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Seit fast zwei Tagen offenbar kein Signal mehr
Der Sender am Buckelwal schickt anscheinend keine Daten mehr. Wie die »Bild« berichtet, habe die private Walbergungsinitiative zuletzt am Sonntag ein Lebenszeichen des Tiers erhalten. »Im Moment haben wir keine Signale mehr«, sagte Karin Walter-Mommert, die Geldgeberin der Mission, der Zeitung.
Von Beginn an hatte der am Buckelwal befestigte Sender nicht ordnungsgemäß funktioniert. Er übertrug nach Angaben der Initiative zwar mehrfach täglich Signale, jedoch nicht die Position des Tiers. Die Initiative wertete die Signale als Lebenszeichen. Sie könnten darauf hingedeutet haben, dass der Wal zum Atmen auftauchte. Der Sender funktioniert nur an der Wasseroberfläche. Unabhängig prüfen lassen sich die Angaben der Initiative nicht.
Dass das Gerät nun offenbar völlig ausgefallen ist, kann verschiedene Gründe haben. Denkbar ist ein Defekt. Der Sender könnte sich zudem vom Tier gelöst haben und gesunken sein; nicht alle Geräte schwimmen. Möglicherweise ist der Wal auch tot. Junge männliche Buckelwale kommen üblicherweise alle paar Minuten zum Atmen an die Oberfläche.
Von Beginn an hatte der am Buckelwal befestigte Sender nicht ordnungsgemäß funktioniert. Er übertrug nach Angaben der Initiative zwar mehrfach täglich Signale, jedoch nicht die Position des Tiers. Die Initiative wertete die Signale als Lebenszeichen. Sie könnten darauf hingedeutet haben, dass der Wal zum Atmen auftauchte. Der Sender funktioniert nur an der Wasseroberfläche. Unabhängig prüfen lassen sich die Angaben der Initiative nicht.
Dass das Gerät nun offenbar völlig ausgefallen ist, kann verschiedene Gründe haben. Denkbar ist ein Defekt. Der Sender könnte sich zudem vom Tier gelöst haben und gesunken sein; nicht alle Geräte schwimmen. Möglicherweise ist der Wal auch tot. Junge männliche Buckelwale kommen üblicherweise alle paar Minuten zum Atmen an die Oberfläche.
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Noch immer kein Lebenszeichen vom Buckelwal
Gut eine Woche nach der Freilassung des Wals in der Nordsee fehlt laut dem Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern weiterhin ein Lebenszeichen des Meeressäugers. »Bislang liegen dem Ministerium keine belastbaren, unabhängig überprüfbaren Positions- oder Telemetriedaten vor«, teilte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zu Wochenbeginn mit. Eine rechtliche Möglichkeit, die Herausgabe zu erwirken, werde derzeit geprüft.
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Reedereianwälte: Schlinge wurde dem Wal auf Vorgabe der Initiative umgelegt
Die Reederei des Schleppers »Robin Hood« wehrt sich gegen Vorwürfe der privaten Initiative, die Schiffsleute hätten bei der Freilassung eigenmächtig und tierschutzwidrig gehandelt. Bei einem ersten Freilassungsversuch vom 1. Mai habe man dem Buckelwal »in Umsetzung der Vorgaben durch die Privatinitiative« mit Schläuchen eine Schlinge umgelegt, heißt es in einer Mitteilung der Anwälte der Reederei. So habe man den Wal stabilisieren wollen, damit er freikomme.
Weil die Freilassung nicht gelungen sei, habe man am folgenden Tag einen weiteren Versuch unternommen. Das Bergungsteam habe erneut »mittels Schläuchen eine Verbindung zum Wal hergestellt«. In der Folge sei der Wal freigekommen. In diesem Moment seien die Schläuche sofort gelöst worden, heißt es.
Weil die Freilassung nicht gelungen sei, habe man am folgenden Tag einen weiteren Versuch unternommen. Das Bergungsteam habe erneut »mittels Schläuchen eine Verbindung zum Wal hergestellt«. In der Folge sei der Wal freigekommen. In diesem Moment seien die Schläuche sofort gelöst worden, heißt es.
Buckelwal in der Barge am 1. Mai. Christoph Reichwein/dpa
Wie die Schläuche um das Tier gelegt wurden, steht in der Mitteilung nicht. Die Crew des Schiffs war in die Kritik geraten, weil Videoaufnahmen vom 1. Mai den Buckelwal mit Seilen um die Schwanzflosse zeigen. Einen Wal an seiner Schwanzflosse zu ziehen, kann laut Fachleuten schwere Verletzungen verursachen.
Dass bei der Freilassung des Wals nur ein Vertreter der Privatinitiative beim Wal war, habe am erhöhten Seegang gelegen, schreiben die Anwälte weiter. Dieser habe »einen sicheren Personentransfer von weiteren Mitgliedern der Privatinitiative« nicht zugelassen. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.
Karin Walter-Mommert, Geldgeberin der Initiative, habe Jeffrey Foster vom Whale Sanctuary Project als »Begleiter und schlussendlich als entscheidungsbefugte Person« bestimmt. Foster war unter anderem beteiligt an der gescheiterten Auswilderung des Orcas »Keiko«, bekannt aus dem Film »Free Willy«, und auch nach früheren Angaben der Privatinitiative bei der Freilassung an Bord der »Robin Hood«.
Karin Walter-Mommert, Geldgeberin der Initiative, habe Jeffrey Foster vom Whale Sanctuary Project als »Begleiter und schlussendlich als entscheidungsbefugte Person« bestimmt. Foster war unter anderem beteiligt an der gescheiterten Auswilderung des Orcas »Keiko«, bekannt aus dem Film »Free Willy«, und auch nach früheren Angaben der Privatinitiative bei der Freilassung an Bord der »Robin Hood«.
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Wie lief die Freilassung?
Auch nach der Aussage des Kapitäns vom Schlepper »Robin Hood« stellen sich zur Freilassung des Wals in die Nordsee zahlreiche Fragen. Unklar ist etwa, ob der Wal in dem Szenario des Kapitäns in irgendeiner Weise befestigt werden musste, um die Barge unter ihm wegzuziehen.
Die Tierärztin Kirsten Tönnies von der Privatinitiative hatte nach ihrer Rückkehr aus der Nordsee berichtet, ihr sei geschildert worden, dass der Wal mit Seilen oder Schläuchen fixiert worden sei, um die Barge unter ihm wegzufahren.
Tönnies berichtete auch, sie und ihre Kollegen seien davon ausgegangen, dass der Wal zu groß sei, um sich in der Barge zu drehen und sie vorwärts zu verlassen. Das Problem: Buckelwale können nicht rückwärts schwimmen.
Die Tierärztin Kirsten Tönnies von der Privatinitiative hatte nach ihrer Rückkehr aus der Nordsee berichtet, ihr sei geschildert worden, dass der Wal mit Seilen oder Schläuchen fixiert worden sei, um die Barge unter ihm wegzufahren.
Tönnies berichtete auch, sie und ihre Kollegen seien davon ausgegangen, dass der Wal zu groß sei, um sich in der Barge zu drehen und sie vorwärts zu verlassen. Das Problem: Buckelwale können nicht rückwärts schwimmen.
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Kapitän der »Robin Hood«: Wal nicht mit Seilen rausgezogen
Der Kapitän des Schleppers »Robin Hood«, Martin Bocklage, widerspricht Spekulationen, die Schiffscrew habe den Buckelwal mit Seilen aus der Barge ins Wasser gezogen. Vielmehr sei das ganze Dock, auf dem der Wal lag, unter dem Tier weggezogen worden, sagte Bocklage dem »Nordkurier«. Er hoffe sehr, dass der Wal lebe und es ihm gut gehe. Die »Robin Hood« war zusammen mit der »Fortuna B« Teil des Schleppverbands gewesen, mit dem eine private Initiative den Buckelwal in die Nordsee transportiert hatte. Überprüfen lässt sich die Aussage des Kapitäns nicht.
Am Samstag war der Wal unter bisher ungeklärten Umständen aus der Barge freigelassen worden. Videoaufnahmen des Portals »News5« vom Vortag zeigen, wie Schiffsleute ein Seil an der Schwanzflosse befestigt hatten, offenbar um zu versuchen, den Wal ins offene Meer zu ziehen. Das Vorgehen wurde von Walforschern kritisiert: Da die Schwanzflosse nur über Bindegewebe und Muskulatur mit dem Körper verbunden ist, könne das Ziehen zu schweren Verletzungen führen. Von der privaten Initiative war am Samstag, dem Tag der Freilassung, nach Aussage eines Mitglieds lediglich Jeffrey Foster vom kanadischen Whale Sanctuary Project beim Wal. Foster reagierte bislang nicht auf eine Anfrage des SPIEGEL.
Am Samstag war der Wal unter bisher ungeklärten Umständen aus der Barge freigelassen worden. Videoaufnahmen des Portals »News5« vom Vortag zeigen, wie Schiffsleute ein Seil an der Schwanzflosse befestigt hatten, offenbar um zu versuchen, den Wal ins offene Meer zu ziehen. Das Vorgehen wurde von Walforschern kritisiert: Da die Schwanzflosse nur über Bindegewebe und Muskulatur mit dem Körper verbunden ist, könne das Ziehen zu schweren Verletzungen führen. Von der privaten Initiative war am Samstag, dem Tag der Freilassung, nach Aussage eines Mitglieds lediglich Jeffrey Foster vom kanadischen Whale Sanctuary Project beim Wal. Foster reagierte bislang nicht auf eine Anfrage des SPIEGEL.
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Mecklenburg-Vorpommern droht mit rechtlichen Schritten gegen private Initiative
Das Land Mecklenburg-Vorpommern prüft ein juristisches Vorgehen gegen die Privatinitiative zur Walbergung. Grund dafür ist, dass dem Umweltministerium von Till Backhaus (SPD) offenbar weiterhin keine Daten vom Peilsender des Tiers vorliegen. Man werde rechtliche Schritte prüfen, »falls weiterhin keine Übermittlung der Daten erfolgen sollte«, teilte eine Sprecherin auf Anfrage des SPIEGEL mit.
Mitglieder der Privatinitiative beim Wal. Jens Schwarck/Rettungsinitiative/dpa
Das Ministerium hatte sich zusichern lassen, dass vor der Freilassung des Wals in der Nordsee ein Sender an dem Tier installiert wird, um dessen Zustand weiter verfolgen zu können. Bis Dienstag hätten Daten dieses sogenannten Trackers an die Behörde übermittelt werden sollen. Auch am Donnerstag lagen die Daten dem Ministerium allerdings nicht vor, erklärte die Sprecherin.
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Leseempfehlung: Gibt es noch Hoffnung auf ein Lebenszeichen?
Seit Tagen berichtet die Privatinitiative, sie erhalten Signale vom Sender des Buckelwals, doch wo das Tier sich befindet, kann sie nicht sagen. Das Deutsche Meeresmuseum hält es für wahrscheinlich, dass der Wal tot ist. Wie lassen sich die Signale erklären, von denen die Initiative berichtet? Mein Kollege Martin Schlak hat recherchiert, wie die Chancen auf ein Happy End stehen.
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Backhaus beklagt Intransparenz
Angesichts fehlender Informationen zum Verbleib und Zustand des Buckelwals kommt Kritik vom Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns: »Ich hätte mir hier deutlich mehr Transparenz gewünscht«, lässt sich Till Backhaus (SPD) in einer Mitteilung zitieren. Es sei vereinbart gewesen, dass Daten zum Zustand des Tieres sowie zur Ortung übermittelt werden. »Diese Informationen liegen bislang nicht vor.«
Minister Backhaus am 28. April auf Poel. Jens Büttner/dpa
Der mehrfach an Ostseeküsten gestrandete Buckelwal war am Samstagmorgen in die Nordsee gesetzt worden. Bisher ist unbekannt, wie es ihm geht und wo er sich aufhält. Experten von Tierschutzorganisationen hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt.
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Kapitän der »Robin Hood« bereut Einsatz bei Walbergung
Martin Bocklage, der Kapitän des Schleppers »Robin Hood«, berichtet in der Ostsee-Zeitung (OZ), er erhalte als »Dankeschön« für seinen Einsatz bei der Bergung des Wals Morddrohungen, Beleidigungen über soziale Netzwerke und schlechte Rezensionen für sein Unternehmen. »Hätte ich mal lieber nicht geholfen«, sagte er laut dem Bericht. Erst seien die Crewmitglieder als Helden gefeiert, in den vergangenen Tagen jedoch »als Mörder und Tierquäler hingestellt« worden.
»Robin Hood« bei der Barge mit dem Buckelwal. Christoph Reichwein/dpa
Zur entscheidenden Frage, wie der Wal am Samstag aus der Barge freikam, äußerte er sich nicht. Alles, was er öffentlich sage, könne seiner Meinung nach gegen ihn verwendet werden, heißt es dazu in der OZ. Die »Robin Hood« hatte die Barge zunächst gezogen und sie nach der Übergabe an das Schiff »Fortuna B« bis in die Nordsee begleitet.
Mehrere Mitglieder der Privatinitiative machen den Besatzungen der Schiffe schwere Vorwürfe. Die Geldgeber, Karin Walter-Mommert und Walter Gunz, hatten sich in einer Stellungnahme von den Aktivitäten rund um die Freilassung des Wals distanziert. »Etwaige Konsequenzen für nicht abgestimmte Handlungen am und um den Wal haben der Eigner, die Betreiber und uns bekannte Personen der Crew der Schiffe ›Fortuna B‹ und ›Robin Hood‹ zu tragen«, heißt es darin.
Kirsten Tönnies, die Tierärztin der Initiative, erklärte nach ihrer Ankunft mit der »Fortuna B« in Cuxhaven, Unterstützer der Privatinitiative seien beim Entladen des Wals »belogen« und »betrogen« worden. Die Crew habe dabei »heimlich« und »total früh« gehandelt und lediglich einem Helfer der privaten Initiative Zugang gewährt. Zudem habe die Crew »verhindert, dass es Filmaufnahmen gibt«, so Tönnies.
Kirsten Tönnies, die Tierärztin der Initiative, erklärte nach ihrer Ankunft mit der »Fortuna B« in Cuxhaven, Unterstützer der Privatinitiative seien beim Entladen des Wals »belogen« und »betrogen« worden. Die Crew habe dabei »heimlich« und »total früh« gehandelt und lediglich einem Helfer der privaten Initiative Zugang gewährt. Zudem habe die Crew »verhindert, dass es Filmaufnahmen gibt«, so Tönnies.
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Leseempfehlung: Ausgerechnet Backhaus bremst beim Walschutz
Bei der Bergung des Wals in der Ostsee hat sich Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) als großer Walfreund geriert. Doch diese Freundschaft reicht nicht weit. Die Umweltminister sprechen am Mittwoch über einen besseren Schutz der Wale in der Ostsee – und ausgerechnet in Backhaus’ Ministerium sind die Ambitionen gering. Die ganze Geschichte hat meine Kollegin Julia Köppe hier für Sie aufgeschrieben:
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Schriftsteller Bambaren kritisiert Schiffsbesatzung
Sergio Bambaren, Autor spiritueller Meeresbücher und Mitglied der Privatinitiative zum Wal, äußert sich auf Facebook zum Transport des Tiers in die Nordsee. Er habe das Bedürfnis, eine Erklärung abzugeben, schreibt er.
Die meisten Beteiligten am Transport des Wals hätten alles gegeben, doch es habe auch »einige wenige« gegeben, die sich »nicht korrekt verhalten« hätten. Andere hätten sich bereichern wollen und einige hätten sich »nicht zivilisiert verhalten und gute Menschen ungerecht behandelt«.
Die meisten Beteiligten am Transport des Wals hätten alles gegeben, doch es habe auch »einige wenige« gegeben, die sich »nicht korrekt verhalten« hätten. Andere hätten sich bereichern wollen und einige hätten sich »nicht zivilisiert verhalten und gute Menschen ungerecht behandelt«.
Bei der Freilassung des Wals am Samstag sei er nicht dabei gewesen, so Bambaren. Alle Vertreter der Privatinitiative, bis auf »Dr. Kirsten«, gemeint ist wahrscheinlich die Tierärztin Kirsten Tönnies, hätten das Hauptschiff am Freitag verlassen müssen. »Meines Wissens nach kann nur der Kapitän des Schiffes einen solchen Befehl erteilen«, schreibt er. Wenn das zutreffe, sei das Verhalten des Kapitäns »nicht zu erklären«.
Es sei »grausam«, dass der Wal von Freitag auf Samstag allein in der Barge gelassen worden sei, ohne dass Mitglieder der Privatinitiative bei ihm gewesen seien. Der Wal sei nun frei und am Leben, so Bambaren, »und mein Herz und meine Seele jubeln vor Glück«. Unabhängige Informationen zum Zustand des Wals sind weiter nicht verfügbar.
Es sei »grausam«, dass der Wal von Freitag auf Samstag allein in der Barge gelassen worden sei, ohne dass Mitglieder der Privatinitiative bei ihm gewesen seien. Der Wal sei nun frei und am Leben, so Bambaren, »und mein Herz und meine Seele jubeln vor Glück«. Unabhängige Informationen zum Zustand des Wals sind weiter nicht verfügbar.
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Ließen sich die Tracker-Daten einklagen?
Laut der »Legal Tribune Online« könnte das tatsächlich der Fall sein. Womöglich ist das Umweltministerium von Minister Till Backhaus (SPD) sogar zur Herausgabe der Daten verpflichtet, wenn es sie, wie derzeit, selbst gar nicht hat.
Die »Legal Tribune Online« verweist auf das Umweltinformationsgesetz (UIG) von Mecklenburg-Vorpommern. Dieses gewähre »einen voraussetzungslosen Anspruch auf Zugang zu Umweltinformationen gegen Behörden für alle Bürger:innen.« Dabei sei »gar nicht (nur) entscheidend, ob das Umweltministerium MV tatsächlich die GPS-Daten von der Privatinitiative bekommen wird«. Schon eine Vereinbarung zwischen Ministerium und Privatinitiative könne den Anspruch begründen.
Die »Legal Tribune Online« verweist auf das Umweltinformationsgesetz (UIG) von Mecklenburg-Vorpommern. Dieses gewähre »einen voraussetzungslosen Anspruch auf Zugang zu Umweltinformationen gegen Behörden für alle Bürger:innen.« Dabei sei »gar nicht (nur) entscheidend, ob das Umweltministerium MV tatsächlich die GPS-Daten von der Privatinitiative bekommen wird«. Schon eine Vereinbarung zwischen Ministerium und Privatinitiative könne den Anspruch begründen.
Zwar könne es auch Ausschlussgründe gegen die Herausgabe der Daten und zum Schutz öffentlicher oder privater Interessen geben, heißt es weiter. Diese müssten jedoch mit dem öffentlichen Interesse an den Daten abgewogen werden – und dieses könne »größer kaum sein«.
Derzeit ist unklar, wie es dem Wal geht und wo er sich befindet. Von der Privatinitiative heißt es, sie erhalte Signale vom Tracker, die darauf hindeuteten, dass der Wal immer mal wieder aus dem Wasser auftauche. Wo er sich befinde, sei jedoch unklar. Dem Landesumweltministerium von Backhaus liegen die Informationen bislang nicht vor, obwohl vereinbart war, dass die Initiative diese weitergibt. Das Deutsche Meeresmuseum, eine der führenden Forschungseinrichtungen zu Walen in Deutschland, geht laut einer Mitteilung vom Dienstagmorgen dagegen davon aus, dass der Wal wahrscheinlich tot ist. Ihm liegen aber auch keine Daten vor.
Derzeit ist unklar, wie es dem Wal geht und wo er sich befindet. Von der Privatinitiative heißt es, sie erhalte Signale vom Tracker, die darauf hindeuteten, dass der Wal immer mal wieder aus dem Wasser auftauche. Wo er sich befinde, sei jedoch unklar. Dem Landesumweltministerium von Backhaus liegen die Informationen bislang nicht vor, obwohl vereinbart war, dass die Initiative diese weitergibt. Das Deutsche Meeresmuseum, eine der führenden Forschungseinrichtungen zu Walen in Deutschland, geht laut einer Mitteilung vom Dienstagmorgen dagegen davon aus, dass der Wal wahrscheinlich tot ist. Ihm liegen aber auch keine Daten vor.
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Buckelwale müssen alle paar Minuten an die Oberfläche
Laut Karin Walter-Mommert, Geldgeberin der Privatinitiative, könnte der Wal am Dienstag bis zum Nachmittag neunmal aufgetaucht sein. Darauf wiesen Signale seines Trackers hin. Junge männliche Buckelwale kommen zum Atmen üblicherweise alle paar Minuten an die Wasseroberfläche, können aber auch deutlich länger tauchen. Neun Signale bis zum Nachmittag erscheinen da eher wenig. Denkbar ist, dass der Tracker am Wal nicht bei jedem Auftauchen ein Signal schickt. Unabhängig prüfen lassen sich die Angaben der Initiative zu den Signalen vom Wal nicht.
Wal in der Nordsee. Sebastian Peters/NEWS5/dpa
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Bei Vitalzeichen reden Experten und Initiative offenbar aneinander vorbei
Die Privatinitiative hat inzwischen mehrfach erklärt, sie erhalte Vitalzeichen vom Wal. Experten äußern Zweifel daran, weil gängige GPS-Tracker diese Signale gar nicht erfassen. Vermutlich reden beide Seiten aneinander vorbei: Forscher und Tierärzte verstehen unter Vitalzeichen etwa den Puls, den Blutdruck oder die Atemfrequenz. Die Walinitiative meint aber offenbar, dass sie Signale empfängt, die auf ein Auftauchen des Tiers hindeuten.
Privatinitiative hält Wal für lebendig
Die private Rettungsinitiative widerspricht Fachleuten des Deutschen Meeresmuseums, die von einem Tod des Buckelwals ausgehen. »Alles spricht dafür, dass der Wal noch am Leben ist«, sagte Karin Walter-Mommert, eine der Geldgeberinnen der Initiative, dem SPIEGEL. Man habe am Dienstag bis zum Nachmittag neun Signale eines Peilsenders erhalten. Der Sender funke, wenn der Wal in die Nähe der Wasseroberfläche gelange. »Er scheint immer wieder unter Wasser zu gehen«, sagte Walter-Mommert. Ein GPS-Signal, um ihn zu lokalisieren, übermittele der Sender allerdings bislang nicht.
Das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern hatte es vor dem Transport des Wals zur Bedingung gemacht, dass die Rettungsinitiative einen Peilsender an dem Tier anbringt. Es ist jedoch unklar, ob der Sender ordnungsgemäß installiert wurde und zuverlässig funktioniert. Um welches Sendermodell es sich handelt, wollte Walter-Mommert nicht sagen. Die Daten würden zurzeit von Fachleuten in Deutschland und den USA aufbereitet, sagte sie. Dann sollen sie mit dem Ministerium geteilt werden. Wann damit zu rechnen sei, dazu äußerte sich Walter-Mommert nicht. Gemeinsam mit MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz gehört sie zu den Hauptsponsoren der Bergungsaktion.
Das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern hatte es vor dem Transport des Wals zur Bedingung gemacht, dass die Rettungsinitiative einen Peilsender an dem Tier anbringt. Es ist jedoch unklar, ob der Sender ordnungsgemäß installiert wurde und zuverlässig funktioniert. Um welches Sendermodell es sich handelt, wollte Walter-Mommert nicht sagen. Die Daten würden zurzeit von Fachleuten in Deutschland und den USA aufbereitet, sagte sie. Dann sollen sie mit dem Ministerium geteilt werden. Wann damit zu rechnen sei, dazu äußerte sich Walter-Mommert nicht. Gemeinsam mit MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz gehört sie zu den Hauptsponsoren der Bergungsaktion.
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Privatinitiative hält Wal für lebendig
Die private Rettungsinitiative widerspricht Fachleuten des Deutschen Meeresmuseums, die von einem Tod des Buckelwals ausgehen. »Alles spricht dafür, dass der Wal noch am Leben ist«, sagte Karin Walter-Mommert, eine der Geldgeberinnen der Initiative, dem SPIEGEL. Man habe am Dienstag bis zum Nachmittag neun Signale eines Peilsenders erhalten. Der Sender funke, wenn der Wal in die Nähe der Wasseroberfläche gelange. »Er scheint immer wieder unter Wasser zu gehen«, sagte Walter-Mommert. Ein GPS-Signal, um ihn zu lokalisieren, übermittele der Sender allerdings bislang nicht.
Wal in der Barge am 29. April. Philip Dulian/dpa
Das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern hatte es vor dem Transport des Wals zur Bedingung gemacht, dass die Rettungsinitiative einen Peilsender an dem Tier anbringt. Es ist jedoch unklar, ob der Sender ordnungsgemäß installiert wurde und zuverlässig funktioniert. Um welches Sendermodell es sich handelt, wollte Walter-Mommert nicht sagen. Die Daten würden zurzeit von Fachleuten in Deutschland und den USA aufbereitet, sagte sie. Dann sollen sie mit dem Ministerium geteilt werden. Wann damit zu rechnen sei, dazu äußerte sich Walter-Mommert nicht. Gemeinsam mit MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz gehört sie zu den Hauptsponsoren der Bergungsaktion.
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Backhaus distanziert sich von Aussage zum wahrscheinlichen Tod
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat sich kritisch zur Einschätzung des Deutschen Meeresmuseums geäußert, nach der der Wal wahrscheinlich tot sei. Er schließe sich »den Spekulationen zum jetzigen Zeitpunkt ausdrücklich nicht an«, so Backhaus. »Sollte das Deutsche Meeresmuseum Erkenntnisse haben, die wir nicht haben, bitte ich um entsprechende Herausgabe.«
Backhaus forderte die Privatinitiative zugleich auf, »die relevanten Daten zum Wal« zügig vorzulegen. Es sei vereinbart gewesen, dass dies am Dienstag passiere. Insbesondere erwarte das Ministerium Informationen vom Peilsender sowie Erkenntnisse zum Zustand des Tiers. Die offenen Fragen müssten zügig aufgeklärt werden, hieß es. »Ich habe von Anfang an deutlich gemacht, dass wir den Wal begleiten – und dazu gehört auch, dass die Initiative ihren Vereinbarungen nachkommt und die Informationen unverzüglich vorlegt«, so Backhaus.
Backhaus forderte die Privatinitiative zugleich auf, »die relevanten Daten zum Wal« zügig vorzulegen. Es sei vereinbart gewesen, dass dies am Dienstag passiere. Insbesondere erwarte das Ministerium Informationen vom Peilsender sowie Erkenntnisse zum Zustand des Tiers. Die offenen Fragen müssten zügig aufgeklärt werden, hieß es. »Ich habe von Anfang an deutlich gemacht, dass wir den Wal begleiten – und dazu gehört auch, dass die Initiative ihren Vereinbarungen nachkommt und die Informationen unverzüglich vorlegt«, so Backhaus.
Wal laut Experten wahrscheinlich tot
Der Buckelwal ist nach Einschätzung von Experten »mit hoher Wahrscheinlichkeit« tot. Es sei davon auszugehen, dass das extrem geschwächte Tier »nicht genug Kraft besaß, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen, und nicht mehr lebt«, erklärte das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund am Dienstag.
Unabhängig verifizierbare Informationen über den Aufenthaltsort und den Gesundheitszustand des Tiers lägen nicht vor, seit der Wal zuletzt am vergangenen Samstag per Drohne gesichtet worden war, so das Museum. Für den Nachweis einer erfolgreichen Rettung sei es »essenziell«, dass die Privatinitiative genaue Informationen zu dem angeblich an dem Wal angebrachten GPS-Tracker sowie sämtliche Roh- und Livedaten des Ortungsgeräts mit einer unabhängigen Organisation teile, fügte es an.
Unabhängig verifizierbare Informationen über den Aufenthaltsort und den Gesundheitszustand des Tiers lägen nicht vor, seit der Wal zuletzt am vergangenen Samstag per Drohne gesichtet worden war, so das Museum. Für den Nachweis einer erfolgreichen Rettung sei es »essenziell«, dass die Privatinitiative genaue Informationen zu dem angeblich an dem Wal angebrachten GPS-Tracker sowie sämtliche Roh- und Livedaten des Ortungsgeräts mit einer unabhängigen Organisation teile, fügte es an.
Aufklärung im »wissenschaftlichen und öffentlichen Interesse«
Die private Walinitiative hatte nach Freilassung des Wals berichtet, Signale eines Peilsenders zu erhalten, der allerdings nur eingeschränkt funktioniere und keine Positionsdaten übertrage. Stattdessen war die Rede von Vitalwerten des Tiers. Experten äußerten jedoch Zweifel, weil GPS-Tracker üblicherweise keine derartigen Vitalwerte erfassen könnten.
Das Meeresmuseum fordert Aufklärung. Unabhängig überprüfbare Erkenntnisse zum Verbleib des Wals seien zur Aufarbeitung des Falls von großer Bedeutung. Es gehe auch um den Umgang mit etwaigen künftigen Lebendstrandungen von Walen, eine Klärung liege im »wissenschaftlichen und öffentlichen Interesse«.
Experten des Meeresmuseums waren über Wochen in die Rettungsbemühungen für den Wal eingebunden. Gemeinsam mit anderen Fachleuten unter anderem von Umweltschutzorganisationen kamen sie vor etwa einem Monat zu dem Schluss, dass dem schwer angeschlagenen und mehrfach gestrandeten Tier nicht mehr zu helfen sei und alle weiteren Hilfsversuche unterbleiben sollten. Am späteren Transport des Wals in die Nordsee war das Museum nicht beteiligt. Viele Experten kritisierten die Aktion.
Experten des Meeresmuseums waren über Wochen in die Rettungsbemühungen für den Wal eingebunden. Gemeinsam mit anderen Fachleuten unter anderem von Umweltschutzorganisationen kamen sie vor etwa einem Monat zu dem Schluss, dass dem schwer angeschlagenen und mehrfach gestrandeten Tier nicht mehr zu helfen sei und alle weiteren Hilfsversuche unterbleiben sollten. Am späteren Transport des Wals in die Nordsee war das Museum nicht beteiligt. Viele Experten kritisierten die Aktion.
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Wal laut Experten wahrscheinlich tot
Der Buckelwal ist nach Einschätzung von Experten »mit hoher Wahrscheinlichkeit« tot. Es sei davon auszugehen, dass das extrem geschwächte Tier »nicht genug Kraft besaß, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen, und nicht mehr lebt«, erklärte das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund am Dienstag. Dort forschen Meeresbiologen zu Walen, das Museum gehört zu den wichtigsten Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet in Deutschland.
Unabhängig verifizierbare Informationen über den Aufenthaltsort und den Gesundheitszustand des Tiers lägen nicht vor, seit der Wal am vergangenen Samstag kurz nach seiner Freilassung per Drohne gesichtet worden war, so das Museum. Für den Nachweis einer erfolgreichen Rettung sei es »essenziell«, dass die Privatinitiative genaue Informationen zu dem angeblich an dem Wal angebrachten GPS-Tracker sowie sämtliche Roh- und Livedaten des Ortungsgeräts mit einer unabhängigen Organisation teile, fügte es an.
