SpOn 09.03.2026
12:43 Uhr

Landtagswahlen 2026: Umfragen für Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt


Fünf Bundesländer wählen in diesem Jahr: Wer liegt vorn? Welche Koalitionen können auf eine Mehrheit hoffen? Hier finden Sie laufend aktualisiert die Zahlen zu allen wichtigen Umfragen.

Landtagswahlen 2026: Umfragen für Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt

In gleich fünf Bundesländern wählen die Menschen in diesem Jahr ein neues Landesparlament. In diesem Artikel stellen wir aktuelle Umfragen zusammen und erklären, welche Mehrheitsverhältnisse wie realistisch sind.


Am 22. März wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Rund drei Millionen Menschen sind wahlberechtigt. Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) hat die Amtsgeschäfte in der laufenden Wahlperiode von seiner Vorgängerin Malu Dreyer übernommen. Nun muss sich Schweitzer erstmals als Spitzenkandidat einer Wahl stellen.

Laut Umfragen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der CDU und Herausforderer Gordon Schnieder ab. Die FDP, die derzeit noch Teil der amtierenden Ampelkoalition ist, wurde in der jüngsten Umfrage von Infratest dimap nicht mal mehr ausgewiesen. Eine schwarz-rote bzw. rot-schwarze Koalition hat momentan die besten Chancen auf eine Mehrheit. (Lesen Sie am Ende dieses Artikels mehr darüber, wie wir aus den Umfragen die statistischen Wahrscheinlichkeiten für Mehrheiten einzelner Koalitionsoptionen berechnen.)

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Am 6. September wählen die Menschen in Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Rund 1,7 Millionen Wahlberechtigte gibt es hier. Der langjährige Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat Ende Januar sein Amt an den vorherigen Wirtschaftsminister Sven Schulze abgegeben, der die CDU als Spitzenkandidat in die Wahl führen wird. Laut Umfragen dürfte die AfD deutlich zulegen und könnte stärkste Kraft werden.

Mit Blick auf die aktuelle Umfrage von Infratest dimap und den Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU gegenüber der AfD und der Linken steuert Sachsen-Anhalt auf eine schwierige Regierungsbildung zu. Nach derzeitigem Stand gibt es kaum Aussichten auf eine stabile Mehrheit – womöglich bleibt eine Minderheitsregierung als einzige Möglichkeit.

Erreicht im neuen Landtag bei der Wahl zum Ministerpräsidenten kein Kandidat in den ersten beiden Wahlgängen die Mehrheit aller Abgeordneten, kann der Landtag Neuwahlen beschließen oder einen dritten Wahlgang abhalten. Dann ist gewählt, wer »die Mehrheit der abgegebenen Stimmen« (ohne Enthaltungen und nicht abgegebene Stimmen) erlangt.

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Am 20. September wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus – mal wieder. Bei der Wahl 2023 handelte es sich um die Wiederholung der von Pannen begleiteten Wahl im September 2021. Die Wahlperiode endet daher regulär im Herbst 2026. Rund 2,4 Millionen Menschen sind wahlberechtigt. Die CDU von Kai Wegner, dem amtierenden Regierenden Bürgermeister, könnte laut derzeitigen Umfragen stärkste Kraft bleiben. Gleichzeitig könnte demnach ein Bündnis aus Linken, Grünen und SPD eine Mehrheit der Sitze erlangen und den aktuell schwarz-roten Senat ablösen.

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Gleichzeitig mit Berlin wählen am 20. September auch die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte gibt es hier. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig dürfte laut Umfragen massiv an Zustimmung einbüßen, die AfD hingegen sprunghaft zulegen.

Wie schon Sachsen-Anhalt steht auch Mecklenburg-Vorpommern vor einer schwierigen Regierungsbildung, sollte sich die politische Stimmung bis zur Wahl nicht noch deutlich verändern. Nach der jüngsten Umfrage von Infratest dimap haben politisch denkbare Konstellationen nur geringe Chancen auf eine Mehrheit im Landtag – dann liefe es auf eine Minderheitsregierung hinaus.

In Mecklenburg-Vorpommern hat der neue Landtag von seinem ersten Zusammentreten an vier Wochen Zeit, eine neue Ministerpräsidentin oder einen neuen Ministerpräsidenten zu wählen. Kommt die nötige Mehrheit nicht zustande, beschließt das Parlament über seine Auflösung. Wenn der Landtag die Wahlperiode nicht vorzeitig beendet, ist bei einem weiteren Wahlgang gewählt, wer die meisten Stimmen erhält.

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In Baden-Württemberg wurde bereits am 8. März gewählt.


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Dieser Artikel wurde am 3. Dezember 2025 erstmals veröffentlicht. Er wird aktualisiert, wenn neue Umfragen der Meinungsforschungsinstitute Infratest dimap oder Forschungsgruppe Wahlen für die Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht werden.