Ursprünglich habe dazu Einigkeit bestanden, doch die USA hätten plötzlich ihre Haltung verschärft. Der Kremlchef sagte, dass Russland bereits einmal im Jahr 2015 angereichertes Uran aus Iran abtransportiert habe. Die Islamische Republik habe Russland vertraut, »und das nicht ohne Grund«.
Moskau sei bereit, »dies zu wiederholen«. Er sagte, dass alle Konfliktparteien – Iran, die USA und Israel – damit einverstanden gewesen seien. »Doch dann verschärften die Vereinigten Staaten ihre Position und forderten den Abtransport ausschließlich auf das Gebiet der USA. Daraufhin verschärfte Iran seine Position.«
Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Atomkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom.
Die Russen bauen in Iran an einem zweiten Reaktorblock. Familien und Kinder der russischen Spezialisten waren schon vor den Angriffen der USA und Israels in Sicherheit gebracht worden, später folgten Experten.
Im Juni vergangenen Jahres hatten die USA an der Seite Israels drei wichtige iranische Atomanlagen bombardiert. US-Präsident Donald Trump zufolge wurden die Anlagen Fordo, Natans und Isfahan in dem zwölf Tage dauernden Krieg vollständig zerstört, der wirkliche Umfang der Schäden ist aber nicht klar. Die Angriffe erfolgten mit dem erklärten Ziel, Teheran vom Bau einer Atombombe abzuhalten. Die IAEA-Inspektoren haben seit dem Zwölftagekrieg im Juni keinen Zugang zur Atomanlage Natans.
Nach Einschätzung der IAEA ist Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Westliche Staaten werfen Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben, was Teheran bestreitet. Trump bezeichnete das iranische Atomprogramm als einen der Gründe für die neuen Angriffe.