Unabhängig verifizierbare Informationen über den Aufenthaltsort und den Gesundheitszustand des Tiers lägen nicht vor, seit der Wal am vergangenen Samstag kurz nach seiner Freilassung per Drohne gesichtet worden war, so das Museum. Für den Nachweis einer erfolgreichen Rettung sei es »essenziell«, dass die Privatinitiative genaue Informationen zu dem angeblich an dem Wal angebrachten GPS-Tracker sowie sämtliche Roh- und Livedaten des Ortungsgeräts mit einer unabhängigen Organisation teile, fügte es an.
Aufklärung im »wissenschaftlichen und öffentlichen Interesse«
Die private Walinitiative hatte nach der Freilassung des Wals berichtet, Signale eines Peilsenders zu erhalten, der allerdings nur eingeschränkt funktioniere und keine Positionsdaten übertrage. Stattdessen war die Rede von Vitalwerten des Tiers. Experten äußerten jedoch Zweifel, weil GPS-Tracker üblicherweise keine Vitalwerte erfassen könnten.
Das Meeresmuseum fordert Aufklärung. Unabhängig überprüfbare Erkenntnisse zum Verbleib des Wals seien zur Aufarbeitung des Falls von großer Bedeutung. Es gehe auch um den Umgang mit etwaigen künftigen Lebendstrandungen von Walen, eine Klärung liege im »wissenschaftlichen und öffentlichen Interesse«.
Experten des Meeresmuseums waren über Wochen in die Rettungsbemühungen für den Wal eingebunden. Gemeinsam mit anderen Fachleuten unter anderem von Umweltschutzorganisationen kamen sie in einem Gutachten vor etwa einem Monat zu dem Schluss, dass dem schwer angeschlagenen und mehrfach gestrandeten Tier nicht mehr zu helfen sei und alle weiteren Hilfsversuche unterbleiben sollten. Am späteren Transport des Wals in die Nordsee war das Museum nicht beteiligt. Viele Experten kritisierten die Aktion.
Experten des Meeresmuseums waren über Wochen in die Rettungsbemühungen für den Wal eingebunden. Gemeinsam mit anderen Fachleuten unter anderem von Umweltschutzorganisationen kamen sie in einem Gutachten vor etwa einem Monat zu dem Schluss, dass dem schwer angeschlagenen und mehrfach gestrandeten Tier nicht mehr zu helfen sei und alle weiteren Hilfsversuche unterbleiben sollten. Am späteren Transport des Wals in die Nordsee war das Museum nicht beteiligt. Viele Experten kritisierten die Aktion.
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Stationen einer Wal-Odyssee
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Experten: GPS-Sender liefern keine Vitalzeichen
Laut der privaten Initiative ist der Wal am Leben. Der an dem Tier befestigte Sender sei zwar defekt und schicke deshalb keine Ortsdaten, aber übertrage Vitalzeichen, alles sei im »grünen Bereich«. Ob das stimmt, lässt sich nicht prüfen, veröffentlicht wurden die Daten bisher nicht, auch nicht, welcher Sendertyp verwendet wurde.
Dadurch mehren sich Zweifel an der Vitaldaten-Geschichte. Zwar sei das konkrete Modell nicht bekannt, ein GPS- oder Satellitentracker liefere aber üblicherweise keine Vitalzeichen im medizinischen Sinne, hieß es vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). »Echte Vitalparameter würden spezielle Sensorik voraussetzen.« Ähnlich hatte sich auch Thilo Maack von der Naturschutzorganisation Greenpeace am Sonntag geäußert.
Laut der Tierärztin Kirsten Tönnies von der Privatinitiative wurde der Tracker am Tier festgeschraubt. Üblicherweise werde der Sender mittels Durchstich an der Rückenfinne befestigt, da er nur an der Wasseroberfläche Daten liefere, erklärte der Meeresbiologe Boris Culik, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Ein so befestigter Tracker könne gar keine Vitaldaten wie Herz- und Atemfrequenz ermitteln.
Eigentlich habe Tönnies den Tracker vor dem Freisetzen testen wollen, sagte sie. Sie sei aber nicht mehr zu dem Wal gelassen worden.
Dadurch mehren sich Zweifel an der Vitaldaten-Geschichte. Zwar sei das konkrete Modell nicht bekannt, ein GPS- oder Satellitentracker liefere aber üblicherweise keine Vitalzeichen im medizinischen Sinne, hieß es vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). »Echte Vitalparameter würden spezielle Sensorik voraussetzen.« Ähnlich hatte sich auch Thilo Maack von der Naturschutzorganisation Greenpeace am Sonntag geäußert.
Laut der Tierärztin Kirsten Tönnies von der Privatinitiative wurde der Tracker am Tier festgeschraubt. Üblicherweise werde der Sender mittels Durchstich an der Rückenfinne befestigt, da er nur an der Wasseroberfläche Daten liefere, erklärte der Meeresbiologe Boris Culik, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Ein so befestigter Tracker könne gar keine Vitaldaten wie Herz- und Atemfrequenz ermitteln.
Eigentlich habe Tönnies den Tracker vor dem Freisetzen testen wollen, sagte sie. Sie sei aber nicht mehr zu dem Wal gelassen worden.
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Aufenthaltsort des Wals weiter unklar
Wo sich der Wal derzeit aufhält, ist weiter unklar. Es sei nicht auszuschließen, dass der an dem Wal angebrachte Peilsender bei der Rettungsaktion beschädigt worden sei, sagte die Sprecherin der privaten Walinitiative, Constanze von der Meden. Derzeit würden lediglich Signale empfangen, die anzeigen, dass beim Auftauchen des Tieres überhaupt ein GPS-Signal erkannt werde. Es würden jedoch »keine weiteren Daten« übermittelt. Eine genaue Ortung des Wals sei damit derzeit nicht möglich.
Der Wal war in den vergangenen Tagen von der Ostsee bei Poel aus durch dänische Gewässer bis zum Skagerrak, einer Meerenge in der Nordsee geschleppt worden. Dort gelangte das Tier am Samstagmorgen gegen 08.45 Uhr ins Meer. Unter welchen Umständen, ist jedoch unklar.
Der Wal war in den vergangenen Tagen von der Ostsee bei Poel aus durch dänische Gewässer bis zum Skagerrak, einer Meerenge in der Nordsee geschleppt worden. Dort gelangte das Tier am Samstagmorgen gegen 08.45 Uhr ins Meer. Unter welchen Umständen, ist jedoch unklar.
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Tierärztin kritisiert Schiffscrew
Nachdem der Wal am Wochenende in der Nordsee freigelassen wurde, ist einer der beteiligten Schlepper in Cuxhaven eingetroffen. An Bord war die Tierärztin der privaten Walinitiative, Kirsten Tönnies. Sie erhebt schwere Vorwürfe gegen Teile der Schlepperbesatzung und sprach von mangelnder Transparenz sowie tierschutzwidrigem Vorgehen.
Tönnies sagte in Cuxhaven, zwar hätten die Schiffsleute »weitestgehend einen richtig guten Job gemacht«, den Wal zu bergen und zu transportieren. Beim Entladen des Wals seien jedoch Unterstützer der privaten Rettungsinitiative »belogen« und »betrogen« worden.
Von der Entladeaktion sei sie selbst »außen vor gehalten« worden, sagte Tönnies weiter. Sie habe »deutlich protestiert«, sei aber nicht einbezogen worden. Ihr Gefühl an Bord beschrieb Tönnies als »mulmig«.
Besonders kritisch äußerte sich Tönnies zu einem ersten, letztlich gescheiterten Entladeversuch. Ihr sei geschildert worden, dass wiederholt versucht worden sei, den Wal mit der Fluke rückwärts mithilfe von Seilen aus seinem Transportkahn herauszuziehen. Das sei »gegen die Natur dieser Tiere«, da sei sie »nicht mit einverstanden«, betonte Tönnies.
Zudem bemängelte Tönnies eine aus ihrer Sicht fehlende Transparenz bei der Entladeaktion des Wals. Die Crew habe dabei »heimlich« und »total früh« gehandelt und lediglich einem Helfer der privaten Initiative Zugang gewährt. Zudem habe die Crew »verhindert, dass es Filmaufnahmen gibt«, sagte Tönnies.
Tönnies erklärte, dass der Wal aus ihrer Sicht zu früh freigesetzt worden sei. Es habe »nichts dagegen« gesprochen, die Fahrt weiter fortzusetzen. Aus tiermedizinischer Sicht habe es »keinen Grund« gegeben, nicht einen vorsichtigeren, schrittweisen Entladeversuch zu unternehmen.
Nach eigenen Angaben prüfen die Helfer der Initiative rechtliche Schritte. »Wir werden jetzt alles aufklären und dann werden wir natürlich auch die Fragen entsprechender gerichtlicher Konsequenzen oder auch strafrechtlicher Konsequenzen abstimmen«, sagte deren Sprecherin Constanze von der Meden vor Journalisten in Cuxhaven am Montag.
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Lese-Empfehlung: Lebt der Wal überhaupt noch? Was dafür spricht und was dagegen
Das Schicksal des Buckelwals wurde minutiös dokumentiert – ausgerechnet von der Freilassung fehlen Bilder, auch Daten des Peilsenders rücken die Verantwortlichen nicht raus. Hier mehr Hintergründe.
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Geldgeber der Walinitiative erheben schwere Vorwürfe
Der vor Poel gestrandete Buckelwal ist zurück in der Nordsee, nun gibt es Ärger über das Ende des Tiertransports: In einem Schreiben berichten Karin Walter-Mommert und Walter Gunz von Drohungen an Bord.
Sie haben gejubelt, vor Freude geweint, doch nun macht sich Katerstimmung breit: Nach der erfolgreichen Verbringung des vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwals in die Nordsee kritisieren die Geldgeber der privaten Walinitiative die Art und Weise, wie das Tier letztlich freikam.
Sie haben gejubelt, vor Freude geweint, doch nun macht sich Katerstimmung breit: Nach der erfolgreichen Verbringung des vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwals in die Nordsee kritisieren die Geldgeber der privaten Walinitiative die Art und Weise, wie das Tier letztlich freikam.
»Wir konstatieren hiermit, dass wir an der Entlassungsaktion des Wals weder beteiligt waren noch diese aktiv begleitet haben«, heißt es in einem Schreiben der Unternehmerin Karin Walter-Mommert und des MediaMarkt-Mitgründers Walter Gunz, das auf den 2. Mai datiert ist. Die Tierärztin Kirsten Tönnies, ebenfalls Mitglied der privaten Initiative, hat es auf Instagram veröffentlicht.
»Wir distanzieren uns hiermit ausdrücklich von den Geschehnissen und der Art und Weise, welche zur Aussetzung des Wales führten«, heißt es weiter. Die Verantwortung liege demnach bei den Eignern und Betreibern der Schiffe, die an dem Waltransport beteiligt waren, sowie bei Mitgliedern der Schiffscrew. Diese haben sich bislang nicht zu den konkreten Vorwürfen geäußert.
In einem Schreiben teilte die Bereederungsgesellschaft des Begleitschiffs »Robin Hood« lediglich mit, die Freisetzung sei erfolgreich und in Abstimmung mit Jeffrey Foster erfolgt. Das Tier sei zuvor durch den Seegang wiederholt gegen die Wände der Barge gestoßen, hieß es von der Bereederungsgesellschaft weiter. Auch von »vielen riskanten Manövern« während des Transports ist die Rede.
Foster wurde für den Waltransport eingeflogen, er arbeitet für das Whale Sanctuary Project, das sich für die Auswilderung von Meeressäugern einsetzt. Er war Anfang der Nullerjahre an der Auswilderung des Orcas Keiko beteiligt, bekannt aus den »Free Willy«-Filmen. Das Tier verhielt sich in Freiheit nicht artgerecht und starb nach etwa anderthalb Jahren.
Unklar, wie der Wal freikam
Auf bislang unbestätigten Aufnahmen des Buckelwals ist zu sehen, wie Menschen auf der Barge am Freitag augenscheinlich versuchten, den Meeressäuger mit Seilen an der Fluke in Richtung Ausgang zu bugsieren. Laut der Nachrichtenplattform News5, die den Waltransport von einem eigenen Boot aus begleitete, soll der Kapitän die Freilassung angeordnet haben, die letztlich scheiterte. Aufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie der Wal am Samstagmorgen letztlich aus der Barge kam, gibt es bisher nicht.
»Es ist die Regel Nummer eins bei gestrandeten Walen, sie niemals, wirklich niemals in irgendeiner Weise an der Fluke zu ziehen«, sagte Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter, der nicht Teil der privaten Walinitiative war. Die Schwanzflosse sei nur über Bindegewebe und Muskulatur mit dem Rest des Körpers verbunden, daher drohten schnell schwere Verletzungen.
»Es ist die Regel Nummer eins bei gestrandeten Walen, sie niemals, wirklich niemals in irgendeiner Weise an der Fluke zu ziehen«, sagte Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter, der nicht Teil der privaten Walinitiative war. Die Schwanzflosse sei nur über Bindegewebe und Muskulatur mit dem Rest des Körpers verbunden, daher drohten schnell schwere Verletzungen.
Laut Walter-Mommert und Gunz soll entgegen vorherigen Absprachen nur Foster am Samstagmorgen zu dem Wal gelassen worden sein.
Laut dem Schreiben der Geldgeber habe Foster unmittelbar vor der Freilassung eindringlich gebeten, auch seine Kollegen auf die Barge zu holen. Dem sei jedoch nicht entsprochen worden. »Ebenso wurde ihm im Laufe der Vorgänge untersagt, sein Handy zu nutzen, unter Androhung, dieses ins Meer zu werfen.« Ob die Vorwürfe zutreffen, lässt sich nicht unabhängig prüfen.
Unklar ist zudem, wie es dem Wal derzeit geht. Die Daten des Peilsenders, der laut Privatinitiative an dem Wal angebracht wurde, sind bisher nicht veröffentlicht worden. Die »Bild« berichtet
, über den Peilsender würden rund um die Uhr Signale empfangen und beruft sich dabei auf die Rettungsinitiative. Unabhängig bestätigt ist das jedoch nicht.
Unklar ist zudem, wie es dem Wal derzeit geht. Die Daten des Peilsenders, der laut Privatinitiative an dem Wal angebracht wurde, sind bisher nicht veröffentlicht worden. Die »Bild« berichtet
, über den Peilsender würden rund um die Uhr Signale empfangen und beruft sich dabei auf die Rettungsinitiative. Unabhängig bestätigt ist das jedoch nicht.
Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, hatte am Samstag kritisiert, die Übermittlung der Daten an das Ministerium sei vereinbart gewesen und wiederholt angefordert worden, aber bislang ausgeblieben.
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Streit wegen fehlender Senderdaten des Buckelwals
Rätsel um einen freigelassenen Buckelwal: Nach der umstrittenen Rettungsaktion fehlen entscheidende Senderdaten. Sogar Minister Backhaus ist unzufrieden.
Einen halben Tag nach der spektakulären Freilassung des bekannten Buckelwals, der mehrfach in der Ostsee gestrandet war, herrscht weiterhin Unklarheit über seinen Verbleib und zentrale Details der Rettungsaktion. Dies berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur dpa.
Im Fokus steht ein mutmaßlich angebrachter Peilsender der verantwortlichen Privatinitiative, dessen Daten bislang nicht vorliegen. Auch ein zugesagtes Videosystem zur Nachbeobachtung des Tieres sei nicht installiert worden.
Umweltminister Till Backhaus kritisiert die Situation scharf: Die Übermittlung der Daten sei vereinbart gewesen und wiederholt angefordert worden, aber bislang ausgeblieben.
Kritik aus der privaten Walinitiative
Während die Betreiber des Begleitschiffs »Robin Hood« die Freisetzung trotz schwieriger Wetterbedingungen als Erfolg bewerten, gibt es aus Teilen der beteiligten Initiative Kritik am Ablauf. Diese Darstellungen lassen sich bislang nicht unabhängig überprüfen.
Einen halben Tag nach der spektakulären Freilassung des bekannten Buckelwals, der mehrfach in der Ostsee gestrandet war, herrscht weiterhin Unklarheit über seinen Verbleib und zentrale Details der Rettungsaktion. Dies berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur dpa.
Im Fokus steht ein mutmaßlich angebrachter Peilsender der verantwortlichen Privatinitiative, dessen Daten bislang nicht vorliegen. Auch ein zugesagtes Videosystem zur Nachbeobachtung des Tieres sei nicht installiert worden.
Umweltminister Till Backhaus kritisiert die Situation scharf: Die Übermittlung der Daten sei vereinbart gewesen und wiederholt angefordert worden, aber bislang ausgeblieben.
Kritik aus der privaten Walinitiative
Während die Betreiber des Begleitschiffs »Robin Hood« die Freisetzung trotz schwieriger Wetterbedingungen als Erfolg bewerten, gibt es aus Teilen der beteiligten Initiative Kritik am Ablauf. Diese Darstellungen lassen sich bislang nicht unabhängig überprüfen.
Die Zeitung »Bild«
berichtet über ein mögliches, wenn auch sporadisches Signal des Senders. Solche Angaben wurden von der verantwortlichen Initiative bisher jedoch nicht bestätigt.
berichtet über ein mögliches, wenn auch sporadisches Signal des Senders. Solche Angaben wurden von der verantwortlichen Initiative bisher jedoch nicht bestätigt.
Unklarheit über Gesundheitszustand des Wals
Experten warnen vor den Folgen fehlender Ortungsdaten. Ohne Tracking lasse sich weder der Gesundheitszustand des Wals beurteilen, noch der Erfolg der Mission bewerten. Meeresbiologe Fabian Ritter sprach in diesem Zusammenhang von einer möglichen »Katastrophe«.
Auch der Zustand des Tieres bleibt unklar. Nach dem Transport durch teils raue See gibt es keine gesicherten Angaben dazu, wie der Wal freigesetzt wurde oder in welcher Verfassung er sich befindet. Beobachtungen eines Wals im Wasser konnten bislang nicht eindeutig dem freigelassenen Tier zugeordnet werden.
Zudem äußern Naturschützer grundsätzliche Zweifel an den Überlebenschancen. Der Wal wurde in einer der meistbefahrenen Schifffahrtsrouten Europas ausgesetzt. Ohne verlässliche Daten über seine Position und Entwicklung bleibt offen, ob die aufwendige Aktion dem Tier tatsächlich geholfen hat.
Auch der Zustand des Tieres bleibt unklar. Nach dem Transport durch teils raue See gibt es keine gesicherten Angaben dazu, wie der Wal freigesetzt wurde oder in welcher Verfassung er sich befindet. Beobachtungen eines Wals im Wasser konnten bislang nicht eindeutig dem freigelassenen Tier zugeordnet werden.
Zudem äußern Naturschützer grundsätzliche Zweifel an den Überlebenschancen. Der Wal wurde in einer der meistbefahrenen Schifffahrtsrouten Europas ausgesetzt. Ohne verlässliche Daten über seine Position und Entwicklung bleibt offen, ob die aufwendige Aktion dem Tier tatsächlich geholfen hat.
Fachleute betonen, dass erst dann von einer erfolgreichen Rettung gesprochen werden könne, wenn sich der Wal langfristig stabilisiert, wieder eigenständig Nahrung aufnimmt und in seinen natürlichen Lebensraum zurückkehrt. Bis dahin überwiegen die offenen Fragen.
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»Unfassbare Frechheit, was hier abgeht«
Nach der Freilassung des Buckelwals sind Teilnehmer der privaten Walinitiative aufgebracht. »Ich bin so wütend«, sagte Tierärztin Kirsten Tönnies in einem Post auf Instagram. Es gebe keine Informationen, Tierärzte seien nicht zum Wal gelassen worden. »Es ist so eine unfassbare Frechheit, was hier abgeht.«
Dazu postete sie Aufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie Menschen auf der Barge am Freitag augenscheinlich versuchten, den Wal mit einem Seil an der Fluke zu drehen. Bestätigt wurde das bisher offiziell nicht. Laut der Nachrichtenplattform News5 habe der Kapitän das Kommando gegeben, den Wal auf diese Weise zu befreien. Der Versuch scheiterte jedoch.
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Strandet der Wal womöglich erneut?
Das Bangen um den Buckelwal geht weiter: Bisher ist unklar, wo er sich befindet. Um zu überleben, müsste er zurück in den Atlantik. Denkbar ist aber auch, dass er erneut stranden könnte. »In verschiedenen Regionen der Welt ist dokumentiert, dass Großwale bei ausgeprägter Erschöpfung vermehrt flache Küstengewässer mit weichem Untergrund aufsuchen«, hieß es vom Deutschen Meeresmuseum. Sollte der Wal in Dänemark stranden, würden keine Versuche zu seiner Rettung unternommen, hatten die Behörden dort bereits klargestellt.
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Ist der Wal herausgeschwommen oder wurde er raus bugsiert?
Noch immer gibt es Unklarheiten, wie genau der Buckelwal in die Nordsee gekommen ist. Auf Aufnahmen ist zu sehen, wie er zuletzt mit der Schwanzflosse in Richtung Ausgang der Barge lag.
Wenn er selbstständig herausgeschwommen wäre, hätte sich der Wal drehen müssen. Denn die Tiere können nicht rückwärts schwimmen. Womöglich wurde der Wal auch nach draußen bugsiert. In einem Video der Walinitiative spricht einer der Beteiligten, der Meeresbiologe Pedro Baranda, von einer »unorthodoxen Methode« bei der Befreiung. Was genau er damit meint, ist jedoch unklar. Laut MV-Umweltminister Till Backhaus ist der Wal von selbst hinausgeschwommen.
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Wal weiterhin nicht auffindbar
Noch immer gibt es keine Spur von dem Buckelwal. Das Tier wurde vor seiner Freilassung mit einem Sender ausgestattet, doch ob der wie vorgesehen funktioniert, ist unklar. Die Peildaten seien bei der Initiative mehrfach angefordert worden, hätten aber auch am Mittag noch immer nicht vorgelegen, teilte Eva Klaußner-Ziebarth, Sprecherin des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern, mit.
Auch Umweltminister Till Backhaus ging in einer Stellungnahme beim Livestream-Anbieter News5 darauf ein: »Was mich wirklich ärgert, ist ausdrücklich: Es war vereinbart, dass uns die Daten übermittelt werden, damit wir ihn auch begleiten können.« Im Übrigen sei auch vereinbart gewesen, dass ein Videosystem auf der Barge installiert wird, damit beauftragte Tierärzte den Wal weiter beobachten können – »auch das ist nicht erfolgt«.
»Wenn sich bewahrheitet, dass der Peilsender keine Daten liefert, wäre das eine Katastrophe, auch für das ›Rettungsteam‹, teilte der Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter mit. »Es gab bisher genug Anlässe, an der Professionalität des Teams zu zweifeln, dies wäre der folgenschwerste.« Wenn es nicht gelinge, den Wal mittels Daten des Senders zu verfolgen und sein Verhalten einzuschätzen, könne die gesamte Mission letztlich auch weder als erfolgreich noch als fehlgeschlagen eingeordnet werden.
Auch Umweltminister Till Backhaus ging in einer Stellungnahme beim Livestream-Anbieter News5 darauf ein: »Was mich wirklich ärgert, ist ausdrücklich: Es war vereinbart, dass uns die Daten übermittelt werden, damit wir ihn auch begleiten können.« Im Übrigen sei auch vereinbart gewesen, dass ein Videosystem auf der Barge installiert wird, damit beauftragte Tierärzte den Wal weiter beobachten können – »auch das ist nicht erfolgt«.
»Wenn sich bewahrheitet, dass der Peilsender keine Daten liefert, wäre das eine Katastrophe, auch für das ›Rettungsteam‹, teilte der Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter mit. »Es gab bisher genug Anlässe, an der Professionalität des Teams zu zweifeln, dies wäre der folgenschwerste.« Wenn es nicht gelinge, den Wal mittels Daten des Senders zu verfolgen und sein Verhalten einzuschätzen, könne die gesamte Mission letztlich auch weder als erfolgreich noch als fehlgeschlagen eingeordnet werden.
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Die Reiseroute des Wals
Von Poel nach Skagen: Die Route des Waltransports
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Greenpeace-Meeresbiologe: »Todkrankes Tier lediglich an einem anderen Ort«
Viele Fachleute zweifeln, ob der Transport des Buckelwals zurück in die Nordsee im Sinne des Tieres war. »Am Ende dieses umstrittenen Rettungsversuchs findet sich ein todkrankes Wildtier lediglich an einem anderen Ort«, sagte Meeresbiologe Thilo Maack von der Umweltschutzorganisation Greenpeace SPIEGEL-Reporter Jonathan Stock.
Maack weiter: »Der Buckelwal wurde in einer der meistbefahrenen Schiffsrouten Europas ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen. Wir können den Wunsch, dem Tier zu helfen, nachvollziehen, schätzen seine Überlebenschancen aber als minimal ein. Angesichts des hohen öffentlichen Interesses und der deutlichen Kritik vieler Expert:innen an dieser selbst erklärten Rettungsinitiative gehören die Trackingdaten und damit der Aufenthaltsort des Wals einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nur so wird transparent, ob sich das Leiden des Wals auf dieser Reise gelohnt hat.«
Maack weiter: »Der Buckelwal wurde in einer der meistbefahrenen Schiffsrouten Europas ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen. Wir können den Wunsch, dem Tier zu helfen, nachvollziehen, schätzen seine Überlebenschancen aber als minimal ein. Angesichts des hohen öffentlichen Interesses und der deutlichen Kritik vieler Expert:innen an dieser selbst erklärten Rettungsinitiative gehören die Trackingdaten und damit der Aufenthaltsort des Wals einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nur so wird transparent, ob sich das Leiden des Wals auf dieser Reise gelohnt hat.«
Es sei ermutigend zu sehen, »wie viele Menschen in Deutschland und aller Welt sich um das Schicksal dieses Meeressäugers sorgen. Diese Aufmerksamkeit sollte jetzt genutzt werden, um Wale und die Meere insgesamt besser zu schützen. Ein erster wichtiger Schritt wäre ein konsequentes Fischereiverbot in Schutzgebieten, auch und gerade in der Ostsee.«
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Die Bilder vom Waltransport:
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Schlepperschiff vor Skagen
Laut der Plattform Vesselfinder befindet sich das Schiff, das die Barge zuletzt gezogen hat, die »Fortuna B«, weiterhin nördlich von Skagen.
»Fortuna B« schleppte den Wal zurück in die Nordsee. https://www.vesselfinder.com/de/?imo=7349455
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Unstimmigkeiten im Rettungsteam
Vor der Freilassung des Wals gab es offenbar Spannungen innerhalb der privaten Walinitiative. So sagte etwa die Tierärztin Kirsten Tönnies, die den Wal zuletzt betreut hatte, SPIEGEL-Reporter Jonathan Stock, sie sei zuletzt nicht mehr zu dem Wal gelassen worden.
Ähnliches berichtet Schriftsteller Sergio Bambarén. »Ich bin sehr wütend und fühle mich getäuscht«, schrieb er am Freitag bei Instagram. Ihm sei aus gesundheitlichen Gründen nicht erlaubt worden, auf der Barge mitzureisen, in der der Wal transportiert wurde. Dabei wolle ihn das Team explizit dabeihaben. »Aber es gibt keine Möglichkeit, die Barge zu erreichen und niemand übernimmt Verantwortung«, beschwerte sich Bambarén.
Der Buchautor aus Peru ist eine der schillerndsten Figuren der privaten Walinitiative – und umstritten. Die hawaiianische Tierärztin, Jenna Wallace, die kurzzeitig eigens nach Poel gereist war, warf ihm etwa vor, eine vorherige Aktion sabotiert zu haben, bei der der Wal in tiefere Gewässer gelotst werden sollte.
Der Buchautor aus Peru ist eine der schillerndsten Figuren der privaten Walinitiative – und umstritten. Die hawaiianische Tierärztin, Jenna Wallace, die kurzzeitig eigens nach Poel gereist war, warf ihm etwa vor, eine vorherige Aktion sabotiert zu haben, bei der der Wal in tiefere Gewässer gelotst werden sollte.
Sergio Bambarén in Poel. Foto: Philip Dulian / dpa
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Das sagt Backhaus über die Freilassung
»Ich habe von Beginn an gesagt, dass wir den Wal begleiten werden – und genau das haben wir nach bestem Wissen und Gewissen getan«, sagte Till Backhaus nach der Freilassung des Wals. Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern hat sich für den Wal so eingesetzt, wie wohl kein Politiker zuvor für ein wildes Tier. Über Wochen war der SPD-Politiker vor Ort, stieg zu dem Meerestier ins Wasser.
»Wir haben diesen Rettungsversuch, der in dieser Form einmalig in Deutschland ist, erfolgreich begleitet und damit auch ein Stück Geschichte geschrieben«, erklärte Backhaus weiter. »Jetzt kommt es darauf an, dass uns die Daten des Peilsenders zügig zur Verfügung gestellt werden, damit wir die weitere Reise des Wals nachvollziehen können.«
Wie ihm das Engagement politisch helfen könnte (Stichwort Wahl, nicht Wal), lesen Sie hier:
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Bisher keine Senderdaten
Der mehrfach an Ostseeküsten gestrandete Buckelwal ist wieder im offenen Meer – in welche Richtung er schwimmt, blieb zunächst aber unklar. »Peildaten sind bei der Initiative mehrfach angefordert worden. Bislang haben wir nichts«, teilte Eva Klaußner-Ziebarth, Sprecherin des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern, mit. Die Fachleute hätten gerade noch mal um die Herausgabe der Daten bis heute Mittag gebeten.
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Wal hat laut Initiative während Transports kleinere Blessuren erlitten
Karin Walter-Mommert von der privaten Rettungsinitiative hat der Nachrichtenagentur AFP gegenüber gesagt, dass der Wal zumindest nach Verlassen der Barge in die »richtige Richtung« unterwegs gewesen sei. Er schwamm demnach zunächst nach Nordwesten, was der beste Weg sei, um die norwegische Westküste zu erreichen und sich entlang dieser Küste dann in Richtung Arktis zu bewegen.
Beeinträchtigungen seien nicht zu erkennen gewesen. Das Tier habe aber bei schwerer See in dem Lastkahn zuvor kleinere Blessuren erlitten, die aber nicht schwerwiegend seien. Der Kurs des Wals solle per GPS-Signal weiter verfolgt werden. Das Verlassen des Lastkahns erfolgte demnach offensichtlich relativ unvorbereitet. Eigentlich sei noch einmal eine Untersuchung des Tiers geplant gewesen.
Beeinträchtigungen seien nicht zu erkennen gewesen. Das Tier habe aber bei schwerer See in dem Lastkahn zuvor kleinere Blessuren erlitten, die aber nicht schwerwiegend seien. Der Kurs des Wals solle per GPS-Signal weiter verfolgt werden. Das Verlassen des Lastkahns erfolgte demnach offensichtlich relativ unvorbereitet. Eigentlich sei noch einmal eine Untersuchung des Tiers geplant gewesen.
