrechen, damit die Spieler etwas trinken können.

Joachim Klement hat die vergangenen drei Fußball-Weltmeister richtig vorhergesagt – dabei wollte der Ökonom eigentlich beweisen, dass so etwas nicht geht. Welchen wagemutigen Tipp er für dieses Jahr parat hat, lesen Sie hier .

luc/AFP