SpOn 27.05.2026
13:22 Uhr

Laos: Fünf vermisste Goldsucher lebend aus Höhle geborgen


Tagelang saßen sieben Goldsucher in Laos in einer Höhle fest. Nachdem fünf von ihnen gerettet werden konnten, kämpfen internationale Experten gegen Regen und enge Zugänge, um die anderen beiden zu finden.

Laos: Fünf vermisste Goldsucher lebend aus Höhle geborgen

Seit mehr als einer Woche war eine Gruppe Goldsucher in einer überfluteten Höhle eingeschlossen. Fünf von ihnen sind nun lebend geborgen worden. Einsatzkräfte hätten die Männer nach tagelanger Suche wohlbehalten entdeckt, teilten die laotische Rettungsorganisation Rescue Volunteer for People und die thailändische Rettungseinheit MTK am Nachmittag (Ortszeit) mit. Nach zwei weiteren Vermissten wird noch gesucht.

Spezialteams aus dem Nachbarland Thailand unterstützen die schwierige Rettungsmission, die von Wassermassen, engen Gängen und Sauerstoffmangel herausgefordert wird. Nach Angaben der Retter gestaltet sich der Einsatz äußerst schwierig. Der Zugang zur Höhle führe durch einen nur rund 60 Zentimeter breiten Tunnel, durch den Einsatzkräfte etwa 100 Meter kriechen müssten, um den eigentlichen Schacht zu erreichen, zitierte der thailändische Sender »Channel 7« beteiligte Einsatzkräfte.

Insgesamt waren nach Behördenangaben zehn Männer bereits am 19. Mai in eine Höhle im Bezirk Longchaeng in der Provinz Xaisomboun vorgedrungen, um dort nach Gold zu graben. Die Region ist von schroffen Bergen, steilen Tälern und dichtem Dschungel geprägt und liegt etwa 130 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Vientiane.

Während drei Arbeiter entkommen konnten, wurden sieben weitere eingeschlossen, nachdem heftige Regenfälle die Ein- und Ausgänge der Höhle geflutet hatten, wie örtliche Medien berichteten. Teile der Höhle sollen während eines Unwetters zudem eingestürzt sein.

Die Regierung in Laos bat Thailand um Hilfe – auch wegen der Erfahrung thailändischer Einsatzkräfte bei der international beachteten Rettung einer Jugendfußballmannschaft aus der Tham-Luang-Höhle im Jahr 2018. Mehrere freiwillige Rettungsteams aus Thailand seien am Wochenende am Unglücksort eingetroffen und hätten sofort mit den Arbeiten begonnen, berichtete das Portal »Thaiger«.

Auch internationale Tauchexperten unterstützen die Mission, darunter der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi, der bereits an der spektakulären Rettung in Tham Luang beteiligt war.

czl/dpa