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Es hat offenbar von der privaten Initiative niemand mitbekommen, wie der Wal aus der Barge geschwommen ist. Irgendwann war er halt nicht mehr da. Es gibt demnach auch keine Bilder von diesem Moment.
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Im Livestream von News5 wird unter Verweis auf eine Person, die vor Ort war, berichtet, dass der Wal selbstständig aus der Barge geschwommen ist.
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Freisetzung nicht gleich Rettung
Als gerettet gilt der Wal auch nach dem Freisetzen nicht. Nach der langen Liegezeit ist es laut Meeresbiologen fraglich, ob der Wal noch normal schwimmen und tauchen könne. Auch die Frage, ob der Wal fressen könne, stelle sich wegen der in seinem Maul gefundenen Netzteile. Der Wal sei allen Anzeichen nach alles andere als fit, sagte Meeresbiologie Fabian Ritter gegenüber der dpa.
Die Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) betonte: »Von einer Rettung kann man erst sprechen, wenn sich der Wal zurück im Nordatlantik befindet und dort langfristig überlebt; sich seine Haut wieder vollständig erholt hat; er wieder eigenständig auf Nahrungssuche geht und an Gewicht zunimmt und seinem natürlichen Verhalten nachgeht.«
Nach Einschätzung unter anderem von WDC und Internationaler Walfangkommission (IWC) hat der Wal kaum langfristige Überlebenschancen. Ohne funktionierenden Sender droht allerdings unbemerkt zu bleiben, würde das geschwächte Tier binnen Tagen oder Wochen nach dem Freisetzen verenden.
Die Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) betonte: »Von einer Rettung kann man erst sprechen, wenn sich der Wal zurück im Nordatlantik befindet und dort langfristig überlebt; sich seine Haut wieder vollständig erholt hat; er wieder eigenständig auf Nahrungssuche geht und an Gewicht zunimmt und seinem natürlichen Verhalten nachgeht.«
Nach Einschätzung unter anderem von WDC und Internationaler Walfangkommission (IWC) hat der Wal kaum langfristige Überlebenschancen. Ohne funktionierenden Sender droht allerdings unbemerkt zu bleiben, würde das geschwächte Tier binnen Tagen oder Wochen nach dem Freisetzen verenden.
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Auf News5-Drohnenaufnahmen war zeitweise ein im Wasser schwimmender Wal zu erkennen – ob es sich tatsächlich um das freigesetzte Tier handelte, ließ sich nicht gesichert sagen.
Ob es Senderdaten gebe, sei bisher unklar, sagte Jens Schwarck, Mitglied der privaten Initiative und beim Transport mit dabei, der Deutschen Presse-Agentur.
Es gab zudem keine Angaben dazu, in welchem Zustand sich das Tier befand und wie genau es von Bord schwamm oder bugsiert wurde.
Ob es Senderdaten gebe, sei bisher unklar, sagte Jens Schwarck, Mitglied der privaten Initiative und beim Transport mit dabei, der Deutschen Presse-Agentur.
Es gab zudem keine Angaben dazu, in welchem Zustand sich das Tier befand und wie genau es von Bord schwamm oder bugsiert wurde.
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Noch ist nicht sicher, ob der Wal aus freien Stücken aus der Barge geschwommen ist oder ob Menschen nachgeholfen haben.
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Der Wal ist frei
Der Buckelwal ist nach Angaben aus dem Team der verantwortlichen Privatinitiative und nach Bildern des Livestream-Anbieters News5 in der Nordsee freigesetzt worden. Er sei gegen neun Uhr nicht mehr im Lastkahn gewesen, sagte ein Teammitglied.
Foto: Jens Schwarck / Rettungsinitiative / dpa
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Konvoi weiter unterwegs – Berichte über missglückten Freisetzungsversuch
Auch am frühen Samstagmorgen ist der Schiffskonvoi in der Nordsee weiter auf Kurs. Der Schlepper, die sogenannte Barge mit dem Wal sowie das Begleitschiff fuhren weiterhin nördlich der nördlichsten Spitze Dänemarks in Richtung Norwegen, wie beim Schiffsortungsdienst Vesselfinder zu beobachten war.
Am Freitagabend gab es offenbar zumindest von einzelnen Helfern den Versuch, den Wal ins Wasser zu entlassen. Es ist demnach unter anderem versucht worden, den Wal mit einem an der Fluke (Schwanzflosse) befestigten Seil aus der Barge zu holen. Im Livestream von News5 sprach der Reporter von »Unstimmigkeiten innerhalb der Initiative«. Von den Aktivisten gab es hierzu keine Auskunft.
Am Freitagabend gab es offenbar zumindest von einzelnen Helfern den Versuch, den Wal ins Wasser zu entlassen. Es ist demnach unter anderem versucht worden, den Wal mit einem an der Fluke (Schwanzflosse) befestigten Seil aus der Barge zu holen. Im Livestream von News5 sprach der Reporter von »Unstimmigkeiten innerhalb der Initiative«. Von den Aktivisten gab es hierzu keine Auskunft.
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Konvoi nun bei einsetzender Dunkelheit unterwegs
Der Schiffskonvoi fährt kurz vor Sonnenuntergang auf Kurs im Skagerrak genannten Teil der Nordsee. Der Schlepper, die Barge mit dem Wal sowie das Begleitschiff fuhren am Abend nördlich der nördlichsten Spitze Dänemarks zunächst in Richtung Norwegen. Die Freisetzung des Buckelwals soll an einem öffentlich nicht bekannten Ort in der Nordsee erfolgen.
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Schlauchboot an der Barge im Einsatz
Der Wal hat sich mittlerweile mehrfach bis zum hinteren Ende der Barge bewegt - so, als wollte er aus ihr herausschwimmen. Dafür ist es auf der Fahrt Richtung Atlantik aber noch zu früh. Ein Schlauchboot mit zwei Personen an Bord hat zwischenzeitlich den offenen Teil der Barge abgesichert, um den Buckelwal am vorzeitigen Verlassen zu hindern.
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Hannah Pilarczyk
Redakteurin Meinung
Wal-Konvoi steuert wieder Richtung Nordsee
Der Schiffskonvoi mit dem gestrandeten Buckelwal nähert sich wieder dem Übergang zur Nordsee. Der Schlepper, die Barge mit dem Wal und das Begleitschiff fuhren am Nachmittag stetig Richtung Norden, meldet die Nachrichtenagentur dpa. Die Freisetzung des Wals erfolgt deshalb womöglich doch, wie ursprünglich geplant, in der Nordsee.
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Zur Vorbereitung auf die Freilassung wird das Becken mit dem Wal immer weiter mit Wassern gefüllt. Das Tier scheint darauf zu reagieren und wechselt seine Position immer wieder leicht. Wann es zur Freilassung kommt, ist aber weiterhin offen.
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Laut dem Livestream von News5 soll der Wal bald freigesetzt werden. Aktuell fährt das Schiff demnach in tieferes Gewässer, um den Buckelwal ins Wasser zu entlassen.
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Das Sicherungsnetz an der Barge ist entfernt worden. Das ist auf einem Liveblog von News5 zu sehen. Das könnte ein Hinweise darauf, dass der Wal nun demnächst wegen des starken Wellengangs schom freigesetzt wird, bevor er sich in der Nordsee befindet.
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Wal könnte wegen Wellen bald freigesetzt werden
Dem Buckelwal könnte demnächst das Freisetzen bevorstehen. In den späten Nachmittagsstunden werde der Wal möglicherweise entlassen, sagte Jens Schwarck, Mitglied der privaten Initiative und beim Transport mit dabei, der Nachrichtenagentur dpa.
»Das ist aber noch in Abstimmung.« Aktuell werde versucht, den Sender am Tier anzubringen. »Es wird außerdem vorbereitet, dass das Netz relativ schnell entfernt werden kann für den Fall, dass der Wal aus der Barge entlassen werden muss, weil er sich nicht wohlfühlt oder weil es zu gefährlich für ihn ist.«
Aktuell befindet sich der Schlepper mit der angehängten Barge wegen des schlechten Wetters noch ein Stück vor dem nördlichen Ende Dänemarks und damit noch in der Ostsee. Bei dem hohen Wellengang sei das Verletzungsrisiko für den Wal in der Barge groß, hieß es aus dem Team der Initiative.
»Das ist aber noch in Abstimmung.« Aktuell werde versucht, den Sender am Tier anzubringen. »Es wird außerdem vorbereitet, dass das Netz relativ schnell entfernt werden kann für den Fall, dass der Wal aus der Barge entlassen werden muss, weil er sich nicht wohlfühlt oder weil es zu gefährlich für ihn ist.«
Aktuell befindet sich der Schlepper mit der angehängten Barge wegen des schlechten Wetters noch ein Stück vor dem nördlichen Ende Dänemarks und damit noch in der Ostsee. Bei dem hohen Wellengang sei das Verletzungsrisiko für den Wal in der Barge groß, hieß es aus dem Team der Initiative.
Waltransport fast in der Nordsee, aber Schiff dreht offenbar ab
Das Transportschiff mit dem vor Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Buckelwal hat nach tagelanger Reise nun fast die Nordsee erreicht. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder befand es sich am frühen Morgen etwa 11 Seemeilen (rund 20 Kilometer) vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt. Dort, nahe der Stadt Skagen, fließen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird.
Über Tracking-Dienste ist jedoch zu erkennen, dass das aktuell Schiff abdreht. Wie mehrere Medien berichten, orientiert es sich aktuell Richtung Süden, um einem Sturmgebiet und hohen Wellen auszuweichen.
Über Tracking-Dienste ist jedoch zu erkennen, dass das aktuell Schiff abdreht. Wie mehrere Medien berichten, orientiert es sich aktuell Richtung Süden, um einem Sturmgebiet und hohen Wellen auszuweichen.
Foto: Sebastian Peters / dpa
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Leseempfehlung: Wann steht fest, ob der Wal gerettet ist?
Der Buckelwal könnte schon heute Nachmittag freigelassen werden, heißt es von der privaten Initiative, die den Transport organisiert. Man befinde sich aber noch in Abstimmung. Aktuell werde versucht, den Sender am Tier anzubringen. Und dann?
Meine Kollegin Julia Köppe hat aufgeschrieben, wie die Überlebenschancen des Tiers eingeschätzt werden und wann feststeht, ob die Rettung geglückt ist.
Meine Kollegin Julia Köppe hat aufgeschrieben, wie die Überlebenschancen des Tiers eingeschätzt werden und wann feststeht, ob die Rettung geglückt ist.
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Wal-Transportschiff kommt nicht weiter
Der Kapitän des Begleitschiffs »Robin Hood« hat dem NDR bestätigt, dass der Transport sich aktuell aufgrund der Wetterlage verzögert. Nach Angaben von Teammitgliedern der privaten Initiative für den Transport wird am Vormittag beraten, wie es weitergehen soll.
Zu den Möglichkeiten zählt demnach, an ruhigerer Stelle auf besseres Wetter zu warten – oder aber, den Wal direkt an Ort und Stelle und doch nicht erst in der Nordsee freizusetzen. Bei dem hohen Wellengang sei das Verletzungsrisiko für den Wal in der sogenannten Barge groß, hieß es.
Zu den Möglichkeiten zählt demnach, an ruhigerer Stelle auf besseres Wetter zu warten – oder aber, den Wal direkt an Ort und Stelle und doch nicht erst in der Nordsee freizusetzen. Bei dem hohen Wellengang sei das Verletzungsrisiko für den Wal in der sogenannten Barge groß, hieß es.
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Waltransport fast in der Nordsee, aber Schiff dreht offenbar ab
Das Transportschiff mit dem vor Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Buckelwal hat nach tagelanger Reise nun fast die Nordsee erreicht. Laut dem Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder befand es sich am frühen Morgen etwa 11 Seemeilen (rund 20 Kilometer) vom nördlichsten Punkt Dänemarks entfernt. Dort, nahe der Stadt Skagen, fließen Kattegat und Skagerrak zusammen, weshalb auch vom Eingang zur Nordsee gesprochen wird.
Über Tracking-Dienste ist jedoch zu erkennen, dass das aktuell Schiff abdreht. Wie mehrere Medien berichten, orientiert es sich aktuell Richtung Süden, um einem Sturmgebiet und hohen Wellen auszuweichen.
Über Tracking-Dienste ist jedoch zu erkennen, dass das aktuell Schiff abdreht. Wie mehrere Medien berichten, orientiert es sich aktuell Richtung Süden, um einem Sturmgebiet und hohen Wellen auszuweichen.
Foto: Sebastian Peters / dpa
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Waltransport ist im Kattegat unterwegs
Der vom Schiff »Fortuna B« gezogene Lastkahn mit dem Wal ist inzwischen im sogenannten Kattegat zwischen der dänischen Insel Jütland und der schwedischen Westküste unterwegs. Die Nordspitze Dänemarks und damit der Übergang zur Nordsee kommen näher. Noch ist unklar, ob der Wal über das Feiertagswochenende in der Nordsee ausgesetzt werden oder weiter in den Atlantik transportiert werden soll.
Position des Waltransports. Vesselfinder
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Singen ist laut Expertin Indikator für akuten Stress
Auf einem Video klingt es, als würde der Wal in der Barge singen. Meeresbiologin Lisa Klemens vom Meeresmuseum Stralsund zufolge ist das nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass es ihm gut geht.
Bartenwale nutzen Schall vor allem, um zu kommunizieren: um Partner anzulocken und Konkurrenten zu vertreiben, oder um Kontakt mit Artgenossen aufzunehmen. »Zusätzlich erzeugen Buckelwale Stress- und Warnlaute«, schreibt Klemens dem SPIEGEL. »Diese treten bei Störung, Bedrohung oder starker akustischer Belastung auf und bestehen aus tiefen, brummenden und deutlich weniger strukturierten Lauten.« Das sei etwa zu beobachten gewesen, als der Wal im engen Hafenbecken in der Bucht von Wismar war.
Bartenwale nutzen Schall vor allem, um zu kommunizieren: um Partner anzulocken und Konkurrenten zu vertreiben, oder um Kontakt mit Artgenossen aufzunehmen. »Zusätzlich erzeugen Buckelwale Stress- und Warnlaute«, schreibt Klemens dem SPIEGEL. »Diese treten bei Störung, Bedrohung oder starker akustischer Belastung auf und bestehen aus tiefen, brummenden und deutlich weniger strukturierten Lauten.« Das sei etwa zu beobachten gewesen, als der Wal im engen Hafenbecken in der Bucht von Wismar war.
Bei hoher Lärmbelastung würden die Laute eines Wals durch Umgebungsgeräusche überdeckt und schlechter wahrgenommen, so Klemens. »Als direkte Reaktion darauf verändern die Tiere ihr Lautverhalten deutlich. Sie produzieren längere, häufig wiederholte und intensiver eingesetzte Rufe, um trotz Lärm Kontakt herzustellen und Kommunikation aufrechtzuerhalten.«
Der Expertin zufolge ist ein solches verändertes Lautmuster ein klarer Indikator für akustischen Stress. »Es zeigt unmittelbar, dass die Tiere gezwungen sind, ihre Kommunikation aktiv an eine gestörte und lärmbelastete Umgebung anzupassen, um überhaupt durchzukommen.« Das sei auch in dem Video zu hören.
Der Expertin zufolge ist ein solches verändertes Lautmuster ein klarer Indikator für akustischen Stress. »Es zeigt unmittelbar, dass die Tiere gezwungen sind, ihre Kommunikation aktiv an eine gestörte und lärmbelastete Umgebung anzupassen, um überhaupt durchzukommen.« Das sei auch in dem Video zu hören.
Der Wal singt
Der Transport des vor der Insel Poel geborgenen Buckelwals kommt weiter voran. Die hinter der privaten Rettungsinitiative stehende Unternehmerin Karin Walter-Mommert sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Wal sei »sehr lebendig« und »singt im Moment sehr viel vor sich hin«.
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Backhaus sagte wegen »Hope« Treffen für besseren Meeresschutz ab
Zum Schutz von Meeressäugern in der Ostsee sollte am 15. April ein Gespräch von Naturschutzverbänden und Fischereivertretern mit Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) stattfinden. Wie der SPIEGEL nun erfahren hat, hat Backhaus dieses Treffen abgesagt und stattdessen eine Pressekonferenz zu dem Buckelwal in der Ostsee gegeben. Darin gab er den erneuten Rettungsversuch für das auch »Timmy« oder »Hope« genannte Tier durch die private Initiative bekannt.
Das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern erklärte, dass eine Abteilungsleiterin den Termin zum Schutz der Meeressäuger, insbesondere Robben, in Vertretung von Backhaus wahrgenommen habe.
Mit dem Minister sollte unter anderem diskutiert werden, wie sich die Zahl der Tiere in der Ostsee reduzieren ließe, die als Beifang in Fischernetzen verenden.
Der Fokus des Treffens lag laut dem an dem Termin beteiligten Meeresbiologen Henning von Nordheim von der Universität Rostock zwar auf Robben. Das Problem betreffe aber auch die Wale in der Ostsee. »Seit 2006 sterben jedes Jahr über 50 Schweinswale vor unserer mecklenburgischen Küste, viele davon auf qualvolle Weise als Beifang«, sagte von Nordheim im Interview mit meinem Kollegen Jonathan Stock. Das sei seit Langem bekannt, werde öffentlich jedoch kaum wahrgenommen.
Das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern erklärte, dass eine Abteilungsleiterin den Termin zum Schutz der Meeressäuger, insbesondere Robben, in Vertretung von Backhaus wahrgenommen habe.
Mit dem Minister sollte unter anderem diskutiert werden, wie sich die Zahl der Tiere in der Ostsee reduzieren ließe, die als Beifang in Fischernetzen verenden.
Der Fokus des Treffens lag laut dem an dem Termin beteiligten Meeresbiologen Henning von Nordheim von der Universität Rostock zwar auf Robben. Das Problem betreffe aber auch die Wale in der Ostsee. »Seit 2006 sterben jedes Jahr über 50 Schweinswale vor unserer mecklenburgischen Küste, viele davon auf qualvolle Weise als Beifang«, sagte von Nordheim im Interview mit meinem Kollegen Jonathan Stock. Das sei seit Langem bekannt, werde öffentlich jedoch kaum wahrgenommen.
In der Diskussion über den Wal in der Ostsee wird immer wieder kritisiert, dass viele Ressourcen in die Rettung dieses einen Tiers fließen, während der Tier- und Meeresschutz seit Jahren zu kurz kommt. Die Population der Ostseeschweinswale besteht nur noch aus wenigen Hundert Tieren und gilt als vom Aussterben bedroht.
Gerade im Licht der aktuellen Geschehnisse sei es »absolut nicht hinnehmbar«, dass weiter so viele Wale in Fischernetzen in der Ostsee verendeten, so von Nordheim. »Das sind Tiere, die genauso leben, die genauso Schmerzen empfinden, die kläglich sterben, ähnlich wie möglicherweise jetzt der Buckelwal.«
Das ganze Interview mit dem Meeresbiologen lesen Sie hier:
Gerade im Licht der aktuellen Geschehnisse sei es »absolut nicht hinnehmbar«, dass weiter so viele Wale in Fischernetzen in der Ostsee verendeten, so von Nordheim. »Das sind Tiere, die genauso leben, die genauso Schmerzen empfinden, die kläglich sterben, ähnlich wie möglicherweise jetzt der Buckelwal.«
Das ganze Interview mit dem Meeresbiologen lesen Sie hier:
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung des Beitrags hieß es, es sei bei dem Treffen mit dem Umweltministerium um den Schutz der Wale in der Ostsee gegangen. Henning von Nordheim teilte nach Veröffentlichung jedoch mit, der Fokus habe bei dem Gespräch auf dem Robbenschutz gelegen. Wir haben die Angabe korrigiert.
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Der Wal singt
Der Transport des vor der Insel Poel geborgenen Buckelwals kommt weiter voran. Die hinter der privaten Rettungsinitiative stehende Unternehmerin Karin Walter-Mommert sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Wal sei »sehr lebendig« und »singt im Moment sehr viel vor sich hin«.
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Transportboot noch lange nicht am Ziel
Das Transportschiff mit dem Poeler Buckelwal an Bord ist noch relativ weit von der Nordsee entfernt. Zur Mittagszeit ist es derzeit laut dem Schiffs-Ortungsdienst Vesselfinder zwischen Dänemark und Schweden unterwegs, etwas nördlich des dänischen Grenaa und somit etwa 140 Kilometer Luftlinie von Skagen entfernt, wo die Ostsee auf die Nordsee trifft.
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Die Sonnensegel sollen den Wal vor der Sonne schützen. Foto: Christoph Reichwein/dpa
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Buckelwal hat keinen Ärger von seiner Mutter zu befürchten
Die Nachrichtenagentur dpa beschäftigt sich mit den Details zur Walrettung und fragt: Droht dem Wal nach Rückkehr Ärger von seiner Mutter? Das hatte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus scherzhaft gemutmaßt, nachdem der Wal für den Transport zur Nordsee in einen Lastkahn bugsiert worden war.
Doch der Wal wird seine Familie nicht suchen, sollte er Transport und Freisetzung längerfristig überstehen. »Im Gegensatz zu Zahnwalen bilden Bartenwale keine stabilen sozialen Gruppen, sogenannte Schulen«, erklärte das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund. Die Kälber verblieben lediglich die etwa zwölf Monate währende Stillzeit bei ihren Müttern.
»Während wir Menschen unseren Eltern oft ein Leben lang nahestehen, trennen sich die Wege zwischen Buckelwalen recht schnell«, hieß es von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation. Sie kämen zwar punktuell mit Artgenossen zusammen – zum Beispiel, um effektiver Jagd auf Beute zu machen, zur Paarung oder um gemeinsame Kulturen zu pflegen. »Im Großen und Ganzen sind Buckelwale jedoch Einzelgänger.«
Doch der Wal wird seine Familie nicht suchen, sollte er Transport und Freisetzung längerfristig überstehen. »Im Gegensatz zu Zahnwalen bilden Bartenwale keine stabilen sozialen Gruppen, sogenannte Schulen«, erklärte das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund. Die Kälber verblieben lediglich die etwa zwölf Monate währende Stillzeit bei ihren Müttern.
»Während wir Menschen unseren Eltern oft ein Leben lang nahestehen, trennen sich die Wege zwischen Buckelwalen recht schnell«, hieß es von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation. Sie kämen zwar punktuell mit Artgenossen zusammen – zum Beispiel, um effektiver Jagd auf Beute zu machen, zur Paarung oder um gemeinsame Kulturen zu pflegen. »Im Großen und Ganzen sind Buckelwale jedoch Einzelgänger.«
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Waltransport vor der Küste Dänemarks
Die Barge mit dem Wal wird inzwischen vom Mehrzweckschiff »Fortuna B« gezogen und befindet sich vor der Küste Dänemarks, wie Daten des Schiffsortungsdienstes VesselFinder zeigen. Zuvor war die Barge vom Schlepper »Robin Hood« gezogen wurden. Bildern zeigen, dass sich der Schlepper am Morgen noch immer nah an dem Gespann befand. Der Grund dafür ist unklar.
VesselFinder
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Keine Walrettung an Dänemarks Küste
Am Samstag soll der Buckelwal an der Nordspitze Dänemarks ausgesetzt werden. Sollte er dort erneut stranden, wird es keine Rettungsaktion geben. Das dänische Umweltministerium teilt der Nachrichtenagentur dpa mit, dass man gestrandete Meeressäugetiere in Dänemark prinzipiell nicht rette. Strandungen seien demnach »ein natürlich vorkommendes Phänomen« und Wale sollten generell »nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört« werden. Zu dem konkreten Fall des an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwals äußerte sich das Ministerium nicht.
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Der Wal ist weg – und auf Poel kehrt der Alltag zurück
Allmählich kehrt der Alltag zurück in den kleinen Küstenort auf der Insel Poel. Einen Tag nach der großen Bergungsaktion des hier gestrandeten Buckelwals ist der Einsatz in Kirchdorf beendet. Viele vor Ort sind erleichtert. »Dadurch war ja ganz Poel dicht«, sagt Peter Richter, der am Vormittag im Hafen sein Boot mit einem Kran ins Wasser setzt. Jeden Morgen auf dem Weg zur Bootshalle hätte er seinen Ausweis vorzeigen müssen, erzählt der 80-Jährige. »Nee, das war nicht schön.«
Das Schlimmste sei der Trubel gewesen, »durch die Demonstranten, die noch unvernünftig waren und Zäune umgerissen haben und quer über den Acker gelaufen sind«, sagt Richter. »Der Wal hat uns theoretisch ja gar nicht gestört.«
Das Schlimmste sei der Trubel gewesen, »durch die Demonstranten, die noch unvernünftig waren und Zäune umgerissen haben und quer über den Acker gelaufen sind«, sagt Richter. »Der Wal hat uns theoretisch ja gar nicht gestört.«
Im Hafen von Kirchdorf bringen die Skipper des SCIP Clubhafen Segelclub Insel Poel ihre Boote ins Wasser. Foto: Bernd Wüstneck / dpa
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Meeresmuseum warnt vor Abladen des Wals im offenen Meer
Experten des Deutschen Meeresmuseums warnen eindringlich davor, den Wal im offenen Meer abzuladen. Dies berge die Gefahr, dass der Meeressäuger ertrinke, teilt das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund mit. »Er ist sehr geschwächt und findet im offenen Meer keine Möglichkeit, sich abzulegen.«
Von einer Rettung des Wales könne erst dann gesprochen werden, wenn er sich selbstständig und dauerhaft auf seiner gewöhnlichen Route im Nordatlantik bewege, selbstständig fresse und sein Gesundheitszustand besser werde, heißt es weiter. Die Wissenschaftler forderten dazu eine vollständige Dokumentation der kommenden Ereignisse. Die Daten des Senders am Tier müssten in Echtzeit öffentlich verfügbar gemacht werden. Live-Videomaterial vom Wal während des Transports und während der Freilassung seien wichtig, um Erfahrungen für künftige Bergungen sammeln zu können.
Von einer Rettung des Wales könne erst dann gesprochen werden, wenn er sich selbstständig und dauerhaft auf seiner gewöhnlichen Route im Nordatlantik bewege, selbstständig fresse und sein Gesundheitszustand besser werde, heißt es weiter. Die Wissenschaftler forderten dazu eine vollständige Dokumentation der kommenden Ereignisse. Die Daten des Senders am Tier müssten in Echtzeit öffentlich verfügbar gemacht werden. Live-Videomaterial vom Wal während des Transports und während der Freilassung seien wichtig, um Erfahrungen für künftige Bergungen sammeln zu können.
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GPS-Sender soll Wal-Daten liefern – aber nicht öffentlich
Der Buckelwal wird derzeit in der Transport-Barge mit einem GPS-Senderchip ausgestattet, um ihn nach einer geplanten Auswilderung verfolgen zu können. Die Informationen, wo sich der Wal befinde, würden den Initiatoren der Aktion und dem Schweriner Umweltministerium, nicht aber der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Das sagte die Rechtsanwältin der privat finanzierten Bergungsinitiative, Constanze von der Meden, bei einer Pressekonferenz auf der Insel Poel.
»Wir wollen keinen Waltourismus generieren.« Es solle vermieden werden, dass Menschen losführen und nach dem Wal schauten. Der neue Sender sei aus den USA eingeflogen worden und werde in diesen Stunden angebracht.
»Wir wollen keinen Waltourismus generieren.« Es solle vermieden werden, dass Menschen losführen und nach dem Wal schauten. Der neue Sender sei aus den USA eingeflogen worden und werde in diesen Stunden angebracht.
Foto: Philip Dulian / dpa
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Sachverständige: Wal dürfte im tiefen Wasser kaum überleben
Hilft es dem Wal, dass er Richtung Nordsee gebracht wird? Experten der Internationalen Walfangkommission (IWC) warnen vor einem Trugschluss. »Das Tier scheint schwer geschädigt zu sein und dürfte selbst bei einer Verbringung in tieferes Wasser kaum überleben«, heißt es von dem zuständigen Expertengremium für Strandungen. »Nach unserer Einschätzung bedeuten diese Maßnahmen, obwohl sie gut gemeint sind, eine erhebliche zusätzliche Belastung für ein Tier, das bereits schwer erkrankt ist, und bringen letztlich kaum Nutzen.«
Die IWC wurde 1946 als internationale Organisation gegründet, die für die Regulierung des Walfangs und den Schutz der Wale zuständig ist. Heute zählt die Kommission 89 Mitgliedsländer.
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Transportboot mit Wal ist auf dem Weg in die Nordsee
Das Transportboot mit dem Buckelwal befindet sich nun auf dem Weg Richtung Nordsee. Am Vormittag befand sich der Verband aus Schlepperboot und Lastkahn nördlich von Fehmarn zwischen der schleswig-holsteinischen Insel und der dänischen Insel Lolland. Nach Plänen der privaten Initiative soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dann dort ausgesetzt werden. Wo genau, stehe noch nicht fest, sagte ein Mitglied der Initiative, die den Schleppverband begleitet.
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Wal liegt auf einem Sandbett
Der Buckelwal liegt während seines Transports in einem gefluteten Lastschiff nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltministerium auf einem Bett aus Sand. Das Tier sei quasi sein eigener Anker, sagte ein Sprecher von Minister Till Backhaus (SPD) in Schwerin. Der Wal sei nicht angebunden. Am Mittag wollen der Minister und Beteiligte der Rettungsaktion in Kirchdorf auf Poel über den aktuellen Stand berichten.
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Ein Bild zeigt den Schlepper mit der Barge in der Ostsee
Schlepper mit Barge am Dienstagabend in der Ostsee. Bodo Marks/dpa
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Wal-Transport nun bei Insel Fehmarn angelangt
Der Transport mit dem lange an der Küste gestrandeten Buckelwal befindet sich in der offenen Ostsee. Laut dem Schiffsortungsdienst VesselFinder fährt der Schlepper »Robin Hood«, der die Barge mit dem Wal zieht, gerade um die Insel Fehmarn herum. Der Transport bewege sich mit »sehr langsamer Geschwindigkeit«, sagte ein Sprecher der begleitenden Wasserschutzpolizei am frühen Morgen.
Schlepper »Robin Hood« in der Ostsee. Screenshot von VesselFinder
Nach Plänen einer privaten Rettungsinitiative soll der Transport etwa dreieinhalb Tage dauern. Der Wal soll um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dann freigelassen werden.
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Schlepper übernimmt Barge in Wismarbucht
Der Schlepper »Robin Hood« hat die Barge mit dem an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwal übernommen. Auf Livestreams war zu sehen, wie der mit Wasser gefüllte Lastkahn von kleineren Booten aus der Kirchsee der Insel Poel heraus in die Wismarbucht zu dem Schlepper gebracht wurde. Der Schlepper nahm die Barge dann auf den Haken.
