SpOn 11.05.2026
15:10 Uhr

Spritpreise: Diesel kostet an Tankstellen weniger als zwei Euro


Im Irankrieg und durch die Lage an der Straße von Hormus sprangen die Spritkosten hierzulande in die Höhe. Allmählich pendeln sich die Preise an den Tankstellen wieder ein.

Spritpreise: Diesel kostet an Tankstellen weniger als zwei Euro

Erholung an den Tankstellen: Erstmals seit Anfang März kostet Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt wieder weniger als zwei Euro pro Liter. Die Grenze wurde bereits am Freitag minimal mit 1,999 Euro pro Liter unterschritten, wie der ADAC mitteilt. Am Samstag und Sonntag war der Kraftstoff mit 1,985 und 1,984 Euro pro Liter noch etwas günstiger.

Zuletzt war der Kraftstoff am 3. März billiger als aktuell. Im Zuge des Irankriegs und der damit ausgelösten Ölkrise waren die Preise an den Tankstellen nach oben geschnellt. Auf dem Höhepunkt der Preisentwicklung rund um Ostern hatte ein Liter Diesel 2,447 Euro gekostet.

Auch die Benzinsorte E10 verbilligte sich, wenn auch nur minimal, auf 1,968 Euro pro Liter. Damit nähern sich die Preise der beiden Kraftstoffe immer weiter an. In normalen Zeiten ist Diesel billiger als E10, weil er niedriger besteuert wird. Der Dieselpreis ist allerdings krisenanfälliger – unter anderem, weil mehr nach Deutschland importiert wird. Schon 2022 nach dem Beginn des Ukrainekriegs hatte der Dieselpreis verhältnismäßig stark angezogen.

Einen Teil zum jüngsten Diesel-Preisrückgang hat auch der seit Anfang Mai geltende »Tankrabatt« von 16,7 Cent pro Liter beigetragen. Der Dieselpreis ist derzeit – verglichen mit dem 30. April, also dem letzten Tag vor Beginn der Steuervergünstigung – um 23,1 Cent niedriger. Der Kraftstoff hat sich damit sehr viel stärker verbilligt als E10, das im Vergleich zum Wert vor dem »Tankrabatt«-Start nur um 15,8 Cent billiger ist.

Der ADAC weist darauf hin, dass der Ölpreis in den vergangenen Tagen deutlich niedriger gewesen sei als noch vor knapp einer Woche. »Entsprechend sind die nachgebenden Kraftstoffpreise eine logische Konsequenz, jedoch bei Weitem nicht ausreichend«, heißt es.

Mehr zum Thema

E10 sei »weiterhin zu teuer, wenn auch mit leicht abnehmender Tendenz«, erklärt der ADAC. Diesel sei »wegen der zahlreichen Sondereffekte schwieriger zu bewerten – der deutliche Preisrückgang zeigt aber, wie stark auch hier zuletzt aufgeschlagen wurde«.

Um den Preissteigerungen an den Tankstellen entgegenzuwirken, führte die Bundesregierung die sogenannte Zwölf-Uhr-Regel ein. Wie sie sich auswirkt, lesen Sie hier .

hba/dpa