Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Mehrere Medien berichten, dass das Weiße Haus, entgegen den Aussagen von Donald Trump, vorher über den israelischen Angriff auf »South Pars« informiert worden war oder die Schläge sogar mit Israel abgestimmt hat. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sagt, Israel habe allein gehandelt.
- Durch den Vergeltungsschlag von Iran sind Schäden an einem Gasfeld in Katar entstanden. Das Staatsunternehmens QatarEnergy rechnet damit, dass die Reparaturen drei bis fünf Jahre dauern werden.
- Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) schließt einen Bundeswehreinsatz in der Straße von Hormus nichts aus. Eine deutsche Beteiligung an einer internationalen Mission sei aber erst »nach einem Waffenstillstand oder einem Ende des Kriegs« möglich.
- Das Regime in Teheran hat offenbar drei Männer hinrichten lassen. Infolge der Unruhen sind es die ersten Hinrichtungen, die offiziell bekannt gegeben wurden.
Mehr Hintergrund und Analyse mit SPIEGEL+
- Angriffe auf Förderstätten in Nahost: Der Irankrieg wird zum Gaskrieg
- Der steigende Ölpreis und seine Folgen: Die neue Inflationsangst
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Netanyahu: Angriff auf Gasfeld »South Pars« war Alleingang
Israel habe beim Angriff auf das Gasfeld »South Pars« allein gehandelt, das sagt der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu bei einer Pressekonferenz. Er bestätigt damit, was US-Präsident Trump über den Angriff auf das größte Erdgasfeld der Welt gesagt hatte. Mehrere Medien hatten hingegen berichtet, Trump sei zuvor informiert worden oder habe die Militärschläge mit Israel abgestimmt.
Nun sagt Netanyahu zudem, dass der US-Präsident Israel aufgefordert habe, das Gasfeld nicht mehr anzugreifen. Netanyahu kündigt an, dem nachzukommen.
Nun sagt Netanyahu zudem, dass der US-Präsident Israel aufgefordert habe, das Gasfeld nicht mehr anzugreifen. Netanyahu kündigt an, dem nachzukommen.
Benjamin Netanyahu . Foto: Ronen Zvulun / Pool Reuters / AP / dpa
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Liebe Leserinnen und Leser,
an dieser Stelle beenden wir die Liveanalyse zum Irankrieg am 18. März. Über alle aktuellen Entwicklungen halten wir Sie nun hier im aktuellen Liveblog auf dem Laufenden.
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EU-Gipfelteilnehmer fordern Stopp von Angriffen auf Energieanlagen
Vor dem Hintergrund des Irans-Kriegs haben die EU-Gipfelteilnehmer einen vorläufigen Stopp von Angriffen auf zivile Infrastruktur gefordert. Mit Blick auf die UN-Charta und das humanitäre Völkerrecht fordert der Europäische Rat »ein Moratorium für Angriffe auf Energie- und Wasserversorgungsanlagen«, wie es in der am Donnerstag veröffentlichten Gipfelerklärung heißt. Die Gipfelteilnehmer begrüßten zudem die Ankündigungen von Mitgliedstaaten, die Straße von Hormus abzusichern, »sobald die Voraussetzungen dafür erfüllt sind«.
Der Europäische Rat forderte die Verstärkung der EU-Marinemissionen »Aspides« und »Atalanta«, die im Roten Meer und vor der Küste Somalias im Einsatz sind. Dazu sollten »zusätzliche Mittel im Einklang mit ihren jeweiligen Mandaten« bereitgestellt werden, hieß es. Von einem Einsatz in der Straße von Hormus ist in der Erklärung nicht die Rede.
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Frankreichs Außenminister reist nach Israel
Der französische Außenminister Jean-Noel Barrot hat für Freitag überraschend eine Reise nach Israel angekündigt. Er wolle mit der israelischen Führung über regionale Sicherheit, humanitäre Hilfe und eine Deeskalation im Nahen Osten sprechen, teilt das Außenministerium in Paris mit.
Zuletzt war Barrot in Beirut, wo er sich um eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah bemühte. Im Zuge seines Besuchs kündigte er unter anderem an, dass Frankreich seine humanitäre Hilfe für den Libanon verdoppeln werde.
Zuletzt war Barrot in Beirut, wo er sich um eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah bemühte. Im Zuge seines Besuchs kündigte er unter anderem an, dass Frankreich seine humanitäre Hilfe für den Libanon verdoppeln werde.
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Wer aus der iranischen Führung bislang starb
Viele wichtige Führungspersonen der iranischen Regierung und des Militärs wurden inzwischen getötet. Meine Kollegen Jonas Huggins und Niklas Marienhagen haben eine Übersicht erstellt, die das Ausmaß zeigt. Weitere Karten und Grafiken zum Irankrieg finden Sie hier.
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Uno plant Evakuierung von Seeleuten und Schiffen aus Straße von Hormus
20.000 Seeleute und fast 2000 Schiffe sitzen laut der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) wegen des Irankriegs in der Golfregion fest. Die IMO arbeitet nun an Evakuierungsplänen.
»Es geht nicht darum, alle Schiffe an einem einzigen Tag hinauszuführen«, sagt IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez. Die Sicherheit habe oberste Priorität, »denn bei allen Maßnahmen wollen wir das Risiko für die Seeleute keinesfalls erhöhen«. Auch mit Iran, das IMO-Mitglied ist, werde in dieser Sache gesprochen.
»Es geht nicht darum, alle Schiffe an einem einzigen Tag hinauszuführen«, sagt IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez. Die Sicherheit habe oberste Priorität, »denn bei allen Maßnahmen wollen wir das Risiko für die Seeleute keinesfalls erhöhen«. Auch mit Iran, das IMO-Mitglied ist, werde in dieser Sache gesprochen.
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Kurzanalyse: Irans Regime setzt im Krieg auf Terror nach innen
Als Irans Regime im Zwölftagekrieg gegen Israel im vergangenen Juni auch innenpolitisch unter Druck geriet, griff es auf ein bewährtes Mittel zurück: Es verbreitete Terror nach innen. Tausende Menschen wurden damals verhaftet, unter anderem wegen vermeintlicher Spionage für Israel, mindestens zehn wurden laut Medienberichten hingerichtet.
Und auch jetzt setzt die Führung in Teheran offensichtlich auf Gewalt, um die eigene Herrschaft abzusichern. Drei Männer, die Anfang des Jahres gegen das Regime protestiert hatten, wurden nach Angaben des staatlichen Rundfunks in Iran hingerichtet. Die Justiz wirft ihnen »Mord« und »operative Handlungen« für Israel und die USA vor. Es sind die ersten Hinrichtungen infolge der Unruhen, die offiziell bekannt gegeben wurden.
Und auch jetzt setzt die Führung in Teheran offensichtlich auf Gewalt, um die eigene Herrschaft abzusichern. Drei Männer, die Anfang des Jahres gegen das Regime protestiert hatten, wurden nach Angaben des staatlichen Rundfunks in Iran hingerichtet. Die Justiz wirft ihnen »Mord« und »operative Handlungen« für Israel und die USA vor. Es sind die ersten Hinrichtungen infolge der Unruhen, die offiziell bekannt gegeben wurden.
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Trump rechnet mit Unterstützung aus Japan und kritisiert die Nato
Vor seinem Treffen mit der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi im Weißen Haus hat sich US-Präsident Donald Trump zur internationalen Unterstützung im Irankrieg geäußert. Er habe Zusicherungen erhalten, dass Japan »wirklich Verantwortung übernehme«, sagt Trump, »im Gegensatz zur Nato«.
US-Präsident Trump und die japanische Regierungschefin Takaichi. Foto: Aaron Schwartz / EPA
Japan gehört wie Deutschland zu den westlichen Ländern, die sich bislang weigern, wie von Trump gefordert, Kriegsschiffe zum Schutz der Straße von Hormus zu schicken. Am Nachmittag hatten die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Japan, Frankreich und weiteren Staaten noch eine gemeinsame Erklärung abgegeben, in der es hieß, man wolle an der Meerenge einen nicht näher definierten »Beitrag« leisten.
Angesprochen auf den Überraschungsangriff auf Iran überraschte Trump die japanische Regierungschefin sichtlich mit einem Pearl-Harbor-Witz. »Wer kennt sich besser mit Überraschungen aus als Japan?«, fragte Trump. 1941 bombardierte Japan den US-Stützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii, mehr als 2400 Menschen starben bei dem Überraschungsangriff.
Angesprochen auf den Überraschungsangriff auf Iran überraschte Trump die japanische Regierungschefin sichtlich mit einem Pearl-Harbor-Witz. »Wer kennt sich besser mit Überraschungen aus als Japan?«, fragte Trump. 1941 bombardierte Japan den US-Stützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii, mehr als 2400 Menschen starben bei dem Überraschungsangriff.
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Oliver Imhof
Auslandsressort

Iran trifft amerikanischen Tarnkappenjet
Teherans Flugabwehr hat laut eigenen Angaben einen Tarnkappenjet vom Typ F-35 getroffen. Dieser gehört zu den modernsten Fliegern der Amerikaner und ist für gegnerische Radare nur schwer zu erkennen. Die Iraner veröffentlichten ein Video, in dem das Flugzeug augenscheinlich von einer Rakete oder Drohne beschädigt wird. Die Aufnahme lässt sich bisher nicht unabhängig verifizieren.
Laut Informationen von CNN musste der Flieger daraufhin notlanden. Der Pilot soll den Vorfall überlebt haben. Bisher wurde in der gesamten Militärgeschichte ein einziger Tarnkappenflieger in der Luft getroffen. Jugoslawien schoss 1999 eine amerikanische F-117 während des Kosovokriegs ab.
Die iranische Luftverteidigung scheiterte im Krieg bisher an der technologischen Übermacht der USA und Israels. Bisher konnte sie erst einige Drohnen abschießen. Die F-35 wäre der erste bestätigte Treffer auf einen Kampfjet.
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Mehr als tausend Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
Israels jüngste Angriffe im Libanon haben dem dortigen Gesundheitsministerium zufolge mehr als 1000 Menschen das Leben gekostet und mehr als 2500 Menschen verletzt. Mit massiven Angriffen im Libanon will Israel die Hisbollah-Miliz schwächen, einen Verbündeten Irans. Iran und die Hisbollah feuern immer wieder Raketen auf israelische Städte und Ortschaften.
Im Süden des Libanon gehen Kämpfe am Boden indes weiter. Schwere Explosionsgeräusche seien in der Gegend um den Ort Khiam zu hören, heißt es aus libanesischen Sicherheitskreisen. Israelische Truppen würden langsam vorrücken und systematisch Häuser nahe der Grenze zu Israel zerstören. Nach israelischen Militärangaben dient der Einsatz dem Schutz von Einwohnern in Israels Norden. Dortige Flussübergänge seien von der Hisbollah für Angriffe auf Israel genutzt worden.
Zerstörung in Al Hosh im Süden Libanons. Foto: Kawnat Haju / AFP
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Iran meldet 178 Festnahmen wegen »Vaterlandsverrats«
Der iranische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben seit Beginn des Kriegs 178 mutmaßliche Spione festgenommen. Ihnen würden »Vaterlandsverrat« sowie Kontakte zu Agenten der USA und Israels vorgeworfen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Mehr.
Ein Telefonmast in Teheran (Symbolbild). Foto: Majid Asgaripour / Wana News Agency via REUTERS
Die Festgenommenen sollen demnach »Bildmaterial von sensiblen Standorten und Kontrollpunkten« an feindliche Geheimdienste weitergegeben haben, damit diese gezielt angegriffen werden. Informationen aus Iran, auch was die Identität von Festgenommenen betrifft, lassen sich nicht unabhängig prüfen.
Laut dem Bericht von Mehr seien zudem mehrere ausländische Staatsbürger in Gewahrsam genommen worden. Bei ihnen seien Waffen, Ortungsgeräte, spezielle Kommunikationsmittel sowie ausländische Währungen beschlagnahmt worden. Der Geheimdienst der Revolutionswächter rief die Bevölkerung auf, Verdachtsmomente umgehend zu melden.
Erst Anfang Februar hatten iranische Medien von 139 festgenommenen Ausländern in Iran berichtet. Irans Justiz ließ in den vergangenen Monaten mehrfach mutmaßliche Spione hinrichten, zuletzt einen Schweden mit angeblichen Verbindungen zum israelischen Mossad.
Erst Anfang Februar hatten iranische Medien von 139 festgenommenen Ausländern in Iran berichtet. Irans Justiz ließ in den vergangenen Monaten mehrfach mutmaßliche Spione hinrichten, zuletzt einen Schweden mit angeblichen Verbindungen zum israelischen Mossad.
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Britischer RT-Korrespondent und Kameramann im Südlibanon bei Angriff der israelischen Armee verletzt
Ein Korrespondent des russischen Auslandssenders RT (früher Russia Today) und ein Kameramann sind nach einem Angriff der israelischen Streitkräfte verletzt. Das schreibt der Sender bei X. In der EU sind Inhalte des russischen Staatssenders gesperrt. Dazu veröffentlichte RT ein Video, das den Vorfall zeigen soll. Die »New York Times« hat es verifiziert. Das israelische Militär bestätigte auf X, dass es in dem entsprechenden Gebiet Angriffe gegeben habe. Es sei jedoch in »ausreichendem« Abstand vorher gewarnt worden.
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Ölraffinerie in Haifa von Trümmern nach Raketenangriff getroffen
Ölanlagen in Haifa sind nach einem Raketenangriff getroffen worden. Die Schäden sind laut dem israelischen Energieminister Eli Cohen jedoch »nicht signifikant«.
Die israelischen Medien »Haaretz« und »Jerusalem Post« berichten, die Raffinerie sei von Splittern einer Abfangrakete getroffen worden. Der Angriff habe für einen kurzzeitigen Stromausfall in Vororten Haifas gesorgt. Laut dem nationalen Rettungsdienst Magen David Adom sei eine Person leicht verletzt worden, heißt es.