Foto: Marcus Golejewski / dpa
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Barge auf dem Weg
Der mit Wasser gefüllte Lastkahn, mit dem der Wal in die Nordsee gebracht werden soll, wurde am Abend von mehreren kleineren Booten weggeschoben, wie in Livestreams zu sehen war.
Das Tier war zuvor durch eine eigens gebaggerte Rinne zu der Barge bugsiert worden. Im tieferen Wasser soll der motorlose Lastkahn mit dem Wal von einem Schlepper übernommen und in die Nordsee gezogen werden.
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Lastkahn soll Wismarbucht in den nächsten zehn bis 14 Stunden verlassen
In den kommenden Stunden soll der Lastkahn samt Buckelwal in die Wismarbucht gezogen werden. Derzeit werde noch das Wasser aus den Tanks der sogenannten Barge gepumpt, sagte der technische Leiter der privaten Walinitiative Felix Bohnsack in Kirchdorf. Der Pegel innerhalb des schwimmenden Beckens werde dadurch sinken, auf rund 1,60 bis 1,75 Meter.
»Wenn dieser Hochfahrprozess erfolgt ist, wird die Barge genau, wie sie gestern reingeschoben wurde, auch wieder rausgeschoben«, sagte Bohnsack. Am Eingang der Bucht übernehme dann ein anderer Schlepper, der dann Richtung Nordsee starten solle. »Das wird dann so innerhalb der nächsten zehn bis 14 Stunden passieren.«
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»Sprengt den Wal« singt Rockband Tulpe
Die Berliner Band sorgt mit einem satirischen Song über den Buckelwal in der Ostsee für kontroverse Meinungen. In dem Lied mit dem Titel »Sprengt den Wal« heißt es etwa: »Sprengt den Wal, macht ihn weg, lasst es Wal-Salami regnen und Kotelett.«
An einer anderen Stelle singen sie mit Blick auf den US-Präsidenten: »Frag’ mal jemand Donald Trump, ob der ihn nicht sprengen kann, sag’ ihm: »Timmy ist ein erdölreiches Land«. Auf Instagram wurde eines der Videos zum Song rund 4,6 Millionen Mal aufgerufen. Viele nehmen die provokanten Zeilen mit Humor, andere Kommentare halten sie hingegen für geschmacklos.
Tulpe-Frontmann Joachim Foerster sagte der Nachrichtenagentur dpa, die Band beziehe sich mit ihrer Musik immer auf aktuelle Themen und habe dadurch ohnehin häufig eine hohe Resonanz. Im Fall von »Sprengt den Wal« hätten sie die erste Strophe ohne große Hintergedanken geschrieben – »plötzlich hatten wir am nächsten Morgen 1,5 Millionen Aufrufe. Da war klar: Die zweite Strophe muss jetzt sitzen«. In einem Video hat die Band auch Hassnachrichten eingeblendet, die sie zum Song erreicht haben. Der Sänger sagte, Shitstorms gehörten für sie als Rockband zum Tagesgeschäft.
Zu dem Wal in der Ostsee kursieren in sozialen Medien emotional aufgeladene, mithilfe von künstlicher Intelligenz generierte Lieder, die zur Rettung des Tiers aufrufen. Zudem gibt es andere satirische Projekte wie die Parodie-Website »Wal-O-Mat« – hier kann man testen, wie man zu den Rettungsversuchen steht.
Zu dem Wal in der Ostsee kursieren in sozialen Medien emotional aufgeladene, mithilfe von künstlicher Intelligenz generierte Lieder, die zur Rettung des Tiers aufrufen. Zudem gibt es andere satirische Projekte wie die Parodie-Website »Wal-O-Mat« – hier kann man testen, wie man zu den Rettungsversuchen steht.
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Bilder zeigen Wal in der Barge
Bilder zeigen den Wal im Lastkahn. Die sogenannte Barge soll den Wal später Richtung Nordsee bringen.
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Anna Weiß
Reporterin auf Poel

»Wir lieben dich« – Retter haben einen eigenen Fanclub
Nicht nur Felix Bohnsack, auch Sergio Bambarén, Autor des Buchs »Der träumende Delfin« und Tierärztin Kirsten Tönnies werden von jubelnden Wal-Freunden am Absperrband empfangen. »Wir lieben dich!«, ruft eine Frau der Tierärztin zu. Es fließen Freudentränen, Umarmungen werden verteilt und Selfies gemacht. Ein Stück weiter weg stehen Einwohner von Poel in Arbeitskleidung beim Feierabendbierchen vorm Fischbrötchen-Kutter zusammen.
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Hierhin soll der Wal transportiert werden
Die Barge samt Wal soll wohl noch heute von der Kirchsee bei Poel in Richtung Skagen zum Eingang der Nordsee aufbrechen. Die Fahrt wird ungefähr dreieinhalb Tage dauern.
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Anna Weiß
Reporterin auf Poel

»Felix, Felix, Felix!«: Technischer Leiter des Einsatzes wird von Fans empfangen
Mehrere Frauen drängen sich an das Absperrband zum Camp der Privatinitiative. Als Felix Bohnsack, der technische Leiter der Rettungsaktion aus dem Boot steigt, jubeln und klatschen sie: »Felix, Felix, Felix!«. Nach ein paar Minuten tritt er zu ihnen, sie wollen ihn alle drücken. »Gruppenumarmung«, schlägt er vor.
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Backhaus gratuliert
Der Wal ist augenscheinlich verladen – zur Freude von Till Backhaus; der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern gratulierte dem Helferteam zur »geglückten Rettung«. »Viele Menschen haben hier vor Poel in den letzten Tagen und Wochen mit viel Herzblut und unter persönlichen Opfern mitgewirkt, um dem Wal zu helfen«, sagte Backhaus und lobte etwa die Arbeit der DLRG, der Feuerwehr und der Polizei.
Mitglieder der Rettungsinitiative und Umweltminister Backhaus (4.v.r.). Foto: Helena Dolderer / dpa
»Besonders bedanke ich mich auch bei den Initiatoren Frau Walter-Mommert und Herrn Gunz, die enorme Mittel bereitgestellt haben, um die Rettungsaktion zu ermöglichen«, sagte der SPD-Politiker weiter. »Dies war eine Gemeinschaftsleistung, die sicher in die Geschichte des Landes eingehen wird.« Backhaus hoffe nun auf ein glückliches Ende. Ob der stark geschwächte Wal den Transport überleben wird, ist unklar. Der Transport soll erst am Abend beginnen.
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Finanzier Gunz: »Gott sei Dank. Gott sei Dank.«
Nun äußert sich auch Walter Gunz, der die private Initiative mitfinanziert. »Gott sei Dank. Gott sei Dank. Ich habe noch nie in meinem Leben so viel gebetet«, sagt der MediaMarkt-Gründer der Nachrichtenagentur dpa. Er selbst habe den Moment jedoch nicht am Bildschirm verfolgen können. »Ich habe es von der Karin gehört. Ich hatte keine Nerven mehr.« Unternehmerin Karin Walter-Mommert ist ebenfalls Geldgeberin für das Wal-Bergungsprojekt.
Als er die Nachricht vernommen hatte, seien ihm die Tränen gekommen. »Man hat ja auch Ängste.« Man habe jedoch alles richtig gemacht, sagt er. »Denn: Was ist das Wertvollste? Das Leben!«
Als er die Nachricht vernommen hatte, seien ihm die Tränen gekommen. »Man hat ja auch Ängste.« Man habe jedoch alles richtig gemacht, sagt er. »Denn: Was ist das Wertvollste? Das Leben!«
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Transport beginnt wohl am Abend
In einem Statement bestätigt Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus, dass der Wal im Lastkahn angekommen ist. »Er fühlt sich in der Barge wirklich pudelwohl«, behauptet Backhaus. »Das habe ich genau gesehen.«
Der Transport zur Nordsee werde wohl am Abend beginnen, wenn das Wasser ruhiger sei. »Wenn er seine Mutter wieder trifft, dann kriegt er Ärger«, so der Minister. »Er ist nämlich verkehrt abgebogen in die Ostsee, da gehört er nicht hin.«
Der Transport zur Nordsee werde wohl am Abend beginnen, wenn das Wasser ruhiger sei. »Wenn er seine Mutter wieder trifft, dann kriegt er Ärger«, so der Minister. »Er ist nämlich verkehrt abgebogen in die Ostsee, da gehört er nicht hin.«
Umweltminister Backhaus und Constanze von der Meden, Rechtsanwältin der Privatinitiative. Foto: Helena Dolderer / dpa
»Mir fällt ein Stein vom Herzen«, sagt SPD-Politiker Backhaus weiter. Er habe auf dem Schiff geweint, ein Glücksmoment sei das gewesen. »Ich war auch kurz davor, ins Wasser zu springen, um ihm noch auf den letzten Meter mitzuhelfen«. Er habe sich dann aber zusammengerissen.
Angesichts von Drohungen im Internet bittet Backhaus: »Lassen Sie uns ein bisschen menschlicher miteinander umgehen«.
Angesichts von Drohungen im Internet bittet Backhaus: »Lassen Sie uns ein bisschen menschlicher miteinander umgehen«.
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Anna Weiß
Reporterin auf Poel

Jubel in Poel
Jubelschreie ertönen am Hafen von Poel. Kleine Grüppchen, die den Livestream vor ihren Handys verfolgen, jubeln: Der Wal ist in der Barge, die ihn abtransportieren soll. »Wir wussten, dass er es schafft«, sagen zwei Frauen, die nach eigenen Aussage von Anfang an Mitfiebern. Die Bandbreite der Emotionen ist groß. »Mir kommen die Tränen«, sagt eine Frau ergriffen. »Jetzt können wir heute Abend ja doch endlich saufen«, sagt ein Mann.
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Wal in Lastkahn verladen
Die Helfer haben den Wal in die sogenannte Barge gelenkt. Das Schiff soll das Tier nun Richtung Nordsee bringen.
Unabhängige Fachleute haben vor dem mehrtägigen Transport gewarnt: Das Deutsche Meeresmuseum teilte mit, das Tier sollte vielmehr größtmögliche Ruhe erhalten und ausschließlich palliativ versorgt werden.
Unabhängige Fachleute haben vor dem mehrtägigen Transport gewarnt: Das Deutsche Meeresmuseum teilte mit, das Tier sollte vielmehr größtmögliche Ruhe erhalten und ausschließlich palliativ versorgt werden.
Der Wal auf dem Weg in den Lastkahn. Foto: Wojtek Radwanski / AFP
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Anna Weiß
Reporterin auf Poel

»So. Hinsetzen, artig sein!«: Backhaus begibt sich zum Wal
Backhaus fährt zum Wal. Till Backhaus, Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, ist seit dem Morgen vor Ort am Hafen von Poel. Nun fährt er auch raus zum Wal, um sich ein Bild von seinem Zustand zu machen. Vor wenigen Minuten hat er sich in ein kleines Boot hinter den Bootsführer gesetzt. »So. Hinsetzen, artig sein!«, sagt Backhaus. Er gibt ihm das Signal, loszufahren. Als das Boot startet, klopft er dem Mann vor ihm auf die Schulter.
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Wal soll spätestens am Abend auf dem Lastkahn sein
Es sei der »Tag der Entscheidung«, hat Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus angekündigt. »Bis Sonnenuntergang sollte es möglichst gelungen sein, den Wal auf der Barge zu haben«. Auch Karin Walter-Mommert, eine Geldgeberin der privaten Initiative, sagte: »Wir wollen heute fertig werden.«
Bislang ist auf Bildern aus dem Livestream kaum Fortschritt zu erkennen, obwohl mehr als ein Dutzend Helfer immer wieder an Gurten ziehen. Der Wal soll so in den Lastkahn gelenkt werden, der im tieferen Fahrwasser bereitsteht.
Bislang ist auf Bildern aus dem Livestream kaum Fortschritt zu erkennen, obwohl mehr als ein Dutzend Helfer immer wieder an Gurten ziehen. Der Wal soll so in den Lastkahn gelenkt werden, der im tieferen Fahrwasser bereitsteht.
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Das Ziehen hat begonnen
Die Freiwilligen ziehen nun seit einer Weile am Wal. Immer wieder rufen sie laut »ziiiiiiiehhhhhh!«, um ihre Bewegungen zu synchronisieren. Das Tier regt sich kaum. Bei »Bild« erklärte der Meeresbiologe Fabian Ritter es sei schwer anzusehen, wie die Gurte um den Wal liegen und an ihm gezogen werde.
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Anna Weiß
Reporterin auf Poel

Kaum Wal-Fans vor Ort
Am Hafen von Poel ist es währenddessen ruhig. Das Camp der Helfer ist verlassen, anders als in den letzten Tagen sind kaum Wal-Fans vor Ort. Ein Paar Ende 50 sitzt in Outdoorkleidung auf einer der weißen Bänke. Neben ihnen stehen zwei E-Bikes. Er hält ein Fernglas in der Hand, sie hat ihre Sonnenbrille ausgezogen. »Wir sind nicht extra für den Wal angereist«, sagt sie. »Wir sind Wohnmobilisten«, sagt er. »Als wir vorhin mit dem Fahrrad hier langgeradelt sind, haben wir gesehen, dass hier das Walgedöns ist.«
Die beiden machen Urlaub in Norddeutschland sind aus der Nähe von Stuttgart. »Wahnsinn«, sagt sie nur über die Walrettungsaktion, bevor die beiden sich mit den Rädern wieder aufmachen.
Die beiden machen Urlaub in Norddeutschland sind aus der Nähe von Stuttgart. »Wahnsinn«, sagt sie nur über die Walrettungsaktion, bevor die beiden sich mit den Rädern wieder aufmachen.
Camp der Helfer auf Poel. Foto: Anna Weiß / DER SPIEGEL
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Die Transportaktion ist nun in vollem Gange: Zahlreiche Helfer arbeiten rund um den Wal. Sie versuchen offenbar ihm die Gurte anzulegen.
Helfer arbeiten rund um den Wal. Foto: Jens Büttner / dpa
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Was passiert, wenn der Wal sterben sollte?
Die Rettungsversuche der privaten Initiative bringen die ursprüngliche Planung durcheinander, was mit dem Wal geschehen wird, sollte er vor Poel verenden. Ursprünglich sollte das Tier durch Fachleute des Meeresmuseums auf der Insel Dänholm zwischen Stralsund und Rügen untersucht werden.
Doch daraus wird nun nichts. Das Meeresmuseum teilte am Montag mit, keinen Gebrauch von der erteilten Genehmigung machen zu können. »Durch Duldung der Privatinitiative zur Lebendbergung des Buckelwals und der nachfolgenden Manipulationen am Buckelwal ist eine unabhängige, forensische Obduktion des Tieres erforderlich«, sollte das Tier sterben, teilte das Museum mit.
Fraglich ist jetzt, wer die Untersuchung im Todesfall übernehmen könnte. In Deutschland gibt es nur wenige Institute, die solch eine Obduktion durchführen können. »Umweltminister Backhaus müsste wahrscheinlich Fachkräfte aus dem Ausland heranziehen«, teilte das Meeresmuseum auf SPIEGEL-Anfrage mit.
Sollte der Wal verenden, wäre eine Obduktion laut Fachleuten entscheidend, um festzustellen, warum der Meeressäuger so häufig strandete, ob er womöglich krank war und woran er letztlich gestorben ist. Die Untersuchung müsste möglichst schnell erfolgen, ehe sich die Organe zu sehr zersetzen.
Doch daraus wird nun nichts. Das Meeresmuseum teilte am Montag mit, keinen Gebrauch von der erteilten Genehmigung machen zu können. »Durch Duldung der Privatinitiative zur Lebendbergung des Buckelwals und der nachfolgenden Manipulationen am Buckelwal ist eine unabhängige, forensische Obduktion des Tieres erforderlich«, sollte das Tier sterben, teilte das Museum mit.
Fraglich ist jetzt, wer die Untersuchung im Todesfall übernehmen könnte. In Deutschland gibt es nur wenige Institute, die solch eine Obduktion durchführen können. »Umweltminister Backhaus müsste wahrscheinlich Fachkräfte aus dem Ausland heranziehen«, teilte das Meeresmuseum auf SPIEGEL-Anfrage mit.
Sollte der Wal verenden, wäre eine Obduktion laut Fachleuten entscheidend, um festzustellen, warum der Meeressäuger so häufig strandete, ob er womöglich krank war und woran er letztlich gestorben ist. Die Untersuchung müsste möglichst schnell erfolgen, ehe sich die Organe zu sehr zersetzen.
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Tierärzte der privaten Initiative erklären Wal für transportfähig
Die Transportaktion startet. Laut Umweltminister Till Backhaus halten die Ärzte der Rettungsinitiative den Wal für transportfähig. Die Tierärzte der Initiative hätten am Morgen dargelegt, dass der Gesundheitszustand des Wals gut sei, sagte Backhaus. Die Atmung sei tief und ohne Geräusche.
Die Landesregierung lasse zudem zu, dass Gurte genutzt werden. Damit soll der Wal durch eine gebaggerte Rinne zum Transportkahn gelenkt werden. Die Initiative hatte betont, dass der Wal mit den Gurten nicht gezogen werde. Sie würden lediglich eine Richtung vorgeben. Bis zuletzt war offen, ob die Landesregierung den Einsatz der Gurte duldet.
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Umweltminister Backhaus will Wal begleiten
Till Backhaus (SPD) hat angekündigt, beim Transport des Buckelwals dabei zu sein. »Ich werde es auf jeden Fall begleiten«, sagte der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern am Morgen auf die Frage, ob er auf einem Schiff mitfahren werde. Er versuche, »alles zu tun, um dem Tier zu helfen«. Seine »absolute Priorität« sei, den Wal lebend zu bergen.
Auf Livebildern ist zu sehen, dass der Wal mit Tüchern bedeckt ist. Laut NDR haben nun bereits Boote mit Helfern am Kirchdorfer Hafen abgelegt.
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Till Backhaus am Morgen in Poel. Foto: Jens Büttner / dpa
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Schockstarre oder Panik möglich
Wie der Wal auf den Transport im Lastkahn reagieren würde, lässt sich laut Tierschützern schwer abschätzen. Die wenigen vorhandenen Daten wiesen darauf hin, dass Interaktionen mit Menschen bei wildlebenden Groß- beziehungsweise Bartenwalen Stress auslösten, hieß es von der Wal- und Delfin-Schutzorganisation WDC.
»In freier Natur sind Wale keine Situationen gewohnt, in denen sie eingesperrt sind. Am wahrscheinlichsten ist, ganz allgemein gesprochen, dass die ungewohnte Situation einen Wal zusätzlich in Stress, möglicherweise auch Angst und Panik versetzen würde.« Dies gelte insbesondere, da der Wal nicht seinem natürlichen Fluchtinstinkt nachkommen könne.
Wenn der Wal die Energie aufbringe, seien heftige Flossenschläge und damit Risiken für das Tier und Einsatzkräfte denkbar. Es könne aber auch sein, dass das Tier in eine Fangmyopathie verfalle, »also in eine Art Schockstarre, bei der sich die Muskeln verkrampfen«. Es könne auch schon zu geschwächt sein, um starke Reaktionen zu zeigen. »So könnte es dann wirken, als würde er den Einsatz freiwillig mitmachen oder über sich ergehen lassen.«
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Kommt der Wal heute in den Lastkahn?
Geht es nach der privaten Initiative, soll der Wal heute die Kirchsee bei Poel verlassen – samt Wasser an Bord eines Lastkahns mit dem normalerweise zum Beispiel Schiffe transportiert werden. Auf Livestreams im Internet war am Morgen zu sehen, dass der Wal kleine Fontänen ausstößt und atmet.
Den Großwal in die sogenannte Barge zu bekommen, dürfte kniffelig werden. Zunächst wollte das Team das Tier rückwärts mittels einer Plane in diese Art schwimmendes Becken bugsieren. Am Vortag gab die beteiligte Tierärztin Kirsten Tönnies eine Planänderung bekannt. Das Tier soll vorwärts mittels eines Gurtes durch eine eigens im flachen Wasser geschaffene Rinne zur und in die Barge gelenkt werden.
»Wir versuchen, das so schonend wie möglich zu machen, und das ist nur eine Unterstützung«. Der Wal werde nicht überbeansprucht, versicherte Tönnies. Oliver Bartelt von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die die Initiative unterstützt, sagte, der Wal werde sich »floatend bewegen«. Das Tier werde nicht aufliegen. »Er wird über keinen Sand gezogen.«
Allerdings war bis zuletzt offen, ob es überhaupt zu dem Versuch kommt. Bis zum späten Montagnachmittag wurden nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums trotz mehrfacher Nachfragen keine Unterlagen für den Einsatz des Gurtes eingereicht. Das Ministerium hatte in der Vergangenheit betont, dass es bei der Abstimmung entsprechender Maßnahmen nicht um Genehmigungen, sondern die Frage der Duldung gehe.
Nach früheren Angaben der Initiative soll ein Schiff die Barge samt Wal in Richtung Skagen zum Eingang der Nordsee bringen. Dafür waren demnach etwa dreieinhalb Tage eingeplant.
Nach früheren Angaben der Initiative soll ein Schiff die Barge samt Wal in Richtung Skagen zum Eingang der Nordsee bringen. Dafür waren demnach etwa dreieinhalb Tage eingeplant.
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Deutsches Meeresmuseum sieht »enorme Verletzungsrisiken für den Wal«
Experten vom Deutschen Meeresmuseum raten dringend von einem Transport des Wals im Lastkahn ab. Das Tier sollte größtmögliche Ruhe erhalten und ausschließlich palliativ versorgt werden, teilte die wissenschaftliche Einrichtung mit. »Von weiteren Manipulationen am Wal« sei abzusehen.
Das Deutsche Meeresmuseum hatte sich bereits Anfang April in einem Gutachten (hier) gegen weitere Rettungsmaßnahmen ausgesprochen. Als Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) den Rettungsversuch der privaten Initiative ohne weitere Absprache duldete, zogen sich die Experten zurück.
»Der Allgemeinzustand des Wals hat sich weiter verschlechtert«, betonten die Wissenschaftler nun. Die Erfolgsaussichten einer Lebendbergung seien sehr gering. Sie »ist zudem mit enormen Verletzungsrisiken für den Wal verbunden«, erklärten die Forscher und verwiesen auf ähnliche Einschätzungen etwa der International Whaling Commission (hier) und British Divers Marine Life Rescue (hier).
Ein mehrtägiger Transport gehe auch mit einer enormen Stressbelastung einher. »Insbesondere der Transport in einer Metallbarge wäre aufgrund der hohen Schallreflexion mit einer sehr großen Lärmbelastung innerhalb der Barge verbunden.« Auf erhöhte Stressbelastung durch Lärm hatte am Montagmorgen auch der Meeresbiologe Fabian Ritter hingewiesen.
Meeresmuseum will Obduktion nicht mehr übernehmen
Sollte der Buckelwal sterben, sollte das Tier nach Ansicht des Deutschen Meeresmuseums wissenschaftlich untersucht werden, um Erkrankungen und die Todesursache feststellen zu können. »Diese Untersuchung muss innerhalb weniger Tage nach dem Tod erfolgen, damit die Zersetzung der Organe durch Autolyse bis dahin nicht zu weit fortgeschritten ist.«
Das Meeresmuseum könne dies jedoch nicht leisten. Die Genehmigung einer Obduktion sei zu einem Zeitpunkt erteilt worden, als das Meeresmuseum noch in die Maßnahmen für den Buckelwal involviert gewesen sei. »Durch Duldung der Privatinitiative zur Lebendbergung des Buckelwals (...) und der nachfolgenden Manipulationen am Buckelwal ist eine unabhängige, forensische Obduktion des Tieres erforderlich.«
Das Schicksal des Buckelwals und die emotionale Anteilnahme in der Bevölkerung solle Anlass sein, um weitreichende Schutzmaßnahmen für Schweinswale und andere Meeressäugetiere in der Nord- und Ostsee vorzunehmen, so das Meeresmuseum. Sowohl die Schweinswale in der Ostsee als auch jene in der Beltsee seien von durch Menschen verursachte Bedrohungen betroffen – insbesondere Beifang und Lärm im Meer. Die ganze Stellungnahme lesen Sie hier.
Das Meeresmuseum könne dies jedoch nicht leisten. Die Genehmigung einer Obduktion sei zu einem Zeitpunkt erteilt worden, als das Meeresmuseum noch in die Maßnahmen für den Buckelwal involviert gewesen sei. »Durch Duldung der Privatinitiative zur Lebendbergung des Buckelwals (...) und der nachfolgenden Manipulationen am Buckelwal ist eine unabhängige, forensische Obduktion des Tieres erforderlich.«
Das Schicksal des Buckelwals und die emotionale Anteilnahme in der Bevölkerung solle Anlass sein, um weitreichende Schutzmaßnahmen für Schweinswale und andere Meeressäugetiere in der Nord- und Ostsee vorzunehmen, so das Meeresmuseum. Sowohl die Schweinswale in der Ostsee als auch jene in der Beltsee seien von durch Menschen verursachte Bedrohungen betroffen – insbesondere Beifang und Lärm im Meer. Die ganze Stellungnahme lesen Sie hier.
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Privatinitiative will Wal mit Gurt in Lastkahn ziehen
Bei dem geplanten Rettungsversuch des Buckelwals vor Poel soll am Dienstag ein Gurt zum Einsatz kommen. »Das wird so sein, dass der praktisch unter seiner Brust lang läuft, sich einmal hinten um die Flipper überschlägt, und darüber ziehen wir ihn«, sagte die an der Privatinitiative zum Transport des Wals beteiligte Kleintierärztin Kirsten Tönnies auf Poel. Der Gurt sei breit und flexibel.
Mit dem Gurt soll das Tier dabei unterstützt werden, vorwärts in Richtung des Lastkahns, einer sogenannten Barge, zu schwimmen. Es soll dazu nach Aussage von Tönnies auf beiden Seiten von mehreren Menschen gezogen werden. Wenn der Wal während der Aktion in Panik gerate, könne eine Seite losgelassen werden.
Ob der Gurt tatsächlich wie geplant eingesetzt werden kann, ist allerdings noch offen. »Trotz mehrfacher Nachfragen sind zu dem Gurteinsatz bislang keine Unterlagen von der Initiative eingereicht worden bei unseren Veterinären«, sagte ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Das Ministerium hatte in der Vergangenheit betont, dass es bei der Abstimmung entsprechender Maßnahmen nicht um Genehmigungen, sondern die Frage der Duldung gehe.
Zuvor war geplant gewesen, den Wal rückwärts mithilfe einer Plane in die Barge zu bugsieren. Die Barge war nach Angaben von dpa-Reportern am Montagnachmittag im Hafen von Wismar angekommen. Hier soll sie auf den Waltransport vorbereitet werden.
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Helfer der DLRG wollen am Mittwoch abziehen
Die Rettungsmaßnahmen für den gestrandeten Wal wurden bislang maßgeblich auch von Einsatzkräften der DLRG mitgetragen. Einsatzleiter Oliver Bartelt stellte nun vor Reportern klar: »Auch für uns neigt sich die Einsatzgrenze, wir befinden uns nicht im Katastrophenschutzeinsatz, wir sind hier freiwillig.« Er habe zusammen mit dem Leitungsteam daher entschieden, die DLRG-Kräfte am Mittwoch abzuziehen.
Viele seiner Kolleginnen und Kollegen hätten Urlaub genommen, um rund um Poel für den Wal im Einsatz sein zu können. »Alle opfern sich auf, wir wollen ihn retten.« Aber: »Die zeitliche Ressource Mensch neigt sich dem Ende zu«, so Bartelt. Es seien täglich mindestens 15 Einsatzkräfte vor Ort gewesen, für die auch Unterkünfte, Material, Verpflegung gestellt wurden.
Den womöglich finalen Rettungsversuch, der am Dienstagvormittag starten soll, werde die DLRG noch mit absichern und unterstützen.
Viele seiner Kolleginnen und Kollegen hätten Urlaub genommen, um rund um Poel für den Wal im Einsatz sein zu können. »Alle opfern sich auf, wir wollen ihn retten.« Aber: »Die zeitliche Ressource Mensch neigt sich dem Ende zu«, so Bartelt. Es seien täglich mindestens 15 Einsatzkräfte vor Ort gewesen, für die auch Unterkünfte, Material, Verpflegung gestellt wurden.
Den womöglich finalen Rettungsversuch, der am Dienstagvormittag starten soll, werde die DLRG noch mit absichern und unterstützen.
Ein Helfer steht nahe des gestrandeten Wals im Wasser. Foto: Philip Dulian/dpa
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Tierärztin stellt Plan zur Rettung des Wals vor: »Wir merken, dass er abbaut«
Kirsten Tönnies, die mittlerweile zuständige Tierärztin des Projekts, hat am Nachmittag ein Update zum Gesundheitszustand des Wals gegeben: »Es fängt an, ihm schlechter zu gehen. Wir haben einen Punkt erreicht, wo wir sagen: Wir sind froh, wenn die nächsten Stunden vorbei sind, dass er noch gut verladen werden kann«, führte sie aus. »Wir merken, dass er abbaut, das ist nicht schön.«
Insgesamt sei die Atmung des Tiers schlechter und flacher geworden, so Tönnies weiter. Experten, die immer wieder bei ihm gewesen seien, hätten versichert: »Er sucht den Kontakt. Er will nicht alleine sein. Er kommuniziert und sagt: ›Ich bin da, ich will‹«. Allerdings sei das zuletzt »nicht mehr so intensiv« gewesen. Es werde »höchste Zeit«, den Wal zu bergen, so Tönnies.
Insgesamt sei die Atmung des Tiers schlechter und flacher geworden, so Tönnies weiter. Experten, die immer wieder bei ihm gewesen seien, hätten versichert: »Er sucht den Kontakt. Er will nicht alleine sein. Er kommuniziert und sagt: ›Ich bin da, ich will‹«. Allerdings sei das zuletzt »nicht mehr so intensiv« gewesen. Es werde »höchste Zeit«, den Wal zu bergen, so Tönnies.
Tierärztin Tönnies auf einer Pressekonferenz am vergangenen Samstag. Foto: Philip Dulian/dpa
Technisch sehe es dagegen gut aus: »Hinter den Kulissen läuft es heiß, alle geben ihr Maximum«, erklärte die Tierärztin weiter. Der Plan sei, einen Gurt um den Wal zu schlingen und ihn damit in Richtung des abgesenkten Stahlbeckens der Barge zu bugsieren. Man werde den Wal dabei aber nicht antreiben oder mit Gewalt ziehen, die Gurte sollen ihm lediglich eine Richtung vorgeben, so Tönnies. Die Barge ist der Lastkahn, mit dem das Tier in Richtung Nordsee gebracht werden soll.
Man hoffe, dass das Tier anschließend »selbstständig durch den Kanal durchschwimmt, von uns unterstützt.« Das sei etwas, das Walretter häufiger gemacht haben. Der Gurt soll dabei den aktuellen Plänen nach auf beiden Seiten von fünf Männern gezogen werden. »Wir nehmen da kräftige Männer, die müssen dann auch aus dem Wasser gucken können«, erklärte Tönnies. Sollte der Wal dabei Panik bekommen, würden die Gurte gelöst.
