Tulsi Gabbard tritt als Direktorin der US-Geheimdienste zurück. Das teilte die 45-Jährige in einem an Präsident Donald Trump adressierten Schreiben auf X mit. Als Grund nannte sie eine seltene Form von Knochenkrebs, an der ihr Mann erkrankt ist. Der Rücktritt werde zum 30. Juni wirksam.
In dem Schreiben bedankte sich Gabbard für das Vertrauen und die Möglichkeit, das Amt in den vergangenen anderthalb Jahren zu führen. Sie wolle nun ihrem erkrankten Ehemann Abraham zur Seite stehen.
Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, Gabbard habe »großartige Arbeit« geleistet, doch nun wolle sie zu Recht bei ihrem Mann sein und ihm wieder zu Gesundheit verhelfen. Ihr Amt werde der stellvertretende Geheimdienstkoordinator Aaron Lukas kommissarisch übernehmen.
I am deeply grateful for the trust President Trump placed in me and for the opportunity to lead @ODNIgov for the last year and a half.
— Tulsi Gabbard 🌺 (@TulsiGabbard) May 22, 2026
Unfortunately, I must submit my resignation, effective June 30, 2026. My husband, Abraham, has recently been diagnosed with an extremely rare… pic.twitter.com/PS0Dxp5zpd
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
In ihrem Amt übte Gabbard die Oberaufsicht über die 18 US-Geheimdienste aus und informierte Trump regelmäßig über streng vertrauliche Geheimdiensterkenntnisse. Sie hatte das Amt zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit Anfang 2025 angetreten.
Trumps Entscheidung für Gabbard war damals umstritten. In der Vergangenheit hatte sie sich unter anderem verständnisvoll über Russlands Präsidenten Wladimir Putin geäußert und den USA sowie der Nato mit Blick auf den Krieg in der Ukraine Vorwürfe gemacht. Auch wegen früherer Aussagen zum syrischen Bürgerkrieg stand sie in der Kritik: Gabbard bestritt, dass der gestürzte Machthaber Baschar al-Assad Chemiewaffen eingesetzt habe, und kritisierte die Unterstützung der USA für Gruppen, die gegen Assad kämpfen. 2017 besuchte sie Assad.
Zuletzt gingen die Meinungen Gabbards und Trumps rund um den Irankrieg öffentlich auseinander. So hatte der Präsident betont, dass sie eine gemäßigtere Haltung zum Thema Urananreicherung vertrete als er. Er hatte jedoch auch betont, dass dies nicht bedeutet, dass man nicht für ein Amt geeignet wäre.
