SpOn 27.07.2026
02:22 Uhr

Mallorca: Rund 25.000 Menschen demonstrieren gegen Massen-Tourismus auf der Mittelmeer-Insel


Horrende Mieten, Staus und Lärm, dazu Zerstörung der Natur: Der Tourismus auf Mallorca bringt nicht nur positive Folgen mit sich. Jetzt sind Tausende Menschen dagegen auf die Straße gegangen. Der Zeitpunkt war bewusst gewählt.

Mallorca: Rund 25.000 Menschen demonstrieren gegen Massen-Tourismus auf der Mittelmeer-Insel

Tausende Menschen sind auf Mallorca gegen den Massentourismus auf die Straßen gezogen. Die Demonstranten versammelten sich am Sonntagabend zunächst auf der Plaza de España im Zentrum von Palma, der Hauptstadt der spanischen Mittelmeerinsel. Von dort liefen die Menschen durch die Innenstadt zur Kathedrale.

Die Initiative »Menys Turisme, Més Vida« (Weniger Tourismus, mehr Leben) hatte unter dem Motto »Mallorca am Limit« bereits das dritte Jahr in Folge auf der vor allem bei Touristen aus Deutschland und Großbritannien beliebten Insel zum Protest aufgerufen – und mit bis zu 40.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gerechnet. Die mallorquinische Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten derweil auf 25.000.

Viele Teilnehmer trugen selbstgebastelte Plakate. »Mallorca overbooked« oder »Keine Kapazität mehr« stand unter anderem darauf.

Protestzug in Palma: »Touristen, geht nach Hause!«

Protestzug in Palma: »Touristen, geht nach Hause!«

Foto:

Clara Margais / dpa

Ein Jahr vor den Regionalwahlen auf den Balearen wolle man seine Meinung kundtun, sagte ein Sprecher der Veranstalter vor Journalistinnen und Journalisten. Der Zeitpunkt sei bewusst mit Blick auf die aktuelle Hauptreisezeit gewählt worden: Ende Juli und Anfang August gelten als die Wochen mit den meisten Urlaubern auf der Baleareninsel.

Was die Demonstranten beklagen

Die zentrale Forderung ist eine Begrenzung der Besucherzahl. Die steigende Zahl der Urlauber und der Ferienwohnungen wird für die Wohnungsnot verantwortlich gemacht. Die Organisatoren der Protestaktion beklagen, dass viele Menschen mit normalem Einkommen sich auf der Insel kaum noch eine Wohnung leisten können.

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Nachbarschaftsverbände, Umweltschutzgruppen und andere Organisationen führen aber auch Probleme wie Verschmutzung, Staus und Lärm sowie die Zerstörung der Natur auf den Massentourismus zurück.

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aar/dpa