SpOn 26.05.2026
16:05 Uhr

Irankrieg: Tanker meldet Explosion vor der Küste Omans


Tausende Seeleute sitzen noch immer im Persischen Golf fest. An einem Tanker gab es dort nun offenbar eine Explosion. Die Crew sei in Sicherheit, doch es sei Treibstoff ins Meer gelaufen, heißt es.

Irankrieg: Tanker meldet Explosion vor der Küste Omans

Ein Tanker vor der Küste Omans hat eine Explosion gemeldet, bei der es sich mutmaßlich um einen iranischen Angriff handeln soll. Der Kapitän habe die Explosion am Schiffsrumpf angegeben, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit. Die Besatzung sei in Sicherheit, es sei aber Treibstoff ausgetreten und ins Meer geströmt. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren. Der Vorfall ereignete sich 60 Seemeilen vor Omans Hauptstadt Maskat. Weitere Informationen über den betroffenen Tanker sind bisher nicht bekannt.

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Seit Beginn des Irankriegs vor drei Monaten wurden mehrfach Schiffe in der Straße von Hormus und angrenzenden Gewässern angegriffen. Weil die Meerenge faktisch für den Schiffsverkehr geschlossen ist, stecken nach US-Angaben rund 22.500 Seeleute an Bord von mehr als 1550 Handelsschiffen im Persischen Golf fest.

Die USA und Israel hatten Ende Februar den Irankrieg mit Angriffen auf die Islamische Republik begonnen. Als Reaktion griff Teheran Ziele in Israel und in Nachbarstaaten in der Region an und blockierte weitgehend die für den Welthandel bedeutende Straße von Hormus. Die USA blockieren ihrerseits die iranischen Häfen.

In der Nacht auf Dienstag hatte sich der Konflikt zwischen Iran, den USA und Israel erneut verschärft. Trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs hatte das US-Militär Ziele in Iran angegriffen.

Trotz der jüngsten Eskalation sollen die Friedensverhandlungen weitergehen. Diese könnten sich laut US-Außenminister Marco Rubio aber noch etwas hinziehen. Es gebe in Katar derzeit Gespräche über die genaue Formulierung, was noch ‌einige Tage dauern könne, sagte er. Zu ​den jüngsten US-Angriffen in Iran erklärte ‌Rubio, die Seewege müssten frei bleiben. »Die Meerengen müssen offen sein, ‌sie werden auf ​die eine oder andere Weise offen sein«, so Rubio.

czl/dpa