SpOn 29.09.2026
16:32 Uhr

USA: Kleinkind bringt geladene Waffe mit in den Kindergarten


In Michigan hat ein Kindergartenkind eine geladene Pistole aus seinem Rucksack geholt. Eine Aufsichtsperson konnte einschreiten und die Waffe sichern. Jetzt ermittelt die Polizei.

USA: Kleinkind bringt geladene Waffe mit in den Kindergarten

Was erwartet man im Rucksack eines Kindergartenkindes? Eine Wasserflasche, möglicherweise ein Kuscheltier und eine Brotdose mit Snacks. In der Gemeinde Canton im US-Bundesstaat Michigan sorgte der Rucksackinhalt eines Kleinkindes nun für größere Aufregung. Denn: Es brachte eine geladene Pistole mit.

Als das Kind die Waffe aus dem Rucksack holte, schritt ein Erzieher des »Childrens World Early Learning Center« ein und konnte ihm die Pistole samt Holster aus der Hand nehmen.

»Die [...] Tatsache, dass sich ein Erzieher im Raum befand, der in der Lage war, dem Kleinkind die Waffe sicher abzunehmen, hat eine Tragödie verhindert«, sagte Joseph Bialy,  Polizeichef der Gemeinde. Die Polizei wurde nach dem Vorfall informiert. Infolge der Ermittlungen nahmen Beamte ein Elternteil des Kleinkindes vorläufig fest. Dabei stellte sich heraus, dass dieses selbst der Polizei einer angrenzenden Gemeinde angehört. Bei der sichergestellten Pistole handle es sich jedoch nicht um eine Dienstwaffe.

Kindergarten will nun Rucksäcke und Taschen durchsuchen

Der Kindergarten betonte indes, man sei stolz, zu den sichersten Kindertagesstätten in der Region zu gehören. Es handle sich um einen unglücklichen Zwischenfall außerhalb der eigenen Kontrolle. Dennoch kündigte die Einrichtung an, die vorhandenen Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen. Künftig wolle man Rucksäcke und Taschen durchsuchen.

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Vor allem, wenn Kinder anwesend seien, sei das Gesetz sehr klar, betont der Polizeichef. Man müsse wissen, wo sich die Schusswaffen befinden und sie so aufbewahren, dass sie niemandem zugänglich sind. Für die Familie werden sich die Konsequenzen voraussichtlich dennoch im Rahmen halten. »Ich glaube nicht, dass einer der Beteiligten böse Absichten hatte«, sagte Bialy.

Nur den Platz im Kindergarten, das teilte die Einrichtung mit, hat die Familie nach dem Zwischenfall nun verloren.

klk