SpOn 11.03.2026
00:57 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern: Wal verfängt sich vor Ostsee-Küste in Fischernetz


Eine Passantin hat am Dienstagnachmittag vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns einen etwa zehn Meter langen Wal entdeckt. Polizei und ein Fischer rückten aus. Bei dem Tier handelt es sich womöglich um einen alten Bekannten.

Mecklenburg-Vorpommern: Wal verfängt sich vor Ostsee-Küste in Fischernetz

Vor der Ostseeküste bei Steinbeck im Landkreis Nordwestmecklenburg hat sich am Dienstag ein rund zehn Meter langer Wal in einem Fischernetz verfangen. Eine Passantin entdeckte das Tier gegen 14.30 Uhr und alarmierte die Behörden, wie die Wasserschutzpolizei Wismar mitteilte. Beamte in einem Streifenwagen und einem Boot seien daraufhin ausgerückt und hätten festgestellt, dass der Wal in einem Fischernetz festhing.

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Ein Fischer bemerkte den Angaben zufolge, dass es sich um sein Netz handelte und holte dieses ein. »Dabei wurde das Netz durchtrennt und der Wal konnte sich seewärts bewegen«, hieß es in der Mitteilung der Beamten . Das Polizeiboot »Hoben« begleitete das Tier demnach rund 35 Minuten lang. Dabei beobachteten die Beamten, dass der Wal zügig schwamm und längere Perioden tauchte.

Allerdings hatte sich eine Leine um den Körper des Tieres verfangen. Die Behörden vermuten, dass es sich um denselben Wal handelt, der bereits am 3. März im Hafenbereich Wismar gesichtet worden war. Die Leine könnte sich bereits vor mehreren Tagen an dem Wal verfangen haben.

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Das Meereskundemuseum Stralsund, die Verkehrszentrale Travemünde sowie die Besatzung des Umweltschutzschiffs »Triton« von Sea Shepherd wurden eingebunden, um weitere Maßnahmen abzustimmen, hieß es. Eine Gefährdung der Schifffahrt bestehe derzeit nicht.

  • Der Walfang hat etliche Populationen an den Rand des Aussterbens gebracht. Langsam erholen sie sich wieder. Dass es wieder mehr Tiere gibt, verändert offenbar auch, wie sie sich verhalten: Erholt sich die Population, singen die älteren Wal-Männchen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

aar/dpa