Pläne, dem Tier während der Bergungsaktion Walgesänge vorzuspielen, wurden wieder verworfen. »Wir denken nicht, dass das was bringt.« Wichtig sei dennoch, Ruhe auf das Tier zu übertragen. »Unsere Kunst wird es sein, ihn minimalinvasiv hineinzugeleiten und mithilfe eines Gurtsystems zu unterstützen.« Wie stehen die Erfolgschancen dabei? »Wir haben das intensiv diskutiert«, erklärte Tönnies. Ein Abbruch stehe nicht zur Debatte, »aber wir müssen sensibel dafür sein, dass die Zeit abläuft.« Vom Ernährungszustand her sei das Tier »reduziert, aber nicht abgemagert. Das reicht zum Überleben.«
Tönnies kritisierte: »Hätten wir zwei Wochen früher angefangen, hätten wir diese Probleme nicht. Die Zeit, die am Anfang versäumt wurde, da hetzen wir jetzt hinterher.«
Pläne, dem Tier während der Bergungsaktion Walgesänge vorzuspielen, wurden wieder verworfen. »Wir denken nicht, dass das was bringt.« Wichtig sei dennoch, Ruhe auf das Tier zu übertragen. »Unsere Kunst wird es sein, ihn minimalinvasiv hineinzugeleiten und mithilfe eines Gurtsystems zu unterstützen.« Wie stehen die Erfolgschancen dabei? »Wir haben das intensiv diskutiert«, erklärte Tönnies. Ein Abbruch stehe nicht zur Debatte, »aber wir müssen sensibel dafür sein, dass die Zeit abläuft.« Vom Ernährungszustand her sei das Tier »reduziert, aber nicht abgemagert. Das reicht zum Überleben.«
Tönnies kritisierte: »Hätten wir zwei Wochen früher angefangen, hätten wir diese Probleme nicht. Die Zeit, die am Anfang versäumt wurde, da hetzen wir jetzt hinterher.«
Ein Lastkahn, geschoben von dem Schubschiff »Hans«, fährt auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Hohenhörn. Foto: Bodo Marks/dpa
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»Ich würde mir wünschen, dass wir über Ursachenbekämpfung sprechen«
Die Debatte über den vor Poel gestrandeten Buckelwal sollte laut dem Wal-Experten Fabian Ritter auch für grundsätzliche Fragen zum Schutz der Meere und Wale genutzt werden. Mit Blick auf Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD), der sich seit Wochen stark engagiert in diesem Fall, sagte Ritter zur Nachrichtenagentur dpa: »Wir reden hier über Symptombekämpfung an einem einzelnen Tier und ich würde mir wünschen, dass wir über Ursachenbekämpfung sprechen.«
Es dürfe aus seiner Sicht nicht mehr nur um den einen Wal vor Poel gehen, so Ritter weiter. »Die Diskussion geht ja um das Leid dieses einzelnen Tieres. Gleichzeitig muss uns das Leid von vielen anderen Walen auch nahegehen«. Der Forscher verwies etwa auf Stellnetze in der Ostsee. »Die können heute in Schutzgebieten ohne Weiteres gestellt werden. Da gibt es kaum Einschränkungen. Und der zuständige Minister dafür ist Herr Backhaus.« Die in der Ostsee heimischen Schweinswale kämen in solchen Netzen um.
Es sei psychologisch erklärbar, so Ritter, »dass wir dieses eine Tier lieben und alles daran setzen, ihm zu helfen, und die weltweit mehreren Hunderttausend jährlich durch die Fischerei sterbenden Wale und Delfine, die sehen wir nicht. Aber das können und müssen wir ändern.«
Es dürfe aus seiner Sicht nicht mehr nur um den einen Wal vor Poel gehen, so Ritter weiter. »Die Diskussion geht ja um das Leid dieses einzelnen Tieres. Gleichzeitig muss uns das Leid von vielen anderen Walen auch nahegehen«. Der Forscher verwies etwa auf Stellnetze in der Ostsee. »Die können heute in Schutzgebieten ohne Weiteres gestellt werden. Da gibt es kaum Einschränkungen. Und der zuständige Minister dafür ist Herr Backhaus.« Die in der Ostsee heimischen Schweinswale kämen in solchen Netzen um.
Es sei psychologisch erklärbar, so Ritter, »dass wir dieses eine Tier lieben und alles daran setzen, ihm zu helfen, und die weltweit mehreren Hunderttausend jährlich durch die Fischerei sterbenden Wale und Delfine, die sehen wir nicht. Aber das können und müssen wir ändern.«
Fischer ziehen im Greifswalder Bodden Stellnetze mit Heringen an Bord eines Kutters. Foto: Jens Büttner/dpa
Auch der vor Poel festsitzende Buckelwal war wiederholt in Netze geraten. Bei seinem Auftauchen im Wismarer Hafen Anfang März hingen Netzteile an dem Tier. Früheren Angaben zufolge handelte es sich dabei um ein Stellnetz. Jüngst hatte Backhaus erklärt: »Wir können garantieren, dass das Netz, was er mitgeschleppt hat, nicht aus unseren Gefilden kommt.« Netzteile seinen analysiert worden. Derartige Netze würden in Mecklenburg-Vorpommern nicht eingesetzt. »Dieses Netz kommt nicht aus Mecklenburg-Vorpommern, ausdrücklich.«
Der Wal war auf seinen Irrwegen an der hiesigen Küste allerdings zumindest ein weiteres Mal in ein Netz geraten. Laut Wasserschutzpolizei hatte sich das Tier am 10. März vor der Küste bei Steinbeck in Nordwestmecklenburg in einem Fischernetz verfangen. Ein örtlicher Fischer holte das Netz demnach ein, wobei es durchtrennt wurde. Anschließend schwamm der Wal wieder seewärts. Um welche Art von Netz es sich bei dem Vorfall handelte, ist unklar.
Tückisch sind nach Angaben etwa der Wal- und Delfin-Schutzorganisation WDC auch sogenannte Geisternetze. Diese verlorenen oder absichtlich im Meer zurückgelassenen Fanggeräte töteten oft über Jahre hinweg Meeressäuger.
Der Wal war auf seinen Irrwegen an der hiesigen Küste allerdings zumindest ein weiteres Mal in ein Netz geraten. Laut Wasserschutzpolizei hatte sich das Tier am 10. März vor der Küste bei Steinbeck in Nordwestmecklenburg in einem Fischernetz verfangen. Ein örtlicher Fischer holte das Netz demnach ein, wobei es durchtrennt wurde. Anschließend schwamm der Wal wieder seewärts. Um welche Art von Netz es sich bei dem Vorfall handelte, ist unklar.
Tückisch sind nach Angaben etwa der Wal- und Delfin-Schutzorganisation WDC auch sogenannte Geisternetze. Diese verlorenen oder absichtlich im Meer zurückgelassenen Fanggeräte töteten oft über Jahre hinweg Meeressäuger.
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Lastkahn hat Kiel erreicht
Der Lastkahn, der den Wal samt Wasser aufnehmen soll, erreichte bis zum späten Sonntagnachmittag aus der Elbe kommend zunächst den Nord-Ostsee-Kanal. In der Nacht zu Montag kam er dann in der Kieler Förde an.
Die sogenannte Barge soll in Wismar technisch vorbereitet werden. Der Transport des Wals soll frühestens am Dienstag stattfinden.
Die sogenannte Barge soll in Wismar technisch vorbereitet werden. Der Transport des Wals soll frühestens am Dienstag stattfinden.
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Wegen Lärmbelastung – Meeresbiologe kritisiert Transport mit Lastkahn
Der Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter ist skeptisch mit Blick auf den neuen Rettungsversuch, bei dem der Walbulle frühstens am Dienstag in einem Lastkahn in die Ostsee gebracht werden soll. »Der Zustand des Wals ist nach wie vor auch prekär. Er hat eine lange Leidensgeschichte hinter sich und da jetzt mit großem, schwerem Gerät mit vielen, vielen Menschen und viel Geld das Allermöglichste zu versuchen – ich glaube, wir laufen da Gefahr, dem Wal auch zu schaden«, sagte der Mitgründer und zweite Vorsitzende des gemeinnützigen Wal- und Delfinschutzvereins »M.E.E.R.« im ZDF-Morgenmagazin.
Meeresbiologe Ritter. Serdar Dogan/dpa
Vor allem der lange Transport in dem Lastenkahn könne das Tier sehr stressen, ist Ritter überzeugt. »Was mir Sorgen macht, ist die Lautstärke. Das wird sehr laut für den Wal. Und Wale und Delfine leben in einer Welt des Schalls. Die sind da extrem empfindlich.« Das wäre so, als würde man einem Menschen drei Tage lang eine helle Lampe ins Gesicht halten, sagt er.
Zudem könne man den Buckelwal nach drei Tagen nicht einfach anschubsen und davon ausgehen, dass er einfach losschwimmt. »Man muss darauf achten, dass er bewegungsfähig ist. Idealerweise hat man auch festgestellt, dass er Nahrung tatsächlich zu sich nehmen kann. Und was mir immer noch fehlt, sind tatsächlich die Ergebnisse einer Blutprobe oder dass die Blasluft analysiert wird.«
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Transportkahn soll Wal in die Nordsee bringen
Die private Rettungsinitiative hat sich entschieden, wie es mit dem Wal weitergehen soll: In dreieinhalb Tagen soll das Tier in einem Transportkahn an Fehmarn vorbei in die Nordsee gebracht werden. Das sagte Felix Bohnsack, der technische Leiter der privaten Initiative, bereits am Samstagabend. Das Konzept werde vom Umweltministerium geduldet, hieß es von Minister Till Backhaus. Die Verantwortung liege weiterhin bei der Initiative.
Position des Wals vor der Insel Poel. Foto: Philip Dulian / dpa
Der Plan sieht vor, den schätzungsweise 12 bis 15 Tonnen schweren Wal mit einer Art Lastkahn, einer sogenannten Barge, zu transportieren. Der Transport könne wohl zwischen Dienstag und Mittwoch starten, sagt die Kleintierärztin Kirsten Tönnies von der privaten Initiative. Die Barge soll am Sonntag aus Hamburg in Poel ankommen und dort für den Transport umgebaut werden. Für die Aktion wird auch eine mehr als 100 Meter lange Rinne gebaggert. Bereits am Samstagmorgen hieß es, sie sei weitgehend fertig. Durch die Rinne soll der Wal auf den absenkbaren Kahn gelotst werden.
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Internationale Medien über »Deutschlands Lieblingswal«
In Deutschland beschäftigt das Wal-Drama viele Menschen – in anderen Ländern gibt es vielfach nur nüchterne Meldungen dazu. Auf Interesse stößt vor allem das große Aufsehen um das Tier hierzulande. Die »New York Times« schrieb von »Deutschlands Lieblingswal«, um den ein Touristen- und Medienspektakel entstanden sei.
Helferin beim Wal. Foto: Philip Dulian / dpa
Ähnlich ist das Bild in spanischen und portugiesischen Medien. Der Fall sei zu einem »Medienphänomen« geworden, bei dem lokale Nachrichtensender live über »selbst kleinste Veränderungen« des Zustands berichteten, schrieb die spanische Zeitung »El País«. Der staatliche portugiesische TV-Sender RTP verwies auf den Einfluss des »hitzigen« Wahlkampfs in Mecklenburg-Vorpommern.
In Spanien und Portugal stranden viel häufiger Meeressäuger als in Deutschland. Eine verlässliche Statistik gibt es zwar nicht, aber nach Medienberichten dürften es zwischen 20 und 50 pro Jahr sein. Vor allem auf den zu Portugal gehörenden Azoren-Inseln im Atlantik, wo die natürlichen Wanderwege der Tiere verlaufen, werden immer wieder geschwächte oder kranke Tiere angespült.
Die meisten Strandungen betreffen Zwergwale, Pottwale und Delfine. Rettungsaktionen bleiben oft erfolglos, etwa im April 2022, als ein junger Pottwal südlich von Lissabon strandete. Tierschützer, Feuerwehrleute und die Polizei versuchten, das Tier mit Kränen, Planen und Wasser zurück ins Meer zu bringen. Der Wal starb jedoch. Eine Obduktion ergab, dass er krank war.
In Dänemark strandeten allein in diesem Jahr schon mehrere Wale, zuletzt im Februar etwa sechs Pottwale vor der Küste der Nordseeinsel Fanø. Nach Einschätzung der Umweltbehörde lebte mindestens eines der Tiere zunächst noch. Einen Rettungsversuch unternahmen die Dänen nicht. Auch einschläfern wolle man den Wal nicht, hatte die Umweltbehörde in Zusammenarbeit mit Tierärzten und Forschern zuvor beschlossen.
»Bei Walen, die größer als vier Meter sind, kann dies nicht auf eine ethisch und sicherheitsmäßig verantwortliche Weise passieren«, hieß es. »Deshalb lassen wir den lebenden Pottwal am Strand von Sønderho in Ruhe, damit er friedlich sterben kann.« Wenn Menschen sich ihm näherten, würde das die Situation für den Wal nur verschlimmern, so die Einschätzung der Umweltbehörde im Februar.
Auch Buckelwale und andere Arten werden immer wieder vereinzelt vor den Küsten Dänemarks gesichtet, Strandungen kommen in der Regel aber nur relativ selten vor. Gemäß den Vorgaben des dänischen Umweltministeriums für den Umgang mit großen Meeressäugern gilt in dem deutschen Nachbarland generell die Praxis, gestrandete Tiere weder zu töten noch Rettungsversuche zu unternehmen – vielmehr solle die Natur ihren Lauf nehmen.
»Bei Walen, die größer als vier Meter sind, kann dies nicht auf eine ethisch und sicherheitsmäßig verantwortliche Weise passieren«, hieß es. »Deshalb lassen wir den lebenden Pottwal am Strand von Sønderho in Ruhe, damit er friedlich sterben kann.« Wenn Menschen sich ihm näherten, würde das die Situation für den Wal nur verschlimmern, so die Einschätzung der Umweltbehörde im Februar.
Auch Buckelwale und andere Arten werden immer wieder vereinzelt vor den Küsten Dänemarks gesichtet, Strandungen kommen in der Regel aber nur relativ selten vor. Gemäß den Vorgaben des dänischen Umweltministeriums für den Umgang mit großen Meeressäugern gilt in dem deutschen Nachbarland generell die Praxis, gestrandete Tiere weder zu töten noch Rettungsversuche zu unternehmen – vielmehr solle die Natur ihren Lauf nehmen.
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Sandsäcke als Barriere zwischen Wal und Flachwasser
Der für Sonntag erwartete höhere Wasserstand stellt das Rettungsteam vor neue Herausforderungen. Der Wal könnte selbstständig losschwimmen – und das auch in die falsche Richtung, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) erklärte.
Um zu verhindern, dass der Wal bei Hochwasser eigenständig tiefer ins Flachwasser schwimmt, wurden am Nachmittag 16 riesige Sandsäcke angeliefert, sogenannte Big Bags. Sie sollen im Wasser versenkt werden und eine Barriere zwischen dem Wal und der Flachwasserzone bilden, sagte der mit den Baggerarbeiten beauftragte Unternehmer Fred Babbel.
Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)
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Drei Optionen für den Wal
Es werden mehrere Optionen diskutiert, wie es mit dem Wal weitergehen könnte. Alle zielen darauf ab, dass das schätzungsweise 12 bis 15 Tonnen schwere Tier zunächst den extrem flachen Bereich am Ausgang der Kirchsee vor Poel Richtung Wismarer Bucht verlässt oder zumindest nicht weiter ins Flachwasser schwimmt.
Der Wal liegt derzeit in einer Kuhle, die die private Rettungsinitiative Anfang der Woche geschaffen hatte. Nun gräbt das Team eine 110 Meter lange und zehn Meter breite Rinne, die eine Verbindung der Kuhle zu tieferem Fahrwasser schaffen soll. Das wird wohl noch bis Samstag dauern.
Dann werden drei Optionen diskutiert, die teils aber noch geprüft werden:
Abtransport auf einem Netz
Dann werden drei Optionen diskutiert, die teils aber noch geprüft werden:
Abtransport auf einem Netz
Die private Rettungsinitiative arbeitet nach eigenen Angaben an einem Szenario, bei dem der Wal auf ein Netz gelegt und durch den künstlichen Kanal gezogen wird. Am Donnerstag erklärte ein Mitglied der Rettungsinitiative, eine Barge, eine Art Lastkahn, der von Schleppern gezogen wird, sei auf dem Weg von Hamburg Richtung Wismarer Bucht. Die Behörden müssten das Vorhaben noch genehmigen.
Transport mit Spezialschiff
Der Wal könnte laut dieser Idee im Inneren eines Spezialschiffs transportiert werden. Ein entsprechendes Fahrzeug befindet sich laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus »im Anmarsch«. Dem Minister zufolge könnte das Tier in dem absenkbaren Spezialschiff wie in einem Becken treiben oder schwimmen. Das Schiff sei zudem auf einer Seite offen, sodass der Wal hinausschwimmen könne, wenn er in Bewegung komme. Das Konzept werde geprüft.
Freischwimmen bei Hochwasser, Blockade mit Sandsäcken
Am Wochenende soll der Wasserstand in der Kirchsee wieder steigen (siehe Grafik des BSH unten). Dann könnte das Tier womöglich aufschwimmen und sich selbst durch die Rinne bewegen, erklärte Backhaus.
Kommt der Wal von der Rinne ab, könnte er jedoch weiter in die Flachwasserzone geraten. Um das zu verhindern, sollen riesige Sandsäcke im Wasser versenkt werden, die dem Tier den Weg ins Flachwasser versperren, erklärte der mit den Baggerarbeiten beauftragte Unternehmer Fred Babbel. Am Montag hatte sich der Wal bei Hochwasser schon einmal freigeschwommen, war kurz darauf aber wieder gestrandet.
Transport mit Spezialschiff
Der Wal könnte laut dieser Idee im Inneren eines Spezialschiffs transportiert werden. Ein entsprechendes Fahrzeug befindet sich laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus »im Anmarsch«. Dem Minister zufolge könnte das Tier in dem absenkbaren Spezialschiff wie in einem Becken treiben oder schwimmen. Das Schiff sei zudem auf einer Seite offen, sodass der Wal hinausschwimmen könne, wenn er in Bewegung komme. Das Konzept werde geprüft.
Freischwimmen bei Hochwasser, Blockade mit Sandsäcken
Am Wochenende soll der Wasserstand in der Kirchsee wieder steigen (siehe Grafik des BSH unten). Dann könnte das Tier womöglich aufschwimmen und sich selbst durch die Rinne bewegen, erklärte Backhaus.
Kommt der Wal von der Rinne ab, könnte er jedoch weiter in die Flachwasserzone geraten. Um das zu verhindern, sollen riesige Sandsäcke im Wasser versenkt werden, die dem Tier den Weg ins Flachwasser versperren, erklärte der mit den Baggerarbeiten beauftragte Unternehmer Fred Babbel. Am Montag hatte sich der Wal bei Hochwasser schon einmal freigeschwommen, war kurz darauf aber wieder gestrandet.
Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH)
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Backhaus: »Wir haben nicht mehr viel Zeit«
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) bereitet womöglich eine Abkehr von weiteren Walrettungs-Versuchen vor. Zumindest lässt sich so eine Aussagen vom Freitag interpretieren. »Wir haben nicht mehr viel Zeit«, sage der Minister vor Journalisten. Das »Zeitfenster« für eine mögliche Rettung schließt sich demnach langsam.
Behörden und Experten hatten den Zustand des etwa zwölf Meter langen Wals bereits vor mehr als drei Wochen als derart kritisch eingestuft, dass sie weitere Hilfsversuche mangels Überlebenschancen beendeten (das Gutachten finden Sie hier). Mehrfachstrandungen gelten als sicheres Zeichen gravierender Beeinträchtigungen, dazu kommen mögliche Komplikationen wie Organschäden durch langes Liegen in Flachwasser.
Auch Fachleute im Ausland sehen die private Bergungsaktion teilweise extrem kritisch. Zuletzt mahnte die Internationale Walfangkommission IWC eine Überprüfung der Verhältnismäßigkeit an und warnte vor »falschen Hoffnungen« auf eine Rettung des Meeressäugers. Die IWC-Einschätzung finden Sie hier.
Behörden und Experten hatten den Zustand des etwa zwölf Meter langen Wals bereits vor mehr als drei Wochen als derart kritisch eingestuft, dass sie weitere Hilfsversuche mangels Überlebenschancen beendeten (das Gutachten finden Sie hier). Mehrfachstrandungen gelten als sicheres Zeichen gravierender Beeinträchtigungen, dazu kommen mögliche Komplikationen wie Organschäden durch langes Liegen in Flachwasser.
Auch Fachleute im Ausland sehen die private Bergungsaktion teilweise extrem kritisch. Zuletzt mahnte die Internationale Walfangkommission IWC eine Überprüfung der Verhältnismäßigkeit an und warnte vor »falschen Hoffnungen« auf eine Rettung des Meeressäugers. Die IWC-Einschätzung finden Sie hier.
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Wal soll womöglich in einem Spezialschiff transportiert werden
Nachdem die vorherigen Bergungsversuche gescheitert sind, gibt es offenbar einen neuen Plan: Das tonnenschwere Tier könnte im Inneren eines Spezialschiffs transportiert werden, sagte Till Backhaus, Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern. Ein entsprechendes Fahrzeug befinde sich seinem Kenntnisstand zufolge »im Anmarsch«, sagte er am Freitag auf der Insel Poel.
In dem absenkbaren Spezialschiff könnte das Tier dem Minister zufolge wie in einem Becken zumindest frei treiben oder schwimmen. Es sei auf einer Seite offen, sodass der Wal bei plötzlichen Aktivitäten hinaus könne. Es handelt sich aber noch um »einen Ansatz«. Die Prüfung laufe.
In dem absenkbaren Spezialschiff könnte das Tier dem Minister zufolge wie in einem Becken zumindest frei treiben oder schwimmen. Es sei auf einer Seite offen, sodass der Wal bei plötzlichen Aktivitäten hinaus könne. Es handelt sich aber noch um »einen Ansatz«. Die Prüfung laufe.
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Till Backhaus beim Wal. Manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte.
Philip Dulian/dpa
Marcus Golejewski/dpa
Minister Backhaus steigt persönlich ins Wasser
Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, ist seit Wochen praktisch rund um die Uhr an der Ostseeküste im Einsatz. Er hat zugesichert, den Wal bis zum Ende zu begleiten – ob er überlebt oder stirbt.
Am Freitagmorgen stieg der SPD-Politiker in gelber Montur für etwa eine halbe Stunde zu dem Meeressäuger ins etwa bauchtiefe Wasser. »Es war mir wichtig, nah beim Wal zu sein. Man nimmt ihn ganz anders wahr als aus großer Entfernung«, sagte Backhaus der »Bild«.
Mehr über die Rolle von Backhaus bei der Walrettung lesen Sie hier:
Am Freitagmorgen stieg der SPD-Politiker in gelber Montur für etwa eine halbe Stunde zu dem Meeressäuger ins etwa bauchtiefe Wasser. »Es war mir wichtig, nah beim Wal zu sein. Man nimmt ihn ganz anders wahr als aus großer Entfernung«, sagte Backhaus der »Bild«.
Mehr über die Rolle von Backhaus bei der Walrettung lesen Sie hier:
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Das sind die Walretter:
Kisten Tönniers
Die Kleintierärztin Kirsten Tönnies hat für die Rettungsinitiative ihre Praxis in Hessen vorübergehend geschlossen, wie aus der Webseite der Arztpraxis hervorgeht. »Grund: Walrettung« war dort zu lesen. »Ich habe viel Erfahrung mit Wildtieren«, erklärte Tönnies gegenüber »Bild«. Jedoch nicht mit Walen, wie sie demnach einräumte. Sie kenne sich aber sehr gut »im Bereich Medikamente« aus.
Janine Bahr-van Gemmert
Die Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert von der Insel Föhr und Leiterin des Robbenzentrums dort gehörte zum Kern des Rettungsteams. Nach einem medizinischen Notfall zu Beginn der Woche war sie mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen worden. Sie liege im Koma, hieß es am Freitag auf den Seiten des Zentrums und der Praxis. »Die Lage ist weiterhin ernst.«
Die Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert von der Insel Föhr und Leiterin des Robbenzentrums dort gehörte zum Kern des Rettungsteams. Nach einem medizinischen Notfall zu Beginn der Woche war sie mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen worden. Sie liege im Koma, hieß es am Freitag auf den Seiten des Zentrums und der Praxis. »Die Lage ist weiterhin ernst.«
Sergio Bambaren
Der ebenfalls zum Team der Hilfsinitiative gehörende Sergio Bambaren ist Schriftsteller und Autor spiritueller Meeresbücher. Nach eigenen Angaben ist er in Peru geboren, studierter Chemieingenieur und ehemals Vorstandschef (CEO) eines multinationalen Unternehmens. Er ist Botschafter des Vereins Delfine therapieren Menschen (zuvor Dolphin Aid), der das Schwimmen mit Delfinen anbietet. Kritiker solcher meist sehr teuren Angebote warnen vor mangelnder Wirksamkeit und Tierquälerei.
Jens Schulz
Der ebenfalls zum Team der Hilfsinitiative gehörende Sergio Bambaren ist Schriftsteller und Autor spiritueller Meeresbücher. Nach eigenen Angaben ist er in Peru geboren, studierter Chemieingenieur und ehemals Vorstandschef (CEO) eines multinationalen Unternehmens. Er ist Botschafter des Vereins Delfine therapieren Menschen (zuvor Dolphin Aid), der das Schwimmen mit Delfinen anbietet. Kritiker solcher meist sehr teuren Angebote warnen vor mangelnder Wirksamkeit und Tierquälerei.
Jens Schulz
Jens Schulz gab Anfang April bekannt, dass er und seine Mitstreiter beschlossen hätten, über einen Tierschutzverein selbst den Wal retten zu wollen. Schulz sieht sich eigenen Angaben nach keiner Partei zugehörig, gibt sich aber öffentlich als Unterstützer der AfD. Bei Facebook äußerte er sich etwa migrations- und islamfeindlich.
Danny Hilse
Danny Hilse nennt sich bei TikTok und YouTube »Danny.firstclass«. Er sympathisiert mit der AfD und rief auf TikTok schon zur Wahl der Partei auf. Er ist einer der Organisatoren des Protestbündnisses »Gemeinsam für Deutschland« in Niedersachsen. Die Demo wurde vom Verfassungsschutz beobachtet. Hilse war in den vergangenen Tagen mehrfach direkt am Wal zu sehen.
Danny Hilse
Danny Hilse nennt sich bei TikTok und YouTube »Danny.firstclass«. Er sympathisiert mit der AfD und rief auf TikTok schon zur Wahl der Partei auf. Er ist einer der Organisatoren des Protestbündnisses »Gemeinsam für Deutschland« in Niedersachsen. Die Demo wurde vom Verfassungsschutz beobachtet. Hilse war in den vergangenen Tagen mehrfach direkt am Wal zu sehen.
Walter Gunz
Geplant und finanziert wird das private Vorhaben unter anderem von MediaMarkt-Gründer Walter Gunz. In der Vergangenheit war er nicht öffentlich durch sein Engagement für den Tierschutz aufgefallen. Bekannt wurde der bayerische Unternehmer dadurch, dass er 1979 die Elektronikmarkt-Kette mitgründete. Im manager magazin tauchte Gunz auf den Listen der reichsten Deutschen auf.
Geplant und finanziert wird das private Vorhaben unter anderem von MediaMarkt-Gründer Walter Gunz. In der Vergangenheit war er nicht öffentlich durch sein Engagement für den Tierschutz aufgefallen. Bekannt wurde der bayerische Unternehmer dadurch, dass er 1979 die Elektronikmarkt-Kette mitgründete. Im manager magazin tauchte Gunz auf den Listen der reichsten Deutschen auf.
Karin Walter-Mommert
Die aus dem Pferdesport bekannte Unternehmerin Karin Walter-Mommert ist neben Gunz ebenfalls Geldgeberin für die Initiative. Medienberichten zufolge ist sie Besitzerin von Trabrennpferden und gewann unter anderem 1999 die Europameisterschaft der Amateurfahrerinnen. Sie ist mit Ulrich Mommert verheiratet, einem vermögenden österreichischen Unternehmer. (Mehr zu Karin Walter-Mommert lesen Sie hier.)
Die aus dem Pferdesport bekannte Unternehmerin Karin Walter-Mommert ist neben Gunz ebenfalls Geldgeberin für die Initiative. Medienberichten zufolge ist sie Besitzerin von Trabrennpferden und gewann unter anderem 1999 die Europameisterschaft der Amateurfahrerinnen. Sie ist mit Ulrich Mommert verheiratet, einem vermögenden österreichischen Unternehmer. (Mehr zu Karin Walter-Mommert lesen Sie hier.)
Nicht dabei, aber irgendwie doch: Till Backhaus
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) gehört nicht zum Team. Ist aber seit Wochen fast durchgehend vor Ort. »Wer nichts macht, macht auch keine Fehler«, hatte er am Mittwoch zum anhaltenden Treiben rund um den Wal gesagt. Er werde das Tier bis zum Schluss begleiten, bis zur Freiheit oder seinem Tod, hatte er mehrfach erklärt. (Mehr zur Timmy-Backhaus-Show lesen Sie hier).
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) gehört nicht zum Team. Ist aber seit Wochen fast durchgehend vor Ort. »Wer nichts macht, macht auch keine Fehler«, hatte er am Mittwoch zum anhaltenden Treiben rund um den Wal gesagt. Er werde das Tier bis zum Schluss begleiten, bis zur Freiheit oder seinem Tod, hatte er mehrfach erklärt. (Mehr zur Timmy-Backhaus-Show lesen Sie hier).
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Minister Backhaus steigt persönlich ins Wasser
Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, ist seit Wochen praktisch rund um die Uhr an der Ostseeküste im Einsatz. Er hat zugesichert, den Wal bis zum Ende zu begleiten – ob er überlebt oder stirbt.
Am Freitagmorgen stieg der SPD-Politiker in gelber Montur für etwa eine halbe Stunde zu dem Meeressäuger ins etwa bauchtiefe Wasser. »Es war mir wichtig, nah beim Wal zu sein. Man nimmt ihn ganz anders wahr als aus großer Entfernung«, sagte Backhaus der »Bild«.
Mehr über die Rolle von Backhaus bei der Walrettung lesen Sie hier:
Am Freitagmorgen stieg der SPD-Politiker in gelber Montur für etwa eine halbe Stunde zu dem Meeressäuger ins etwa bauchtiefe Wasser. »Es war mir wichtig, nah beim Wal zu sein. Man nimmt ihn ganz anders wahr als aus großer Entfernung«, sagte Backhaus der »Bild«.
