Pep Guardiola übte sich nach dem erneuten Champions-League-Aus gegen Real Madrid erst einmal in Sarkasmus. »Jeder will mich feuern«, antwortete Manchester Citys Startrainer nach der 1:2-Niederlage auf die Frage nach seiner Zukunft bei dem englischen Topclub. »Eines Tages werde ich hierherkommen und sagen: Bye-bye Leute.« Die Spekulationen, dass der 55-jährige Spanier nach zehn erfolgreichen Jahren am Ende dieser Saison City verlassen könnte, gibt es schon länger.
So richtig lässt sich Guardiola bei seiner Zukunftsplanung nicht in die Karten schauen. Schon öfter gab es Rücktrittsspekulationen. Während seiner Trainerkarriere beim FC Barcelona und Bayern München hat er keinen Vertrag vorzeitig beendet. Doch die Gerüchte, dass es diesmal anders sein könnte, verstummen nicht. Sein aktueller Vertrag läuft am Ende der nächsten Saison aus.
»Die Zukunft wird rosig sein. Nächste Saison kommen wir wieder zurück«, sagte er nebulös nach dem Achtelfinal-Aus gegen die Königlichen. Selbst wenn er in »zehn Jahren in Rente« gehe, sei er immer noch Teil von ManCity. Deswegen könne er immer sagen: »Wir werden zurückkommen.«
Real Madrid ist für Guardiola und City zur Nemesis geworden. Es war das vierte Mal in fünf Jahren, dass der spanische Erzrivale Manchester City aus der Champions League geworfen hat. Nur 2023 bildete eine Ausnahme, als Guardiola mit seinem Team den Titel im Finale gegen Inter Mailand gewann.
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Nach dem Champions-League-Aus müssen sich Guardiola und ManCity nun auf die noch drei verbleibenden Titelchancen konzentrieren. Allerdings hat City im Kampf um die Meisterschaft gegenüber dem Premier-League-Rivalen FC Arsenal eindeutig die schlechteren Karten. Acht Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Rückstand auf die Gunners neun Punkte. Bleiben also noch die Hoffnungen auf die Triumphe in den beiden englischen Pokalwettbewerben.
