Er habe den »tiefen Wunsch«, das Thema psychische Gesundheit »aus dem Schatten zu holen«, sagt Schauspieler Martin Short, 76. Niemand solle sich schämen, darüber zu sprechen. »Man darf sich nicht vor dem Wort Suizid verstecken, sondern muss akzeptieren, dass dies die letzte Phase einer Krankheit sein kann.«
Der US-Schauspieler hat sehr persönliche Erfahrungen mit dem Thema gemacht: Im Februar dieses Jahres beging seine Tochter Katherine Short Suizid, sie war 42 Jahre alt. Bei CBS News hat Martin Short nun erstmals darüber gesprochen.
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Ihr Tod sei ein »Albtraum für die Familie« gewesen, sagte er dabei. Und zog Parallelen zum Tod seiner Ehefrau Nancy Dolman, die 2010 im Alter von 58 Jahren an Eierstockkrebs gestorben war. »Man muss verstehen, dass psychische Erkrankungen und Krebs, wie im Fall meiner Frau, beides Krankheiten sind, und manche Krankheiten sind unheilbar«, sagte Short. »Und meine Tochter hat lange Zeit mit schweren psychischen Problemen gekämpft, einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und anderen Dingen. Und sie hat ihr Bestes getan, bis sie es nicht mehr konnte.«
Short sprach auch über den Verlust zahlreicher Weggefährten in den vergangenen Monaten, darunter seine Schwägerin; außerdem Freunde wie Diane Keaton , Rob und Michele Reiner und Catherine O'Hara. »Es ist unfassbar«, sagte er, »man muss einfach einatmen und ausatmen«.
Martin Short (r.) im Jahr 1982 mit Kolleginnen und Kollegen von Second City Toronto, darunter Catherina O'Hara (2.v.l.)
Foto:Dick Darrell / Toronto Star / Getty Images
Martin Short und Nancy Dolman hatten drei Kinder adoptiert, Katherine Short war das älteste Kind. Sie hielt sich weitgehend aus der Öffentlichkeit fern, nahm jedoch gelegentlich an Veranstaltungen teil und begleitete ihren Vater auf roten Teppichen.
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Dass Short sich nun öffentlich über ihren Tod äußert, dürfte auch mit einer neuen Dokumentation über sein Leben zusammenhängen: Am 12. Mai veröffentlicht Netflix sie unter dem Titel »Marty, das Leben ist kurz« . Dabei soll es auch um Shorts zahlreiche Erfahrungen mit dem Thema Verlust gehen, und zwar schon in jungen Jahren: Sein älterer Bruder David kam bei einem Autounfall ums Leben, als Short zwölf Jahre alt war. Seine Eltern starben, als er noch Teenager war.
All das habe dazu geführt, dass er »diese Fähigkeit zum Überleben und zum Umgang mit Trauer« entwickelt habe, sagte Short bei CBS News – ebenso wie den Mut, Künstler zu werden: »Ich glaube, wenn man so etwas durchgemacht hat, ist es wirklich nicht mehr so wichtig, ob das Publikum einen mag.«