Die israelischen Medien »Haaretz« und »Jerusalem Post« berichten, die Raffinerie sei von Splittern einer Abfangrakete getroffen worden. Der Angriff habe für einen kurzzeitigen Stromausfall in Vororten Haifas gesorgt. Laut dem nationalen Rettungsdienst Magen David Adom sei eine Person leicht verletzt worden, heißt es.
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Kurzanalyse: Israel operiert jetzt zwischen Rotem Meer und Kaspischem Meer
Die israelische Armee hat ihren Operationsradius extrem ausgedehnt: Nach Luftschlägen gegen die Huthis im Jemen vergangenes Jahr haben Kampfjets nun mehrere iranische Kriegsschiffe im Kaspischen Meer angegriffen.
Unter den am Vortag von Kampfjets bombardierten Zielen seien mit Raketenabwehrsystemen bestückte Schiffe, Patrouillenboote und Begleitschiffe, erklärte die Armee. Auch ein Marinestützpunkt und Hafenanlagen seien bei dem Einsatz getroffen worden.
Der Armee zufolge handelte es sich um einen der »bedeutendsten Angriffe« auf iranische Ziele seit Kriegsbeginn Ende Februar. Israelische Medien hatten am Mittwoch einen israelischen Angriff auf iranische Kriegsschiffe in der Hafenstadt Bandar Anzali im Kaspischen Meer gemeldet.
Schattenkrieg am Kaspischen Meer
Israel führt seinen Schattenkrieg gegen Iran auch von einem weiteren Anrainerstaat des Kaspischen Meeres: Aserbaidschan. Israel und die muslimische Diktatur unterhalten seit 1992 Beziehungen.
WikiLeaks veröffentlichte vor Jahren eine US-Depesche, der zufolge Machthaber Ilham Alijew das Verhältnis Baku-Jerusalem als »Eisberg« beschrieb: »Neun Zehntel unserer Beziehungen mit Israel liegen im Verborgenen.«
Ein Beispiel: Als es Agenten des Mossad im Januar 2018 gelang, das iranische Atom-Archiv in Teheran zu stehlen und außer Landes zu schmuggeln, waren sich die Experten rasch einig, dass der israelische Auslandsgeheimdienst die Fracht über ein Drittland geschmuggelt haben dürfte. Ein Drittland, das an Iran grenzt. Aserbaidschan, Armenien, die Türkei, Afghanistan, Turkmenistan, Pakistan und der Irak grenzen an Iran. Mit den ersten drei Ländern unterhält Israel Beziehungen, mit der Regierung in Baku die besten.
WikiLeaks veröffentlichte vor Jahren eine US-Depesche, der zufolge Machthaber Ilham Alijew das Verhältnis Baku-Jerusalem als »Eisberg« beschrieb: »Neun Zehntel unserer Beziehungen mit Israel liegen im Verborgenen.«
Ein Beispiel: Als es Agenten des Mossad im Januar 2018 gelang, das iranische Atom-Archiv in Teheran zu stehlen und außer Landes zu schmuggeln, waren sich die Experten rasch einig, dass der israelische Auslandsgeheimdienst die Fracht über ein Drittland geschmuggelt haben dürfte. Ein Drittland, das an Iran grenzt. Aserbaidschan, Armenien, die Türkei, Afghanistan, Turkmenistan, Pakistan und der Irak grenzen an Iran. Mit den ersten drei Ländern unterhält Israel Beziehungen, mit der Regierung in Baku die besten.
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Das Leben in Teheran und im ganzen Nahen Osten ist geprägt durch den Krieg. Aber die Folgen sind auch über die Region hinaus spürbar, wie aktuelle Bilder zeigen:
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Drohne über Ölraffinerie in Saudi-Arabien abgestürzt
Über der saudischen Ölraffinerie Samref am Roten Meer ist dem Verteidigungsministerium zufolge eine Drohne abgestürzt. Der Schaden werde derzeit begutachtet, sagte ein Sprecher. Auch der Hafen in der Nähe sei Ziel eines Angriffs geworden. Dort sei eine Rakete abgefangen worden, der Betrieb wurde kurzzeitig eingestellt. Nahe Riad und im Osten Saudi-Arabiens seien ebenfalls Drohnen zerstört worden.
Iran hatte nach israelischen Angriffen auf seine Gasanlagen gedroht, als Vergeltungsmaßnahme die Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar anzugreifen. Unter den genannten Zielen war auch die Samref-Raffinerie. Sie ist eine der bedeutendsten in Saudi-Arabien.
Iran hatte nach israelischen Angriffen auf seine Gasanlagen gedroht, als Vergeltungsmaßnahme die Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar anzugreifen. Unter den genannten Zielen war auch die Samref-Raffinerie. Sie ist eine der bedeutendsten in Saudi-Arabien.
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Pistorius schließt Bundeswehreinsatz in der Straße von Hormus unter Bedingungen nicht aus
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hält Überlegungen zu einer Beteiligung der Bundeswehr an einer möglichen Mission zur Sicherung der Straße von Hormus für verfrüht. »Wir schließen nichts aus, aber derzeit ist nichts zu entscheiden«, sagte Pistorius.
Pistorius erläuterte, dass eine deutsche Beteiligung an einer internationalen Mission erst »nach einem Waffenstillstand oder einem Ende des Kriegs« möglich sei, dann müsse zum einen die Sicherheitslage als auch die Anforderungen an eine mögliche Sicherungsoperation bewertet werden.
Pistorius erläuterte, dass eine deutsche Beteiligung an einer internationalen Mission erst »nach einem Waffenstillstand oder einem Ende des Kriegs« möglich sei, dann müsse zum einen die Sicherheitslage als auch die Anforderungen an eine mögliche Sicherungsoperation bewertet werden.
Foto: Michael Kappeler / dpa
Spekulationen über die Entsendung von deutschen Minenjagdbooten der Frankenthal-Klasse, die derzeit in den Medien auftauchen, bezeichnete Pistorius als gegenstandslos. Zum einen gebe es keine »relevanten oder umfangreichen Bewegungen der Iraner, die Straße von Hormus zu verminen«, so der Minister. Zudem sei zu beachten, dass Minenjagdboote nur mit einem schützenden Verband von anderen Kriegsschiffen in eine solche Krisenzone einfahren könnten, weil sie von Land beschossen werden könnten.
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Ökonomen blicken zunehmend skeptisch auf Wachstumsprognosen für 2026
Eigentlich hatte die World Trade Organization (WTO) ein globales Wachstum der Wirtschaftsleistung für 2026 um 2,6 Prozent prognostiziert. Die Folgen des Irankriegs könnten die Entwicklung jedoch abschwächen, heißt es nun von der WTO. Bleiben die Energiekosten hoch, werde das Wachstum bis zu einen Prozentpunkt geringer ausfallen in Regionen, die von Energieexporten abhängig sind. Global rechnet die Welthandelsorganisation mit einem Dämpfer um 0,3 Prozentpunkte.
Die Europäische Zentralbank verzichtet noch auf eine Zinsanpassung trotz der steigenden Energiekosten. Auch dort beobachte man jedoch das Risiko für die Wirtschaft. Heute teilten die Währungshüter mit: »Der EZB-Rat ist bereit, alle seine Instrumente im Rahmen seines Mandats anzupassen, um sicherzustellen, dass sich die Inflation auf mittlere Frist beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiert«.
Die Europäische Zentralbank verzichtet noch auf eine Zinsanpassung trotz der steigenden Energiekosten. Auch dort beobachte man jedoch das Risiko für die Wirtschaft. Heute teilten die Währungshüter mit: »Der EZB-Rat ist bereit, alle seine Instrumente im Rahmen seines Mandats anzupassen, um sicherzustellen, dass sich die Inflation auf mittlere Frist beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiert«.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Foto: Michael Brandt / dpa
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Leseempfehlung: Die Ukraine zeigt der Welt, wie man Häfen im Krieg betreibt
Blockierte Routen, Minen, Hackerangriffe: Ukrainische Häfen funktionieren unter Kriegsbedingungen. Betreiber im Nahen Osten lernen davon. Mehr dazu lesen Sie hier.
Foto: Serhiy Morgunov / DER SPIEGEL
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US-Finanzminister Bessent erwägt, Sanktionen gegen iranisches Öl zu lockern
Die Lage auf dem internationalen Ölmarkt ist angespannt. US-Finanzminister Scott Bessent hat in Aussicht gestellt, Handelsbeschränkungen für iranisches Öl teilweise zu lockern. »In den kommenden Tagen werden wir möglicherweise die Sanktionen gegen iranisches Öl aufheben, das sich derzeit auf See befindet«, sagte er dem US-Sender Fox Business.
Dabei handele es sich um etwa 140 Millionen Barrel Öl (1 Barrel = 159 Liter). Bessent zufolge entspricht die Ölmenge in den Tankern auf See einem Vorrat von zehn bis 14 Tagen, der ansonsten nach China gegangen wäre. Mit der Lockerung könnten die USA versuchen, die steigenden Ölpreise unter Kontrolle zu bekommen. Zuletzt hatten sich Öl und Gas deutlich verteuert.
Dabei handele es sich um etwa 140 Millionen Barrel Öl (1 Barrel = 159 Liter). Bessent zufolge entspricht die Ölmenge in den Tankern auf See einem Vorrat von zehn bis 14 Tagen, der ansonsten nach China gegangen wäre. Mit der Lockerung könnten die USA versuchen, die steigenden Ölpreise unter Kontrolle zu bekommen. Zuletzt hatten sich Öl und Gas deutlich verteuert.
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Deutschland und weitere Staaten wollen »Beitrag« in der Straße von Hormus leisten
Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Italien, den Niederlanden und Japan haben eine gemeinsame Erklärung herausgegeben. Sie verurteilen die »Angriffe Irans auf Handelsschiffe im Golf, zivile Infrastruktur einschließlich Öl- und Gasanlagen sowie die faktische Sperrung der Straße von Hormus«.
Schiffe in der Straße von Hormus. Foto: AP
Weiter heißt es: »Wir bekunden unsere Bereitschaft, einen Beitrag zu geeigneten Anstrengungen zu leisten, um eine sichere Passage der Meerenge zu gewährleisten.« Was das genau bedeutet, wird in der Erklärung nicht ausgeführt.
US-Präsident Donald Trump verlangt, dass Nato-Verbündete die Straße von Hormus militärisch offen halten. Die Bundesregierung lehnt das ab. Am Montag hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius sich noch so geäußert: Deutschland sei zwar bereit, sich diplomatisch für eine Deeskalation einzusetzen, es werde »aber keine militärische Beteiligung« an Missionen zum Schutz der Handelsschifffahrt durch die Straße von Hormus geben.
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Tausende Luxuswagen auf kenianischer Insel gestrandet
Auf dem Weg nach Dubai mussten insgesamt 4000 Fahrzeuge vorübergehend in Kenia abgeladen werden. Die Fracht hatte vier Tage vor Beginn des Irankriegs die japanische Hafenstadt Yokohama verlassen. Der Zielhafen für die Luxuswagen in Dubai wurde jedoch von iranischen Gegenangriffen getroffen. Die Frachter unterbrachen ihre Fahrt auf der kenianischen Insel Lamu.
»Es gibt immer noch Schiffe mit Fracht, die für den Golf bestimmt sind, aber seit sich die Situation dort verschlechtert hat, treiben diese Schiffe mehr oder weniger nur auf dem Meer umher«, sagte Lamus Hafenmanager Abdulaziz Mzee örtlichen Medien. Der Krieg sei kein Grund zum Feiern, aber die Wirtschaft auf Lamu profitiere davon. Die Autos dürften im Hafen bleiben, bis sich die Situation stabilisiere, fuhr Mzee fort. In der kommenden Woche wird noch ein weiteres Containerschiff mit 5000 Autos erwartet.
»Es gibt immer noch Schiffe mit Fracht, die für den Golf bestimmt sind, aber seit sich die Situation dort verschlechtert hat, treiben diese Schiffe mehr oder weniger nur auf dem Meer umher«, sagte Lamus Hafenmanager Abdulaziz Mzee örtlichen Medien. Der Krieg sei kein Grund zum Feiern, aber die Wirtschaft auf Lamu profitiere davon. Die Autos dürften im Hafen bleiben, bis sich die Situation stabilisiere, fuhr Mzee fort. In der kommenden Woche wird noch ein weiteres Containerschiff mit 5000 Autos erwartet.
Gestrandete Autos in Lamu. Foto: Laban Walloga / REUTERS
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Reparatur der attackierten Gasanlagen in Katar soll Jahre dauern
Irans Angriffe haben Teile von Katars Gasanlagen beschädigt. Nun schlägt der CEO des zuständigen staatlichen Unternehmens QatarEnergy Alarm. Die beschädigten Anlagen seien im Normalfall für 17 Prozent der Flüssigerdgasexporte verantwortlich, sagte Saad al-Kaabi der Nachrichtenagentur Reuters.
Foto: Abedin Taherkenareh / epa / dpa
Kaabi rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die Reparatur drei bis fünf Jahre dauern werde. Zwei der 14 LNG-Anlagen Katars und eine der beiden Gas-to-Liquids-Anlagen (GTL) seien bei den Angriffen beschädigt worden. Durch die Reparaturen würden 12,8 Millionen Tonnen LNG pro Jahr für drei bis fünf Jahre ausfallen. Das entspräche Einnahmeverlusten von 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr.
»Ich hätte mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, dass Katar – und die Region – Ziel eines solchen Angriffs werden würden. Insbesondere von einem brüderlichen islamischen Land im Ramadan«, sagte Kaabi weiter.
QatarEnergy müsse womöglich für bis zu fünf Jahre höhere Gewalt bei langfristigen Verträgen für LNG-Lieferungen nach Italien, Belgien, Südkorea und China geltend machen. »Das sind langfristige Verträge, bei denen wir höhere Gewalt geltend machen müssen. Wir haben das bereits getan, aber das betraf einen kürzeren Zeitraum. Jetzt gilt das für den gesamten Zeitraum«, sagte er.
