SpOn 21.05.2026
23:46 Uhr

Trump will 5000 Soldaten zusätzlich nach Polen entsenden


Zuletzt hatte es in Warschau Unruhe nach Berichten über einen Stopp der Entsendung von US-Soldaten gegeben. Jetzt macht Trump eine Ankündigung, die dort gut ankommen dürfte.

Trump will 5000 Soldaten zusätzlich nach Polen entsenden

US-Präsident Donald Trump will zusätzlich 5000 US-Soldaten nach Polen verlegen. Das kündigte der Republikaner auf der Plattform Truth Social an. Konkreteres, etwa wann und von wo die US-Soldaten nach Polen verlegt werden sollen, nannte Trump nicht.

Seine Entscheidung begründete er mit seinem guten Verhältnis zum polnischen rechtskonservativen Präsidenten Karol Nawrocki. Der Pole hatte Mitte 2025 die Stichwahl um das Präsidentenamt gewonnen und hatte im Herbst darauf in Washington Trump im Oval Office besucht. Die beiden Politiker hatten damals ihre Sympathie füreinander deutlich gemacht.

Jüngst sorgten US-Medienberichte in Polen für Unruhe

Erst vergangene Woche hatten hochrangige US-Militärvertreter bekannt gegeben, dass die USA die geplante Entsendung von 4000 Soldaten nach Polen gestoppt hätten. US-Vizepräsident JD Vance sagte am Dienstag vor Journalisten im Weißen Haus, die Verlegung sei lediglich verschoben und nicht gestrichen worden. Die Soldaten könnten aber auch woanders in Europa stationiert werden.

Polen hatte die Berichte dementiert, wonach das Land vom Stopp der Entsendung einer Kampfbrigade von mehr als 4000 US-Soldaten nach Europa betroffen ist. »Die Zahl der amerikanischen Soldaten in Polen wird nicht reduziert«, sagte Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz in Warschau. Vielmehr arbeite sein Land weiterhin an der Aufstockung der US-Truppenstärke.

Polens Verteidigungsminister sagte weiter, aus dem von Trump angekündigten Abzug von rund 5000 US-Soldaten aus Deutschland (mehr dazu hier ) ergebe sich eine Reorganisation der amerikanischen Truppen in Europa. Dies könnte dazu führen, dass andere Brigaden in einzelne Länder geschickt werden. Möglicherweise erkläre dies die Verwirrung, die durch Berichte der US-Medien ausgelöst worden sei, sagte Kosiniak-Kamysz.

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Vor etwa drei Wochen hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth den Abzug von etwa 5000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet – vorausgegangen war Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an Trumps Vorgehen in Iran (mehr hier ).

Polen bekräftigte danach seine Bereitschaft, mehr US-Soldaten aufzunehmen. Stand Mitte dieses Monats waren in Polen nach Angaben aus US-Militärkreisen etwa 7400 Soldaten stationiert. Die meisten von ihnen rotieren regelmäßig zwischen verschiedenen US-Militärbasen in Europa.

Mehr zum Thema: Die Bundesregierung zeigt sich gelassen angesichts des angekündigten Rückzugs von 5000 US-Soldaten. Problematischer ist für sie Trumps Absage bei der geplanten Stationierung von Mittelstreckenwaffen .

hda/dpa