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Am Sonntag soll das Wasser steigen
Am Sonntag, wenn die private Initiative den Buckelwal frühstens befreien möchte, könnte das Wasser vor Poel auf etwa 50 Zentimeter über Normal steigen. Am Montag war der Wal bei hohem Wasserstand bereits einmal losgekommen, kurz darauf aber wieder gestrandet.
Derzeit liegt er in der Kirchsee an der Grenze zur Wismarer Bucht (siehe Karte im Slider). Beide Gewässer sind abseits der Fahrrinne für die Schiffe sehr flach, die Wismarer Bucht erreicht oft nur eine Tiefe von 90 und 1,10 Meter. Experten befürchten, dass der Wal im seichten Wasser immer wieder stranden wird.
Bislang ist es nicht gelungen, das Tier mit Booten zu lenken. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit sprechen dagegen, dass das gelingen kann. Ein Interview dazu mit einer auf Walrettungen spezialisierten Tierärztin aus den USA lesen Sie hier.
Derzeit liegt er in der Kirchsee an der Grenze zur Wismarer Bucht (siehe Karte im Slider). Beide Gewässer sind abseits der Fahrrinne für die Schiffe sehr flach, die Wismarer Bucht erreicht oft nur eine Tiefe von 90 und 1,10 Meter. Experten befürchten, dass der Wal im seichten Wasser immer wieder stranden wird.
Bislang ist es nicht gelungen, das Tier mit Booten zu lenken. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit sprechen dagegen, dass das gelingen kann. Ein Interview dazu mit einer auf Walrettungen spezialisierten Tierärztin aus den USA lesen Sie hier.
Am Donnerstag hatte die private Rettungsinitiative zum Wal in der Ostsee erklärt, sie wolle das Tier mit einer Barge, einer Art Lastkran, bewegen. Die Barge sei auf dem Weg aus dem Hamburger Raum in Richtung Wismarbucht, hieß es. Wann genau sie eintreffe, sei unklar. Das Umweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern erklärte, der Plan befinde sich noch in der Abstimmung. Das Land könne im Zweifel ein Veto einlegen.
Tierschützer kritisierten das Vorhaben: »Das ist aus unserer Sicht nicht als minimalinvasiv einzuschätzen und kann zu Stress für den Wal führen – das halten wir nicht für zielführend«, sagte Bianca König, Sprecherin der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC), der Nachrichtenagentur dpa.
Ein Konzept, das beschreibt, wie genau der Wal mit Barge und Rinne gerettet werden soll, ist nicht bekannt.
Tierschützer kritisierten das Vorhaben: »Das ist aus unserer Sicht nicht als minimalinvasiv einzuschätzen und kann zu Stress für den Wal führen – das halten wir nicht für zielführend«, sagte Bianca König, Sprecherin der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC), der Nachrichtenagentur dpa.
Ein Konzept, das beschreibt, wie genau der Wal mit Barge und Rinne gerettet werden soll, ist nicht bekannt.
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Wal soll frühstens am Sonntag bewegt werden
Die private Rettungsaktion für den Wal wird wohl noch Tage dauern. Am Sonntag oder Montag wollen die Helfer das Tier aus seiner Notlage befreien. Laut einem Bericht des NDR hängt der Zeitpunkt von Wetter und Wasserstand ab.
Bis Samstagfrüh soll dazu eine 110 Meter lange, 10 Meter breite und 2 Meter tiefe Rinne vom Liegeplatz des Wals zum tiefen Fahrwasser geschaffen werden, wie der mit den Baggerarbeiten beauftragte Unternehmer Fred Babbel am Donnerstagabend sagte. 40 Meter seien bereits geschafft, am Freitag sollen demnach weitere 40 Meter folgen.
Bis Samstagfrüh soll dazu eine 110 Meter lange, 10 Meter breite und 2 Meter tiefe Rinne vom Liegeplatz des Wals zum tiefen Fahrwasser geschaffen werden, wie der mit den Baggerarbeiten beauftragte Unternehmer Fred Babbel am Donnerstagabend sagte. 40 Meter seien bereits geschafft, am Freitag sollen demnach weitere 40 Meter folgen.
Aktuell liegt der Meeressäuger in einer künstlich geschaffenen Kuhle. Damit der Wal in die Rinne gelangen kann, soll er Babbel zufolge mit einem Netz angehoben werden. Allerdings hatte das Team am Abend noch kein grünes Licht vom Umweltministerium für den Plan.
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Ministerium: Neues Rettungskonzept noch in der Abstimmung
Das Landwirtschaftsministerium von Mecklenburg-Vorpommern widerspricht Berichten, laut denen der neue Plan zur Rettung des Wals bereits abgestimmt worden sei und es keine Einwände gegeben habe. »Bislang sei das Konzept lediglich besprochen worden. Für eine belastbare Bewertung benötigen wir jedoch ein vollständiges, fachlich nachvollziehbares Konzept«, erklärte Umweltminister Till Backhaus.
»Solange uns keine vollständigen Unterlagen vorliegen, kann es weder eine abschließende Bewertung noch eine Einordnung möglicher Maßnahmen geben«, so der SPD-Politiker weiter. Das Land werde das Konzept mit höchster Priorität prüfen. Maßstab dabei bleibe das Tierwohl.
»Solange uns keine vollständigen Unterlagen vorliegen, kann es weder eine abschließende Bewertung noch eine Einordnung möglicher Maßnahmen geben«, so der SPD-Politiker weiter. Das Land werde das Konzept mit höchster Priorität prüfen. Maßstab dabei bleibe das Tierwohl.
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Umfrage zeigt uneinheitliches Meinungsbild zur Rettung
Die Bevölkerung ist hinsichtlich der privaten Rettungsversuche für den Buckelwal gespalten. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage für die Sender RTL und n-tv.
39 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, die Rettungsbemühungen fortzusetzen. 45 Prozent sprachen sich dagegen aus. Unter den Gegnern einer weiteren Rettung plädiert eine deutliche Mehrheit für ein Ende der menschlichen Eingriffe. Fast drei Viertel (74 Prozent) dieser Befragten sind offenber der Meinung, der Wal solle in Ruhe gelassen werden. Jeder Vierte (25 Prozent) spricht sich dafür aus, das Tier zu töten, um es von weiterem Leid zu erlösen.
Die bisherigen Bemühungen dagegen halten der Umfrage zufolge 42 Prozent der Befragten für richtig. 40 Prozent lehnen die Rettungsaktion ab, 18 Prozent sind unentschieden.
39 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, die Rettungsbemühungen fortzusetzen. 45 Prozent sprachen sich dagegen aus. Unter den Gegnern einer weiteren Rettung plädiert eine deutliche Mehrheit für ein Ende der menschlichen Eingriffe. Fast drei Viertel (74 Prozent) dieser Befragten sind offenber der Meinung, der Wal solle in Ruhe gelassen werden. Jeder Vierte (25 Prozent) spricht sich dafür aus, das Tier zu töten, um es von weiterem Leid zu erlösen.
Die bisherigen Bemühungen dagegen halten der Umfrage zufolge 42 Prozent der Befragten für richtig. 40 Prozent lehnen die Rettungsaktion ab, 18 Prozent sind unentschieden.
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Gastronomen berichten von Einbußen
Zahlreiche Kamerateams und Reporter auch aus dem Ausland sind nach Poel gereist. Für die Gastronomen ist das nicht unbedingt eine gute Nachricht. Es gebe 50 bis 60 Prozent weniger Umsatz, sagt etwa Mandy Hartung, Kellnerin im Restaurant Kröning's Fischbaud in Kirchdorf, der dpa. Gäste sagten etwa ihre Reservierungen ab.
Der Parkplatz am Hafen ist teilweise für die privat organisierte Rettungsinitiative für den Wal gesperrt. Zeitweise war auch die Zufahrt zum Hafen gesperrt.
Der Parkplatz am Hafen ist teilweise für die privat organisierte Rettungsinitiative für den Wal gesperrt. Zeitweise war auch die Zufahrt zum Hafen gesperrt.
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Leseempfehlung: »Manche scheinen in der Sache eine Art Märchen zu sehen«
Ein gestrandeter Wal beschäftigt Deutschland über Wochen. Jeder Flossenschlag wird kommentiert und es herrscht Streit über den richtigen Umgang mit dem Tier: Retten oder nicht retten – und wenn retten, dann wie? Meine Kollegin Sharin Santhiraraja-Abresch hat den Medienpsychologen Jan-Philipp Stein befragt, warum der Wal so viele Menschen in seinen Bann zieht.
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Rettungsinitiative will 110 Meter lange Schwimmrinne graben
Die von den Behörden geduldete private Rettungsinitiative will eine mehr als hundert Meter lange Rinne graben, um für den Wal einen Ausweg zu schaffen.
Die Arbeiten an dem 110 Meter langen und rund zehn Meter breiten Kanal durch den sandigen Untergrund dürften »gut zwei Tage« dauern, sagte der Unternehmer Fred Babbel, Chef des Arbeiter- und Taucherteams der Initiative. Derzeit sei ein größerer Schwimmbagger nach Poel unterwegs, der auch im Einsatz war, als der Wal Ende März in der Nähe von Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein gestrandet war.
Unklar ist noch, wie der Wal gegebenenfalls durch die Rinne in tieferes Fahrwasser gelangen könnte und was weiter passiert. Derzeit werde an einem Konzept gearbeitet, sagte Babbel.
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Hier ein paar Bilder vom Wal und den Arbeiten am Vormittag. Wie genau es weitergehen soll, bleibt unklar.
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Wal offenbar bei Arbeiten vor Niendorf durch Baggerschaufel verletzt
Als der Wal vor mehr als drei Wochen vor dem Badeort Niendorf in Schleswig-Holstein strandete und freigegraben werden sollte, hat ihn offenbar eine Baggerschaufel verletzt. Auf Aufnahmen des NDR ist zu sehen, wie die Schaufel sich nah am Tier bewegt, es sieht aus, als würde sie den Wal berühren. Kurze Zeit später ist augenscheinlich Blut im Wasser.
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Neuer Rettungsplan laut Tierschützern Stress für den Wal
Das neue Vorhaben, den Wal mit einer Barge – eine Art Lastkahn – zu bergen, bewerten Tierschützer kritisch. »Das ist aus unserer Sicht nicht als minimalinvasiv einzuschätzen und kann zu Stress für den Wal führen – das halten wir nicht für zielführend«, sagte Bianca König, Sprecherin der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC), der Nachrichtenagentur dpa.
Sie kenne das Konzept zwar nicht im Detail und könne das Prozedere deshalb nur aus der Ferne beurteilen, aber sie befürchte zusätzliches Leid und Stress für das Tier, so König. Der Wal solle in Ruhe gelassen werden, allenfalls sollten palliative Maßnahmen ergriffen werden. König fordert zudem, mithilfe internationaler Experten erneut zu prüfen, ob der Wal womöglich von seinem Leid erlöst werden könne.
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45 Zwergwale in drei Wochen getötet
Eigentlich ist der kommerzielle Walfang seit 1986 weitgehend verboten. In Norwegen ist er weiterhin erlaubt. Seit Beginn der Jagdsaison im April wurden dort 45 Zwergwale getötet. Im vergangenen Jahr waren es im selben Zeitraum nur neun Tiere. Etwa zwei Prozent der norwegischen Bevölkerung isst laut Schätzungen regelmäßig Walfleisch.
»Norwegen jagt Wale, die kaum jemand essen will, und exportiert das Fleisch fast ausschließlich nach Japan – das ist keine Tradition, das ist eine subventionierte Industrie ohne Zukunft«, kritisiert Mona Schweizer von Pro Wildlife. Die Tierschutzorganisation fordert, die Jagd auf Wale vollständig zu verbieten.
»Norwegen jagt Wale, die kaum jemand essen will, und exportiert das Fleisch fast ausschließlich nach Japan – das ist keine Tradition, das ist eine subventionierte Industrie ohne Zukunft«, kritisiert Mona Schweizer von Pro Wildlife. Die Tierschutzorganisation fordert, die Jagd auf Wale vollständig zu verbieten.
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Junger Orca starb nach wochenlanger Pflege
Eigentlich hatten die Behörden nach einem Gutachten von Experten entschieden, den Buckelwal vor Poel in Ruhe zu lassen. Dann kam die Kehrtwende. Seit mehr als einer Woche versucht eine private Initiative, den Wal in tiefere Gewässer zu bringen. Die Aktion ist umstritten.
»Auf den ersten Blick scheint es ein Akt des Mitgefühls zu sein. Doch unter der Oberfläche verbirgt sich eine schwierigere Wahrheit«, sagte Meeresökologin Karen Stockin von der Massey University in Neuseeland der Wissensplattform »The Conversation«. Wahre Fürsorge bedeute im Wildtierschutz manchmal die schmerzhafte Entscheidung zur Zurückhaltung, wenn die Wissenschaft keine Hoffnung auf Genesung sieht.
Stockin verweist auf den Fall des Orca-Kalbs »Toa«, das 2021 in Neuseeland strandete. Experten sahen kaum Chancen, dass das Jungtier zu retten sei. Dafür war es schon zu lange von seiner Herde getrennt, die Chancen auf Wiedereingliederung standen schlecht. »Viele Experten sprachen sich letztlich fürs Einschläfern als die humanste Option aus.« Stattdessen wurden die Bemühungen um das Tier wegen des öffentlichen Drucks immer weiter fortgesetzt, so Stockin. »Toa starb nach wochenlanger Pflege.«
»Auf den ersten Blick scheint es ein Akt des Mitgefühls zu sein. Doch unter der Oberfläche verbirgt sich eine schwierigere Wahrheit«, sagte Meeresökologin Karen Stockin von der Massey University in Neuseeland der Wissensplattform »The Conversation«. Wahre Fürsorge bedeute im Wildtierschutz manchmal die schmerzhafte Entscheidung zur Zurückhaltung, wenn die Wissenschaft keine Hoffnung auf Genesung sieht.
Stockin verweist auf den Fall des Orca-Kalbs »Toa«, das 2021 in Neuseeland strandete. Experten sahen kaum Chancen, dass das Jungtier zu retten sei. Dafür war es schon zu lange von seiner Herde getrennt, die Chancen auf Wiedereingliederung standen schlecht. »Viele Experten sprachen sich letztlich fürs Einschläfern als die humanste Option aus.« Stattdessen wurden die Bemühungen um das Tier wegen des öffentlichen Drucks immer weiter fortgesetzt, so Stockin. »Toa starb nach wochenlanger Pflege.«
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Aufnahme zeigt »Timmy« aus der Vogelperspektive
Oft ist der Buckelwal auf Bildern von der Seite nur als grauer Berg im Wasser zu erkennen. Eine Aufnahme vom Mittwoch, die aus einem Flugzeug gemacht wurde, zeigt ihn in voller Länge von ungefähr zwölf Metern an seinem derzeitigen Liegeplatz nahe dem Übergang von der Kirchsee in die Wismarer Bucht.
Am Donnerstagvormittag arbeiteten erneut Vertreter der privaten Rettungsinitiative am Wal. Ein Helfer näherte sich auf einem SUP-Board und bedeckte ihn mit weißen Tüchern, um seine Haut zu befeuchten. Zudem ist der Spülbagger im Einsatz.
Am Donnerstagvormittag arbeiteten erneut Vertreter der privaten Rettungsinitiative am Wal. Ein Helfer näherte sich auf einem SUP-Board und bedeckte ihn mit weißen Tüchern, um seine Haut zu befeuchten. Zudem ist der Spülbagger im Einsatz.
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Lastkahn soll eingesetzt werden
Der Plan, den Buckelwal mit Pontons in tiefere Gewässer zu schleppen, ist vom Tisch, weil der Meeressäuger an seiner jetzigen Position nicht auf eine Plane gehievt werden kann. Laut der privaten Rettungsinitiative soll nun stattdessen eine Barge angeliefert werden.
Dabei handelt es sich um eine Art nicht selbstfahrenden Lastkahn, der von Schleppern gezogen wird. Die Barge sei auf dem Weg aus dem Hamburger Raum in Richtung Wismarbucht, sagte ein Mitglied der privaten Rettungsinitiative. Wann genau sie eintreffe, sei nicht klar.
Dabei handelt es sich um eine Art nicht selbstfahrenden Lastkahn, der von Schleppern gezogen wird. Die Barge sei auf dem Weg aus dem Hamburger Raum in Richtung Wismarbucht, sagte ein Mitglied der privaten Rettungsinitiative. Wann genau sie eintreffe, sei nicht klar.
Die Anfahrt brauche Zeit, da die Barge nur mit einer Geschwindigkeit von fünf Knoten, etwa neun Kilometern in der Stunde, unterwegs sei und durch den Nord-Ostsee-Kanal müsse. Allein das werde etwa einen Tag in Anspruch nehmen. Geplant ist zudem ein Zwischenstopp in der Werft in Wismar.
Das Konzept sehe den Einsatz von zwei Schleppern vor Ort vor. Ob die erneute Rettungsaktion mit den zuständigen Behörden abgesprochen ist, ist unklar. Das Umweltministerium wollte sich zunächst nicht äußern.
Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, sagte schon am Mittwochabend, weitere Rettungsversuche müssten fachlich fundiert sein, das Verhalten des Tieres berücksichtigen und mit den zuständigen Stellen abgestimmt werden. Im Zweifel könne das Land ein Veto einlegen.
Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, sagte schon am Mittwochabend, weitere Rettungsversuche müssten fachlich fundiert sein, das Verhalten des Tieres berücksichtigen und mit den zuständigen Stellen abgestimmt werden. Im Zweifel könne das Land ein Veto einlegen.
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Wal in der Nacht »nicht so aktiv«
Der vor der Ostsee-Insel Poel gestrandete Buckelwal liegt weiter in der Kuhle am Ende der Kirchsee. Die Wasserschutzpolizei hat das Tier in der Nacht rund um die Uhr beobachtet. »Wir waren die ganze Nacht vor Ort. Er war nicht so aktiv«, sagte ein Sprecher am Morgen der Deutschen Presse-Agentur.
Gegen 6.30 Uhr war auf den Livestreams zu erkennen, dass der Meeressäuger sich gelegentlich leicht bewegt und buckelt. Auch sein Atem war aufgrund der kleinen Wasserfontäne regelmäßig zu erkennen.
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Leseempfehlung: Muss »Timmy« gerettet werden? Eher unsere mentale Gesundheit
Mein Kollege Philipp Oehmke hat analysiert, was der Fall »Timmy« in seinen Augen über den Zustand unserer Gesellschaft verrät: Statt das Miteinander zu fördern wie vor 20 Jahren der Eisbär Knut im Berliner Zoo, lasse der Wal die Ängste und Verunsicherungen sichtbar werden, die unsere Gesellschaft mittlerweile durchziehen, schreibt er, »genauso wie das Misstrauen und den Hass.«
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Backhaus will Umgang mit Wal aufarbeiten
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) will den Umgang mit dem mehrfach gestrandeten Wal politisch aufarbeiten, sagt er. »Wir müssen uns darauf einstellen, dass solche Situationen künftig häufiger auftreten können. Deshalb werde ich mich auf Bundesebene für bessere gemeinsame Strukturen im Umgang mit Großwalen einsetzen.«
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Bis zum Mittag steigt das Wasser
Laut der Prognose des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie wird das Wasser in der Ostsee vor Poel bis zum Mittag ungefähr auf knapp 20 Zentimeter über Normal steigen. Das dürfte die Situation des Wals etwas entspannen, weil er weniger aus dem Wasser ragt und nicht so viel Eigengewicht auf seine Organe drückt. Am Nachmittag wird der Wasserstand jedoch sinken, wahrscheinlich auf mehr als zehn Zentimeter unter dem Normalwert. Auch in den kommenden Tagen bleibt der Pegel der Vorhersage nach eher niedrig.
Am Montag hatte sich der Wal bei steigendem Pegel freigeschwommen.
Am Montag hatte sich der Wal bei steigendem Pegel freigeschwommen.
Prognose des Wasserstands. Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie BSH
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Experte von »Free Willy« soll Wal nun retten
Nach Unstimmigkeiten im vorherigen Rettungsteam der Privatinitiative um MediaMarkt-Gründer Walter Gunz werden nun drei neue Walexperten erwartet, die den vor Poel gestrandeten Buckelwal retten sollen: Jeffrey Foster vom kanadischen »Whale Sanctury Project«, das sich für die Auswilderung von Meeressäugern einsetzt, sein Kollege Michael Partica und Tierpflegerin Kyra Wadsworth. Das bestätigte Gunz gegenüber »Bild«.
Foster war Teil des Teams, das im Jahr 2002 versucht hatte, den aus den »Free Willy«-Filmen bekannten Orca Keiko auszuwildern, der zuvor in Gefangenschaft gelebt hatte. Keiko blieb auch nach seiner Freilassung auf Menschen fixiert, jagte kaum selbst und starb etwa anderthalb Jahre später.
»Sie haben Erfahrungen mit der Rettung von Walen und bringen mehr Professionalität in die Gruppe«, sagte Geldgeber Gunz über das neue Rettungsteam. Einzelne Personen des ursprünglichen Rettungsteams der Privatinitiative sind mittlerweile zerstritten und werfen einander vor, die Rettung des Wals sabotiert zu haben. So ist etwa die eigens eingeflogene hawaiianische Tierärztin, Jenna Wallace, zurück in die USA gereist. Die deutsche Tierärztin Janina Bahr-van-Gemmert, die den gestrandeten Wal mehrfach untersucht hat, musste Anfang der Woche wegen eines medizinischen Notfalls ins Krankenhaus.
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Leseempfehlung: Der Wal und sein Gefolge
Ein Schriftsteller, ein Influencer, eine Tierärztin aus Hawaii, die hier keine Approbation hat: Wer sind die Leute, die den Wal trotz gegenläufigem Rat führender Experten retten wollen? Meine Kollegin Ella Knigge stellt sie in kurzen Protokollen vor. Den ganzen Text lesen Sie hier.
Foto: Jens Büttner / dpa
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Backhaus verteidigt Rettungsaktion
Es wird zunehmend Kritik am Wal-Rettungsversuch laut. Beim Verwaltungsgericht Schwerin ist ein Antrag eingegangen, die Maßnahmen zu stoppen. Der Expertenrat für gestrandete Wale der Internationalen Walfangkommission (IWC SEP) hat am Mittwoch zum wiederholten Mal empfohlen, den Wal palliativ zu pflegen, statt ihn zur Bewegung anzuregen. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hat die Rettungsaktion verteidigt. »Wir können gemeinsam sagen: Wir haben es versucht. Und der Versuch macht klug«, so Backhaus.
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Helfer sollen neues Konzept erarbeiten
Auf der Pressekonferenz erklärte Backhaus auch, dass der Buckelwal zunächst nicht mit Luftkissen und Pontons gerettet werden soll. Das Konzept der privaten Initiative ist demnach überholt. Den Meeressäuger auf eine Plane zu heben, sei aktuell nicht mehr möglich. »Wir müssen das Konzept überarbeiten«, so Backhaus. Er gehe davon aus, dass mit Hochdruck an weiteren Maßnahmen gearbeitet werde.
Der Wal liegt weiterhin in einer mit Saugern erzeugten Kuhle – »in einer Badewanne, bildlich gesprochen«, so Backhaus. Das soll verhindern, dass zu viel Eigengewicht auf seine inneren Organe drückt.
Der Wal liegt weiterhin in einer mit Saugern erzeugten Kuhle – »in einer Badewanne, bildlich gesprochen«, so Backhaus. Das soll verhindern, dass zu viel Eigengewicht auf seine inneren Organe drückt.
Helfer befeuchten den Wal. Jens Büttner, dpa
Netz im Wal-Maul laut Backhaus nicht aus Mecklenburg-Vorpommern
Das Netz, das sich im Maul des Buckelwals verfangen hat, stammt nicht aus Mecklenburg-Vorpommern. Das teilte Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) am Nachmittag bei einer Pressekonferenz mit. »Wir können garantieren, dass das Netz, das er mitgeschleppt hat, nicht aus unseren Gefilden kommt, weil diese Art der Netze in Mecklenburg-Vorpommern nicht eingesetzt werden.« Ein Teil des Netzes war entnommen worden, als sich das Tier vor Wismar aufgehalten hatte.
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Netz im Wal-Maul laut Backhaus nicht aus Mecklenburg-Vorpommern
Das Netz, das sich im Maul des Buckelwals verfangen hat, stammt nicht aus Mecklenburg-Vorpommern. Das teilte Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) am Nachmittag bei einer Pressekonferenz mit. »Wir können garantieren, dass das Netz, das er mitgeschleppt hat, nicht aus unseren Gefilden kommt, weil diese Art der Netze in Mecklenburg-Vorpommern nicht eingesetzt werden.« Ein Teil des Netzes war entnommen worden, als sich das Tier vor Wismar aufgehalten hatte.
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Walexpertenrat empfiehlt »ruhige, leise palliative Pflege«
Der Expertenrat für gestrandete Wale der Internationalen Walfangkommission (IWC SEP) kritisiert in einer neuen Mitteilung die Rettungsaktion vor Poel.
Die jüngsten Ereignisse um den mehrfach auf Grund gelaufenen Wal und dessen verschlechterter Zustand bestärkten das Gremium in seiner Einschätzung vom 7. April, heißt es darin: Rettungsversuche schürten »falsche Hoffnung«. Jegliche Mühen, das Tier zu bewegen oder anzuregen, würden ihm eher zusätzliches Leid zufügen. Auch solle der im flachen Wasser liegende Buckelwal im Sinne des Tierwohls nicht mehr näher beobachtet werden.
Zugleich halten die Experten aktive Sterbehilfe für unpraktikabel. »Ruhige, leise, palliative Pflege bleibt das verantwortungsvolle, humane und pragmatische Verhalten unter den gegebenen Umständen«, schließt die Mitteilung. Mit anderen Worten: Man solle den Wal in Frieden sterben lassen.
Die jüngsten Ereignisse um den mehrfach auf Grund gelaufenen Wal und dessen verschlechterter Zustand bestärkten das Gremium in seiner Einschätzung vom 7. April, heißt es darin: Rettungsversuche schürten »falsche Hoffnung«. Jegliche Mühen, das Tier zu bewegen oder anzuregen, würden ihm eher zusätzliches Leid zufügen. Auch solle der im flachen Wasser liegende Buckelwal im Sinne des Tierwohls nicht mehr näher beobachtet werden.
Zugleich halten die Experten aktive Sterbehilfe für unpraktikabel. »Ruhige, leise, palliative Pflege bleibt das verantwortungsvolle, humane und pragmatische Verhalten unter den gegebenen Umständen«, schließt die Mitteilung. Mit anderen Worten: Man solle den Wal in Frieden sterben lassen.
Die IWC mit Sitz im englischen Cambridge überwacht internationale Abkommen, um eine Ausrottung der Wale zu verhindern. Am 7. April hatte sie bereits empfohlen, das Tier palliativ zu behandeln und es ansonsten in Ruhe zu lassen. Ihre Empfehlung deckte sich weitgehend mit dem Gutachten der Stiftung Deutsches Meeresmuseum (DMM) und der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) in Deutschland.
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Rettungsinitiative will ein Becken schaffen
Die private Rettungsinitiative versucht nach eigenen Angaben, dem Buckelwal mehr Platz im Wasser zu verschaffen, sodass er möglichst wenig aus dem Wasser ragt und möglichst wenig Eigengewicht auf ihm lastet. Es solle ein ausreichend großes Becken geschaffen werden, hieß es. Ob es später zum Einsatz einer Plane und Pontons zum Transport des Tieres kommt, ist nach Angaben aus dem Team noch unklar.
Arbeiten am Wal. Marcus Golejewski, dpa
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Nabu sieht Tierwohl in Gefahr
Der Naturschutzbund (Nabu) verfolgt die Aktionen der Privatinitiative am Buckelwal vor Poel mit Sorge. »Zu geschwächt und krank scheint der Buckelwal, zu lang sein Leiden, zu auffällig die wiederholten Strandungen«, heißt es in einer Mitteilung der Naturschutzorganisation. »Durch den nachvollziehbaren Drang der Menschen, dem Wal zu helfen, droht das Wohl des Tieres verloren zu gehen.«
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Mitglieder der Rettungsinitiative streiten über Fehler bei Geleitaktion
Bei der Geleitaktion für den Buckelwal vor Poel ist das Tier nach Angaben aus dem Team der Privatinitiative zu seiner Rettung zeitweise in völlige Panik geraten. Das sagt der zum Team gehörende Schriftsteller Sergio Bambaren auf Poel.
Der zwölf Meter lange Wal war am Montag nach drei Wochen Liegezeit plötzlich wieder losgeschwommen. Von Booten aus wurde versucht, das mehrfach wieder umkehrende Tier Richtung Ostsee zu treiben. Nach etwa zwei Stunden stoppte der vermutlich erschöpfte Wal und strandete erneut.
Verschiedene noch beteiligte oder bereits ausgeschiedene Teammitglieder beschuldigen sich gegenseitig, bei der Aktion am Montag falsch gehandelt zu haben. Das gesamte Vorhaben sei hochkomplex, sagt Bambaren. Nach Meinung des Schriftstellers hat der Meeressäuger eine Überlebenschance von 50 Prozent. »Der Wal will leben und ist ein Kämpfer.«
Der zwölf Meter lange Wal war am Montag nach drei Wochen Liegezeit plötzlich wieder losgeschwommen. Von Booten aus wurde versucht, das mehrfach wieder umkehrende Tier Richtung Ostsee zu treiben. Nach etwa zwei Stunden stoppte der vermutlich erschöpfte Wal und strandete erneut.
Verschiedene noch beteiligte oder bereits ausgeschiedene Teammitglieder beschuldigen sich gegenseitig, bei der Aktion am Montag falsch gehandelt zu haben. Das gesamte Vorhaben sei hochkomplex, sagt Bambaren. Nach Meinung des Schriftstellers hat der Meeressäuger eine Überlebenschance von 50 Prozent. »Der Wal will leben und ist ein Kämpfer.«
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Bürgerinitiative stellt Gerichtsantrag gegen Rettungsaktion für Wal
Beim Verwaltungsgericht Schwerin ist ein Antrag gegen den laufenden Rettungsversuch eingegangen. Er stamme von einer Bürgerinitiative, sagte ein Sprecher des Gerichts. Der Antrag richte sich gegen das Land Mecklenburg-Vorpommern »mit dem Ziel, die durchgeführten oder veranlassten Maßnahmen im Zusammenhang mit der Rettung einzustellen« oder hilfsweise erst nach einem speziellen Gutachten durchzuführen.
Die derzeitigen Bemühungen, den Wal vor Poel aus seiner Lage zu befreien, unternehmen allerdings nicht Behörden oder das Land selbst. Stattdessen hat eine private Initiative die Verantwortung übernommen. Das Land duldet und überwacht die Maßnahmen.
Als Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) zuvor zwischenzeitlich erklärt hatte, dass es keine weiteren Rettungsversuche geben solle, hatte es mehrere Anträge für eine Rettungsaktion gegeben.