QatarEnergy müsse womöglich für bis zu fünf Jahre höhere Gewalt bei langfristigen Verträgen für LNG-Lieferungen nach Italien, Belgien, Südkorea und China geltend machen. »Das sind langfristige Verträge, bei denen wir höhere Gewalt geltend machen müssen. Wir haben das bereits getan, aber das betraf einen kürzeren Zeitraum. Jetzt gilt das für den gesamten Zeitraum«, sagte er.
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US-Verteidigungsminister Hegseth spricht über 200-Milliarden-Dollar-Paket für Irankrieg
Pete Hegseth hat sich zu dem Geldpaket für den Irankrieg geäußert, über das US-Medien in der Nacht berichtet haben: Die Zahl von 200 Milliarden US-Dollar könne sich zwar noch bewegen, sagt Hegseth bei einem Pressebriefing im Pentagon. Man wolle beim US-Kongress jedoch ausreichend Geld beantragen, um das Arsenal der US-Armee zu füllen.
US-Verteidigungsminister Hegseth. Foto: Evan Vucci / Reuters
Die »Washington Post« hatte berichtet, das Pentagon bitte das Weiße Haus um die Genehmigung eines Antrags an den US-Kongress über mehr als 200 Milliarden Dollar zur Finanzierung des Krieges in Iran.
Einen Zeitrahmen für ein Ende des Kriegs der USA gegen Iran nannte der US-Verteidigungsminister erneut nicht. US-Präsident Donald Trump werde entscheiden, wann das erreicht sei, sagte Hegseth.
Wie bereits in einigen Briefings kündigt Hegseth die bislang härtesten Militärschläge für heute an und spricht martialisch über die bisherigen US-Erfolge im Krieg: Die Rüstungsindustrie von Iran sei überwiegend zerstört, 120 iranische Marineschiffe seien von der US-Armee bisher beschädigt oder zerstört worden.
Die »undankbaren Verbündeten in Europa« sollten sich bei Trump bedanken, sagte Hegseth.
Wie bereits in einigen Briefings kündigt Hegseth die bislang härtesten Militärschläge für heute an und spricht martialisch über die bisherigen US-Erfolge im Krieg: Die Rüstungsindustrie von Iran sei überwiegend zerstört, 120 iranische Marineschiffe seien von der US-Armee bisher beschädigt oder zerstört worden.
Die »undankbaren Verbündeten in Europa« sollten sich bei Trump bedanken, sagte Hegseth.
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Welche Öl- und Gasanlagen im Irankrieg bislang angegriffen wurden – der Überblick
Im Irankrieg sind bislang zahlreiche Öl- und Gasanlagen durch Angriffe getroffen worden, darunter das weltgrößte Erdgasfeld im Persischen Golf und die weltgrößte Flüssiggasanlage in Katar. Ein Überblick über die Anlagen, die seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf Iran am 28. Februar getroffen wurden:
South Pars/North Dome, Iran und Katar
Das Gasfeld South Pars im Persischen Golf ist das größte bekannte Gasvorkommen der Welt. Iran teilt es sich mit dem auf der gegenüberliegenden Küste gelegenen Katar, das seinen Teil des Vorkommens unter dem Namen North Dome ausbeutet. South Pars liefert rund 70 Prozent des in Iran verbrauchten Erdgases.
Nach iranischen Angaben geriet ein Teil des Gasfeldes nach dem jüngsten israelischen Angriff in Brand. US-Präsident Donald Trump kündigte an, sollte Iran den katarischen Gaskomplex Ras Laffan erneut angreifen, werde die US-Armee »das gesamte Gasfeld South Pars in die Luft sprengen«.
Der von Katar ausgebeutete Teil des Gasfeldes umfasst nach Schätzungen des Staatskonzerns Qatar Energy etwa zehn Prozent der weltweit bekannten Erdgasreserven. Katar hat eine Reihe langfristiger LNG-Verträge abgeschlossen, unter anderem mit dem französischen Konzern Total, dem britischen Unternehmen Shell, dem indischen Konzern Petronet, dem chinesischen Unternehmen Sinopec und dem italienischen Konzern Eni.
Ras Laffan, Katar
Der von Katar ausgebeutete Teil des Gasfeldes umfasst nach Schätzungen des Staatskonzerns Qatar Energy etwa zehn Prozent der weltweit bekannten Erdgasreserven. Katar hat eine Reihe langfristiger LNG-Verträge abgeschlossen, unter anderem mit dem französischen Konzern Total, dem britischen Unternehmen Shell, dem indischen Konzern Petronet, dem chinesischen Unternehmen Sinopec und dem italienischen Konzern Eni.
Ras Laffan, Katar
In Ras Laffan im Norden Katars befindet sich die weltweit größte Produktionsstätte für Flüssigerdgas (LNG). Die Anlage wurde seit Beginn des Kriegs mehrfach Ziel iranischer Angriffe. Am frühen Donnerstag sprach der Staatskonzern Qatar Energy nach mehreren aufeinanderfolgenden Angriffen von »erheblichen Schäden«.
Charg, Iran
Die Insel Charg liegt im Persischen Golf rund 30 Kilometer von der Küste entfernt. Über das dortige Öl-Terminal werden etwa 90 Prozent der iranischen Rohölexporte abgewickelt. Die Insel wurde Ende vergangener Woche von der US-Armee angegriffen. Die iranischen Behörden teilten später mit, die Ölausfuhren liefen normal weiter; es habe keine Opfer gegeben. US-Präsident Donald Trump drohte, die Infrastruktur auf der Insel zu zerstören, sollte Iran weiter die Straße von Hormus blockieren. Durch die Meerenge verläuft für gewöhnlich rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports.
Holt Trump sich die »verbotene Insel«? Mehr dazu lesen Sie hier.
Holt Trump sich die »verbotene Insel«? Mehr dazu lesen Sie hier.
Foto: Planet Labs PBC / AP
Ruwais, Vereinigte Arabische Emirate
Die Raffinerie in Ruwais im Emirat Abu Dhabi ist nach Angaben des staatlichen Ölkonzerns Adnoc die viertgrößte der Welt. Sie stellte in der vergangenen Woche den Betrieb »vorsorglich« ein, nachdem es in der Nähe einen Drohnenangriff gegeben hatte. Das verlautete aus informierten Kreisen ohne Angaben dazu, ob die Raffinerie selbst getroffen wurde. Adnoc äußerte sich nicht zu dem Thema.
Ras Tanura, Saudi-Arabien
Auf der saudi-arabischen Halbinsel Ras Tanura am Persischen Golf befindet sich eine der größten Raffinerien der Region. Mit einer Kapazität von 550.000 Barrel pro Tag ist sie ein wesentlicher Pfeiler der Energiebranche in Saudi-Arabien. Die Raffinerie wurde mehrfach angegriffen, unter anderem bei einem iranischen Drohnenangriff zu Beginn des Irankrieges. Wegen eines dadurch ausgelösten Brandes wurde der Betrieb vorübergehend eingestellt.
Yanbu, Saudi-Arabien
In Yanbu in Saudi-Arabien befindet sich die Raffinerie Samref, die dem saudi-arabischen Ölriesen Aramco und einer Tochtergesellschaft des US-Konzerns ExxonMobil gehört. Die Raffinerie in einem Industriegebiet am Roten Meer wurde am Donnerstag von einer Drohne getroffen. Nach Angaben des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums lief »die Bewertung der Schäden« am Morgen.
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Griechische Flugabwehr schießt iranische Raketen über Saudi-Arabien ab
Ein von griechischen Soldaten geführtes Flugabwehrsystem in Saudi-Arabien hat zwei iranische Raketen abgefangen. Wie Griechenlands Verteidigungsminister Nikos Dendias mitteilt, hatten die Raketen Ölraffinerien in Saudi-Arabien anvisiert. »Der Schutz von Raffinerien und Ölanlagen ist von großer Bedeutung«, so Dendias.
Griechenland hat seit 2021 ein Flugabwehrsystem in dem Land stationiert. Hintergrund ist ein Abkommen zum Schutz der Energieinfrastruktur des Königreichs. Bis zum Einsatz am Donnerstag sei das System allerdings noch nie genutzt worden, so ein Beamter des griechischen Verteidigungsministeriums.
Griechenland hat seit 2021 ein Flugabwehrsystem in dem Land stationiert. Hintergrund ist ein Abkommen zum Schutz der Energieinfrastruktur des Königreichs. Bis zum Einsatz am Donnerstag sei das System allerdings noch nie genutzt worden, so ein Beamter des griechischen Verteidigungsministeriums.
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Luana Partimo
Crossmediaressort

Video zeigt Folgen des Angriffs auf »South Pars«-Gasfeld
Eindrücke von »South Pars« im Persischen Golf: Dieses Augenzeugenvideo vom Mittwoch soll die Auswirkungen der israelischen Angriffe auf das Gasfeld belegen. Verifiziert wurden die Aufnahmen von der Nachrichtenagentur Reuters.
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Meinung: Merz will sich aus dem Irankonflikt heraushalten. Das wird nicht funktionieren
»Nicht unser Krieg«, sagen die EU-Regierungschefs zu Trumps Abenteuer am Golf. Die Position ist verständlich, aber nicht ausreichend, schreibt unser Kollege Michael Sauga. Seine Kolumne lesen Sie hier.
Foto: Samuel Corum / EPA
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Iran droht mit weiteren Angriffen auf Öl- und Gasanlagen
Iran droht den Golfstaaten mit weiteren Angriffen auf Öl- und Gasanlagen. Ein Sprecher des Kommandos der iranischen Streitkräfte sagte laut staatlichen Medien, Israels jüngste Attacken auf Irans Energieinfrastruktur hätten zu einer »neuen Phase des Krieges« geführt. Iran habe daraufhin Energieanlagen ins Visier genommen, die mit den USA und amerikanischen Investoren in der Region in Verbindung stünden.
»Sollten Angriffe (auf die iranische Energieinfrastruktur) erneut stattfinden, werden weitere Angriffe auf Ihre Energieinfrastruktur und die Ihrer Verbündeten nicht aufhören, bis diese vollständig zerstört ist, und unsere Reaktion wird weitaus härter ausfallen«, drohte Militärsprecher Ebrahim Zolfaqari.
»Sollten Angriffe (auf die iranische Energieinfrastruktur) erneut stattfinden, werden weitere Angriffe auf Ihre Energieinfrastruktur und die Ihrer Verbündeten nicht aufhören, bis diese vollständig zerstört ist, und unsere Reaktion wird weitaus härter ausfallen«, drohte Militärsprecher Ebrahim Zolfaqari.
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Rutte erwartet Einigung im Streit über Absicherung der Straße von Hormus
Im Streit über eine mögliche militärische Absicherung der Straße von Hormus rechnet Nato-Generalsekretär Mark Rutte mit einer Einigung zwischen den USA und den Alliierten. »Was die Straße von Hormus betrifft, so sind sich alle einig, dass diese Meerenge nicht geschlossen bleiben darf«, sagte Rutte am Rande eines Treffens mit dem rumänischen Präsidenten Nicusor Dan in Brüssel. Dies sei entscheidend für die Weltwirtschaft. Rutte fügte hinzu, er sei zuversichtlich, dass wie immer alles zur Unterstützung der gemeinsamen Interessen getan werde. »Wir werden einen Weg nach vorn finden«, sagte er.
Mehrere Länder wie Deutschland hatten zuvor deutlich gemacht, dass sie sich vorerst nicht an einem möglichen Militäreinsatz zur Absicherung der Handelsschifffahrt durch die Straße von Hormus beteiligen wollen. US-Präsident Donald Trump warnte in einem kurzen Interview mit der »Financial Times« vor einer düsteren Zukunft für die Nato.
Mehrere Länder wie Deutschland hatten zuvor deutlich gemacht, dass sie sich vorerst nicht an einem möglichen Militäreinsatz zur Absicherung der Handelsschifffahrt durch die Straße von Hormus beteiligen wollen. US-Präsident Donald Trump warnte in einem kurzen Interview mit der »Financial Times« vor einer düsteren Zukunft für die Nato.
Mark Rutte im August 2025. Foto: Julia Demaree Nikhinson / AP / dpa
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Organisation spricht von längster Internetsperre in Irans Geschichte
Seit fast drei Wochen sind die Menschen in Iran vom Internet abgeschnitten. Sie haben nur Zugriff auf das nationale Netz. Laut der auf Internetsperren spezialisierten Organisation Netblocks handelt es sich um die längste verzeichnete Unterbrechung in der Geschichte Irans. Demnach übertrifft sie sogar die Sperre vom Januar während der Massenproteste.
Mehr als 456 Stunden ist die breite Öffentlichkeit vom internationalen Netz laut Netblocks abgeschnitten. Das sind 19 Tage.
Die Folgen der Internetsperre spürt auch der Onlinehandel, der in Iran fast vollständig zum Erliegen gekommen ist. Betroffen seien landesweit Hunderttausende Unternehmen, sagte ein Brancheninsider in Teheran der Nachrichtenagentur dpa. Die meisten Händler sind auf Apps wie Instagram angewiesen.
Die iranische Führung schränkt das Internet auch in Friedenszeiten stark ein. Viele Webseiten und auch Apps sind gesperrt. Um soziale Medien und Netzwerke wie Instagram, TikTok und YouTube zu nutzen, gehören Tunneldienste (VPN) für einen Großteil der Nutzer zum Alltag. Auch deren Verkauf sollen durch die Internetsperre faktisch unmöglich sein.
Die iranische Führung schränkt das Internet auch in Friedenszeiten stark ein. Viele Webseiten und auch Apps sind gesperrt. Um soziale Medien und Netzwerke wie Instagram, TikTok und YouTube zu nutzen, gehören Tunneldienste (VPN) für einen Großteil der Nutzer zum Alltag. Auch deren Verkauf sollen durch die Internetsperre faktisch unmöglich sein.
