SpOn 15.08.2026
10:49 Uhr

Kalifornien: Titel »hässlichster Hund der Welt« geht an Mops-Hündin Jinny Lu


In Kalifornien ist der Titel des »hässlichsten Hundes der Welt« vergeben worden. Nicht nur ihr Aussehen verhalf der Mopshündin Jinny Lu zum Sieg, sagen die Veranstalter und betonen: Lustig machen wolle man sich nicht.

Kalifornien: Titel »hässlichster Hund der Welt« geht an Mops-Hündin Jinny Lu

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Bei der Mopshündin Jinny Lu war sich die Jury aber wohl weitestgehend einig: Niemand ist hässlicher als Jinny Lu.

Was ihr zu der Auszeichnung »hässlichster Hund der Welt« verholfen haben könnte: eine schief heraushängende Zunge, Glupschaugen und Falten im Gesicht. Hundebesitzerin Michelle Grady kann sich nach dem traditionellen Wettbewerb im nordkalifornischen Santa Rosa nun über ein Preisgeld von 5000 Dollar freuen.

Jinny Lu, die einst von Tierschützern in Südkorea gerettet und in die USA gebracht wurde, hatte im vorigen Jahr bereits den zweiten Platz beim »World’s Ugliest Dog«-Wettbewerb gewonnen.

Schiefes Grinsen, nackte Haut

Diesmal ging der zweite Rang an den zehnjährigen Pinky, eine Mischung aus Chihuahua und Zwergspitz. Der Albino-Hund mit riesigen rosa Ohren, pinkfarbener Nase und wässrigblauen Augen, der früher im Tierheim an einer Hautkrankheit litt, nahm zum ersten Mal an dem Wettbewerb teil – und holte auf Anhieb ein Preisgeld von 3000 Dollar.

Zum ersten Mal dabei – und gleich der zweite Platz: Der zehnjährige Pinky

Zum ersten Mal dabei – und gleich der zweite Platz: Der zehnjährige Pinky

Foto: Noah Berger / AP / dpa

Auf Platz Drei schaffte es der zweijährige Chihuahua-Mischling Otto, der mit einer beidseitigen Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren wurde. Mit seinem schiefen Grinsen punktete Otto aus dem US-Bundesstaat Oklahoma wohl bei den Juroren. Sein Auftritt wurde mit 2000 Dollar belohnt.

Mit seinem schrägen Grinsen konnte Otto bei der Jury wohl punkten

Mit seinem schrägen Grinsen konnte Otto bei der Jury wohl punkten

Foto: Noah Berger / AP / dpa

Zu den Anwärtern gehörten unter anderem eine Französische Bulldogge mit starkem Unterbiss, ein Chinesischer Schopfhund mit schiefer Zunge und verbogenen Hinterbeinen, ein fast haarloser Dackelmischling oder die aus Polen angereiste Hündin Klara, mit struppigem Fell und schief sitzendem Kopf.

Um einen Platz auf dem Siegertreppchen zu sichern, mussten sich die Vierbeiner auf einer Bühne vor klatschenden Zuschauern präsentieren. Eine Gruppe von Juroren stimmte dann ab, wobei Aussehen, Persönlichkeit und die Reaktion des Publikums in ihre Entscheidung einflossen.

Siegerauftritt in der Morning-Show

Auf die Gewinnerin Jinny Lu kommt noch ein weiterer Auftritt zu. Neben der Siegerprämie wird Hund und Frauchen auch ein Flug nach New York spendiert, wo der Champion im Morgenmagazin des Senders NBC präsentiert wird.

Man wolle sich bei dem Wettbewerb nicht über die »hässlichen« Hunde lustig machen, sondern vielmehr ihre liebenswerten und schönen Seiten herausstellen, erklärten die Organisatoren des seit 50 Jahren ausgetragenen Events. Viele der Vierbeiner stammen aus Tierheimen. Mit der Aktion wird auch dazu aufgerufen, ausgesetzten Tieren ein neues Zuhause zu geben.

Zum Glück für die Underdogs kommt wahre Schönheit ohnehin von innen.