Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat gesundheitliche Probleme öffentlich gemacht. Der CDU-Politiker erklärte, er sei »sprachlich etwas lädiert«.
Vor Beginn einer regulären Sitzung des Innenausschusses sagte der 74 Jahre alte Reul, er wolle gern eine persönliche Vorbemerkung machen. »Sie haben in den letzten Wochen wahrscheinlich bemerkt, dass ich mich in meiner Aussprache ein bisschen verändert habe«, sagte Reul. Das wolle er gern erklären. In den Sommerferien sei bei ihm ein Eingriff vorgenommen worden, um das Zittern der Hand zu beheben.
Dann habe er seinen Urlaub abgesagt, weil im Hürtgenwald ein großer Brand ausgebrochen war. Er habe vor Ort sein wollen, so Reul. »Seitdem habe ich dieses sprachliche Problem, wo wir noch nicht genau wissen, warum es entstanden ist«, sagt Reul. Er sei »gesund und munter, aber sprachlich etwas lädiert«.
Möglicherweise habe er das Krankenhaus zu schnell verlassen, um angesichts des damaligen Großbrands im Hürtgenwald präsent zu sein.
Beobachtern war aufgefallen, dass Reul verwaschen sprach. Das hatte Spekulationen über seinen Gesundheitszustand ausgelöst. Gerüchten wollte er nun entgegentreten.
Der einstige Studienrat Reul zählt zu den beliebtesten und profiliertesten Kabinettsmitgliedern in Nordrhein-Westfalen. Er wurde vor mehr als vier Jahrzehnten – 1985 – erstmals Landtagsmitglied und ist seit 2017 NRW-Innenminister.
