Alexander Zverev ist beim Tennisturnier in Peking souverän ins Viertelfinale eingezogen. Der zweimalige Grand-Slam-Turniersieger setzte sich gegen den Chinesen Juncheng Shang 6:0, 6:3 durch. Er trifft in der chinesischen Hauptstadt nun auf Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic aus Serbien. Zverev verwandelte nach nur 55 Minuten mit einem Ass seinen zweiten Matchball.
Damit setzt der Deutsche eine Erfolgsserie fort. Nach seinem Triumph bei den US Open vor zweieinhalb Wochen hatte Zverev mit Deutschland auch im Davis Cup gegen Kroatien und mit dem Team Europa im Laver Cup gegen das Team Welt gewonnen.
Dagegen hatte sein kommender Gegner am Freitag mehr Mühe. Nach knapp drei Stunden Spielzeit schlug der 39-jährige Djokovic den chinesischen Qualifikanten Bu 4:6, 7:6 (2), 6:2.
Altmeister Djokovic jubelt nach seinem rund dreistündigen Match
Foto: Ju Huanzong / Xinhua / IMAGODjokovic gewann das ATP-Turnier in Peking bislang sechsmal und war damit bei jeder Teilnahme erfolgreich, zuletzt im Jahr 2015. Allerdings hatte er zuletzt mit körperlichen Problemen zu kämpfen. Zverev will dafür sorgen, dass Djokovic in seinem 32. Spiel in Peking die erste Niederlage kassiert.
»Für mich lief es ziemlich glatt heute. Ich hoffe, es geht so weiter«, sagte Zverev nach der Partie und ergänzte mit Blick auf Djokovic: »Morgen wartet ein schwerer Gegner auf mich. Novak hat hier noch nie verloren und liebt den Court. Aber ich bin bereit.«
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Debatte über US-Open-Sieger: Alexander Zverev und die »dunklen Künste« des TennisVon Lukas Brems8 Min
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Platz eins rückt näher
Derweil kommt Zverev seinem Ziel der Nummer eins immer näher. Der Weltranglistenerste Jannik Sinner muss nach wie vor wegen Knieproblemen pausieren und sagte nun auch für das Masters-Turnier in Shanghai vom 7. bis 18. Oktober ab.
Zverev wäre bei den Männern erst der zweite Deutsche nach Boris Becker auf dem Tennisthron. Becker war insgesamt zwölf Wochen die Nummer eins der Welt.
Anfang Februar nach den Australian Open hatte Zverev noch über 9000 Punkte Rückstand auf den damals führenden Carlos Alcaraz und knapp 5700 auf den zweitplatzierten Sinner.
Weil Alcaraz in diesem Jahr aber monatelang wegen einer Handgelenksverletzung ausfiel und nun Sinner pausieren muss, hat sich die Situation zugunsten Zverevs gewandelt. Sollte er in Peking und Shanghai gewinnen, wäre er bereits an Sinner vorbei.
