SpOn 14.08.2026
13:03 Uhr

Ostdeutschland: Zuwanderung stützt laut IW-Studie Arbeitsmarkt und Wirtschaft


Ausländische Arbeitskräfte werden laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft immer wichtiger für den Arbeitsmarkt in Ostdeutschland. Ohne gezielte Zuwanderung sei die Versorgung der Bevölkerung gefährdet.

Ostdeutschland: Zuwanderung stützt laut IW-Studie Arbeitsmarkt und Wirtschaft

Ohne Zuwanderung gäbe es im Osten Deutschlands laut einer neuen Erhebung immer größere Lücken auf dem Arbeitsmarkt. Wenige Wochen vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) deshalb vor Wohlstandsverlusten ​im Osten, sollte es nicht gelingen, mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Laut ‌dem Bericht des Instituts leisten Beschäftigte ohne deutschen Pass einen immer wichtigeren Beitrag für die Wirtschaft.

Sie glichen den demografisch bedingten Rückgang an Arbeitskräften zu einem großen Teil aus: Im Jahr 2025 trugen sie rund ​68,3 Milliarden Euro oder 10,5 Prozent zur Wertschöpfung in den ostdeutschen Bundesländern bei. Ohne ⁠Zuwanderung ⁠würde die Zahl der Arbeitskräfte in der Region demnach stark zurückgehen.

Den Forschern zufolge sank die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit deutscher Staatsangehörigkeit in den sechs ‌ostdeutschen Bundesländern zwischen Dezember 2023 und Dezember 2025 ​um rund ‌141.000. Dem stand im selben Zeitraum eine Zunahme von 90.000 Beschäftigten ohne deutschen Pass gegenüber. Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Ostdeutschland stieg entsprechend von 4,8 Prozent im Dezember 2015 ‌auf 13,3 Prozent im Dezember 2025.

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Allerdings warnen die Autoren der Studie vor neuen Problemen. So sei seit dem Jahr 2024 ‌eine zunehmende Rückwanderung in jüngere EU-Mitgliedsländer ​wie Polen zu beobachten. Zudem ‌habe sich der Zuzug von Asylsuchenden aus den wichtigsten ‌Herkunftsländern ​verlangsamt. Gelinge es nicht, diese Lücken durch gezielte Zuwanderung von Arbeitskräften aus Nicht-EU-Staaten zu schließen, könne ​dies den Wohlstand und ⁠die Versorgung der Bevölkerung gefährden, heißt ​es ​in der Studie.

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akb/Reuters