SpOn 13.10.2026
15:13 Uhr

Polen: Mehrere Durchsuchungen nach Brandanschlag auf Starlink-Station


Nach einem Brand in einer polnischen Starlink-Station im September haben Ermittler mehrere Objekte durchsucht. Baden-Württembergs Innenminister Hagel warnt vor einem »Dornröschenschlaf« Deutschlands.

Polen: Mehrere Durchsuchungen nach Brandanschlag auf Starlink-Station

Im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf eine Starlink-Station in Polen hat es laut dem baden-württembergischen Innenminister mehrere Durchsuchungen gegeben. Zwei europäische Haftbefehle seien an das Bundeskriminalamt übermittelt worden, damit es diese in Deutschland vollstrecke, sagte Manuel Hagel (CDU).

Am Montag hatten Spezialkräfte in Nürtingen zwei Männer festgenommen. Ihnen werde von der Republik Polen vorgeworfen, im September für einen ausländischen Geheimdienst einen Brandanschlag auf ein Terminal eines Satelliteninternetdienstes verübt zu haben, heißt es in einer Mitteilung des Landeskriminalamts Baden-Württemberg . Der Ermittlungsrichter am Amtsgerichts Nürtingen habe angeordnet, die Männer in Haft zu halten.

Im Zuge der Ermittlungen wurden laut Hagel auch drei Wohnungen durchsucht, zwei davon in Baden-Württemberg. Eine angetroffene Zeugin sei wieder auf freiem Fuß. Zu Medienberichten über weitere Festnahmen in Karlsruhe und Berlin äußerte sich der Innenminister nicht. Er könne auch keine weiteren Angaben zu dem konkreten Fall machen, sagte er – etwa zu Verbindungen nach Russland oder zur Organisierten Kriminalität. Die Ermittlungen seien in einer sehr frühen Phase.

Hagel warnte aber vor einer konkreten Bedrohungslage. Man müsse aufwachen aus dem »Dornröschenschlaf« und aus den Landesämtern für Verfassungsschutz »echte Abwehrdienste« machen.

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In einem Terminal des Satellitenkommunikationssystems Starlink südlich von Warschau hatte es im September gebrannt. Die polnische Regierung sprach danach von einem wahrscheinlichen Sabotageakt gegen die Station, die auch die Ukraine im Krieg mit Russland versorgt. Polen macht die russischen Geheimdienste für den Anschlag verantwortlich.

esw/dpa