US-Außenminister Marco Rubio hat der kubanischen Bevölkerung in einer Videobotschaft humanitäre Hilfe in Höhe von 100 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt. Zugleich machte er der Führung in Havanna Vorwürfe: Sie sei der Grund für die derzeitige Versorgungskrise auf Kuba, sagte Rubio auf Spanisch.
Die Videobotschaft veröffentlichte Rubio zum kubanischen Unabhängigkeitstag auf der Plattform X. Zur angebotenen Hilfe sagte er, das Geld müsse von der katholischen Kirche »oder anderen vertrauenswürdigen Hilfsorganisationen« verteilt werden. Konkreter wurde er nicht.
🇺🇸🇨🇺 pic.twitter.com/nwEePVJ1lX
— Secretary Marco Rubio (@SecRubio) May 20, 2026
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Die kubanische Botschaft in den USA wies Rubios Kritik an Havanna scharf zurück. Der Minister lüge wiederholt und skrupellos, um die grausame und rücksichtslose Aggression gegen das kubanische Volk zu rechtfertigen, teilte die Vertretung ebenfalls auf X mit. Zu den angebotenen Hilfslieferungen äußerte sich die Botschaft nicht.
Washington verfolgt mit Blick auf Kuba eine Strategie von Zuckerbrot und Peitsche: Während Rubio einerseits Hilfe in Aussicht stellt, wird derzeit erwartet, dass die US-Regierung Anklage gegen den früheren kubanischen Präsidenten Raúl Castro erhebt. Diese soll sich auf einen Vorfall aus dem Jahr 1996 beziehen, bei dem kubanische Kampfjets Flugzeuge einer Gruppe von Exilkubanern abgeschossen haben sollen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters in Berufung auf Quellen aus dem US-Justizministerium.
Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind seit der kubanischen Revolution 1959 angespannt. Unter Trump haben sich die Spannungen nochmals verschärft. Der US-Präsident erhöhte zuletzt mit neuen Sanktionen und einer Ölblockade den Druck. Auf Kuba wächst die Sorge vor einem möglichen militärischen Übergriff der USA. (Lesen Sie hier mehr dazu.)
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