Foto: Majid Asgaripour / REUTERS
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Reiche warnt vor Folgen von Angriffen auf Energieanlagen
Angesichts der Angriffe auf Energieanlagen im Irankrieg hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vor den Folgen gewarnt. Bei einer Tagung des Wirtschaftsrates der CDU in Berlin sagte sie, ebenso viel Sorge wie die Nichtpassierbarkeit der Straße von Hormus machten ihr Angriffe auf Ölverarbeitungsanlagen und auf Gasfelder in der Region. »Das kann tatsächlich zu Einbrüchen führen«, sagte Reiche. Die Kriegsparteien seien aufgefordert, davon abzusehen, massiv Anlagen zu zerstören, deren Wiederhochfahren oder Reparatur nicht nur wenige Wochen dauern würde, sondern Monate.
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Irans Angriff auf Katar: Shell bestätigt Schäden an Gasaufbereitungsanlage
Beim iranischen Angriff auf Katar ist eine Anlage des Öl- und Gaskonzern Shell getroffen worden. Die Gasaufbereitungsanlage »Pearl« sei bei dem iranischen Angriff auf Ras Laffan beschädigt worden, teilt Shell mit. Das auf der Anlage befindliche Personal befinde sich in Sicherheit und sei wohlauf.
Ras Laffan im Februar 2017. Foto: Naseem Zeiton / REUTERS
Infolge des Angriffs brach den Angaben von Shell zufolge ein Brand an dem Standort aus, der inzwischen gelöscht wurde. Die Anlage befinde sich in einem »sicheren Zustand«, heißt es weiter. Das Ausmaß des Schadens muss noch ermittelt werden. Einer Mitteilung von Qatar-Energy zufolge gab es »erhebliche Schäden«. Shell betreibt die Anlage zusammen mit dem staatlich-katarischen Konzern.
Gas-to-Liquid ist ein Verfahren zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe. Dabei wird Gas in hochwertige flüssige Produkte umgewandelt. Täglich werden dort bis zu 1,6 Milliarden Kubikfuß Erdgas umgewandelt in 140.000 Barrel Flüssigprodukte, wie Diesel, Kerosin und Basisöle. Die Anlage ist Shell zufolge die größte weltweit. Die Produktion von Flüssiggas (LNG) an dem Standort hatte Shell bereits Anfang März heruntergefahren.
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Leseempfehlung: Die neue Inflationsangst
Sprit wird wegen des Irankriegs drastisch teurer, damit auch der Transport und alles andere: Lebensmittel, Maschinen, Haushaltsprodukte. Was auf die Menschen in Deutschland zukommt, lesen Sie hier.
Foto: Alain Jocard / AFP
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Oman verurteilt Angriffe auf Energieanlagen in den Golfstaaten
Nach offener Kritik an den USA hat der Vermittlerstaat Oman nun die iranischen Angriffe auf Golfstaaten verurteilt. Im Speziellen nannte die omanische Regierung laut der Staatsagentur, die von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert wird, die Angriffe auf Energieanlagen in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien. Das Völkerrecht müsse eingehalten und von Angriffen auf zivile Einrichtungen und die weltweite Energieversorgung abgesehen werden.
Die Aussagen aus Maskat folgen auf einen Gastbeitrag im »Economist«. Am Mittwoch hatte der Außenminister Omans, Badr Albusaidi, darin unverhohlen die US-Regierung kritisiert. Die USA hätten sich von israelischen Versprechen eines schnellen Regimewechsels täuschen lassen und damit die Kontrolle über ihre eigene Außenpolitik verloren, schreibt Albusaidi. Die Aussagen sorgten für Aufsehen, zumal Albusaidi in den jüngsten amerikanisch-iranischen Nukleargesprächen vermittelt hatte.
Die Aussagen aus Maskat folgen auf einen Gastbeitrag im »Economist«. Am Mittwoch hatte der Außenminister Omans, Badr Albusaidi, darin unverhohlen die US-Regierung kritisiert. Die USA hätten sich von israelischen Versprechen eines schnellen Regimewechsels täuschen lassen und damit die Kontrolle über ihre eigene Außenpolitik verloren, schreibt Albusaidi. Die Aussagen sorgten für Aufsehen, zumal Albusaidi in den jüngsten amerikanisch-iranischen Nukleargesprächen vermittelt hatte.
Omans Außenminister fordert Iran und USA zu Rückkehr an den Verhandlungstisch auf
Badr Albusaidi, der Außenminister Omans und Vermittler der jüngsten US-iranischen Nukleargespräche, hat in einem Gastbeitrag im Economist den Kriegseintritt Israels und der USA kritisiert. Der Angriff nur Stunden nach den »bislang substanziellsten Verhandlungen« sei rechtswidrig gewesen. Irans Vergeltung sei unter den gegebenen Umständen unvermeidbar, das Ergebnis inakzeptabel: Die Blockade der Straße von Hormus treibe weltweit die Energiepreise in die Höhe und bedrohe die Wirtschaftsmodelle der arabischen Golfstaaten. Die Sicherheitszusammenarbeit mit den USA erlebten sie nun als akute Verletzlichkeit.
Die USA, so Albusaidi, hätten sich von israelischen Versprechen eines schnellen Regimewechsels täuschen lassen und damit die Kontrolle über ihre eigene Außenpolitik verloren. Nun drohe genau der langwierige Bodenkrieg, den Trump stets ablehnte – und den die amerikanische Bevölkerung nicht wolle. Dies sei nicht Amerikas Krieg.
Deshalb seien jetzt Amerikas Verbündete gefordert: Sie müssten Washington offen die unangenehme Wahrheit sagen – dass weder die USA noch Iran ein Interesse an einer Fortsetzung dieses Krieges hätten, und dass Amerika in eine Falle getappt sei, aus der es sich befreien müsse.
Als Ausweg skizziert er einen konkreten Vorschlag: USA und Iran sollten trotz allem wieder direkt miteinander reden – diesmal aber eingebettet in einen breiteren Prozess, an dem alle Golfstaaten beteiligt sind. Thema wäre die Frage, welche Rolle Atomenergie künftig in der Region spielen soll – ein Interesse, das alle Länder teilen, unabhängig vom Krieg. Ein solcher gemeinsamer Rahmen könne es beiden Seiten politisch leichter machen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, ohne das Gesicht zu verlieren. Oman, das traditionell als neutraler Vermittler gilt, könne diesen Prozess initiieren.
Die USA, so Albusaidi, hätten sich von israelischen Versprechen eines schnellen Regimewechsels täuschen lassen und damit die Kontrolle über ihre eigene Außenpolitik verloren. Nun drohe genau der langwierige Bodenkrieg, den Trump stets ablehnte – und den die amerikanische Bevölkerung nicht wolle. Dies sei nicht Amerikas Krieg.
Deshalb seien jetzt Amerikas Verbündete gefordert: Sie müssten Washington offen die unangenehme Wahrheit sagen – dass weder die USA noch Iran ein Interesse an einer Fortsetzung dieses Krieges hätten, und dass Amerika in eine Falle getappt sei, aus der es sich befreien müsse.
Als Ausweg skizziert er einen konkreten Vorschlag: USA und Iran sollten trotz allem wieder direkt miteinander reden – diesmal aber eingebettet in einen breiteren Prozess, an dem alle Golfstaaten beteiligt sind. Thema wäre die Frage, welche Rolle Atomenergie künftig in der Region spielen soll – ein Interesse, das alle Länder teilen, unabhängig vom Krieg. Ein solcher gemeinsamer Rahmen könne es beiden Seiten politisch leichter machen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, ohne das Gesicht zu verlieren. Oman, das traditionell als neutraler Vermittler gilt, könne diesen Prozess initiieren.
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Bundeskanzler Merz bietet Golfregion Hilfe an – nach Ende des Kriegs
Bundeskanzler Friedrich Merz trifft sich heute beim EU-Gipfel in Brüssel mit Europas Staats- und Regierungschefs, dann wird auch der Irankrieg Thema sein. Vor dem Gipfel hat Merz nun noch einmal betont, dass Deutschland nach Ende des Kriegs bereit sei, in der Region zu helfen. »Ich möchte, dass ein klares Signal von uns ausgeht, dass wir bereit sind zu helfen«, sagte Merz: »Aber dafür müssen die Kampfhandlungen eingestellt werden.«
Deutschland werde sich erst engagieren, wenn die Waffen schweigen, so Merz. Ähnlich hatte er sich bereits in seiner Regierungserklärung im Bundestag am Mittwoch geäußert. Man könne viel tun, bis zur Öffnung und einem Schutz der Seewege. »Es braucht dann auch ein internationales Mandat, das wir gegenwärtig nicht haben.« Deshalb sei man noch viele Schritte von einer aktiven Hilfe entfernt, sagte Merz.
Deutschland werde sich erst engagieren, wenn die Waffen schweigen, so Merz. Ähnlich hatte er sich bereits in seiner Regierungserklärung im Bundestag am Mittwoch geäußert. Man könne viel tun, bis zur Öffnung und einem Schutz der Seewege. »Es braucht dann auch ein internationales Mandat, das wir gegenwärtig nicht haben.« Deshalb sei man noch viele Schritte von einer aktiven Hilfe entfernt, sagte Merz.
Friedrich Merz. Foto: Omar Havana / AP
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Raketenalarm in Tel Aviv – Explosionen zu hören
In Tel Aviv ist erneut Raketenalarm ausgerufen worden. Kurz nach einer Warnung der Armee vor aus Iran abgefeuerten Raketen waren in der israelischen Metropole mehrere Explosionen zu hören, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtet. Ob es sich um abgefangene Raketen oder Raketeneinschläge handelte, ist unklar. Der israelischen Armee zufolge handelt es sich um den sechsten Raketenangriff Irans auf Israel seit Mitternacht.
Menschen gehen in einen Schutzraum. Foto: Abir Sultan / EPA
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Saudi-Arabien stoppt offenbar kurzzeitig Ölverladung im Hafen von Yanbu
Da Iran die Straße von Hormus blockiert, nutzt Saudi-Arabien den Hafen Yanbu am Roten Meer, um Öl aus den Golfstaaten zu exportieren. Doch über der Stadt hat die Flugabwehr eine ballistische Rakete abgefangen. Nun hat der Hafen von Yanbu kurzzeitig die Verladung von Öl gestoppt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Quellen. Nach kurzer Zeit nahm der Hafen die Verladung dem Bericht zufolge aber wieder auf. Zuvor war außerdem eine Drohne über der Samref-Ölraffinerie in der Stadt abgestürzt.
Saudi-Arabien: Drohne über Ölraffinerie abgestürzt
Über der saudischen Ölraffinerie Samref ist nach offiziellen Angaben eine Drohne abgestürzt. Der Schaden werde derzeit begutachtet, teilt das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien mit. Iran hatte am Mittwoch nach israelischen Angriffen auf iranische Gasanlagen gedroht, als Vergeltungsmaßnahme Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar anzugreifen. Unter den genannten Zielen war auch die Samref-Raffinerie. Sie ist eine der bedeutendsten im Land, da sie am Roten Meer liegt und Saudi-Arabien sie nutzt, um die blockierte Straße von Hormus zu umgehen.
Am Morgen hatte das Verteidigungsministerium bereits erklärt, mehrere Drohnen unter anderem bei der Hauptstadt Riad und im östlichen Teil des Landes abgefangen zu haben. Auch eine ballistische Rakete, die auf den Hafen von Janbu – nahe der Raffinerie – abgefeuert worden sei, sei abgefangen und zerstört worden.
Am Morgen hatte das Verteidigungsministerium bereits erklärt, mehrere Drohnen unter anderem bei der Hauptstadt Riad und im östlichen Teil des Landes abgefangen zu haben. Auch eine ballistische Rakete, die auf den Hafen von Janbu – nahe der Raffinerie – abgefeuert worden sei, sei abgefangen und zerstört worden.
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Deutliche Verluste an den Börsen
Der kräftige Anstieg der Ölpreise angesichts der Angriffe auf die Energiewirtschaft im Nahen Osten sorgt am europäischen Aktienmarkt für Verunsicherung. Der Dax sackte um 2,2 Prozent auf 22.977 Punkte ab, fast alle Werte des Leitindex verzeichneten Verluste. Der MDax der mittelgroßen Werte büßte 2,6 Prozent auf 28.755 Punkte ein. »Am deutschen Aktienmarkt herrscht ein Cocktail der Unsicherheit, bestehend aus geopolitischen Risiken und wachsenden Zinssorgen«, sagte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research der Nachrichtenagentur dpa. Die Erwartung einer schnellen Entspannung habe sich erneut als zu optimistisch erwiesen.
Nicht nur in Deutschland leidet der Handel an den Börsen unter den Folgen des Irankriegs: Der paneuropäische Aktienindex Stoxx 600 und der britische FTSE 100 geraten ebenfalls unter Druck und verloren am Morgen jeweils mehr als 1,5 Prozent.
Nicht nur in Deutschland leidet der Handel an den Börsen unter den Folgen des Irankriegs: Der paneuropäische Aktienindex Stoxx 600 und der britische FTSE 100 geraten ebenfalls unter Druck und verloren am Morgen jeweils mehr als 1,5 Prozent.
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Wo wird im Nahen Osten angegriffen?
Der Krieg im Nahen Osten eskaliert weiter. Hier sehen Sie, wo in den vergangenen Wochen Angriffe gemeldet wurden. Wie sind die Region und die Welt vom Konflikt betroffen? Den Überblick in Karten und Grafiken, sehen Sie hier.
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Saudi-Arabien: Drohne über Ölraffinerie abgestürzt
Über der saudischen Ölraffinerie Samref ist nach offiziellen Angaben eine Drohne abgestürzt. Der Schaden werde derzeit begutachtet, teilt das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien mit. Iran hatte am Mittwoch nach israelischen Angriffen auf iranische Gasanlagen gedroht, als Vergeltungsmaßnahme Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar anzugreifen. Unter den genannten Zielen war auch die Samref-Raffinerie. Sie ist eine der bedeutendsten im Land, da sie am Roten Meer liegt und Saudi-Arabien sie nutzt, um die blockierte Straße von Hormus zu umgehen.
