Außenminister Johann Wadephul hat seine Reise in den Nahen Osten genutzt, um gestrandeten Deutschen eine Heimreise zu ermöglichen. Er werde Touristen mit in die saudische Hauptstadt Riad nehmen, kündigte der CDU-Politiker bei seinem Besuch in der katarischen Hauptstadt Doha an. Auf Bildern sind nun die Menschen zu sehen, die mit Wadephul im Flieger saßen.
Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, es gehe um eine niedrige zweistellige Zahl deutscher Staatsangehöriger. An Bord der Militärmaschine vom Typ A400M waren zehn Touristen, darunter drei Familien mit Kindern, sowie ein Bundeswehrangehöriger, der sich dienstlich in der Region aufhielt. Von Riad aus soll die Gruppe mit einem von der Bundesregierung organisierten Sonderflug weiter nach Deutschland fliegen.
Die gestrandeten Touristen auf dem Rollfeld
Foto: Sebastian Gollnow / Sebastian Christoph Gollnow / dpaDas Auswärtige Amt hatte in den vergangenen Tagen alle in Katar gestrandeten deutschen Staatsangehörigen kontaktiert, die in der Krisenvorsorgeliste Elefand hinterlegt hatten, Hilfe bei der Ausreise zu brauchen. Demnach konnte bereits eine vierstellige Zahl Deutscher Katar verlassen. In den vergangenen Tagen hatte auch das kommerzielle Flugangebot aus der Region wieder zugenommen.
Deutsche Urlauber können auch auf dem Landweg nach Saudi-Arabien reisen, um dort Flüge nach Deutschland zu nehmen. Eine Busfahrt von Doha nach Riad gilt allerdings als beschwerlich, sie dauert etwa 14 Stunden.
Am Sonntag ging ein Sonderflug der Bundesregierung nach Berlin, an Bord waren mehr als 180 Menschen. Sie waren zuvor mit Bussen aus Doha nach Riad gebracht worden. Ein weiterer Flug ist für Donnerstag geplant. Auch ein Großteil der Passagiere des TUI-Kreuzfahrtschiffes »Mein Schiff 5« in Doha habe mittlerweile ausreisen können. Die letzten verbliebenen Gäste sollten demnach noch am Mittwoch von TUI ausgeflogen werden.
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