Christian Kukuk, 36, ist verspätet bei den Reit-Weltmeisterschaften eingetroffen. Am Montag stand in Aachen die tierärztliche Untersuchung der Pferde auf dem Programm. Doch Kukuk konnte sein Pferd Checker nicht selbst präsentieren; den Vet-Check übernahm Pflegerin Sofie Karlsson.
Behalten Sie den Überblick: Jeden Werktag gegen 18 Uhr beantworten SPIEGEL-Autorinnen und -Autoren die wichtigsten Fragen des Tages im Newsletter »Die Lage am Abend« – hintergründig, kompakt, kostenlos. Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail.
»Der hat zu Hause einen Wasserschaden«, sagte der Bundestrainer der Springreiter, Otto Becker, und zeigte auf seinem Handy ein Bild von einem leer geräumten, feuchten Zimmer. »Christian kommt später.«
Gegen 19.30 Uhr sei er dann eingetroffen, sagte Becker später. Beim Teamessen am Montagabend sei Kukuk dabei. »Es war einfach so, dass er vom Turnier nach Hause kam Sonntagabend, und da ist eine Decke heruntergekracht von einem Wasserschaden.« Kukuk hatte laut Becker deshalb »noch ein paar Dinge zu klären mit Handwerkern und Gutachtern der Versicherung«.
Kukuk ist in Aachen nur Reservist
Am Dienstag steht nun das offizielle Training der Springreiter auf dem Programm. Die WM-Wettkämpfe starten dann am Mittwoch um 9.30 Uhr. Kukuk – der erste deutsche Einzel-Olympiasieger im Springreiten seit 1996 – bleibt dabei aber wohl zunächst Zuschauer: Becker hatte ihn überraschend nicht als aktiven Reiter für die Mannschaft nominiert. Weil André Thieme freiwillig verzichtete, rückte Reservereiter Marcus Ehning in die Mannschaft, und Kukuk ist nun der Reservist. Theoretisch kann er bis zwei Stunden vor dem ersten Ritt am Mittwoch noch in die Mannschaft rücken, falls es einen weiteren Ausfall gibt.
Kukuk hatte seine Nichtberücksichtigung als »völlig überraschend« bezeichnet und erklärt: »Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet.«
Neben Marcus Ehning mit Coolio gehören zum Team: Richard Vogel mit United Touch, Sophie Hinners mit Singclair und Daniel Deußer mit Otello. Alle deutschen Pferde bestanden die Überprüfung.
Sie haben den wohl beschissensten Job beim Reitturnier in Aachen – sehen das selbst aber gar nicht so. Die Frauen und Männer des »Stable Cleaning Teams« sammeln zwei Wochen lang ehrenamtlich Pferdemist. Mehr über die »Entäppler« hier .
