SpOn 20.05.2026
16:23 Uhr

New York: Frau steigt in Manhattan aus ihrem Auto, stürzt in offenen Gully und stirbt


Im Big Apple ist es eine lebensgefährliche Fahrlässigkeit: Straßenschächte ohne Gullydeckel. An der 5th Avenue, vor dem Cartier Building, ist das einer 56-Jährigen zum Verhängnis geworden.

New York: Frau steigt in Manhattan aus ihrem Auto, stürzt in offenen Gully und stirbt

Es sei eine der größten Ängste von New Yorkern, schreibt die »New York Times« : Mitten in der Stadt in einen unbedeckten Gullyschacht zu fallen. In der US-Metropole seien fehlende Kanaldeckel ein häufiges Problem. Das wurde nun auch einer Frau zum tödlichen Verhängnis.

Laut Angaben der Polizei parkte die 56-Jährige am späten Montagabend ihr Auto, einen Mercedes, an der belebten Flaniermeile 5th Avenue in Midtown Manhattan. Als sie vor dem »Cartier Building« ausstieg, sei sie mehr als drei Meter in die Tiefe gestürzt. Das US-Versorgungsunternehmen Con Edison teilte Medienberichten zufolge mit, dass Videoaufnahmen darauf hindeuten würden, dass der Gullydeckel zwölf Minuten vor dem Vorfall durch einen Lkw beim Überfahren verschoben wurde.

Vertreter der Stadt bestätigten demnach, dass Con Edison zu dem Zeitpunkt eine Arbeitsgenehmigung für den Block gehabt habe, wenngleich zu der Zeit keine Arbeiten im Gange gewesen seien.

Zeuge berichtet von »Ich sterbe«-Schreien

Wie die »New York Times« weiter berichtet, habe ein Zeuge die Frau bei dem tragischen Vorfall beobachtet. Sie sei ausgestiegen und »einfach verschwunden«. Er sei zur Unglücksstelle geeilt und habe sie wieder und wieder »ich sterbe« schreien gehört. In dem Schacht habe er die Frau in einer Wasserlache sitzend gesehen, die Beine von sich gestreckt.

Während er den Notruf gewählt habe, seien Menschen mit Taschenlampen dazugestoßen. Ein Passant habe versucht, in den Schacht zu gelangen, damit sich die Frau an seinen Beinen festhalten könnte. Das Loch sei aber zu tief gewesen. Ein weiterer Passant habe es mit einer zu kurzen Leiter versucht.

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Als die Rettungskräfte die Frau etwa zwanzig Minuten später aus dem Schacht befreiten, sei sie bereits regungslos und mit Ruß bedeckt gewesen, berichtete der Zeuge weiter. Im Krankenhaus wurde die Frau später für tot erklärt.

Laut Polizei habe es am Dienstag keine Festnahmen im Kontext des Todes der Frau gegeben. Medienberichten zufolge sei der Gullydeckel wenige Meter entfernt gefunden worden. Solche Vorfälle sind demnach relativ selten. Die Ermittlungen dauerten zunächst an.

aeh