Die derzeitigen Bemühungen, den Wal vor Poel aus seiner Lage zu befreien, unternehmen allerdings nicht Behörden oder das Land selbst. Stattdessen hat eine private Initiative die Verantwortung übernommen. Das Land duldet und überwacht die Maßnahmen.
Als Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) zuvor zwischenzeitlich erklärt hatte, dass es keine weiteren Rettungsversuche geben solle, hatte es mehrere Anträge für eine Rettungsaktion gegeben.
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Weiße Tücher für den Wal
Ein Helfer nähert sich dem tonnenschweren Tier auf einem SUP-Board und bedeckt es mit weißen, nassen Tüchern zum Schutz der Haut. Zudem ist der Spülbagger wieder im Einsatz. Welche weiteren Schritte das Team der privaten Rettungsinitiative plant, blieb zunächst unklar.
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Leseempfehlung: Die Timmy-Backhaus-Show
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat die Rettung des Buckelwals zu seinem Projekt gemacht – und die Verantwortung dann formal an eine private Rettungsinitiative abgegeben. Meine Kollegen Gunther Latsch und Jean-Pierre Ziegler berichten über den Minister im Wa(h)lkampf. Ihr Stück lesen Sie hier.
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Niedrigwasser erschwert Bergung auch am Mittwoch
Guten Morgen, der Wal hat sich in der Nacht nicht von der Stelle bewegt, berichtet die Wasserschutzpolizei. Er befindet sich weiter in der Ausfahrt der Kirchsee zur Wismarbucht (siehe Karte). Dort liegt er seit Dienstagabend in einer künstlich freigespülten Kuhle, die die private Rettungsinitiative mit Schlammsaugern geschaffen hat. Das verringert das Risiko, dass der Wal von seinem eigenen Gewicht erdrückt wird.
Allerdings herrscht weiter Niedrigwasser in der Ostsee. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie teilte am Morgen mit, dass der Wasserstand aktuell 20 Zentimeter unter dem normalen Niveau liege. Gegen 12.00 Uhr soll der Wasserstand dann um etwa 15 Zentimeter steigen, bevor er gegen Abend wieder um rund 15 Zentimeter sinken soll. Für den Wal dürfte es damit schwer werden, sich aus der Kuhle wegzubewegen.
Allerdings herrscht weiter Niedrigwasser in der Ostsee. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie teilte am Morgen mit, dass der Wasserstand aktuell 20 Zentimeter unter dem normalen Niveau liege. Gegen 12.00 Uhr soll der Wasserstand dann um etwa 15 Zentimeter steigen, bevor er gegen Abend wieder um rund 15 Zentimeter sinken soll. Für den Wal dürfte es damit schwer werden, sich aus der Kuhle wegzubewegen.
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Makrele für den Wal
Im Laufe des Abends soll versucht werden, dem Wal eine »Animationsfütterung« anzubieten. Dabei gehe es um 2,5 Kilogramm Makrele, erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD). Normalerweise nehme ein Wal etwa eine Tonne Nahrung am Tag auf.
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Der Wal trägt jetzt offenbar einen Sender
Backhaus hat auch bestätigt, dass der Wal nun besendert sei. Über die Details müsse ihn die Rettungsinitiative noch informieren. Über den Sender können Experten den Standort des Tiers bestimmen.
Um 19.00 Uhr will Backhaus erneut Auskunft geben.
Um 19.00 Uhr will Backhaus erneut Auskunft geben.
Quader mit Sand sollen Wal vom Ufer fernhalten
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) tritt erneut vor die Presse. Er berichtet, die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) habe »Leitungsfunktion« bei der Rettung des gestrandeten Wals übernommen. Er habe in Rücksprache mit Tierärzten schnell einem neuen Vorschlag zugestimmt: Mehrere »Big Bags« sollen verhindern, dass der Wal durch Wind und Wellen weiter ins flache Wasser gedrückt wird, so wie in der vergangenen Nacht um rund 80 Meter. Backhaus beschreibt sie als mit je einem Kubikmeter Sand gefüllte quaderförmige Säcke, »wie so ein Klotz«. Der Minister betont: »Es geht immer nur um das Tierwohl.«
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Quader mit Sand sollen Wal vom Ufer fernhalten
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) tritt erneut vor die Presse. Er berichtet, die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) habe »Leitungsfunktion« bei der Rettung des gestrandeten Wals übernommen. Er habe in Rücksprache mit Tierärzten schnell einem neuen Vorschlag zugestimmt: Mehrere »Big Bags« sollen verhindern, dass der Wal durch Wind und Wellen weiter ins flache Wasser gedrückt wird, so wie in der vergangenen Nacht um rund 80 Meter. Backhaus beschreibt sie als mit je einem Kubikmeter Sand gefüllte quaderförmige Säcke, »wie so ein Klotz«. Der Minister betont: »Es geht immer nur um das Tierwohl.«
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Rettungsinitiative will Kuhle mit Saug- und Spülgerät erzeugt haben
Ein mehrköpfiges Team hat am Vormittag hüfthoch im Wasser stehend direkt am Wal gearbeitet, wie in Livestreams zu sehen war. Immer wieder hielt ein Helfer eine Art Rohr an einem Schlauch beim Wal ins Wasser, offenbar als Teil des Versuches, ihn freizuspülen. Auch eine schwimmende Arbeitsplattform mit einem Bagger kam zum Einsatz. Von der Plattform führte ein dicker Schlauch ins Wasser beim Wal, während auf der anderen Seite Wasser und augenscheinlich auch Schlick herausgespült wurde.
Aus Kreisen der privaten Initiative, die hinter dem Rettungsversuch steht, hieß es, durch den Einsatz sei eine Kuhle geschaffen worden. Ziel sei es, das Tier später in tiefere Gewässer zu leiten, »raus aus dem Nadelöhr«. Ein Gutachten von Experten des Deutschen Meeresmuseums (DMM) und der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) war Anfang April zu dem Schluss gekommen, dass eine Rettung des Tiers unmöglich sei. Zahlreiche andere Wissenschaftler haben sich ähnlich geäußert. Die Mitglieder der Rettungsinitiative widersprechen.
Aus Kreisen der privaten Initiative, die hinter dem Rettungsversuch steht, hieß es, durch den Einsatz sei eine Kuhle geschaffen worden. Ziel sei es, das Tier später in tiefere Gewässer zu leiten, »raus aus dem Nadelöhr«. Ein Gutachten von Experten des Deutschen Meeresmuseums (DMM) und der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) war Anfang April zu dem Schluss gekommen, dass eine Rettung des Tiers unmöglich sei. Zahlreiche andere Wissenschaftler haben sich ähnlich geäußert. Die Mitglieder der Rettungsinitiative widersprechen.
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Leseempfehlung: Wie befreit man Buckelwale, Dr. Gulland?
Immer wieder verirren sich Buckelwale in Gewässern, die nicht für sie gemacht sind. Einige können durch menschliche Hilfe befreit werden. Im Jahr 2007 etwa rettete die erfahrene US-Walexpertin Frances Gulland zwei Buckelwale in der Bucht von San Francisco. Im SPIEGEL-Interview erklärt sie, wie sie das geschafft hat und ob ein ähnliches Vorhaben auch in der Ostsee gelingen könnte.
Foto: ZUMA Press / IMAGO
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Situation des Wals hat sich laut Experten verschlechtert
Nach Einschätzung des Berliner Walforschers und Meeresbiologen Fabian Ritter befindet sich der Wal in einer zunehmend ungünstigen Lage. Das Gewicht des Tiers drücke durch den sinkenden Meeresspiegel verstärkt auf seine inneren Organe. »Der ragt tatsächlich deutlich weiter aus dem Wasser. Das ist keine gute Sache«, sagte Ritter der Nachrichtenagentur dpa.
Der Wasserstand vor Poel ist im Vergleich zu gestern gesunken. »Jeder Zentimeter bringt ihn in eine Situation, wo er mehr unter seinem eigenen Gewicht leidet«, so Ritter. Das Tier scheine auf Grund zu liegen und nicht weg zu können. Am Vormittag hatte sich der Wal deutlich bewegt. Dies könne man unterschiedlich interpretieren, sagte Ritter: als Auswirkung davon, dass das Tier weiter aus dem Wasser ragt, oder dass es eine gewisse Bewegungsfreiheit habe.
Wie bedrohlich die Position für den Wal ist, hänge von mehreren Faktoren ab, so Ritter: »Wie ist der Untergrund beschaffen? Wie liegt er auf? Wie stark ist da die Strömung und so weiter. Welche inneren Verletzungen hat er?« Das Tier sei nach seinem Freikommen am Montag auf unnatürliche Art und Weise geschwommen. »Ich empfehle, diesen Wal jetzt einfach strikt in Ruhe zu lassen«, so Ritter. Dazu hatte er bereits am Montag geraten.
Wie bedrohlich die Position für den Wal ist, hänge von mehreren Faktoren ab, so Ritter: »Wie ist der Untergrund beschaffen? Wie liegt er auf? Wie stark ist da die Strömung und so weiter. Welche inneren Verletzungen hat er?« Das Tier sei nach seinem Freikommen am Montag auf unnatürliche Art und Weise geschwommen. »Ich empfehle, diesen Wal jetzt einfach strikt in Ruhe zu lassen«, so Ritter. Dazu hatte er bereits am Montag geraten.
Ritter ist seit 20 Jahren im Wissenschaftsausschuss der Internationalen Walfangkommission (IWC) zum Schutz der Meeressäuger, zehn Jahre lang leitete er den Bereich Meeresschutz bei der größten Wal- und Delfinschutzorganisation der Welt, Whale and Dolphin Conservation (WDC). Zudem hat er fünf Bücher über Wale geschrieben.
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Hering und Shrimps für den Wal
Mitglieder der privaten Initiative arbeiten wieder am Wal. In den Livestreams ist zu sehen, wie Menschen in Neoprenanzügen zu dem Meeressäuger waten. Mithilfe von Paddeln und mit bloßen Händen bespritzen sie das Tier mit Wasser. Später soll ein Schiff mit schwerem Saug- und Spülgerät in die Nähe fahren, um das aus dem flachen Wasser ragende Tier zu entlasten. Das sagt Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) nach einer Lagebesprechung. Auch solle dem rund zwölf Meter langen Wal Nahrung angeboten werden. Dabei handle es sich um Hering und Shrimps.
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Wasserstand in Wismarer Bucht deutlich gesunken
Nachdem sich der Wal am Montagmorgen bei steigendem Wasserstand freigeschwommen hatte, steht das Wasser in der Wismarer Bucht heute deutlich niedriger. Wie eine Sprecherin des Wasserstandsvorhersagedienstes Ostsee mitteilte, war der Pegel am Dienstagmorgen zunächst rund 50 Zentimeter niedriger als zur gleichen Uhrzeit gestern. Dann stieg er bis zehn Uhr auf sein heutiges Maximum von etwa zehn Zentimetern über dem Normalstand. Bis ungefähr 18 Uhr wird er um 30 Zentimeter fallen und zunächst ungefähr auf diesem Niveau bleiben.
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Wal laut Backhaus gestresst
Das Tier liegt weiterhin an der Stelle, wo es sich am Vortag nach einem Freischwimmversuch erneut festgeschwommen hat. Wie in Bildern von Liveübertragungen zu sehen ist, atmet er noch und bewegt sich ab und zu. Wegen des gesunkenen Wasserstands liegt sein Körper aber zu erheblichen Teilen oberhalb der Wasseroberfläche.
Im teils abgesperrten Hafen von Kirchdorf beraten die Mitglieder der privaten Rettungsinitiative, die DLRG-Einsatzkräfte, Behördenvertreter und Mecklenburgs Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) über das weitere Vorgehen. »Wenn das abdriftet in eine Richtung, dass dem Tier Schaden zugefügt wird, dann ist eine Grenze erreicht«, sagt Backhaus. Der Wal sei nun zum fünften Mal gestrandet, betont der Minister. Seine Orientierung führe ihn immer wieder in flache Gewässer. Das müsse man zur Kenntnis nehmen. In der Nacht hatte sich Backhaus gemeinsam mit Experten der Landesfischereiaufsicht dem Tier mit einem Boot bis auf etwa 500 Meter genähert. Die Atemfrequenzen hätten zunächst zwischen zwei und vier Minuten gelegen, seien im Verlauf aber auch wieder langsamer geworden, berichtet er. Das zeige, dass der Wal von den Ereignissen des Tages gestresst sei.
Im teils abgesperrten Hafen von Kirchdorf beraten die Mitglieder der privaten Rettungsinitiative, die DLRG-Einsatzkräfte, Behördenvertreter und Mecklenburgs Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) über das weitere Vorgehen. »Wenn das abdriftet in eine Richtung, dass dem Tier Schaden zugefügt wird, dann ist eine Grenze erreicht«, sagt Backhaus. Der Wal sei nun zum fünften Mal gestrandet, betont der Minister. Seine Orientierung führe ihn immer wieder in flache Gewässer. Das müsse man zur Kenntnis nehmen. In der Nacht hatte sich Backhaus gemeinsam mit Experten der Landesfischereiaufsicht dem Tier mit einem Boot bis auf etwa 500 Meter genähert. Die Atemfrequenzen hätten zunächst zwischen zwei und vier Minuten gelegen, seien im Verlauf aber auch wieder langsamer geworden, berichtet er. Das zeige, dass der Wal von den Ereignissen des Tages gestresst sei.
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Teammitglieder verlassen Wal-Rettungsinitiative
Christiane Freifrau von Gregory tritt als Pressesprecherin der privaten Initiative zur Rettung des Wals vor Poel zurück. In einer Mitteilung schreibt sie: »Um die Integrität unserer bisherigen Arbeit zu wahren und die weitere Rettung des Tieres nicht durch interne Differenzen zu belasten, ist ein klarer Schnitt zum jetzigen Zeitpunkt unumgänglich.« Die »aktuellen Entwicklungen und die Dynamiken vor Ort« stünden gegen das Ziel einer »professionellen und ruhigen Umsetzung des Konzepts, das Mensch und Tier schützt«.
Gestern wurde die leitende Tierärztin der Initiative, Janine Bahr-van Gemmert, mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD). Auch eine weitere Tierärztin fällt demnach aus. »Ich habe natürlich auch mit großer Sorge zur Kenntnis genommen, dass die aus Hawaii eingeflogene Tierärztin abgereist ist«, sagt Backhaus. Zuvor hatten Medien berichtet, dass Jenna Wallace wegen Differenzen im Team abgereist sei. MediaMarkt-Mitgründer und Mitfinanzierer der Aktion Walter Gunz sagt: »Wir sind alle am Ende.« Er wolle die Initiative aber nicht aufgeben.
Gestern wurde die leitende Tierärztin der Initiative, Janine Bahr-van Gemmert, mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD). Auch eine weitere Tierärztin fällt demnach aus. »Ich habe natürlich auch mit großer Sorge zur Kenntnis genommen, dass die aus Hawaii eingeflogene Tierärztin abgereist ist«, sagt Backhaus. Zuvor hatten Medien berichtet, dass Jenna Wallace wegen Differenzen im Team abgereist sei. MediaMarkt-Mitgründer und Mitfinanzierer der Aktion Walter Gunz sagt: »Wir sind alle am Ende.« Er wolle die Initiative aber nicht aufgeben.
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Leseempfehlung: »In dieser Kirche beten sie für den Wal. Und weinen«
Meine Kollegin Sylvie Gühmann hat die Inselkirche auf Poel besucht. Dort riecht es nach Bibel und Fäulnis, im Gedenkbuch geht es nur noch um den Wal vor der Küste. Hat er sich verirrt? Oder die Menschen dort? Hier lesen Sie die Reportage.
Elia in der Inselkirche auf Poel. Foto: Jonas Berndt / DER SPIEGEL
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Backhaus: Wal verlässt Bucht »hoffentlich heute noch«
Der Umweltminister äußert sich gegenüber dem NDR hoffnungsvoll: Der Wal »wird den Kirchsee hoffentlich heute noch verlassen, und dann werden wir ihn begleiten«, sagt Backhaus laut NDR. Es soll eine Art Nachtwache geben, damit das Tier begleitet werden kann, sobald es losschwimmt. Laut NDR habe Backhaus veranlasst, dass neben der privaten Rettungsinitiative sowie dem DLRG auch Tierärzte und er selbst nachts in der Nähe sind.
Sollte der Wal frei schwimmen, soll er aus dem Kirchsee in die Wismarbucht und dort Richtung Nordwesten zum offenen Meer geleitet werden. Boote sollen ihm laut Tauchunternehmer Fred Babbel von der privaten Rettungsinitiative den Weg nach Osten in Richtung Wismar versperren.
Sollte der Wal frei schwimmen, soll er aus dem Kirchsee in die Wismarbucht und dort Richtung Nordwesten zum offenen Meer geleitet werden. Boote sollen ihm laut Tauchunternehmer Fred Babbel von der privaten Rettungsinitiative den Weg nach Osten in Richtung Wismar versperren.
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Die Helfer arbeiten weiterhin in der Nähe des Wals. Sie versuchen offenbar, Schlick unter dem Tier wegzublasen. So soll dem Wal der Start erleichtert werden. Es sei noch ein Stück bis zur Fahrrinne mit tiefem Wasser, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD). Der Wal sei jedoch in Bewegung.
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Aktion dauert an
Noch immer sind zwei Taucher in der Nähe des Wals, das DLRG-Boot hält etwas Abstand. So ist es auf Livestreams zu sehen. Wie lange die Helfer heute noch im Einsatz sind, ist unklar.
Taucher bei Wal im Wasser
Mittlerweile ist das Boot am Wal angekommen. Zwei Taucher sind, offenbar mit Leinen gesichert, ins Wasser gesprungen und bewegen sich rund um den Wal. Mindestens fünf weitere Menschen warten an Bord, wie auf Livestreams im Netz zu sehen war.
Der Wal reagierte zunächst nicht erkennbar auf die Gesellschaft im Wasser.
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Behörden passen Sperrzone an
Wegen der neuen Position des vor Poel ausharrenden Wals haben die Behörden die zum Schutz des Tieres eingerichtete Sperrzone nun angepasst. Die aktualisierte Regelung gilt laut einer Mitteilung der Wasserschutzpolizei seit Montagnachmittag. Innerhalb eines Radius von 500 Metern dürfen demnach keine unbefugten Boote fahren oder sich unbefugte Menschen anderweitig auf dem Wasser aufhalten. Auch Drohnenüberflüge sind demnach untersagt. Ausnahmen gelten etwa für Menschen, die für das Tier im Einsatz sind. Als Referenzposition gibt die Wasserschutzpolizei einen Punkt am Ausgang des Kirchsees in die Wismarbucht an, neben der dortigen Fahrrinne.
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Taucher bei Wal im Wasser
Mittlerweile ist das Boot am Wal angekommen. Zwei Taucher sind, offenbar mit Leinen gesichert, ins Wasser gesprungen und bewegen sich rund um den Wal. Mindestens fünf weitere Menschen warten an Bord, wie auf Livestreams im Netz zu sehen war.
Der Wal reagierte zunächst nicht erkennbar auf die Gesellschaft im Wasser.
Der Wal reagierte zunächst nicht erkennbar auf die Gesellschaft im Wasser.
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Team bricht zu möglicher Unterspülungsaktion auf
Im Hafen von Kirchdorf bricht nun ein Team aus mehreren Kräften mit einem Boot auf. Mehrere Helfer und Taucher sind auf dem Weg zu dem Tier, offenbar soll es noch einmal unterspült werden.
Foto: Jean-Pierre Ziegler / DER SPIEGEL
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Walexperte: »Müssen endgültig einsehen, dass es nicht möglich ist, diesen Wal aktiv zu retten«
Der Berliner Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter spricht sich gegen weitere Rettungsversuche für den Buckelwal aus. »Ich würde jetzt tatsächlich an der Stelle mal ganz deutlich sagen: Dieser Wal macht, was er will. Er ist nicht zu kontrollieren und wir müssen jetzt endgültig einsehen, dass es für uns nicht möglich ist, diesen Wal aktiv zu retten. Wir sollten ihm im Moment nur den größten Gefallen tun, indem wir ihn sein lassen«, sagte Ritter der Nachrichtenagentur dpa.
Foto: Jens Büttner/dpa
Ritter ist seit 20 Jahren im Wissenschaftsausschuss der Internationalen Walfangkommission (IWC) zum Schutz der Meeressäuger, zehn Jahre lang leitete er den Bereich Meeresschutz bei der größten Wal- und Delfinschutzorganisation der Welt, Whale and Dolphin Conservation (WDC). Zudem hat er fünf Bücher über Wale geschrieben.
Das Exemplar vor Poel habe Lebenswillen und sei offensichtlich eine Kämpfernatur, sagte Ritter weiter. Das habe dazu geführt, dass das Tier jetzt noch lebe und auch reagiert habe auf die Rettungsaktivitäten. »Entweder er findet jetzt wieder zu Kräften und er hat noch so viel Kraft, und die Schädigungen sind nicht so groß, dass er es schafft, auch ohne unser Zutun. Oder er ist halt auf dem Weg zu seinem Lebensende. Das müssen wir einfach jetzt akzeptieren.«
Die ruhende Position im flachen Wasser nehme der Wal seiner Überzeugung nach immer wieder freiwillig ein, »weil er sich das Leben erleichtern will«. Ritter weiter über den Meeressäuger: »Er liegt im Wasser, das trägt ihn, das heißt, er erdrückt sich nicht mit seinem eigenen Gewicht. Er muss nicht dafür sorgen, dass er an die Oberfläche kommt. Er braucht sich nicht bewegen, wenn er Schmerzen hat. Und er kann atmen, die ganze Zeit.«
Zum Zustand des Wals sagte Ritter, der Wal habe weiterhin noch Reserven – es sei für einen Buckelwal ohne Weiteres möglich, ein paar Wochen ohne Nahrung auszukommen. Hunger sei im Moment nicht das größte Problem. Ein Problem seien vielmehr die Netzreste im Maul, und damit möglicherweise die Unfähigkeit, Nahrung zu sich zu nehmen. Und nach 20 Tagen an einer Stelle liegend auch Immobilität, zusammen mit einem geschwächten Gesamtzustand.
»Vorhin kam er frei, ist losgeschwommen, aber schwamm unnatürlich, nur die Fluke bewegend und die ganze Zeit an der Oberfläche. Das ist nicht normal«, sagte Ritter. Ein gesunder, frei beweglicher Wal komme an die Oberfläche, blase und tauche wieder ab. »Normalerweise sind das ganz geschmeidige Bewegungen, und die hat er heute früh nicht gezeigt.« Grund dafür könne zwar die geringe Wassertiefe gewesen sein. »Es kann aber auch daran gelegen haben, dass er Schmerzen hat oder eine Verletzung und auch daran, dass er eben 20 Tage lang lag. Das macht was mit den Muskeln, das macht was mit dem Organismus,« so Ritter. Es stelle sich Myopathie, eine Übersäuerung der Muskeln ein, die dazu führe, dass der Wal verkrampft sei und sich erst mal nur schwerlich bewegen und schließlich auch erneut stranden kann. »Das ist eine Folge dessen, dass er einfach nicht richtig bei Kräften ist.«
Die ruhende Position im flachen Wasser nehme der Wal seiner Überzeugung nach immer wieder freiwillig ein, »weil er sich das Leben erleichtern will«. Ritter weiter über den Meeressäuger: »Er liegt im Wasser, das trägt ihn, das heißt, er erdrückt sich nicht mit seinem eigenen Gewicht. Er muss nicht dafür sorgen, dass er an die Oberfläche kommt. Er braucht sich nicht bewegen, wenn er Schmerzen hat. Und er kann atmen, die ganze Zeit.«
Zum Zustand des Wals sagte Ritter, der Wal habe weiterhin noch Reserven – es sei für einen Buckelwal ohne Weiteres möglich, ein paar Wochen ohne Nahrung auszukommen. Hunger sei im Moment nicht das größte Problem. Ein Problem seien vielmehr die Netzreste im Maul, und damit möglicherweise die Unfähigkeit, Nahrung zu sich zu nehmen. Und nach 20 Tagen an einer Stelle liegend auch Immobilität, zusammen mit einem geschwächten Gesamtzustand.
»Vorhin kam er frei, ist losgeschwommen, aber schwamm unnatürlich, nur die Fluke bewegend und die ganze Zeit an der Oberfläche. Das ist nicht normal«, sagte Ritter. Ein gesunder, frei beweglicher Wal komme an die Oberfläche, blase und tauche wieder ab. »Normalerweise sind das ganz geschmeidige Bewegungen, und die hat er heute früh nicht gezeigt.« Grund dafür könne zwar die geringe Wassertiefe gewesen sein. »Es kann aber auch daran gelegen haben, dass er Schmerzen hat oder eine Verletzung und auch daran, dass er eben 20 Tage lang lag. Das macht was mit den Muskeln, das macht was mit dem Organismus,« so Ritter. Es stelle sich Myopathie, eine Übersäuerung der Muskeln ein, die dazu führe, dass der Wal verkrampft sei und sich erst mal nur schwerlich bewegen und schließlich auch erneut stranden kann. »Das ist eine Folge dessen, dass er einfach nicht richtig bei Kräften ist.«
Foto: Fabian Ritter
Der privaten Initiative, die seit Donnerstag versucht, das Tier aus dem flachen Wasser zu bergen und Richtung Nordsee zu transportieren, stehe er skeptisch gegenüber. »Nach meinem Dafürhalten ist es ein heikles Unterfangen, das großes Potenzial dafür hat, den Wal weiter zu stressen und seinen Zustand zu verschlechtern.« Bisher habe die Aktion »leider nicht funktioniert«. Bis in die Nordsee seien es 700 Kilometer. »Und dann ist er ja immer noch nicht zu Hause.« Gerettet sei der Wal erst, wenn er im Nordatlantik schwimme und gesichert sei, dass er über Tage oder besser Wochen »normales Buckelwal-Verhalten« zeige. »Das heißt: normale Tauch- und Atemrhythmen. Und vor allem, dass er fressen kann, dass er nicht mit diesem Rest Netz oder Leinen im Maul Schmerzen hat, vielleicht gar nicht fressen kann.«
Ritter mahnt: »Dieser Wal macht uns auf ein grundsätzliches globales Problem aufmerksam, dass nämlich Hunderttausende Wale und Delfine jedes Jahr in der Fischerei sterben. Und darüber muss jetzt auch geredet werden.«
Ritter mahnt: »Dieser Wal macht uns auf ein grundsätzliches globales Problem aufmerksam, dass nämlich Hunderttausende Wale und Delfine jedes Jahr in der Fischerei sterben. Und darüber muss jetzt auch geredet werden.«
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Retter wenig zuversichtlich
Ein Boot der DLRG will gleich erneut zu dem Wal fahren, mit an Bord sind Taucher, berichtet der NDR. Fred Babbel, Mitglied der privaten Rettungsinitiative, hat jedoch wenig Hoffnung, dass die geplanten Maßnahmen erfolgreich sein werden. Der Wasserpegel sei zu gering.
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Bericht: Weitere Beratungen zu möglicher Spülungsaktion
Der höchste Wasserstand in der Kirchsee liegt schon einige Stunden zurück. Je tiefer der Pegel sinkt, desto schwieriger wird es für den Wal, sich selbst freizuschwimmen. Wie der NDR berichtet, beratschlagen sich derzeit Taucher mit Verantwortlichen der privaten Rettungsinitiative. Geplant ist demnach, noch einmal zum Wal zu fahren und Spülungen zu versuchen, um mehr Wasser unter das Tier zu bekommen.
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Fontänen am Wal
Kurze Aufregung in den Livestreams: Bilder im Netz zeigten, wie mehrere große Wasserfontänen rund um den Wal aufspritzten. Dem Anschein nach hat er sie selbst verursacht. Zu sehen ist das Ganze hier, gegen 14.41 Uhr. Anschließend verharrte das Tier allerdings wieder weitgehend regungslos, stieß nur gelegentlich Blas aus.
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Rettungsteam wollte dem Wal Gurte anlegen
Fred Babbel ist Tauchunternehmer und Mitglied der privaten Initiative, die den Wal retten will. Er sagte dem SPIEGEL, in ein bis zwei Stunden sei der Wasserpegel womöglich so weit gesunken, dass der Wal sich nicht selbst freischwimmen könne. Für diesen Fall sei geplant gewesen, dem Tier mit zwei Schlinggurten dabei zu helfen.
Diese blauen Gurte sollten den Wal anheben. Foto: Jean-Pierre Ziegler / DER SPIEGEL
Allerdings liegen die Schlinggurte wieder am Hafen in Kirchdorf. Babbel wirkt frustriert. Er sagt, die Veterinärin des Ministeriums habe den Einsatz der Gurte untersagt. Die Gurte seien zu klein, sie würden einschneiden. Das Landwirtschaftsministerium war für eine kurzfristige Anfrage zunächst nicht erreichbar.
Laut einem Gutachten von Anfang April ist die Haut des Wals stark in Mitleidenschaft gezogen. Sie platzt demnach bei Berührungen leicht auf, ein Transport mit Gurten könnte demnach zu Verletzungen führen.
Laut einem Gutachten von Anfang April ist die Haut des Wals stark in Mitleidenschaft gezogen. Sie platzt demnach bei Berührungen leicht auf, ein Transport mit Gurten könnte demnach zu Verletzungen führen.
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Wal verharrt weiter an Ort und Stelle
Die Zeit drängt, denn der Wasserstand sinkt. Doch der Buckelwal bewegt sich weiter nicht von der Stelle. Boote und Jetskis der DLRG sind weiter im Einsatz und umkreisen das Tier, das zwischendurch immer wieder Blas ausstößt.
Foto: Jens Büttner/dpa
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Walforscher: »Höchste Zeit, ihn da wegzubugsieren«
Laut dem Meeresbiologen Boris Culik hat Wal »Timmy« womöglich gezielt eine Sandbank aufgesucht, um sich zu erholen. Die sinkenden Pegel könnten dem Tier allerdings zum Verhängnis werden.
»Wenn er jetzt gemütlich mit dem Bauch auf einer Sandbank liegt und oben guckt das Blasloch raus, alles gut«, sagte Culik der Nachrichtenagentur dpa. »Aber wenn dann 50 Zentimeter weniger Wasser da sind, dann entwickelt er ein unheimliches Gewicht, das dann auf seinen inneren Organen lastet. Er hat ein ganz schwaches Skelett im Vergleich zu uns.«
Innere Organe wie Lunge, Herz oder Leber könnten gequetscht werden. An die Rettungshelfer vor Ort appellierte Culik, der früher am Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel gearbeitet hat: »Wenn der jetzt auf einer Sandbank liegt, wird es höchste Zeit, ihn da wieder wegzubugsieren. Die Retter haben nur wenige Stunden Zeit.«
»Wenn er jetzt gemütlich mit dem Bauch auf einer Sandbank liegt und oben guckt das Blasloch raus, alles gut«, sagte Culik der Nachrichtenagentur dpa. »Aber wenn dann 50 Zentimeter weniger Wasser da sind, dann entwickelt er ein unheimliches Gewicht, das dann auf seinen inneren Organen lastet. Er hat ein ganz schwaches Skelett im Vergleich zu uns.«
Innere Organe wie Lunge, Herz oder Leber könnten gequetscht werden. An die Rettungshelfer vor Ort appellierte Culik, der früher am Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel gearbeitet hat: »Wenn der jetzt auf einer Sandbank liegt, wird es höchste Zeit, ihn da wieder wegzubugsieren. Die Retter haben nur wenige Stunden Zeit.«
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Vorhersage: Pegel sinken in der Nacht
Kann sich der Buckelwal dauerhaft freischwimmen? Das Zeitfenster dafür scheint knapp. Aktuell drückt kräftiger Wind Wasser in die Kirchsee, die Pegelstände sind dadurch laut Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) 35 bis 70 Zentimeter höher als sonst. Dadurch wurde das Wasser tief genug für den Wal.