Am Morgen hatte das Verteidigungsministerium bereits erklärt, mehrere Drohnen unter anderem bei der Hauptstadt Riad und im östlichen Teil des Landes abgefangen zu haben. Auch eine ballistische Rakete, die auf den Hafen von Janbu – nahe der Raffinerie – abgefeuert worden sei, sei abgefangen und zerstört worden.
Am Morgen hatte das Verteidigungsministerium bereits erklärt, mehrere Drohnen unter anderem bei der Hauptstadt Riad und im östlichen Teil des Landes abgefangen zu haben. Auch eine ballistische Rakete, die auf den Hafen von Janbu – nahe der Raffinerie – abgefeuert worden sei, sei abgefangen und zerstört worden.
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Analyse: Israels Angriff auf das weltgrößte Gasfeld – und was Donald Trump darüber wusste
Was wusste Donald Trump vom israelischen Angriff auf »South Pars«, das weltgrößte Gasfeld? Darauf gibt es zwei unterschiedliche Antworten. Trump selbst behauptet: rein gar nichts. Mehrere Medien berichten jedoch, dass das Weiße Haus vorher informiert worden war oder die Schläge sogar mit Israel abgestimmt hat. Das Portal »Axios« sowie die »Times of Israel« und die »Jerusalem Post« zitieren israelische und US-Beamte, wonach der Schlag mit dem Weißen Haus koordiniert gewesen sei. Angesichts der engen militärischen Koordination beider Länder ist kaum vorstellbar, dass Washington davon nichts gewusst haben soll.
Trump stellte den Angriff auf Truth Social dennoch als impulsiven israelischen Alleingang dar. Israel habe »aus Wut über das, was im Nahen Osten geschieht« gehandelt. Israel werde das Gasfeld aber nicht erneut angreifen – außer wenn Iran Katar weiter attackiere. Trump versucht damit mehrere Dinge gleichzeitig: Er weist die Verantwortung für Israels Handeln von sich. Er droht Teheran mit der Totalzerstörung von »South Pars«, sollte Katar erneut getroffen werden und versucht damit, die arabischen Verbündeten am Golf zu beruhigen. Und er signalisiert, dass Washington Iran nicht vollständig zerstören will.
Trump stellte den Angriff auf Truth Social dennoch als impulsiven israelischen Alleingang dar. Israel habe »aus Wut über das, was im Nahen Osten geschieht« gehandelt. Israel werde das Gasfeld aber nicht erneut angreifen – außer wenn Iran Katar weiter attackiere. Trump versucht damit mehrere Dinge gleichzeitig: Er weist die Verantwortung für Israels Handeln von sich. Er droht Teheran mit der Totalzerstörung von »South Pars«, sollte Katar erneut getroffen werden und versucht damit, die arabischen Verbündeten am Golf zu beruhigen. Und er signalisiert, dass Washington Iran nicht vollständig zerstören will.
Foto: Jonathan Ernst / REUTERS
Die Episode zeigt die strukturellen Probleme des israelisch-amerikanischen Kriegs gegen Iran. Ein schneller Regimekollaps blieb aus, seitdem ist unklar, was eigentlich die Strategie ist. Das Regime gibt nicht nach, die Straße von Hormus bleibt blockiert, die Nuklearfrage ist ungelöst. Der Angriff auf »South Pars« lässt sich als Versuch lesen, Iran mit Gewalt zum Einlenken zu zwingen, ohne Bodentruppen einzusetzen. Doch das Regime hat in der Nacht demonstriert, dass es zur schmerzhaften Vergeltung fähig ist.
Teherans eigene Kriegslogik lautet: Alle anderen haben mehr zu verlieren als wir. Die Weltwirtschaft leidet, die Energiepreise steigen, westliche Verbündete sind nervös. Eine globale Energiekrise droht. Das heißt nicht, dass das Regime mit genug Zeit nicht doch noch kollabieren kann. Der Preis für die Welt ist aber bereits jetzt enorm hoch. Ein Krieg ohne klares Ziel neigt dazu, immer weiter zu eskalieren, weil jede Seite versucht, der anderen noch größere Schmerzen zuzufügen.
Trump steht vor einer schwierigen Wahl: Er kann jetzt dramatisch eskalieren, den Feldzug beenden – oder einen langen Abnutzungskrieg auf mittlerem Niveau weiterführen, mit enormen Kosten für die Weltwirtschaft. Wer öffentlich erklärt hat, Iran habe effektiv kapituliert, kann sich nur schwer zurückziehen, solange Iran die Straße von Hormus kontrolliert. Die Zeichen stehen deshalb auf weitere Eskalation.
Teherans eigene Kriegslogik lautet: Alle anderen haben mehr zu verlieren als wir. Die Weltwirtschaft leidet, die Energiepreise steigen, westliche Verbündete sind nervös. Eine globale Energiekrise droht. Das heißt nicht, dass das Regime mit genug Zeit nicht doch noch kollabieren kann. Der Preis für die Welt ist aber bereits jetzt enorm hoch. Ein Krieg ohne klares Ziel neigt dazu, immer weiter zu eskalieren, weil jede Seite versucht, der anderen noch größere Schmerzen zuzufügen.
Trump steht vor einer schwierigen Wahl: Er kann jetzt dramatisch eskalieren, den Feldzug beenden – oder einen langen Abnutzungskrieg auf mittlerem Niveau weiterführen, mit enormen Kosten für die Weltwirtschaft. Wer öffentlich erklärt hat, Iran habe effektiv kapituliert, kann sich nur schwer zurückziehen, solange Iran die Straße von Hormus kontrolliert. Die Zeichen stehen deshalb auf weitere Eskalation.
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Preis für Nordseeöl legt deutlich zu
Die Ölpreise steigen angesichts der zugespitzten Lage im Nahen Osten wieder deutlich. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent stieg zeitweise auf mehr als 115 Dollar. Gegen 8.30 Uhr lag er bei rund 113 Dollar und damit circa 5,5 Prozent höher als am Vorabend.
Deutlich verhaltener ist die Preisentwicklung bei der US-Sorte WTI. Der Preis für ein Barrel zog lediglich leicht auf etwas mehr als 96 Dollar an. Die Differenz zwischen Brent und WTI ist derzeit so groß wie seit Anfang 2015 nicht mehr. Seit dem Start des Irankriegs verteuerte sich das WTI-Öl um etwas mehr als 40 Prozent, während der Brent-Preis um rund 55 Prozent anzog.
Die schwächere Preisentwicklung bei WTI im Vergleich zu anderen globalen Ölsorten ist darauf zurückzuführen, dass an den Märkten darüber spekuliert wird, ob die USA in die Öl-Terminmärkte eingreifen oder andere Maßnahmen ergreifen könnten, um die Folgen der Krise abzumildern. Finanzminister Scott Bessent sagte jedoch diese Woche dem Sender CNBC, dass keine Maßnahmen am Markt für Energie-Futures ergriffen worden seien.
Die Trump-Regierung könnte allerdings eine Abgabe auf Rohölexporte oder sogar ein Exportverbot in Betracht ziehen, um die durch den Krieg im Nahen Osten verursachten steigenden Energiepreise zu bekämpfen, heißt es in einer Analyse von RBC Capital Markets.
Die Trump-Regierung könnte allerdings eine Abgabe auf Rohölexporte oder sogar ein Exportverbot in Betracht ziehen, um die durch den Krieg im Nahen Osten verursachten steigenden Energiepreise zu bekämpfen, heißt es in einer Analyse von RBC Capital Markets.
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Italien senkt Steuern auf Sprit
Die italienische Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat angesichts gestiegener Spritpreise per Dekret die Steuern auf Benzin und Diesel gesenkt. Diese Regelung soll nach Angaben der Regierung in Rom ab Donnerstag für 20 Tage gelten und dazu führen, dass die Preise umgehend um 25 Cent pro Liter fallen. Das Dekret sieht auch einen sogenannten Anti-Spekulations-Mechanismus vor, um Preise an Tankstellen in Balance zu halten.
In Deutschland debattiert heute der Bundestag erstmals über einen Gesetzentwurf, mit dem die Koalition aus Union und SPD auf die stark gestiegenen Spritpreise reagiert. Tankstellen sollen die Spritpreise künftig nur noch einmal am Tag – um zwölf Uhr – erhöhen dürfen. Preissenkungen sollen jederzeit möglich sein. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Finanzminister Lars Klingbeil lässt nun außerdem eine Übergewinnsteuer für Kraftstoffkonzerne prüfen. Mehr dazu lesen Sie hier.
Foto: Christophe Gateau / picture alliance / dpa
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Kuwait meldet nun zwei Angriffe auf Ölraffinerien
In Kuwait sind zwei Raffinerieanlagen der staatlichen Ölgesellschaft Ziel von Drohnenangriffen geworden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation berichtet, wurde eine Betriebseinheit in der Raffinerie Mina Abdullah von einer Drohne attackiert. Daraufhin sei ein Brand ausgebrochen.
Zudem wurde eine weitere Betriebseinheit in der Raffinerie Mina al-Ahmadi von einem ähnlichen Angriff getroffen. Auch dort kam es nach Angaben des Unternehmens zu einem begrenzten Brand. Beide Anlagen gehören zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion. In beiden Fällen seien umgehend alle erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen worden, heißt es. Verletzte habe es nicht gegeben.
Zudem wurde eine weitere Betriebseinheit in der Raffinerie Mina al-Ahmadi von einem ähnlichen Angriff getroffen. Auch dort kam es nach Angaben des Unternehmens zu einem begrenzten Brand. Beide Anlagen gehören zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion. In beiden Fällen seien umgehend alle erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen worden, heißt es. Verletzte habe es nicht gegeben.
Drohnenangriff trifft offenbar Ölraffinerie in Kuwait
Ein Drohnenangriff hat offenbar eine Ölraffinerie in Kuwait getroffen. Das staatliche Unternehmen Kuwait Petroleum Corporation teilt mit, dass eine der Betriebsanlagen der Raffinerie Mina al-Ahmadi von einer Drohne getroffen worden sei. Der staatlichen Nachrichtenagentur KUNA zufolge brach ein kleiner Brand an der Anlage aus. Es seien keine Verletzten gemeldet worden. Kurz zuvor hatte Kuwaits Militär mitgeteilt, dass die Luftabwehr gegen »feindliche Raketen und Drohnenbedrohungen« im Einsatz sei.
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Angriffe auf Gasfelder treiben Preise in die Höhe
Der Preis für europäisches Erdgas ist über Nacht deutlich gestiegen. Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden. An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat nun um 24,5 Prozent auf 67,89 Euro je Megawattstunde (MWh) zu. Der TTF-Preis hatte vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran bei lediglich 31 Euro gelegen. Er hat sich also seitdem mehr als verdoppelt.
Wegen des Preissprungs wird die Wiederbefüllung der deutschen Gasspeicher in diesem Jahr nach Einschätzung von Speicherbetreibern eine Herausforderung. Nach Einschätzung der Initiative Energien Speichern (Ines) fehlen dem Markt derzeit jegliche ökonomische Anreize zur Einspeicherung von Gas in die Speicher.
Katars Gasanlagen in Ras Laffan am 2. März. Foto: Stringer / Reuters
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Drohnenangriff trifft offenbar Ölraffinerie in Kuwait
Ein Drohnenangriff hat offenbar eine Ölraffinerie in Kuwait getroffen. Das staatliche Unternehmen Kuwait Petroleum Corporation teilt mit, dass eine der Betriebsanlagen der Raffinerie Mina al-Ahmadi von einer Drohne getroffen worden sei. Der staatlichen Nachrichtenagentur KUNA zufolge brach ein kleiner Brand an der Anlage aus. Es seien keine Verletzten gemeldet worden. Kurz zuvor hatte Kuwaits Militär mitgeteilt, dass die Luftabwehr gegen »feindliche Raketen und Drohnenbedrohungen« im Einsatz sei.
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Bericht: USA erwägen, Tausende weitere Soldaten in den Nahen Osten zu schicken
US-Präsident Donald Trump erwägt einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, Tausende Soldaten zur Verstärkung in den Nahen Osten zu schicken. Reuters beruft sich auf einen US-Beamten sowie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Entsendung weiterer Truppen könne Trump zusätzliche Optionen im Irankrieg bieten, so Reuters, der US-Präsident erwäge eine Ausweitung der US-Operationen.
Crewmitglieder des US-Flugzeugträgers USS »Gerald R. Ford«. Foto: Handout der US Navy / Navcent Public Affairs / AFP
Zu diesen Optionen gehöre etwa, die Straße von Hormus so abzusichern, dass Öltanker die Meerenge sicher passieren können. Dafür würden vor allem Luft- und Seestreitkräfte benötigt, zitiert Reuters seine Quellen. Die Sicherung der Meerenge könnte jedoch auch den Einsatz von US-Truppen an der iranischen Küste bedeuten, sagten demnach vier Quellen, darunter zwei US-Beamte.
Die Trump-Regierung habe zudem Optionen erörtert, Bodentruppen auf die iranische Insel Charg zu entsenden, sagten die drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen und drei US-Beamte. Fast alle iranischen Ölexporte laufen über Charg. Einer der Beamten sagte, eine solche Operation wäre sehr riskant. Iran ist in der Lage, die Insel mit Raketen und Drohnen zu erreichen.
