Wieder hat es an der Ostflanke der Nato einen Zwischenfall mit einer Drohne gegeben. Und das Flugobjekt war nach Angaben aus Litauen mit Sprengstoff bewaffnet. Dies teilte Verteidigungsminister Robertas Kaunas mit. Die Sprengladung sei von Spezialkräften entschärft worden, schrieb er auf Facebook. Die Drohne werde weiterhin untersucht und analysiert.
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In Litauen war in der Nacht zu Dienstag ein unbemanntes Flugobjekt von italienischen Eurofightern über einem ländlichen Gebiet nahe dem Dorf Pratkunai vom Himmel geholt worden (mehr dazu hier). Verletzte oder Schäden gab es nicht. Die Behörden hatten die Bevölkerung mehrerer Regionen des baltischen EU- und Nato-Landes zuvor über eine mögliche Bedrohung aus der Luft alarmiert.
Genauere Angaben zur Herkunft und zum Typ der abgeschossenen Drohne gab es zunächst nicht. Nach ersten Erkenntnissen flog die Drohne wahrscheinlich vom Gebiet von Belarus nach Litauen ein. Im Zuge des Ukrainekrieges hat es bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen in den baltischen Staaten gegeben.
Präsident Gitanas Nausėd hatte am Dienstag auf X erklärt: »Ich danke den Einsatzkräften der Allianz für ihre schnelle Reaktion. Angesichts der zunehmenden Aggression Russlands gegen die Ukraine ist diese Bereitschaft für unsere Region von entscheidender Bedeutung.« Gemeinsam mit seinen Nato-Verbündeten werde Litauen seinen Luftraum verteidigen.«
Litauens Außenminister Kęstutis Budrys bedankte sich ebenfalls bei den Verbündeten der westlichen Militärallianz, »deren Präsenz dazu beiträgt, unseren Luftraum zu schützen und unsere Sicherheit zu stärken«. Bei X schrieb er: »Dies ist das beste Beispiel für die Einheit und Entschlossenheit der Partner in der Praxis – es sendet eine klare Botschaft, dass die Nato wachsam, engagiert und bereit ist.«
A drone that violated Lithuania’s airspace tonight was swiftly shot down by #NATO fighter jets.
— Kęstutis Budrys (@BudrysKestutis) September 14, 2026
Sincere thanks to our Allies, whose presence helps protect our skies and strengthens our security. This is best example of Allied unity and resolve in action - sending a clear message…
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Das benachbarte Polen hatte zudem den Beginn von »Lufteinsätzen« in seinem Luftraum bekannt gegeben. Als Grund nannte Warschau »die Aktivitäten von Jet-angetriebenen Drohnen der Russischen Föderation, die Angriffe auf ukrainisches Gebiet ausführen«. Die Schritte seien »präventiver Natur«. Sie zielten darauf ab, »den Luftraum zu sichern und zu schützen, insbesondere in Gebieten, die an bedrohte Regionen angrenzen«.
Bundeswehr baut Brigade im Land auf
Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine fühlt sich das Land in besonderem Maße bedroht, fast täglich gibt es in letzter Zeit verdächtige Drohnenüberflüge, für die Litauen Russland verantwortlich macht. Dem Militärgeheimdienst Litauens liegen nach Regierungsangaben Informationen vor, wonach Russland Angriffe auf kritische Infrastruktur in den baltischen Staaten erwägen könnte.
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Die Bundeswehr baut derzeit eine deutsche Panzerbrigade in Litauen auf. Der gefechtsbereite und eigenständig handlungsfähige Kampfverband mit 4800 Soldaten soll bis Ende 2027 einsatzfähig sein. Weil sich für die Litauen-Brigade der Bundeswehr nicht genügend Freiwillige gefunden haben, müssen nun Soldaten verpflichtend an die Nato-Ostflanke. Die Rede ist von etwa 570 Männern und Frauen, die per Befehl nach Litauen geschickt werden (mehr dazu hier).
Die Bundeswehr soll in Litauen die Nato-Ostflanke gegen Russland verteidigen – doch ihr Übungsplatz liegt dort, wo einst Juden gegen Hitler kämpften. Und die gelten in Litauen als Staatsfeinde. Mehr dazu erfahren Sie hier .
