SpOn 08.10.2026
22:22 Uhr

Pete Hegseth will geplante Erschießung von Attentäter öffentich stattfinden lassen


Nidal Hasan hat 2009 ein Massaker verübt. Seine Strafe: Der Tod. Die Hinrichtung ist für den 3. Dezember auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im Bundesstaat Texas geplant – offenbar mit Publikum.

Pete Hegseth will geplante Erschießung von Attentäter öffentich stattfinden lassen

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will die geplante Erschießung eines zum Tode verurteilten Attentäters auf einem Militärstützpunkt öffentlich stattfinden lassen. Man werde dafür sorgen, dass Menschen die Hinrichtung des ehemaligen Militärpsychiaters Nidal Hasan öffentlich beobachten könnten, sagte Hegseth dem rechtskonservativen US-Sender Real America's Voice. »Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben.«

Pete Hegseth

Pete Hegseth

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Die Hinrichtung ist für den 3. Dezember auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im Bundesstaat Texas geplant.

US-Präsident Donald Trump genehmigte die Hinrichtung wenige Tage nachdem im US-Bundesstaat Tennessee ein Hinrichtungsversuch gescheitert war: Der wegen Mordes verurteilten Christa Pike wurden nach Angaben der Behörden zwei Dosen des Mittels Pentobarbital verabreicht, doch sie lebte weiter. Nach den neusten Auskünften ihrer Anwälte ist sie inzwischen auch wieder bei Bewusstsein. Der Fall hatte die Debatte um die Todesstrafe in den USA neu entfacht.

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Hasan hatte 2009 auf dem Militärstützpunkt das Feuer auf Soldaten eröffnet und 13 Menschen getötet. 32 weitere Menschen wurden verletzt. Der damalige Militärpsychiater wurde 2013 von einem Militärgericht zum Tode verurteilt.

Hasan gab laut »New York Times« an, den Angriff im Namen des Dschihads verübt zu haben. Die Kriege in Afghanistan und Irak habe er illegal genannt. Der Anschlag ereignete sich auf dem Höhepunkt des Antiterrorkampfes nach dem 11. September 2001. Hasan wurde laut US-Medien in den USA als Sohn palästinensischer Eltern geboren und habe sich vor dem Anschlag zunehmend radikalisiert.

Für seine Tat wurde er zum Tode verurteilt. Er habe keine Reue gezeigt und den Wunsch geäußert, bei dem Anschlag selbst gestorben zu sein, um als Märtyrer zu gelten. Hasan ist laut US-Medien einer von vier Todeskandidaten im Militärjustizsystem.

Öffentliche Erschießungen wurden in den USA unter anderem während des Amerikanischen Bürgerkriegs im 19. Jahrhundert als Abschreckung eingesetzt. Die bislang letzte Hinrichtung durch ein Erschießungskommando des US-Militärs fand 1945 statt. Die letzte allgemein öffentliche Hinrichtung in den USA war 1936: Damals wurde im Bundesstaat Kentucky ein Mann vor Tausenden Schaulustigen gehängt. Ob Hegseth nun eine ähnlich öffentliche Hinrichtung oder lediglich die Anwesenheit ausgewählter Zeugen und Personen beziehungsweise eine Übertragung plant, blieb zunächst unklar.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieser Meldung hieß es im Teaser, das Massaker sei 2019 verübt worden. Wir haben die Stelle korrigiert.

dop/dpa