Ein Beamter des Weißen Hauses, der anonym bleiben wollte, sagte: »Es gibt derzeit keine Entscheidung, Bodentruppen zu entsenden, aber Präsident Trump hält sich klugerweise alle Optionen offen.« Das Pentagon lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
Ein Beamter des Weißen Hauses, der anonym bleiben wollte, sagte: »Es gibt derzeit keine Entscheidung, Bodentruppen zu entsenden, aber Präsident Trump hält sich klugerweise alle Optionen offen.« Das Pentagon lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
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Nato zieht Personal aus Irak ab
Die Nato hat wegen der eskalierenden Sicherheitslage im Irak das Personal des Bündnisses abgezogen. Fast alle Soldaten und Soldatinnen, die für die »Nato Mission Iraq« (NMI) tätig waren, wurden außer Landes gebracht, hieß es von Militärs. Die Aktion war aus Sicherheitsgründen geheim gehalten worden. Das Kontingent der Mission, die vorwiegend das irakische Militär und das Verteidigungsministerium unterstützt, war seit Kriegsbeginn bereits reduziert worden.
Eine Sprecherin der Nato bestätigte die Reduzierung. »Wir können bestätigen, dass wir unsere Präsenz im Irak angepasst haben«, so Nato-Sprecherin Allison Hart. Über Details könne sie aus Sicherheitsgründen nicht sprechen. Hart betonte, die Mission des Bündnisses werde fortgesetzt. Tatsächlich gibt es im Bündnis große Zweifel, ob die Nato-Initiative im Irak noch Sinn ergibt.
In den vergangenen Tagen hatte es in Bagdad immer wieder Angriffe auf die US-Botschaft gegeben, die wie die Nato-Mission in der früheren »Green Zone« liegt. Meist wurde die Botschaft mit Drohnen angegriffen. Einige Treffer führten zu schweren Schäden auf dem weitläufigen Gelände, das von mehreren US-Flugabwehrsystemen geschützt ist. Gerade die kleineren Drohnen aber können die Systeme oft nicht abfangen.
Die Bundeswehr beteiligt sich an der Nato-Mission im Irak, hatte ihr Personal aus Bagdad aber schon vor einigen Tagen wegen der angespannten Sicherheitslage abgezogen.
Die Bundeswehr beteiligt sich an der Nato-Mission im Irak, hatte ihr Personal aus Bagdad aber schon vor einigen Tagen wegen der angespannten Sicherheitslage abgezogen.
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Francesco Collini
Auslandsressort
Ex-Terrorabwehr-Chef: Bedenken gegen Iran-Angriff wurden nicht zu Trump durchgelassen
Der kürzlich zurückgetretene Chef der US-Terrorabwehr Joe Kent wirft der US-Regierung vor, interne Zweifel an den Luftangriffen gegen Iran nicht bis zu Präsident Donald Trump durchgelassen zu haben. Kent, der nach eigenen Angaben aus Sorge über den Irankrieg in dieser Woche zurückgetreten war, sagte im Interview mit dem rechten Podcaster Tucker Carlson, ihm und anderen ranghohen Beamten sei »nicht erlaubt« worden, ihre Bedenken direkt beim Präsidenten vorzutragen. Trump habe sich auf einen kleinen Kreis von Beratern gestützt.
Kent behauptete, Israel habe Trumps Entscheidung maßgeblich beeinflusst – obwohl es seiner Darstellung nach keine Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Bedrohung der USA durch Iran gegeben habe. Israel habe die USA unter Druck gesetzt, indem es mit einem eigenen Vorgehen gedroht und so US-Interessen in der Region gefährdet habe. Kent deutete Aussagen von Außenminister Marco Rubio und dem republikanischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, als Hinweise in diese Richtung. Wer konkret seinen Zugang zu Trump blockiert habe, ließ er allerdings offen.
Kent behauptete, Israel habe Trumps Entscheidung maßgeblich beeinflusst – obwohl es seiner Darstellung nach keine Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Bedrohung der USA durch Iran gegeben habe. Israel habe die USA unter Druck gesetzt, indem es mit einem eigenen Vorgehen gedroht und so US-Interessen in der Region gefährdet habe. Kent deutete Aussagen von Außenminister Marco Rubio und dem republikanischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, als Hinweise in diese Richtung. Wer konkret seinen Zugang zu Trump blockiert habe, ließ er allerdings offen.
Joe Kent bei einer Rede 2021. Foto: Elizabeth Frantz / Reuters
Kents Aussagen über eine »israelische Lobby« in den USA haben Vorwürfe von Antisemitismus nach sich gezogen, lesen Sie hier mehr dazu. Einem US-Medienbericht zufolge steht Kent unter FBI-Ermittlungen. Ihm werde vorgeworfen, geheime Informationen weitergegeben zu haben, berichtet das Onlineportal »Semafor« unter Berufung auf drei Insider.
Die Äußerungen des Ex-Terrorabwehr-Chefs geben einen Einblick in mögliche Spannungen innerhalb der US-Regierung. Trumps Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard erklärte am Mittwoch, die Entscheidung, ob Iran eine Bedrohung darstelle, liege allein beim Präsidenten. Eine Bewertung der aktuellen Angriffe äußerte sie nicht.
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Florian Pütz
Nachrichtenressort

Medien: Drei Männer in Iran wegen Januar-Protesten hingerichtet
Iran hat staatlichen Medien zufolge drei Männer hingerichtet, die während der Massenproteste im Januar zwei Polizisten getötet haben sollen. Zuvor habe der Oberste Gerichtshof die Todesurteile bestätigt, heißt es in den Berichten weiter. Die Hinrichtungen fanden demnach in der Stadt Ghom, einem religiösen Zentrum der schiitischen Muslime, statt.
Laut den Justizbehörden wurden die Männer des Mordes und des »Kriegs gegen Gott« für schuldig befunden. Ihnen wurde zudem vorgeworfen, im Sinne Israels und der USA gehandelt zu haben. Den Behörden zufolge hatten die drei Männer am 8. Januar bei Protesten mit Messern und anderen Waffen zwei Polizisten getötet.
Laut den Justizbehörden wurden die Männer des Mordes und des »Kriegs gegen Gott« für schuldig befunden. Ihnen wurde zudem vorgeworfen, im Sinne Israels und der USA gehandelt zu haben. Den Behörden zufolge hatten die drei Männer am 8. Januar bei Protesten mit Messern und anderen Waffen zwei Polizisten getötet.
Die Proteste waren Ende Dezember zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor. Menschenrechtsgruppen zufolge wurden dabei Tausende Menschen getötet.
Die SPIEGEL-Rekonstruktion zeigt, wie brutal Sicherheitskräfte in der Stadt Rascht vorgingen. Augenzeugen berichten von gnadenloser Gewalt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Die SPIEGEL-Rekonstruktion zeigt, wie brutal Sicherheitskräfte in der Stadt Rascht vorgingen. Augenzeugen berichten von gnadenloser Gewalt. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Katar weist Irans Militärattaché aus
Der Golfstaat Katar hat die Militär- und Sicherheitsattachés der iranischen Botschaft sowie deren Mitarbeiter zu unerwünschten Personen erklärt und des Landes verwiesen. Sie seien aufgefordert, Katar innerhalb von 24 Stunden zu verlassen, teilt das Außenministerium mit. Es verwies auf wiederholte »Aggressionen» Irans gegen Katar.
Das Außenministerium in Doha warnte in seiner Mitteilung, dass andauernde Feindseligkeiten seitens Irans mit »weiteren Maßnahmen zum Schutz der Souveränität, der Sicherheit und der nationalen Interessen des Landes« beantwortet würden. Zuvor hatte Iran Gasanlagen in Katar angegriffen.
Das Außenministerium in Doha warnte in seiner Mitteilung, dass andauernde Feindseligkeiten seitens Irans mit »weiteren Maßnahmen zum Schutz der Souveränität, der Sicherheit und der nationalen Interessen des Landes« beantwortet würden. Zuvor hatte Iran Gasanlagen in Katar angegriffen.
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Abu Dhabi schließt Öl- und Gasanlage nach Angriff
Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) haben eine Öl- und Gasanlage im Emirat Abu Dhabi nach einem Raketenangriff geschlossen. Herabstürzende Trümmerteile infolge eines Abwehreinsatzes der Flugabwehr hätten zu Schäden geführt, teilte die Regierung in Abu Dhabi mit.
Betroffen sind demnach die Gasanlage Habshan und ein Ölfeld namens Bab. Es gebe keine Verletzten. Die Behörden nannten zunächst keine weiteren Einzelheiten zur Art und Schwere der Schäden. Es blieb auch unklar, für wie lange die Anlagen geschlossen bleiben sollen.
In einer Mitteilung bezeichnete das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate den Angriff als »Terroranschlag«. Solche Angriffe stellen eine gefährliche Eskalation und einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar, hieß es weiter. In der Mitteilung wurde nicht genannt, wer für den Angriff verantwortlich war.
Betroffen sind demnach die Gasanlage Habshan und ein Ölfeld namens Bab. Es gebe keine Verletzten. Die Behörden nannten zunächst keine weiteren Einzelheiten zur Art und Schwere der Schäden. Es blieb auch unklar, für wie lange die Anlagen geschlossen bleiben sollen.
In einer Mitteilung bezeichnete das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate den Angriff als »Terroranschlag«. Solche Angriffe stellen eine gefährliche Eskalation und einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar, hieß es weiter. In der Mitteilung wurde nicht genannt, wer für den Angriff verantwortlich war.
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Unbekannte Drohnen über Ministerresidenzen auf Militärbasis in den USA
Über der Militärbasis Fort McNair in Washington sind einem Medienbericht zufolge unbekannte Drohnen gesichtet worden. Auf dem Stützpunkt wohnen US-Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth, berichtet die »Washington Post« unter Berufung auf drei mit der Situation vertraute Personen. Die Herkunft der Drohnen ist den Angaben zufolge unklar.
Die Vorfälle lösen Überlegungen aus, die beiden Minister zu verlegen – dies geschieht jedoch bisher nicht. Das US-Militär beobachtet nach Angaben der Zeitung potenzielle Bedrohungen derzeit besonders aufmerksam, das Pentagon lehnt eine Stellungnahme aus Sicherheitsgründen ab.
Die Vorfälle lösen Überlegungen aus, die beiden Minister zu verlegen – dies geschieht jedoch bisher nicht. Das US-Militär beobachtet nach Angaben der Zeitung potenzielle Bedrohungen derzeit besonders aufmerksam, das Pentagon lehnt eine Stellungnahme aus Sicherheitsgründen ab.
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US-Demokraten warnen vor Atomabkommen mit Saudi-Arabien
Zwölf demokratische US-Abgeordnete haben Außenminister Marco Rubio am Mittwoch aufgefordert, bei einem geplanten Atomabkommen mit Saudi-Arabien auf strenge Sicherheitsvorkehrungen zu bestehen. In einem Brief verlangten die Kongressmitglieder, darunter die Senatoren Ed Markey und Jeff Merkley, den sogenannten Goldstandard bei der Nichtverbreitung von Atomwaffen einzuhalten.
Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte dem Kongress im November mitgeteilt, ein ziviles Nuklearabkommen mit Saudi-Arabien anzustreben. Der Entwurf des sogenannten 123-Abkommens öffnet nach Angaben der Kritiker jedoch den Weg für eine Urananreicherung durch das Königreich – ein möglicher Schritt zu Atomwaffen. Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hatte erklärt, sein Land werde Atomwaffen entwickeln, sollte der regionale Rivale Iran dies tun.
Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte dem Kongress im November mitgeteilt, ein ziviles Nuklearabkommen mit Saudi-Arabien anzustreben. Der Entwurf des sogenannten 123-Abkommens öffnet nach Angaben der Kritiker jedoch den Weg für eine Urananreicherung durch das Königreich – ein möglicher Schritt zu Atomwaffen. Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman hatte erklärt, sein Land werde Atomwaffen entwickeln, sollte der regionale Rivale Iran dies tun.
Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman. Foto: Win McNamee / Getty Images
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Saudischer Außenminister fordert Stopp iranischer Angriffe
Saudi-Arabien hat Iran zur Einstellung der Angriffe auf die benachbarten Golfstaaten aufgefordert. Die Angriffe Irans auf seine Nachbarn würden Konsequenzen haben, sagte Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan laut dem arabischen Sender Al Jazeera nach Beratungen mit den Außenministern arabischer und islamischer Staaten in der Hauptstadt Riad. Mit seinem Verhalten isoliere sich Iran nur weiter. »Ich hoffe, dass sie die Botschaft des heutigen Treffens verstehen, ihre Strategie rasch überdenken und aufhören, ihre Nachbarn anzugreifen«, wurde der saudische Minister zitiert.
Iran greift Saudi-Arabien und die übrigen Staaten am Persischen Golf seit Beginn des von den USA und Israel begonnenen Irankriegs immer wieder mit Raketen und Drohnen an. Irans Begründung, die Angriffe stünden im Zusammenhang mit der Präsenz von US-Militärstützpunkten, sei »nicht überzeugend«, wurde Faisal bin Farhan zitiert. »Die Angriffe Irans auf Nachbarländer waren vorsätzlich, und was wir derzeit beobachten, bestätigt dies.« Man werde »alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen – politische, wirtschaftliche, diplomatische –, um diese Angriffe zu stoppen«, sagte er.
Saudi-Arabien hatte zu dem Außenministertreffen geladen, um sich gemeinsam um die Förderung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu bemühen, wie es im Vorfeld hieß. Nach dem Treffen wurde Saudi-Arabien laut Verteidigungsministerium erneut von Drohnen angegriffen. Es seien drei Drohnen im Osten abgefangen und zerstört worden, hieß es in der Nacht auf X.
Zuvor waren in der Hauptstadt Riad vier Menschen durch herabstürzende Trümmer einer ballistischen Rakete verletzt worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf einen Sprecher des Zivilschutzes berichtete. Die Trümmer seien auf ein Wohngebiet gefallen. Versuche, zivile Ziele anzugreifen, seien ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht, hieß es.
Iran greift Saudi-Arabien und die übrigen Staaten am Persischen Golf seit Beginn des von den USA und Israel begonnenen Irankriegs immer wieder mit Raketen und Drohnen an. Irans Begründung, die Angriffe stünden im Zusammenhang mit der Präsenz von US-Militärstützpunkten, sei »nicht überzeugend«, wurde Faisal bin Farhan zitiert. »Die Angriffe Irans auf Nachbarländer waren vorsätzlich, und was wir derzeit beobachten, bestätigt dies.« Man werde »alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen – politische, wirtschaftliche, diplomatische –, um diese Angriffe zu stoppen«, sagte er.
