Es ist nicht unbedingt selbstverständlich, dass sich Ex-Ehepartner freundlich übereinander äußern. In einem Instagrambeitrag hat US-Schauspielerin Jane Fonda, 88, nun gezeigt, dass es trotzdem gehen kann. Sie reagierte mit einer langen Botschaft auf die Nachricht vom Tod ihres Ex-Manns Ted Turner: Der Gründer von CNN starb im Alter von 87 Jahren (einen Nachruf auf ihn können Sie hier nachlesen ).
»Er kam wie ein Wirbelwind in mein Leben – ein umwerfend gut aussehender, zutiefst romantischer, verwegen-abenteuerlustiger Pirat – und ich war nie mehr dieselbe«, schrieb Fonda. Sie und Turner heirateten im Jahr 1991, zehn Jahre später folgte die Scheidung.
»Er brauchte mich. Niemand hatte mir jemals zu verstehen gegeben, dass er mich brauchte«, schrieb sie weiter. Und es sei nicht irgendjemand gewesen – es sei schließlich der CNN-Gründer und einer der weltbesten Segler gewesen. »Er hatte ein erfülltes Leben, einen brillanten Verstand und einen ausgeprägten Sinn für Humor.«
Und nicht nur habe er sie gebraucht. Er habe sich umgekehrt auch um sie kümmern können, »und das war auch etwas Neues für mich«. Männer wie Turner sollten eigentlich keine Bedürfnisse und Verletzlichkeit zeigen, schrieb Fonda. Dass das bei ihm anders gewesen sei, bezeichnete sie als »Teds größte Stärke«.
Sie habe Turner aus vollstem Herzen geliebt, heißt es gegen Ende ihres Beitrags. Darin verwies sie auch kurz auf Eheturbulenzen und ihre Rolle als Stiefmutter für Turners fünf Kinder. »Wenn es schon kompliziert war, mit ihm verheiratet zu sein, stellt euch vor, wie kompliziert es war, sein Kind zu sein. Und ihnen geht es allen gut.«
Sowohl für Turner als auch für Fonda war es die dritte Ehe. Nach ihrer Scheidung äußerten sie sich häufiger positiv übereinander.
Jane Fonda und Ted Turner bei ihrer Hochzeit im Jahr 1991
Foto:AP
Weitere Reaktionen zum Tod von Turner im Überblick:
CNN-Chef Mark Thompson sagte : »Ted ist der Gigant, auf dessen Schultern wir alle stehen, und wir werden uns heute alle einen Augenblick nehmen, um seiner und des Einflusses, den er auf unsere Leben und unsere Welt hatte, zu gedenken.«
Uno-Generalsekretär António Guterres erklärte bei X , er trauere um einen »Visionär, dessen Überzeugung, Großzügigkeit und kühner Geist einen bleibenden Einfluss auf die Vereinten Nationen und die Welt hinterlassen hat«.
US-Präsident Donald Trump nannte Turner bei Truth Social »einen der Größten aller Zeiten«. Turner sei ein Freund und immer für ihn da gewesen, wenn er ihn gebraucht habe.
