Nach mehr als vier Jahren in russischer Haft ist der US-Amerikaner Robert Gilman nach Angaben von Präsident Donald Trump freigelassen worden. »Nach meinen Gesprächen mit Präsident Wladimir Putin hat Russland seiner Freilassung aus humanitären Gründen zugestimmt«, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er betonte, dass es keinen Gefangenenaustausch gebe und Moskau keine Gegenleistung verlangt habe.
Der frühere US-Soldat Gilman saß seit 2022 in russischer Haft, das US-Außenministerium sprach von »mehr als vier Jahren«.
Today, after more than four years of detention in Russia, Robert Gilman is on his way home to be reunited with his family. Mr. Gilman joins over 100 Americans whom President Trump has freed during his second term in office.
— Secretary Marco Rubio (@SecRubio) August 11, 2026
We thank Russia for working with Special Envoy Steve… pic.twitter.com/tw9zDX6IMu
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Trump telefonierte nach eigenen Angaben mit Gilman, der sich für seine Rückkehr in die Vereinigten Staaten »einen guten Cheeseburger« gewünscht habe. Gilman soll demnach noch am Dienstagabend (Ortszeit) auf dem Militärflugplatz Joint Base Andrews nahe Washington landen.
Mysteriöse Vorgeschichte
Gilman hat nach Angaben der gemeinnützigen Foley Foundation beim Marinekorps der Vereinigten Staaten (US Marine Corps) gedient und erkrankte während einer Zugreise durch Russland. Statt medizinische Hilfe zu bekommen, sei er auf eine Polizeiwache gebracht worden. Dort sei er dann mit mehreren Anklagen konfrontiert worden.
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Nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass war er damals wegen Trunkenheit und aggressiven Verhaltens am Bahnhof Woronesch festgenommen worden und habe auf der Wache einen Mitarbeiter geschlagen. Er wurde demnach erst zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt, die später um ein Jahr verkürzt wurde. Wegen weiterer Vorwürfe von Angriffen gegen Beamte während der Haftzeit wurde die Haftdauer demnach allerdings erneut um mehrere Jahre verlängert.
Laut dem US-Außenministerium wurde Gilman unlängst als »unrechtmäßig festgehalten« eingestuft. Seine Schwester Lexie Hudson hatte wegen der Verschlechterung von Gilmans Gesundheitszustand seine sofortige Freilassung gefordert.
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