Saudi-Arabien hatte zu dem Außenministertreffen geladen, um sich gemeinsam um die Förderung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu bemühen, wie es im Vorfeld hieß. Nach dem Treffen wurde Saudi-Arabien laut Verteidigungsministerium erneut von Drohnen angegriffen. Es seien drei Drohnen im Osten abgefangen und zerstört worden, hieß es in der Nacht auf X.
Zuvor waren in der Hauptstadt Riad vier Menschen durch herabstürzende Trümmer einer ballistischen Rakete verletzt worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf einen Sprecher des Zivilschutzes berichtete. Die Trümmer seien auf ein Wohngebiet gefallen. Versuche, zivile Ziele anzugreifen, seien ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht, hieß es.
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Trump: Israel greift Irans größtes Gasfeld vorerst nicht mehr an
Israel wird Irans wichtiges Gasfeld »South Pars« nach Angaben von US-Präsident Donald Trump nicht erneut angreifen. Das schreibt der US-Präsident Trump in einem Post auf der Plattform Truth Social. Bei dem israelischen Angriff sei nur ein relativ kleiner Teil der Anlage in Iran getroffen worden.
Die Vereinigten Staaten hätten nichts von diesem speziellen Angriff gewusst, schreibt Trump weiter. Katar sei in keiner Weise daran beteiligt gewesen und habe keine Kenntnis davon gehabt. Das »Wall Street Journal« hatte zuvor unter Berufung auf US-Regierungsvertreter berichtet, Trump habe den israelischen Angriff als Reaktion auf die iranische Blockade der Straße von Hormus gebilligt.
Trump drohte Iran zugleich mit einer massiven Bombardierung des Gasfelds »South Pars«, sollte das Land seine Angriffe auf Katars Gasindustrie fortsetzen. Es werde einen Angriff geben »mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat«.
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Iran greift erneut Flüssiggasanlagen in Katar an – Betreiber meldet große Schäden
Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem erneuten iranischen Raketenangriff nach Angaben aus dem Golfstaat schwer beschädigt worden. Am frühen Morgen wurden im Industriegebiet Ras Laffan mehrere Flüssiggasanlagen angegriffen, was zu »bedeutenden Bränden und weiteren schweren Schäden« führte, wie der Betreiber Qatar Energy auf der Plattform X mitteilte. Einsatzkräfte seien vor Ort, um den Schaden zu begrenzen. Es gebe keine Verletzten.
Dem Verteidigungsministerium in Doha zufolge setzte Iran bei dem Angriff ballistische Raketen ein. Das Industriegebiet war bereits am Mittwochabend von Iran mit Raketen angegriffen worden. Der Betreiber sprach daraufhin auf der Plattform X bereits von Bränden und großen Schäden. Zuvor hatte Israel das benachbarte iranische Gasfeld South Pars attackiert.
Dem Verteidigungsministerium in Doha zufolge setzte Iran bei dem Angriff ballistische Raketen ein. Das Industriegebiet war bereits am Mittwochabend von Iran mit Raketen angegriffen worden. Der Betreiber sprach daraufhin auf der Plattform X bereits von Bränden und großen Schäden. Zuvor hatte Israel das benachbarte iranische Gasfeld South Pars attackiert.
Katar gehört zu den größten Gasproduzenten der Welt und spielt eine Schlüsselrolle bei der globalen Versorgung mit Flüssiggas, das vor allem in Ras Laffan verschifft wird. Katars Produktion und der Transport über die Straße von Hormus sind wegen des seit gut zweieinhalb Wochen andauernden Irankriegs allerdings derzeit weitestgehend unterbrochen.
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Neuer Angriff auf Schiff im Golf von Oman
Südlich der Straße von Hormus ist ein Schiff im Golf von Oman von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. An Bord brach ein Feuer aus. Das teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) auf ihrer Website mit.
Der Vorfall ereignete sich demnach etwa 20 Kilometer vor der Küste der Stadt Chor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten, nahe dem südlichen Eingang zur Meerenge von Hormus. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall waren zunächst nicht bekannt. Es handelt sich um den 16. Angriff auf ein Schiff in der Region seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar, der bei der Behörde gemeldet wurde.
Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat zuletzt in der Region wiederholt Schiffe angegriffen. Die Schifffahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus, die vom Persischen Golf in den Golf von Oman führt, ist daher praktisch zum Erliegen gekommen.
Der Vorfall ereignete sich demnach etwa 20 Kilometer vor der Küste der Stadt Chor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten, nahe dem südlichen Eingang zur Meerenge von Hormus. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall waren zunächst nicht bekannt. Es handelt sich um den 16. Angriff auf ein Schiff in der Region seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar, der bei der Behörde gemeldet wurde.
Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat zuletzt in der Region wiederholt Schiffe angegriffen. Die Schifffahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus, die vom Persischen Golf in den Golf von Oman führt, ist daher praktisch zum Erliegen gekommen.
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Medienbericht: Trump gegen weitere Angriffe auf Irans Energiesektor
US-Präsident Donald Trump lehnt einer Zeitung zufolge vorerst weitere Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur ab. Trump habe vorab von dem israelischen Schlag gegen das Erdgasfeld South Pars gewusst, berichtet das »Wall Street Journal« unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Er habe den Angriff als Reaktion auf die iranische Blockade der Straße von Hormus gebilligt, hieß es. Sollte Teheran dort weiter vorgehen, schließe der Präsident erneute Attacken auf den Energiesektor jedoch nicht aus. Eine Stellungnahme der US-Regierung lag zunächst nicht vor.
Israel hatte am Mittwoch das iranische South-Pars-Feld angegrifen. South Pars ist das weltweit größte Erdgasfeld, das sich Iran mit Katar teilt. Teheran drohte offen, Raffinerien, Gasfelder und petrochemische Anlagen in Saudi-Arabien, den VAE und Katar anzugreifen – und noch am Abend nahm Iran Ras Laffan, das Herzstück von Katars Energiewirtschaft, bereits zum zweiten Mal ins Visier. Zudem gab es Attacken auf Energieanlagen in Saudi-Arabien.
Israel hatte am Mittwoch das iranische South-Pars-Feld angegrifen. South Pars ist das weltweit größte Erdgasfeld, das sich Iran mit Katar teilt. Teheran drohte offen, Raffinerien, Gasfelder und petrochemische Anlagen in Saudi-Arabien, den VAE und Katar anzugreifen – und noch am Abend nahm Iran Ras Laffan, das Herzstück von Katars Energiewirtschaft, bereits zum zweiten Mal ins Visier. Zudem gab es Attacken auf Energieanlagen in Saudi-Arabien.
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Trump nimmt Leichen der bei Tankflugzeugabsturz getöteten Soldaten im Empfang
In Anwesenheit von Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth sind am Mittwoch die Leichen von sechs bei dem Absturz eines US-Tankflugzeugs im Irak getöteten Soldaten in die USA überführt worden. Trump, der einen schwarzen Mantel trug, salutierte, als die mit Flaggen bedeckten Särge aus einem Militärflugzeug auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover im Bundesstaat Delaware ausgeladen und an ihm vorbeigetragen wurden, wie auf vom Weißen Haus veröffentlichten Fotos zu sehen war.
Die Veranstaltung war auf Wunsch der Familien der getöteten Soldaten für Medien nicht zugänglich. Im Anschluss erklärte das Weiße Haus im Onlinedienst X: »Ihr Mut wird niemals vergessen werden.« An der Überführung nahm neben Trump und Hegseth auch US-Generalstabschef Dan Caine teil. Das US-Tankflugzeug vom Typ KC-135 war am vergangenen Donnerstag im Westen des Irak unter ungeklärten Umständen abgestürzt. Die Gründe für den Absturz werden dem Pentagon zufolge weiter untersucht.
Die Veranstaltung war auf Wunsch der Familien der getöteten Soldaten für Medien nicht zugänglich. Im Anschluss erklärte das Weiße Haus im Onlinedienst X: »Ihr Mut wird niemals vergessen werden.« An der Überführung nahm neben Trump und Hegseth auch US-Generalstabschef Dan Caine teil. Das US-Tankflugzeug vom Typ KC-135 war am vergangenen Donnerstag im Westen des Irak unter ungeklärten Umständen abgestürzt. Die Gründe für den Absturz werden dem Pentagon zufolge weiter untersucht.
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Macron fordert Stopp der Angriffe auf Energieanlagen
Nach einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump und dem Emir von Katar zum Irankrieg fordert Frankreich ein Aussetzen der Angriffe auf Anlagen des Öl- und Gas-Sektors. Das sei im gemeinsamen Interesse, schrieb Staatschef Emmanuel Macron auf der Plattform X. Auch die Wasserversorgung dürfe nicht zum Ziel werden. »Die Zivilbevölkerung und ihre grundlegenden Bedürfnisse müssen, genauso wie die Energieversorgung, vor der militärischen Eskalation geschützt werden«, erklärte er weiter.
Er habe mit Trump und Emir Tamim bin Hamad Al Thani nach den Angriffen am Mittwoch auf Gasanlagen in Iran und in Katar gesprochen. Katar gehört zu den größten Gasproduzenten der Welt und spielt auch eine Schlüsselrolle bei der globalen Versorgung mit Flüssiggas. Katars Produktion und die Verschiffung über die Straße von Hormus sind wegen des seit zweieinhalb Wochen andauernden Irankriegs derzeit weitestgehend unterbrochen.
Zuletzt gab es auch Befürchtungen, dass die Kriegsparteien zunehmend die für die Menschen vor Ort lebenswichtige Infrastruktur der Wasserversorgung ins Visier nehmen könnten, darunter Entsalzungsanlagen. In Bahrain war bei einem iranischen Angriff vor mehreren Tagen eine wichtige Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser getroffen worden. Zudem gab es Berichte über einen Angriff auf eine Entsalzungsanlage in Iran.
Zuletzt gab es auch Befürchtungen, dass die Kriegsparteien zunehmend die für die Menschen vor Ort lebenswichtige Infrastruktur der Wasserversorgung ins Visier nehmen könnten, darunter Entsalzungsanlagen. In Bahrain war bei einem iranischen Angriff vor mehreren Tagen eine wichtige Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser getroffen worden. Zudem gab es Berichte über einen Angriff auf eine Entsalzungsanlage in Iran.
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Medienbericht: Pentagon beantragt 200 Milliarden Dollar für Irankrieg
Das Pentagon bittet das Weiße Haus um die Genehmigung eines Antrags an den US-Kongress über mehr als 200 Milliarden Dollar zur Finanzierung des Krieges in Iran. Dies berichtet die »Washington Post« unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsvertreter.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Katar erklärt iranischen Militärattaché zur unerwünschten Person
Der Sicherheits- und Militärattaché der iranischen Botschaft muss Katar binnen 24 Stunden verlassen, wie das Außenministerium in Doha mitteilte. Die Regierung erklärte den iranischen Botschafter zur »Persona non grata«. Katar begründete die Entscheidung mit wiederholten Angriffen von Iran auf das Land. Zuletzt ist die Industriestadt Ras Laffan Ziel einer Attacke gewesen.
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Omans Außenminister fordert Iran und USA zu Rückkehr an den Verhandlungstisch auf
Badr Albusaidi, der Außenminister Omans und Vermittler der jüngsten US-iranischen Nukleargespräche, hat in einem Gastbeitrag im Economist den Kriegseintritt Israels und der USA kritisiert. Der Angriff nur Stunden nach den »bislang substanziellsten Verhandlungen« sei rechtswidrig gewesen. Irans Vergeltung sei unter den gegebenen Umständen unvermeidbar, das Ergebnis inakzeptabel: Die Blockade der Straße von Hormus treibe weltweit die Energiepreise in die Höhe und bedrohe die Wirtschaftsmodelle der arabischen Golfstaaten. Die Sicherheitszusammenarbeit mit den USA erlebten sie nun als akute Verletzlichkeit.
Die USA, so Albusaidi, hätten sich von israelischen Versprechen eines schnellen Regimewechsels täuschen lassen und damit die Kontrolle über ihre eigene Außenpolitik verloren. Nun drohe genau der langwierige Bodenkrieg, den Trump stets ablehnte – und den die amerikanische Bevölkerung nicht wolle. Dies sei nicht Amerikas Krieg.
Deshalb seien jetzt Amerikas Verbündete gefordert: Sie müssten Washington offen die unangenehme Wahrheit sagen – dass weder die USA noch Iran ein Interesse an einer Fortsetzung dieses Krieges hätten, und dass Amerika in eine Falle getappt sei, aus der es sich befreien müsse.
Als Ausweg skizziert er einen konkreten Vorschlag: USA und Iran sollten trotz allem wieder direkt miteinander reden – diesmal aber eingebettet in einen breiteren Prozess, an dem alle Golfstaaten beteiligt sind. Thema wäre die Frage, welche Rolle Atomenergie künftig in der Region spielen soll – ein Interesse, das alle Länder teilen, unabhängig vom Krieg. Ein solcher gemeinsamer Rahmen könne es beiden Seiten politisch leichter machen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, ohne das Gesicht zu verlieren. Oman, das traditionell als neutraler Vermittler gilt, könne diesen Prozess initiieren.
Die USA, so Albusaidi, hätten sich von israelischen Versprechen eines schnellen Regimewechsels täuschen lassen und damit die Kontrolle über ihre eigene Außenpolitik verloren. Nun drohe genau der langwierige Bodenkrieg, den Trump stets ablehnte – und den die amerikanische Bevölkerung nicht wolle. Dies sei nicht Amerikas Krieg.
Deshalb seien jetzt Amerikas Verbündete gefordert: Sie müssten Washington offen die unangenehme Wahrheit sagen – dass weder die USA noch Iran ein Interesse an einer Fortsetzung dieses Krieges hätten, und dass Amerika in eine Falle getappt sei, aus der es sich befreien müsse.
