Seit seinem Karriereende im Jahr 2024 hat Tennisspieler Rafael Nadal, 40, eigenen Angaben zufolge nur noch vier- oder fünfmal auf dem Platz gestanden. »Ich bin glücklich mit meinem Leben und genieße jeden Tag«, sagte er der »Sports Illustrated Deutschland« .
Als Profi führte Nadal 209 Wochen – also mehr als vier Jahre – die Weltrangliste an. Sein größter Sieg aber, so erzählt es der 22-malige Grand-Slam-Sieger, sei der über die Schmerzen. »Wenn man jeden Morgen mit Schmerzen aufwacht, ist das körperlich und mental unglaublich belastend. Das ging bei mir über viele Jahre so.«
Nadals Karriere war von Verletzungen geprägt. Zu einem chronischen Schaden am Fuß kamen regelmäßig Knieprobleme, die ihn zu monatelangen Pausen zwangen. Auch nach dem Karriereende habe er noch medizinische Behandlungen benötigt. Im Interview berichtet er etwa von einer Operation an der Hand. »Heute habe ich diese Probleme glücklicherweise kaum noch«, sagt er. Seit der Operation sei er weitgehend schmerzfrei.
Seinen Sport scheint der Spitzenathlet nicht zu vermissen. Er stehe nun öfter auf dem Golf- als auf dem Tennisplatz. »Natürlich muss man vorsichtig sein, wenn sich das eigene Leben so grundlegend verändert«, sagte er. Über 20 Jahre habe er alles dem Sport untergeordnet, das Karriereende sei also ein enormer Einschnitt. Doch der Übergang in einen normalen Alltag sei angenehm gewesen. Nadal genieße sowohl seine Arbeit als auch die Zeit mit der Familie. Dies sei auch der Hauptgrund, weshalb er sich keine Karriere als Trainer vorstellen kann. »Ich war in den vergangenen Monaten praktisch ohne Unterbrechung unterwegs. Das würde noch schlimmer werden, wenn ich als Trainer arbeiten würde«, sagte der Spanier.
Seine größte Herausforderung sei es derzeit, seine Termine zu organisieren. »Als Profi war mein Alltag komplett strukturiert. Ich stand morgens auf und wusste ganz genau, was als Nächstes passiert.« Das sei etwas, was er in den nächsten Jahren besser hinbekommen wolle.
