SpOn 29.09.2026
10:43 Uhr

Mexiko: Hurrikan »Polo« trifft auf Land – Behörden warnen vor Lebensgefahr


Die Behörden in Teilen Mexikos haben die Bevölkerung aufgerufen, sich vor Hurrikan »Polo« in Sicherheit zu bringen. Ausläufer des Sturms hatten bereits schwere Schäden verursacht – und der nächste Hurrikan zieht bereits auf.

Mexiko: Hurrikan »Polo« trifft auf Land – Behörden warnen vor Lebensgefahr

Der Hurrikan »Polo« ist mit Windgeschwindigkeiten von rund 175 Kilometern pro Stunde gegen Mitternacht (Ortszeit) in der Nähe des Ortes Las Barrancas im mexikanischen Bundesstaat Baja California Sur auf Land getroffen, wie der mexikanische Wetterdienst auf der Plattform X mitteilte. »Polo« sei derzeit ein Hurrikan der Kategorie 2 von 5.

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Die Behörden hatten die Bevölkerung wegen »lebensbedrohlicher Winde«, Sturzfluten und heftiger Regenfälle aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen und die Anweisungen des Zivilschutzes zu befolgen. Der Sturm werde die Halbinsel von Westen nach Osten überqueren und am Morgen in etwas abgeschwächter Form das mexikanische Festland erreichen, teilte das US-Hurrikanzentrum NHC mit.

Schon bevor »Polo« auf Land traf, hatten Ausläufer des Hurrikans im westmexikanischen Bundesstaat Jalisco schwere Schäden verursacht. Nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes kamen mindestens zwei Menschen ums Leben, drei weitere wurden nach starken Regenfällen und Erdrutschen vermisst.

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Der Sturm hatte sich vor der mexikanischen Pazifikküste zeitweise bis zur höchsten Kategorie 5 verstärkt. Für Teile der Bundesstaaten Baja California Sur und Sonora waren wegen der erwarteten Regenmengen weitere Überschwemmungen und Sturzfluten vorhergesagt worden.

Überschwemmungen auf Hawaii

Unterdessen sorgte der vorbeiziehende Hurrikan »Nolo« am Wochenende teilweise für Überschwemmungen auf Hawaii. Der Sturm wurde am Montag als Hurrikan der Kategorie 4 von 5 eingestuft und sollte sich heute dem Papahānaumokuākea Marine National Monument, einem weitläufigen Meeresschutzgebiet nordwestlich der Hauptinseln Hawaiis, nähern. Ein Landgang auf den Hauptinseln wird nach der Prognose nicht erwartet.

Zudem bildete sich vor der südmexikanischen Pazifikküste der Tropensturm »Rachel«. Nach Angaben des NHC soll »Rachel« weiter an Stärke gewinnen, am Mittwoch Hurrikanstärke erreichen und über das Meer entlang der Küste ziehen.

Das besonders starke Klimaphänomen El Niño sorgt in diesem Jahr für eine ungewöhnliche Hurrikansaison. Während sich im Pazifik bereits neun Hurrikane gebildet haben, drei davon in der höchsten Kategorie 5, hat sich im Atlantik bisher kein einziger Hurrikan entwickelt. Die Hurrikansaison endet am 30. November.

Der El Niño, der sich im Pazifik zusammenbraut, könnte Billionenschäden zur Folge haben. Ein Zusammenhang mit dem Klimawandel galt bisher als nicht belegt. Eine neue Studie könnte das ändern. Lesen Sie die Hintergründe hier : Die kommenden Monate werden die Klimazukunft der Erde sichtbar machen.

bbr/dpa/AFP