Doch schon in der Nacht sollen die Pegel wieder sinken, dann ist der Wasserstand nur noch zwischen null und sechzig Zentimetern erhöht. Am Dienstag schwanken die Pegel dann laut Vorhersage zwischen zwanzig Zentimeter unter dem Normalzustand und 25 Zentimeter darüber – wahrscheinlich zu flach zum Schwimmen für den Wal. Laut Experten benötigt das Tier eine Wassertiefe von etwa zwei Metern, um nicht zu stranden.
Doch schon in der Nacht sollen die Pegel wieder sinken, dann ist der Wasserstand nur noch zwischen null und sechzig Zentimetern erhöht. Am Dienstag schwanken die Pegel dann laut Vorhersage zwischen zwanzig Zentimeter unter dem Normalzustand und 25 Zentimeter darüber – wahrscheinlich zu flach zum Schwimmen für den Wal. Laut Experten benötigt das Tier eine Wassertiefe von etwa zwei Metern, um nicht zu stranden.
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Kräftiger Wind mit Sturmböen vorausgesagt
Derzeit liegt der gestrandete Buckelwal weiter am Übergang der Kirchsee in die Wismarbucht. Für das Gebiet ist heute bis in die Abendstunden kräftiger Wind aus nordöstlicher Richtung vorhergesagt, wie eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf dpa-Anfrage mitteilte. Um ins offene Meer zu gelangen, müsste der Wal dieselbe Richtung einschlagen, also von Norden beziehungsweise Nordosten in Richtung Süden beziehungsweise Südwesten.
Die erwartete Windgeschwindigkeit liege bei 55 bis 70 Kilometern pro Stunde, das entspreche Windstärke sieben bis acht. »Vereinzelt kann es auch zu Sturmböen mit Windstärke neun kommen«, erklärt die DWD-Sprecherin weiter. Der DWD habe eine entsprechende Warnmeldung herausgegeben. In den späten Abendstunden werde der Wind dann schwächer.
Die erwartete Windgeschwindigkeit liege bei 55 bis 70 Kilometern pro Stunde, das entspreche Windstärke sieben bis acht. »Vereinzelt kann es auch zu Sturmböen mit Windstärke neun kommen«, erklärt die DWD-Sprecherin weiter. Der DWD habe eine entsprechende Warnmeldung herausgegeben. In den späten Abendstunden werde der Wind dann schwächer.
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Umweltminister Backhaus über verharrenden Wal: »Er floatet«
Eigentlich war geplant, den Wal zur Mittagszeit – wenn die höchsten Wasserstände erwartet wurden – noch einmal zu mobilisieren. Bislang ist dies allerdings offenbar nicht gelungen: »Wir haben jetzt sinkende Wasserstände ab 12 Uhr. Deswegen muss man jetzt was tun«, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) Reportern. Auf die Frage, was er jetzt tue, da das Wasser sinke und der Wal weiter an Ort und Stelle verharre, sagte Backhaus sichtlich entnervt: »Ich tue jetzt gar nichts.«
Der Plan sei, das Tier »minimalinvasiv zu mobilisieren, von der Seite her. Von der Seite her zu motivieren, in tieferes Wasser zu schwimmen«, sagte Backhaus weiter. »Wir gehen davon aus, dass er sich im Moment ausruht« und sich dann aufmache in Richtung offenes Meer. Gestrandet sei der Wal jedenfalls nicht, so Backhaus weiter: »Er floatet.« Auf die Nachfrage eines Reporters, wie sich der aufliegende Wal bei sinkendem Wasser noch freischwimmen solle, antwortete der Minister sichtlich aufgebracht, er habe auch »nicht gesagt, dass er nicht aufliegt, sondern dass er nicht vollständig aufliegt«.
Der Plan sei, das Tier »minimalinvasiv zu mobilisieren, von der Seite her. Von der Seite her zu motivieren, in tieferes Wasser zu schwimmen«, sagte Backhaus weiter. »Wir gehen davon aus, dass er sich im Moment ausruht« und sich dann aufmache in Richtung offenes Meer. Gestrandet sei der Wal jedenfalls nicht, so Backhaus weiter: »Er floatet.« Auf die Nachfrage eines Reporters, wie sich der aufliegende Wal bei sinkendem Wasser noch freischwimmen solle, antwortete der Minister sichtlich aufgebracht, er habe auch »nicht gesagt, dass er nicht aufliegt, sondern dass er nicht vollständig aufliegt«.
Auch auf die Frage, wie es nun weitergehe und ob es Vorbereitungen für ein Worst-Case-Szenario gebe, reagierte Backhaus ungehalten: »Sie haben doch gesehen, dass dieser Wal sich bewegt hat. Das muss doch jedem in dieser Welt klar geworden sein.« Man werde das Tier daher weiter begleiten. Dieses ganze Prozedere sei »ein Versuch, den es in dieser Form in Deutschland noch nicht gegeben hat«. Der Plan der privaten Initiative sei gewesen, den Meeressäuger »dort aus dieser misslichen Lage zu befreien.« Daran orientiere man sich weiter, so Backhaus.
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Leseempfehlung: So stehen die Chancen für den Wal
Um aus der flachen Kirchsee vor Poel herauszukommen, müsste der Wal einen Bogen schwimmen. Bislang allerdings liegt er mehr oder weniger reglos am Übergang zur Wismarbucht, wo das Wasser mit mehr als neun Metern deutlich tiefer ist als in der Kirchsee. Gibt es überhaupt eine Chance, dass er dort landet? Und womöglich sogar weiter schwimmt in Richtung offenes Meer? Meine Kollegin Julia Köppe hat sich die Lage angeschaut. Ihren Text lesen Sie hier.
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Umweltminister Backhaus: »Unsere Strategie geht ja doch auf«
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus meldet sich weiter in Sachen Wal zu Wort: »Manchmal ist es so im Leben, plötzlich gibt’s eine Chance und das regelt sich alles von allein«, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Möglich gemacht wurde das Freischwimmen dem Minister zufolge vor allem durch eine deutliche Wetterveränderung. Sie habe 60 bis 70 Zentimeter mehr Wasserhöhe am Wal gebracht, so Backhaus.
»Unsere Strategie geht ja doch auf mit der Initiative«, sagte er. Der große Meeressäuger sei am Morgen mit verhältnismäßig hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen, »nämlich zwischen fünf und sieben Knoten«. Das sind etwa 9 bis 13 Kilometer pro Stunde. Geleitet von mehreren Booten schwamm der Wal erst mehrfach hin und her, dann anhaltend in die richtige Richtung – bis er allerdings erneut am Ende der Kirchsee genannten Bucht stoppte. Wenn der Wal für längere Zeit abtauche, könne eine Ortung zum Problem werden, sagte Backhaus.
»Unsere Strategie geht ja doch auf mit der Initiative«, sagte er. Der große Meeressäuger sei am Morgen mit verhältnismäßig hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen, »nämlich zwischen fünf und sieben Knoten«. Das sind etwa 9 bis 13 Kilometer pro Stunde. Geleitet von mehreren Booten schwamm der Wal erst mehrfach hin und her, dann anhaltend in die richtige Richtung – bis er allerdings erneut am Ende der Kirchsee genannten Bucht stoppte. Wenn der Wal für längere Zeit abtauche, könne eine Ortung zum Problem werden, sagte Backhaus.
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Rettungsinitiative: Wal wird demnächst erneut »mobilisiert«
Seit rund eineinhalb Stunden verharrt der am Morgen freigekommene Buckelwal nun schon an derselben Stelle am Ausgang der Kirchsee vor Poel. Um die Mittagszeit herum soll er nun erneut »mobilisiert« werden, sagte Karin Walter-Mommert, Mitorganisatorin der privaten Rettungsaktion, dem NDR. Das Tier liege nur ganz flach auf; es brauche nicht viel, damit es wieder in Bewegung komme, so Walter-Mommert. Wie genau die Mobilisierung aussehen werde, sagte sie jedoch nicht.
Bis zum Mittag soll der Wasserstand in dem Seegebiet um Poel noch ansteigen, zeigen Daten des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie.
Walter-Mommert zufolge müsse die Initiative derzeit noch auf ein »Go« vom Umweltministerium warten. Sie und ihr Team seien fast schon am Ende ihrer Kräfte, aber »es hat sich schon jetzt gelohnt, da der Wal noch mal schwimmen durfte.«
Bis zum Mittag soll der Wasserstand in dem Seegebiet um Poel noch ansteigen, zeigen Daten des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie.
Walter-Mommert zufolge müsse die Initiative derzeit noch auf ein »Go« vom Umweltministerium warten. Sie und ihr Team seien fast schon am Ende ihrer Kräfte, aber »es hat sich schon jetzt gelohnt, da der Wal noch mal schwimmen durfte.«
Seit längerer Zeit verharrt das Tier am Ausgang der Kirchsee vor Poel. Foto: Jens Büttner/dpa
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Wie der freigekommene Wal durch die Bucht schwamm
Steigende Wasserstände und starker Wind haben dem vor Poel gestrandeten Wal zum erneuten Freischwimmen geholfen. Um kurz nach 7 Uhr früh schwamm er los, wechselte mehrfach die Richtung, schien orientierungslos. Die Bilder dazu sehen Sie hier im Video.
Reuters
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Ministerium: Wal kann sich frei bewegen
Nach seinem Freischwimmen verharrt der Buckelwal vor Poel schon seit einer guten Stunde an derselben Stelle. Das Umweltministerium in Schwerin geht allerdings nicht davon aus, dass er erneut gestrandet ist.
Helfer auf den Booten seien der Meinung, dass sich das Tier frei bewegen könne, sagte eine Ministeriumssprecherin. Allerdings lasse man dem Tier aktuell eine Pause. Es habe am Morgen schätzungsweise drei bis fünf Kilometer zurückgelegt.
Helfer auf den Booten seien der Meinung, dass sich das Tier frei bewegen könne, sagte eine Ministeriumssprecherin. Allerdings lasse man dem Tier aktuell eine Pause. Es habe am Morgen schätzungsweise drei bis fünf Kilometer zurückgelegt.
Buckelwal verharrt anscheinend an einer Stelle
Rund zwei Stunden nachdem der Buckelwal vor Poel losgeschwommen ist, hat er nun offenbar wieder gestoppt. Auf Livestreams ist zu sehen, wie das Tier nahe von Fahrwassertonnen zu liegen scheint. Die Begleitboote, die ihn zuvor Richtung offene Ostsee getrieben hatten, hielten zumeist Abstand.
Der Meeressäuger wechselte nach seinem Losschwimmen am Morgen mehrfach die Richtung, schwamm aber geleitet von den Booten schließlich anhaltend in die richtige Richtung – bis zum Stopp am Ende der Kirchsee genannten Bucht. Ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums sagte, nach seinem Wissen sei auch der Ausgang des Kirchsees teils sehr flach. Der Wal müsste demnach einen Bogen schwimmen, um gut herauszukommen. Das Fahrwasser sei etwa zweieinhalb bis drei Meter tief. Ansonsten sei die Bucht etwa zwischen 90 Zentimeter und 1,10 Meter tief. Deutlich tiefer ist seinen Angaben nach das Fahrwasser der sich anschließenden Wismarbucht. Dieses sei mindestens mehr als neun Meter tief. Durch die Wismarbucht müsste der Wal schwimmen, um in die Ostsee zu gelangen.
Der Meeressäuger wechselte nach seinem Losschwimmen am Morgen mehrfach die Richtung, schwamm aber geleitet von den Booten schließlich anhaltend in die richtige Richtung – bis zum Stopp am Ende der Kirchsee genannten Bucht. Ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums sagte, nach seinem Wissen sei auch der Ausgang des Kirchsees teils sehr flach. Der Wal müsste demnach einen Bogen schwimmen, um gut herauszukommen. Das Fahrwasser sei etwa zweieinhalb bis drei Meter tief. Ansonsten sei die Bucht etwa zwischen 90 Zentimeter und 1,10 Meter tief. Deutlich tiefer ist seinen Angaben nach das Fahrwasser der sich anschließenden Wismarbucht. Dieses sei mindestens mehr als neun Meter tief. Durch die Wismarbucht müsste der Wal schwimmen, um in die Ostsee zu gelangen.
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Die Reise des Wals
Seit Anfang März ist der Buckelwal bereits vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns unterwegs, dabei strandete er mehrfach und befreite sich aus eigener Kraft wieder. Unsere Karte gibt den Überblick:
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Greenpeace warnt: »Megastress für das Tier«
Nach Einschätzung der Umweltorganisation Greenpeace bedeutet die aktuelle Situation für den Buckelwal eine hohe Stressbelastung. »Das ist natürlich ein Megastress für das Tier«, sagte ein Sprecher. Der Wal habe die vergangenen Jahre ohne Kontakt zu Menschen verbracht, nun gebe es ständig Aktivitäten. Das Tier müsse sich erst einmal von den vergangenen Tagen erholen und sei nun Motorenlärm von den Booten ausgesetzt. »Der Stress für das Tier ist enorm.«
Es gibt Vermutungen von Wal-Beobachtern zum Hin- und Herschwimmen am Morgen: Demnach könnte das Tier so geschwächt sein, dass es versucht, in Küstennähe zu bleiben. Eine andere Erklärungsmöglichkeit wäre demnach, dass der Wal so desorientiert ist, dass er den Weg zurück ins offene Meer nicht findet.
Es gibt Vermutungen von Wal-Beobachtern zum Hin- und Herschwimmen am Morgen: Demnach könnte das Tier so geschwächt sein, dass es versucht, in Küstennähe zu bleiben. Eine andere Erklärungsmöglichkeit wäre demnach, dass der Wal so desorientiert ist, dass er den Weg zurück ins offene Meer nicht findet.
Boote und Jetskis der DLRG begleiteten den Wal durch die Kirchsee vor Poel. Foto: Jens Büttner/dpa
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Backhaus: Wal soll einen Sender bekommen
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat sich am Vormittag erneut zur aktuellen Wal-Lage geäußert. Es sei eine »großartige Entwicklung«, sagte er in einem Livestream. Sie sei auch möglich geworden durch die veränderten Umweltbedingungen: »Wir haben natürlich erkannt, dass wir Wind und vor allem Wasser kriegen«, sagte Backhaus. »Das hat dem Wal geholfen und hat ihn wahrscheinlich mobilisiert und motiviert, loszukommen.«
Das Tier sei anschließend recht orientierungslos durch die Bucht vor der Insel Poel geirrt. Den Booten der DLRG sei es dann »gelungen, ihn umzudrehen« und Richtung offenes Meer zu führen, sagte der Minister. Der Wal habe »aktuell noch Orientierungsschwierigkeiten«.
Alle Maßnahmen seien weiter in der Verantwortung der privaten Rettungsinitiative. Das Tier solle nun einen Sender bekommen, um seine weitere Reise verfolgen zu können. Das Gerät solle an dem Wal angebracht werden, »sobald wir eine günstige Stelle haben, wo wir ihn damit versehen können«, so Backhaus.
Das Tier sei anschließend recht orientierungslos durch die Bucht vor der Insel Poel geirrt. Den Booten der DLRG sei es dann »gelungen, ihn umzudrehen« und Richtung offenes Meer zu führen, sagte der Minister. Der Wal habe »aktuell noch Orientierungsschwierigkeiten«.
Alle Maßnahmen seien weiter in der Verantwortung der privaten Rettungsinitiative. Das Tier solle nun einen Sender bekommen, um seine weitere Reise verfolgen zu können. Das Gerät solle an dem Wal angebracht werden, »sobald wir eine günstige Stelle haben, wo wir ihn damit versehen können«, so Backhaus.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus. Foto: Bernd Wüstneck/dpa
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Buckelwal verharrt anscheinend an einer Stelle
Rund zwei Stunden nachdem der Buckelwal vor Poel losgeschwommen ist, hat er nun offenbar wieder gestoppt. Auf Livestreams ist zu sehen, wie das Tier nahe von Fahrwassertonnen zu liegen scheint. Die Begleitboote, die ihn zuvor Richtung offene Ostsee getrieben hatten, hielten zumeist Abstand.
Der Meeressäuger wechselte nach seinem Losschwimmen am Morgen mehrfach die Richtung, schwamm aber geleitet von den Booten schließlich anhaltend in die richtige Richtung – bis zum Stopp am Ende der Kirchsee genannten Bucht. Ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums sagte, nach seinem Wissen sei auch der Ausgang des Kirchsees teils sehr flach. Der Wal müsste demnach einen Bogen schwimmen, um gut herauszukommen. Das Fahrwasser sei etwa zweieinhalb bis drei Meter tief. Ansonsten sei die Bucht etwa zwischen 90 Zentimeter und 1,10 Meter tief. Deutlich tiefer ist seinen Angaben nach das Fahrwasser der sich anschließenden Wismarbucht. Dieses sei mindestens mehr als neun Meter tief. Durch die Wismarbucht müsste der Wal schwimmen, um in die Ostsee zu gelangen.
Der Meeressäuger wechselte nach seinem Losschwimmen am Morgen mehrfach die Richtung, schwamm aber geleitet von den Booten schließlich anhaltend in die richtige Richtung – bis zum Stopp am Ende der Kirchsee genannten Bucht. Ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums sagte, nach seinem Wissen sei auch der Ausgang des Kirchsees teils sehr flach. Der Wal müsste demnach einen Bogen schwimmen, um gut herauszukommen. Das Fahrwasser sei etwa zweieinhalb bis drei Meter tief. Ansonsten sei die Bucht etwa zwischen 90 Zentimeter und 1,10 Meter tief. Deutlich tiefer ist seinen Angaben nach das Fahrwasser der sich anschließenden Wismarbucht. Dieses sei mindestens mehr als neun Meter tief. Durch die Wismarbucht müsste der Wal schwimmen, um in die Ostsee zu gelangen.
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Wie geht es dem Wal?
Wie es dem frei geschwommenen Tier geht und welche Überlebenschancen es hat, ist weiterhin unklar. Das Landesumweltministerium und alle hinzugezogene Fachleute kamen bislang einhellig zu dem Schluss, dass das Tier in einem sehr schlechten Zustand und wohl schwer krank oder sogar sterbend sei. Mehrfachstrandungen gelten demnach in Fachkreisen als ein Zeichen für massive Schwierigkeiten.
Alle aktiven Bemühungen um das Tier waren deshalb bereits eingestellt worden. In der vergangenen Woche entschied das Landesumweltministerium dann, einen womöglich letzten Rettungsversuch der von Unternehmern finanzierten Privatinitiative zu dulden. Die Verantwortung liegt allein bei der Initiative, die Behörden überwachen die Maßnahmen allerdings. Zuständig sei weiterhin die Initiative, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) heute Morgen noch einmal. Sie erhalte aber »vollständige Hilfestellung« der Behörden.
Alle aktiven Bemühungen um das Tier waren deshalb bereits eingestellt worden. In der vergangenen Woche entschied das Landesumweltministerium dann, einen womöglich letzten Rettungsversuch der von Unternehmern finanzierten Privatinitiative zu dulden. Die Verantwortung liegt allein bei der Initiative, die Behörden überwachen die Maßnahmen allerdings. Zuständig sei weiterhin die Initiative, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) heute Morgen noch einmal. Sie erhalte aber »vollständige Hilfestellung« der Behörden.
Frei geschwommener Buckelwal am Morgen in der Kirchsee. Foto: Jens Büttner/dpa
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Initiator der Rettungsaktion ernüchtert
Die Geldgeber der privaten Rettungsaktion, die den gestrandeten Buckelwal eigentlich befreien wollte, haben sich über das selbstständige Losschwimmen des Tiers ernüchtert gezeigt. Man habe zwei Tage Verzögerung im Plan gehabt, sagte Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, der Deutschen Presse-Agentur. »Und jetzt ist das aus der Bahn gelaufen alles.« Mehr könne er derzeit nicht sagen. »Jetzt kann man nur hoffen, dass die Begleitung gelingt.«
Befreiung wohl aus eigener Kraft
Dass der gestrandete Buckelwal wieder schwimmt, hat mit der geplanten Rettungsaktion offenbar nichts zu tun: Stattdessen soll der steigende Wasserstand zentral gewesen sein – in doppelter Hinsicht: Er verhinderte, dass die Aktion wie zeitlich geplant startete und brachte offenbar genug Wasser unter das Tier, sodass es nun aus eigener Kraft loskam.
Gestern Abend hatte Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, der Deutschen Presse-Agentur gesagt, durch den gestiegenen Wasserstand seien das Anbringen der Pontons und ein Begleiten des Wals wie geplant unmöglich geworden. Am Samstag habe man »die richtige Wasserhöhe noch gehabt», so Gunz. »Heute haben wir plötzlich 70 Zentimeter mehr.« Das sei eine ganz andere Situation.
Der ursprüngliche Plan sah vor, eine Plane unter den Wal zu ziehen und diese an Pontons zu befestigen, die wiederum von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. So sollte das Tier in die Nordsee und möglichst sogar bis in den Atlantik transportiert werden. Die Vorbereitungen dafür liefen seit Donnerstag.
Gestern Abend hatte Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, der Deutschen Presse-Agentur gesagt, durch den gestiegenen Wasserstand seien das Anbringen der Pontons und ein Begleiten des Wals wie geplant unmöglich geworden. Am Samstag habe man »die richtige Wasserhöhe noch gehabt», so Gunz. »Heute haben wir plötzlich 70 Zentimeter mehr.« Das sei eine ganz andere Situation.
Der ursprüngliche Plan sah vor, eine Plane unter den Wal zu ziehen und diese an Pontons zu befestigen, die wiederum von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. So sollte das Tier in die Nordsee und möglichst sogar bis in den Atlantik transportiert werden. Die Vorbereitungen dafür liefen seit Donnerstag.
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Zwölf Meter Länge
Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal wohl ein relativ durchschnittliches Tier: Den Angaben nach misst er 12,35 Meter Länge und 3,20 Meter Breite bei etwa 1,60 Meter Höhe.
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Wal findet bislang offenbar nicht Weg ins offene Meer
Der frei geschwommene Wal wechselt weiter die Richtung, wie auf Livestreams im Netz zu sehen ist. Helfer versuchen von Booten aus, ihn in Richtung offene Ostsee zu treiben – bislang allerdings vergeblich. »Der ist weiter in die Bucht geschwommen«, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei.
Auf den Bildern der Livestreams waren zeitweise im Hintergrund schon Hafenanlagen von Kirchdorf am Ende der Bucht zu sehen. Zuletzt bewegte sich das Tier aber wieder für mehrere Minuten in die andere Richtung, die aus der Bucht hinausführt.
Auf den Bildern der Livestreams waren zeitweise im Hintergrund schon Hafenanlagen von Kirchdorf am Ende der Bucht zu sehen. Zuletzt bewegte sich das Tier aber wieder für mehrere Minuten in die andere Richtung, die aus der Bucht hinausführt.
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Befreiung wohl aus eigener Kraft
Dass der gestrandete Buckelwal wieder schwimmt, hat mit der geplanten Rettungsaktion offenbar nichts zu tun: Stattdessen soll der steigende Wasserstand zentral gewesen sein – in doppelter Hinsicht: Er verhinderte, dass die Aktion wie zeitlich geplant startete und brachte offenbar genug Wasser unter das Tier, sodass es nun aus eigener Kraft loskam.
Gestern Abend hatte Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, der Deutschen Presse-Agentur gesagt, durch den gestiegenen Wasserstand seien das Anbringen der Pontons und ein geplantes Begleiten des Wals unmöglich geworden. Am Samstag habe man »die richtige Wasserhöhe noch gehabt«, so Gunz. »Heute haben wir plötzlich 70 Zentimeter mehr.« Das sei eine ganz andere Situation.
Der ursprüngliche Plan sah vor, eine Plane unter den Wal zu ziehen und diese an Pontons zu befestigen, die wiederum von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. So sollte das Tier in die Nordsee und möglichst sogar bis in den Atlantik transportiert werden. Die Vorbereitungen dafür liefen seit Donnerstag.
Gestern Abend hatte Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, der Deutschen Presse-Agentur gesagt, durch den gestiegenen Wasserstand seien das Anbringen der Pontons und ein geplantes Begleiten des Wals unmöglich geworden. Am Samstag habe man »die richtige Wasserhöhe noch gehabt«, so Gunz. »Heute haben wir plötzlich 70 Zentimeter mehr.« Das sei eine ganz andere Situation.
Der ursprüngliche Plan sah vor, eine Plane unter den Wal zu ziehen und diese an Pontons zu befestigen, die wiederum von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. So sollte das Tier in die Nordsee und möglichst sogar bis in den Atlantik transportiert werden. Die Vorbereitungen dafür liefen seit Donnerstag.
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Wal schwimmt durch Wismarbucht
Auf Livestreams im Internet ist zu sehen, wie der Wal sich derzeit weiter durchs Wasser vor Poel bewegt. Er wechselt dabei immer wieder die Richtung und stößt Blas aus. Mehrere Begleitboote der DLRG sowie Jetskis kreisen um das Tier, an Land stehen Schaulustige und beobachten die Szenen.
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Ist der Wal nun gerettet?
Die Freude in Poel ist groß: Auf Bildern sind jubelnde Menschen zu sehen, die um den Wal gebangt hatten. Doch das Risiko ist hoch, dass »Timmy« oder »Hope«, wie viele das tonnenschwere Meerestier nennen, erneut stranden wird.
Seit er Anfang März das erste Mal in der Ostsee aufgetaucht ist, lag der Wal bereits viermal auf Grund. Und die Kirchsee, in der sich der Wal aktuell befindet, ist flach – an vielen Stellen ist das Wasser nur etwa 1,2 bis 2 Meter tief – abgesehen von einer engen Fahrrinne.
Begleitboote sollen jetzt versuchen, dem Wal den richtigen Weg zu zeigen, doch bis in den Atlantik sind es Hunderte Kilometer. Der Wal kann abtauchen, und in der Nacht dürfte es schwer werden, den Meeressäuger im Blick zu behalten.
Die neuseeländische Meeresbiologin Ingrid N. Visser, die an zahlreichen Walrettungen beteiligt war, sagte dem SPIEGEL, sie glaube nicht, dass sich ein frei schwimmender Buckelwal über Hunderte Kilometer durch die Ostsee in den Atlantik lenken lasse. Zu schmal die Fahrrinnen, zu viele Untiefen. Sie habe noch nie einen Buckelwal unter ähnlichen Umständen befreien können.
Seit er Anfang März das erste Mal in der Ostsee aufgetaucht ist, lag der Wal bereits viermal auf Grund. Und die Kirchsee, in der sich der Wal aktuell befindet, ist flach – an vielen Stellen ist das Wasser nur etwa 1,2 bis 2 Meter tief – abgesehen von einer engen Fahrrinne.
Begleitboote sollen jetzt versuchen, dem Wal den richtigen Weg zu zeigen, doch bis in den Atlantik sind es Hunderte Kilometer. Der Wal kann abtauchen, und in der Nacht dürfte es schwer werden, den Meeressäuger im Blick zu behalten.
Die neuseeländische Meeresbiologin Ingrid N. Visser, die an zahlreichen Walrettungen beteiligt war, sagte dem SPIEGEL, sie glaube nicht, dass sich ein frei schwimmender Buckelwal über Hunderte Kilometer durch die Ostsee in den Atlantik lenken lasse. Zu schmal die Fahrrinnen, zu viele Untiefen. Sie habe noch nie einen Buckelwal unter ähnlichen Umständen befreien können.
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Geplante Rettungsaktion gestaltet sich schwierig
Als der Wal sich festgeschwommen hatte, wollten die Behörden das Tier sterben lassen – zu schlecht schien sein Zustand. Dann allerdings duldeten die Behörden, dass eine private Initiative eine Rettungsaktion startet. Diese verzögerte sich allerdings. So war der Wind zuletzt aufgefrischt und der Wasserpegel gestiegen.
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Bilder zeigen immer wieder einen Blas, die Fontäne, die ein Wal beim Auftauchen ausstößt.
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Boote sollen Tier begleiten
Ziel ist nun, das Tier aus der Bucht zu begleiten. Dazu sollen laut Minister Backhaus weitere Boote geordert werden. »Es gibt die Chance, das Tier ins richtige Fahrwasser zu bringen.« Der Wal hatte sich schon mehrmals festgeschwommen und war wieder freigekommen. Den Weg ins offene Meer fand er aber nicht.
Seit Anfang März war der Wal immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht, zunächst im Hafen von Wismar, später in der Lübecker Bucht und an der Küste bei Steinbeck im Kreis Nordwestmecklenburg. Das Tier hatte sich Experten zufolge wiederholt in Netzen verfangen. Einsatzkräfte und Meeresschützer der Organisation Sea Shepherd hatten es von einem Teil des Materials befreit. Vor Poel hatte er sich zum dritten Mal festgesetzt.
Seit Anfang März war der Wal immer wieder an der Ostseeküste aufgetaucht, zunächst im Hafen von Wismar, später in der Lübecker Bucht und an der Küste bei Steinbeck im Kreis Nordwestmecklenburg. Das Tier hatte sich Experten zufolge wiederholt in Netzen verfangen. Einsatzkräfte und Meeresschützer der Organisation Sea Shepherd hatten es von einem Teil des Materials befreit. Vor Poel hatte er sich zum dritten Mal festgesetzt.
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Umweltminister Backhaus spricht von »Glücksmoment«
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus ist vor Ort. Der SPD-Politiker sagte vor Reportern, es sei »zunächst mal ein Glücksmoment«, dass der Wal jetzt wieder schwimme. Wie schon bei vergangenen Auftritten in Zusammenhang mit dem Wal fehlte es bei Backhaus nicht an Pathos: »Ich habe das immer gesagt, ich persönlich: Ich begleite diesen Wal. Bis zum Ende. Ob lebend oder tot.«
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Buckelwal schwimmt sich frei
Ende März war vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns ein Buckelwal gestrandet. Nun hat sich das Tier in der Wismarer Bucht freigeschwommen. Wir halten Sie hier über die Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, der Pegel in der Barge werde bei einem »Hochfahrprozess« steigen, tatsächlich sinkt er aber. Wir haben den Fehler korrigiert.
Mit Material der Agenturen








