Michael Banks, der Chef der US-Grenzschutzbehörde, ist zurückgetreten. Sein Weggang reiht sich in eine Serie von Personalwechseln in der Einwanderungsbehörde unter US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Monaten ein.
Banks verkündete seinen Rücktritt in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News. »Es ist einfach Zeit«, sagte er dort. Er habe das Gefühl, das Schiff wieder auf Kurs gebracht zu haben, »von der unsichersten, desaströsen, chaotischen Grenze zur sichersten Grenze, die das Land je gesehen hat«. In einer Abschiedsnachricht an die Mitarbeiter erklärte Banks, er werde »für immer der größte Verteidiger« seiner Behörde bleiben.
Einem Insider zufolge galt Banks als Verbündeter der ehemaligen Heimatschutzministerin Kristi Noem, die Trump im März entlassen hatte. Die Personalwechsel fallen in eine Zeit, in der die öffentliche Zustimmung zu Trumps Einwanderungsstrategie sinkt. Neben Banks verlassen auch andere hochrangige Mitarbeiter die Behörde.
Während Banks Amtszeit entsandte die US-Regierung verstärkt Grenzschutzbeamte in amerikanische Großstädte. Dort nahmen sie mit aggressiven Taktiken Menschen fest, die mutmaßlich gegen Einwanderungsgesetze verstoßen hatten.
- Ex-Border-Patrol-Chief Gregory Bovino: 100 Millionen Menschen aus den USA abschieben? – »Ich bleibe bei dieser Zahl« Aus Dallas, Texas berichtet Britta Kollenbroich
- Gewalt von US-Grenzschützern in Minneapolis: »Wir haben Albträume von ihnen« Aus Minneapolis berichtet Alexandra Berlin
- FBI soll ermitteln: US-Justizministerium untersucht gewaltsamen Tod von Alex Pretti
Immer wieder kam es zu Zusammenstößen mit Anwohnern – auch gewaltvollen. Ein Beamter der Grenzschutzbehörde erschoss im Januar den 37-jährigen Alex Pretti. Banks selbst hielt sich bei diesen umstrittenen Einsätzen im Hintergrund.
