Vieles hat sich im Leben von Robert Prevost verändert, seit er vor einem Jahr zum Papst Leo XIV. gewählt wurde. Nur eines blieb offenbar unverändert: die Verbundenheit mit seinen Brüdern John und Louis. Ungeachtet ihrer unterschiedlichen politischen Ansichten. »Familien streiten sich, aber Familie ist für immer«, sagte John Prevost, der mittlere Bruder der Familie, der CNN .
Der älteste der Prevost-Brüder, Louis, erlangte landesweite Aufmerksamkeit, als US-Präsident Donald Trump ihn in einem Post über den Pontifex auf Truth Social erwähnte. »Ich mag seinen Bruder Louis viel lieber als ihn, denn Louis ist voll und ganz MAGA«, schrieb Trump.
Trump und Papst Leo XIV. streiten sich seit Monaten über die brutale US-Migrationspolitik, die Angriffe auf Venezuela und Iran. Lesen Sie hier eine Chronik des Konflikts.
Louis Prevost ist bekennender Anhänger Trumps und der sogenannten MAGA-Bewegung des Präsidenten. Auf Facebook hatte er teils wüste Beschimpfungen gegen die Vorgängerregierung von Joe Biden gepostet. Nach der Papstwahl versprach er zwar, sich im Ton zu mäßigen, bezeichnete sich in einem Interview jedoch weiterhin als »MAGA-Typ«. Im vergangenen Mai besuchte er Trump im Weißen Haus.
Tabuthema Politik
Im CNN-Interview erzählte John Prevost nun, dass er täglich mit seinem Bruder, dem Papst, telefoniere. Mindestens einmal die Woche sprechen sie demnach auch mit Louis. Das einzige Thema, das bei diesen Gesprächen weitgehend tabu ist, ist Politik.
Louis Prevost vor seinem Haus in Florida
Foto: Maria Alejandra Cardona / REUTERS»Wir beschränken das Thema Politik auf ein Minimum«, sagte John. »Manchmal kommt das Thema vielleicht zur Sprache, aber nichts, was er sagt, wird meine Meinung ändern, und nichts, was ich sage, wird seine Meinung ändern. Warum also darüber diskutieren?«
Auch zu Trumps Attacken auf seinen Bruder äußerte sich John Prevost. »Es vertieft unseren Glauben«, sagte er. »Wir machen einfach weiter.« Seit sein Bruder Papst geworden ist, soll auch John Prevost Morddrohungen erhalten haben.