Als Ausweg skizziert er einen konkreten Vorschlag: USA und Iran sollten trotz allem wieder direkt miteinander reden – diesmal aber eingebettet in einen breiteren Prozess, an dem alle Golfstaaten beteiligt sind. Thema wäre die Frage, welche Rolle Atomenergie künftig in der Region spielen soll – ein Interesse, das alle Länder teilen, unabhängig vom Krieg. Ein solcher gemeinsamer Rahmen könne es beiden Seiten politisch leichter machen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, ohne das Gesicht zu verlieren. Oman, das traditionell als neutraler Vermittler gilt, könne diesen Prozess initiieren.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Drei Palästinenserinnen im Westjordanland getötet
Im Westjordanland sind drei Frauen durch Raketenangriffe aus Iran getötet worden. Mehrere Palästinenserinnen seien zudem verletzt worden, eine von ihnen schwebe in Lebensgefahr, teilte der palästinensische Rote Halbmond mit. Laut der Nachrichtenagentur Wafa wurde ein Schönheitssalon im Ort Beit Awa südwestlich von Hebron getroffen. Israels Armee bestätigte, dass es in der Gegend einen Raketeneinschlag gegeben habe. Nach Erkenntnissen des Militärs handelte es sich um eine iranische Rakete.
Während es in Israel viele Bunker und Schutzräume gibt, ist das im Westjordanland nicht der Fall. Zudem gibt es keine Warnungen durch Sirenen.
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Franziska Wunderlich
Newsdesk

Hisbollah feuert Raketen auf Israels Grenzregion zum Gazastreifen
Die schiitische Hisbollah-Miliz hat erstmals seit Beginn des Irankriegs den Süden Israels angegriffen. Die Raketen schlugen in der etwa 200 Kilometer vom Libanon entfernten Grenzregion in der Nähe des Gazastreifens ein, in der Stadt Aschkelon heulten am Abend die Warnsirenen. Israels Armee bestätigte, dass die Miliz für die Attacken verantwortlich sei.
Die von Iran unterstützte Schiitenmiliz feuerte auch Raketen auf den Norden Israels. Berichte über Schäden oder Verletzte nach den neuen Angriffen gab es zunächst nicht.
Die von Iran unterstützte Schiitenmiliz feuerte auch Raketen auf den Norden Israels. Berichte über Schäden oder Verletzte nach den neuen Angriffen gab es zunächst nicht.
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Kurzanalyse: Ölpreis steigt nach Angriffen auf iranische und katarische Gasanlagen
Die Attacken auf Gasverarbeitungsanlagen in Iran und Katar sowie Sorgen vor Angriffen auf Saudi-Arabiens Ölindustrie treiben die Rohölpreise in die Höhe. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Referenzsorte Brent kostete gegen 21.50 Uhr MEZ 111,55 US-Dollar – das sind gut acht Dollar mehr als am Dienstag. Das US-Öl WTI hat sich zeitweise auf mehr als 100 Dollar pro Fass verteuert.
Eine Flamme am South-Pars-Gasfeld an der iranischen Golfküste. Foto: Morteza Nikoubazl / NurPhoto via Getty Images
Unbestätigten Berichten zufolge soll Irans Regime nach den israelischen Attacken auf die iranischen Gasförderanlagen Saudi-Arabien gewarnt haben, man werde Raffinerien des staatlichen Ölkonzerns Aramco ins Visier nehmen. Und schon die Einschläge in Ras Laffan, dem Zentrum der katarischen Erdgasindustrie, bedeuten eine neue Eskalationsstufe in diesem Krieg. Womöglich wird Katars Produktion des Flüssigerdgases LNG längere Zeit eingeschränkt sein.
Zudem legt der iranische Angriff auf Ras Laffan nahe, dass in Teheran gerade Hardliner das Sagen haben. Das Regime wird die faktische Blockade der für den Öl- und Gasexport so wichtigen Straße von Hormus wohl nicht so schnell beenden.
Diese Meerenge ließe sich allein mit militärischen Mitteln kaum unter Kontrolle bringen, sagt der Iranstratege S. Clinton Hinote. Er analysierte für die US-Luftwaffe diverse Szenarien für einen bewaffneten Konflikt mit Iran. Und sagt heute: Jeder Versuch, die Straße von Hormuz freizubekommen, ist mit enormen Risiken verbunden. Das SPIEGEL-Interview lesen Sie hier.
Zudem legt der iranische Angriff auf Ras Laffan nahe, dass in Teheran gerade Hardliner das Sagen haben. Das Regime wird die faktische Blockade der für den Öl- und Gasexport so wichtigen Straße von Hormus wohl nicht so schnell beenden.
Diese Meerenge ließe sich allein mit militärischen Mitteln kaum unter Kontrolle bringen, sagt der Iranstratege S. Clinton Hinote. Er analysierte für die US-Luftwaffe diverse Szenarien für einen bewaffneten Konflikt mit Iran. Und sagt heute: Jeder Versuch, die Straße von Hormuz freizubekommen, ist mit enormen Risiken verbunden. Das SPIEGEL-Interview lesen Sie hier.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Israel soll iranische Marine im Kaspischen Meer angegriffen haben
Laut israelischen Medien soll es im Kaspischen Meer Luftangriffe auf iranische Marineeinheiten gegeben haben. Dabei sollen mehr als fünf Schiffe der iranischen Marine getroffen worden sein. In der iranischen Hafenstadt Bandar Anzali sollen mehreren Berichten zufolge Explosionen beobachtet worden sein. Offizielle Bestätigungen der Ereignisse liegen bisher nicht vor.
Das iranische Schiff IRIS Bushehr nach einem Angriff durch ein US-U-Boot vor der Küste von Colombo, Sri Lanka, am 5. März 2026. Foto: Sri Lankan Navy / Handout via AFP
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Slowakei geht gegen Tanktourismus vor
Die slowakische Regierung hat wegen der Rohstoffkrise Maßnahmen beschlossen, um den Treibstoffverkauf zu beschränken. Die Verordnung solle vorerst für 30 Tage gelten, könne aber notfalls auch verlängert werden, sagte Ministerpräsident Robert Fico nach einer Kabinettssitzung.
Eine Tankstelle mit Rationierungshinweis in Bratislava. Foto: Joe Klamar / AFP
Als Maßnahme gegen Hamsterkäufe und Tanktourismus darf pro Fahrzeug nur mehr Diesel bis zu einem Maximalwert von 400 Euro gekauft werden. Die Mitnahme von mehr als zehn Litern in Kanistern oder anderen mitgebrachten Gefäßen ist auch innerhalb dieses Limits verboten. Zudem werden für Autos mit ausländischen Kennzeichen höhere Preise verlangt.
Hintergrund ist, dass die Slowakei bereits vor einem Monat einen »Erdöl-Notstand« ausgerufen hat. Seit Ende Januar fließt kein Erdöl mehr durch die Druschba-Pipeline über die Ukraine aus Russland. Davon ist die Ölversorgung der Slowakei ebenso wie Ungarns bisher weitgehend abhängig. Bratislava und Budapest werfen der Ukraine vor, die Öllieferungen absichtlich zu behindern.
Die Regierung in Bratislava hatte nach Ausbruch des Irankrieges mit der Raffinerie Slovnaft eine freiwillige Preisbremse vereinbart. Deshalb waren die Spritpreise in der Slowakei weniger stark gestiegen als in den Nachbarländern, was einen Tanktourismus aus Österreich und vor allem Polen auslöste. Besonders im Grenzgebiet der Slowakei zu Polen war zuletzt an mehreren Tankstellen vorübergehend kein Treibstoff mehr zu bekommen.
Die Regierung in Bratislava hatte nach Ausbruch des Irankrieges mit der Raffinerie Slovnaft eine freiwillige Preisbremse vereinbart. Deshalb waren die Spritpreise in der Slowakei weniger stark gestiegen als in den Nachbarländern, was einen Tanktourismus aus Österreich und vor allem Polen auslöste. Besonders im Grenzgebiet der Slowakei zu Polen war zuletzt an mehreren Tankstellen vorübergehend kein Treibstoff mehr zu bekommen.
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Kurzanalyse: Iran greift Herz von Katars Gaswirtschaft an – das droht jetzt
Eine weitere Eskalation am Mittwochabend: Nachdem Israel wenige Stunden zuvor das iranische South-Pars-Feld getroffen hatte, wird Doha noch tiefer in den Konflikt hineingezogen. South Pars ist das weltweit größte Erdgasfeld, das sich Iran mit Katar teilt. Teheran drohte offen, Raffinerien, Gasfelder und petrochemische Anlagen in Saudi-Arabien, den VAE und Katar anzugreifen – und noch am Abend nahm Iran Ras Laffan, das Herzstück von Katars Energiewirtschaft, bereits zum zweiten Mal ins Visier.
Gasförderanlage im Industriezentrum Ras Laffan. Foto: Maneesh Bakshi / AP / dpa
Katars Innenministerium teilt mit, dass Zivilschutzteams derzeit einen Brand in der wichtigsten Gasanlage des Landes bekämpfen. In einer Erklärung spricht QatarEnergy von »erheblichen Schäden« in der Ras-Laffan-Industriezone. Der Konzern erklärt zugleich, dass es bislang keine Verletzten gebe. Das katarische Außenministerium verurteilte den Angriff als »brutale« Attacke: »Katar betrachtet diesen Angriff als gefährliche Eskalation, als eklatante Verletzung seiner Souveränität und als direkte Bedrohung seiner nationalen Sicherheit«, heißt es.
Ras Laffan ist das Herz von Katars Gaswirtschaft: Dort stehen fast alle LNG-Anlagen des Landes, das Werk gilt als größter Exportkomplex für Flüssiggas weltweit und liefert etwa ein Fünftel des globalen LNG-Angebots. Wenn dort Anlagen ausfallen oder der Export stockt, fehlen große Mengen am Weltmarkt; Analysten warnen, dass ein längerer Ausfall die Preise weltweit weiter nach oben treiben würde. QatarEnergy hatte seine LNG-Produktion bereits am 2. März ausgesetzt, nachdem die Anlage in Ras Laffan erstmals angegriffen worden war.
Ras Laffan ist das Herz von Katars Gaswirtschaft: Dort stehen fast alle LNG-Anlagen des Landes, das Werk gilt als größter Exportkomplex für Flüssiggas weltweit und liefert etwa ein Fünftel des globalen LNG-Angebots. Wenn dort Anlagen ausfallen oder der Export stockt, fehlen große Mengen am Weltmarkt; Analysten warnen, dass ein längerer Ausfall die Preise weltweit weiter nach oben treiben würde. QatarEnergy hatte seine LNG-Produktion bereits am 2. März ausgesetzt, nachdem die Anlage in Ras Laffan erstmals angegriffen worden war.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Angriffe auf Gasanlagen in Katar und Saudi-Arabien
Nach dem israelischen Angriff auf eine iranische Anlage im größten Erdgasfeld der Welt sind in Katar und Saudi-Arabien Gasanlagen angegriffen worden – offenbar handelte es sich um Vergeltungsschläge Teherans.
Katars staatlicher Energiekonzern QatarEnergy bestätigt Raketenangriffe auf Ras Laffan, einen wichtigen Gaskomplex des Landes. Es sei »erheblicher Schaden entstanden«, schrieb QatarEnergy auf der Plattform X. »Notfallteams wurden umgehend eingesetzt, um die Brände einzudämmen.« Berichte über Opfer liegen demnach bislang nicht vor. Alle Mitarbeiter seien in Sicherheit.
Katars staatlicher Energiekonzern QatarEnergy bestätigt Raketenangriffe auf Ras Laffan, einen wichtigen Gaskomplex des Landes. Es sei »erheblicher Schaden entstanden«, schrieb QatarEnergy auf der Plattform X. »Notfallteams wurden umgehend eingesetzt, um die Brände einzudämmen.« Berichte über Opfer liegen demnach bislang nicht vor. Alle Mitarbeiter seien in Sicherheit.
In Saudi-Arabien wurde derweil eine Drohne abgefangen, die sich einem Gasfeld im Osten des Landes näherte, teilte das Verteidigungsministerium in Riad mit. Es sei kein Schaden entstanden.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Krieg blockiert medizinische Hilfe für Hunderttausende Kinder
Wegen des Irankriegs verzögert sich nach Angaben der Hilfsorganisation Save the Children der Transport von medizinischen Hilfsgütern für rund 400.000 Kinder. Der Konflikt blockiere wichtige Lieferwege und verzögere lebensrettende medizinische Lieferungen, teilte die Kinderhilfsorganisation mit. Luft-, See- und Landwege seien unterbrochen.
Eine Familie im Bürgerkriegsland Jemen. Foto: Abdulnasser Alseddik / AP
Die betroffenen Hilfslieferungen seien für Familien im Sudan, Jemen und in Afghanistan bestimmt, heißt es weiter. Die Helfer erwarten, dass die Transportkosten bis zu 50 Prozent steigen könnten, da Hilfsgüter in einigen Fällen umgeleitet werden müssten.
Eine Lieferung für den Sudan stecke derzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten fest, da auch die für den internationalen Handel wichtige Straße von Hormus nahezu blockiert sei. Eine für den Jemen bestimmte Lieferung stecke in Dubai fest. Diese müssen nun auf dem Landweg transportiert werden.
Willem Zuidema, globaler Leiter der Lieferketten bei Save the Children, appellierte an alle Konfliktparteien, die sichere Durchfahrt humanitärer Hilfe für Kinder zu gewährleisten.
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Liebe Leserinnen und Leser, der Irankrieg hält die Welt weiter in Atem. Israel und die USA fliegen weiter Angriffe gegen das Regime in Teheran, das seinerseits mit Vergeltungsschlägen antwortet. Die Folgen sind in aller Welt spürbar – spätestens an der örtlichen Zapfsäule. Alle wichtigen Entwicklungen lesen Sie hier. Was am Mittwoch geschah, können Sie hier nachlesen.
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