Die spanische Polizei durchsucht derzeit die Zentrale der regierenden Sozialistischen Partei in Madrid. Auf gerichtliche Anordnung versuchen die Beamten, »Informationen über ein mögliches illegales Finanzierungssystem zu sammeln«, wie unter anderem die Zeitung »El País« berichtete.
Details zu dem Verdacht wurden bislang nicht bekannt. Die Guardia Civil erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, dass es sich um Korruptionsvorwürfe gegen ein ehemaliges Parteimitglied, das in ein staatliches Unternehmen verwickelt war, handele.
Sánchez’ Partei unter Druck
Es ist nicht die erste Ermittlung gegen die Partei von Ministerpräsident Pedro Sánchez, die von einer Reihe von Korruptionsskandalen erschüttert wurde, darunter waren verschiedene Ermittlungen gegen wichtige Verbündete und Familienmitglieder. Am Samstag hatten bei einer Großdemonstration in Madrid Zehntausende Menschen den Rücktritt von Sánchez gefordert.
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Erst vergangene Woche gab ein anderes Gericht bekannt, dass es gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero wegen mutmaßlicher Einflussnahme und anderer möglicher Straftaten im Zusammenhang mit einer staatlichen Rettungsaktion für eine Fluggesellschaft ermittelt. Zapatero hat jegliches Fehlverhalten bestritten.
