Schauspielerin Lena Headey, 52, hat sich zu Beginn ihrer Karriere bei Sexszenen unwohl gefühlt. Ihr erster Schauspieljob sei »großartig« gewesen, sagte sie im Podcast »The Guilty Feminist« . »Wir hatten ein tolles Team, ich hatte einen wunderbaren Regisseur. Aber die Sexszenen waren wirklich erschreckend für mich.«
Headey spielte damals an der Seite von Jeremy Irons und Ethan Hawke im Drama »Waterland«. Als der Film erschien, war sie 18 Jahre alt.
Dem britischen »Telegraph« sagte Headey im Juli, sie habe solche Szenen als »eine Art Initiationsritus« empfunden, »den alle jungen Schauspielerinnen durchlaufen mussten«. Hinterfragt habe sie das nicht. »Stattdessen ging ich nach Hause und weinte«, sagte sie. »Wenn ich heute zurückblicke, denke ich: ›Hmm, das war hart‹«.
Ansprechpartner statt Alkohol
Früher sei es gängig gewesen, dass Schauspieler sich für Nackt- oder Sexszenen Mut antranken, erzählt Heady bei »The Guilty Feminist«. Wenn es eine knifflige Szene gegeben habe, habe man gesagt: ›Sollen wir nicht einfach ein bisschen Tequila kippen?‹ – »nur um die Peinlichkeit zu überwinden«, sagt Headey.
Inzwischen gebe es an vielen Sets Intimitätskoordinatoren. Sie unterstützen Regie und Schauspieler dabei, Sexzenen in einem sicheren Rahmen umzusetzen. Headey ist Fan: Die Koordinatorinnen und Koordinatoren würden »Ängste lindern« und seien »ein wichtiger Schutz für Schauspieler«, sagt sie.
Für die BBC führte sie zuletzt selbst bei dem Hörspiel »Intimacy« Regie, das von einer Intimitätskoordinatorin handelt. Diese stellt an einem Filmset fest, dass der Regisseur ein Mann ist, der sie vor Jahren während eines Drehs vergewaltigt hat. Headey leiht der Hauptfigur ihre Stimme.
Bekannt ist die Britin vor allem für ihre Rolle der hinterhältigen Königin Cersei Lannister in der Serie »Game of Thrones«. Zudem spielte sie in Filmen wie »Brothers Grimm« und »300« mit.
