Wichtige Updates
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Iran an. Fotos zeigen einen großen Brand in Teheran. Die israelische Armee bestätigt eine Attacke gegen iranische Ölanlagen, 30 Öltanks seien angegriffen worden. Iran führte mehrere Angriffswellen gegen Israel durch.
- Irans Expertenrat hat laut Staatsmedien den Nachfolger für den getöteten Ali Khamenei gewählt. Mojtaba Khamenei beerbt seinen Vater als Geistliches Oberhaupt des Landes. Trump sagte zuvor, der Khamenei-Nachfolger müsse von ihm abgenickt werden.
- US-Präsident Donald Trump schließt nach eigener Aussage nicht aus, Bodentruppen nach Iran zu entsenden, um das angereicherte Uran des Landes sicherzustellen. Einen Kriegseintritt der Kurden lehnt Trump aber nun doch ab.
- Noch immer sitzen Tausende gestrandete Urlauber in der Nahostregion fest. Eine genaue Zahl, um wie viele Deutsche es sich dabei handelt, gibt es nicht. Allein am Wochenende wurden Hunderte zurück nach Deutschland geflogen und auch in den kommenden Tagen sind weitere Rückholflüge geplant.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Folgen des Irankriegs: Droht eine neue große Fluchtbewegung Richtung Europa?
- Der Wutkrieger: Donald Trump versprach erst Frieden und »America First«, doch dann packte ihn die Lust an der Zerstörung. Seine Anhänger kommen da nicht hinterher. Die SPIEGEL-Titelstory.
- Warum die Golfstaaten ausgerechnet Selenskyj um Hilfe bitten: Gegen Schwärme aus Raketen und Drohnen setzen die reichen Golfstaaten fast ausschließlich auf teure Abwehrsysteme. Die könnten ihnen aber bald ausgehen – eine Lösung könnte das kriegserfahrene Kyjiw bieten.
- Warum sich Merz jetzt von Trump absetzt: Im Oval Office erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz noch seine Unterstützung für den Krieg der USA und Israels gegen Iran. In einem neuen Statement geht er auf einmal auf Distanz. Was ist passiert?
- »Im Libanon breitet sich Panik aus«: Israel attackiert den Libanon nach dem Kriegseintritt der Hisbollah massiv. Im Land herrscht Angst. Viele Menschen fragen sich, wie die eigene Regierung nun gegen die Miliz vorgehen kann.
- An dieser Stelle haben die Ajatollahs die Weltwirtschaft im Würgegriff: Fast jeder dritte Liter Öl kommt aus der Region um den Persischen Golf, beim Flüssigerdgas sieht es ähnlich aus. Nun blockiert Iran die Straße von Hormus. Diese Karten zeigen, wie abhängig die Welt ist
- Daten und Grafiken zum Irankrieg: Wo fliegen die Truppen von den USA und Israel ihre Angriffe? Welche US-Basen attackiert Iran? Welche Waffen sind im Einsatz? Hier geht’s zum Überblick
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Liebe Leserinnen und Leser,
das war Tag 9 des Irankriegs. Wir halten Sie natürlich weiter auf dem Laufenden. Die Entwicklungen vom Montag können Sie hier weiter verfolgen.
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Susanne Koelbl
Auslandsressort
Blitzanalyse: Mojtaba Khamenei ist Hardliner – wie sein Vater
Der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 Klerikern, das über die Nachfolge des Geistlichen Führers entscheidet, hat gewählt: Mojtaba Khamenei, Sohn des am 28. Februar in Teheran getöteten Ali Khamenei, übernimmt das höchste Staatsamt. Damit konzentriert sich die Macht in Iran erneut in den Händen eines Einzelnen.
Mojtaba Khamenei ist wie sein Vater ein politischer Hardliner und Kleriker. Er pflegt enge Verbindungen zu den Revolutionswächter, in deren Habib-Bataillon er bereits mit 16 Jahren im Iran-Irak-Krieg kämpfte. Dieses Bataillon kontrolliert auch die Basidsch-Milizen, die für die Erschießung Tausender Demonstranten im Januar verantwortlich sind. Mojtaba gilt zudem als treibende Kraft hinter der Niederschlagung der Grünen Bewegung und der Proteste nach dem Tod der Kurdin Jina Mahsa Amini.
Foto: ABEDIN TAHERKENAREH / EPA
Obwohl er kein offizielles Amt innehatte, übte Mojtaba als stellvertretender Bürochef seines Vaters in den letzten Jahren erheblichen Einfluss aus. Ali Khamenei selbst hatte sich gegen Dynastien ausgesprochen und kritisierte Mojtabas Nominierung als Nachfolger. Zudem fehlt Mojtaba der Ajatollah-Rang, der eigentlich Voraussetzung für das Amt ist. Seine Wahl wurde jedoch vom Sicherheitsapparat durchgesetzt.
Wie sein Vater verfolgt der 56-Jährige eine kompromisslose antiwestliche Politik. Sein oberstes Ziel ist der Erhalt des Regimes und der sogenannten Achse des Widerstands, zu der Hisbollah, Hamas und die Houthis gehören. Verhandlungen mit den USA und Israel lehnt er strikt ab. Mojtaba gilt als noch brutaler in der Unterdrückung als sein Vater.
Im Krieg setzt er auf eine Strategie der Ausdauer: Den Konflikt so lange wie möglich in die Länge ziehen und den Gegner sowie dessen Verbündete am Golf maximal schädigen. Seine schärfsten Waffen sind Angriffe auf US-Basen, Hotelanlagen und Infrastruktur in den Nachbarländern sowie die Drohung, die Straße von Hormus zu schließen, durch die über 20 Prozent der weltweiten Energielieferungen fließen. Unter seiner Führung droht kein Regime-Kollaps. Iran bleibt eine Festung des Widerstands, mit seinen Bewohnern als Geiseln.
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Staatsmedien: Mojtaba Khamenei ist neues geistliches Oberhaupt Irans
Mojtaba Khamenei ist neuer oberster Führer Irans und Nachfolger seines Vaters, dem getöteten Ajatollah Ali Khamenei. Der oberste Führer der Islamischen Republik hat das letzte Wort in allen politischen und militärischen Belangen.
Gemäß der iranischen Verfassung bestimmen die 88 Geistlichen im Expertenrat das neue Staatsoberhaupt. Nach unbestätigten Berichten galten bereits der nun gewählte Mojtaba Khamenei, sowie Hassan Khomeini, der Enkel des Revolutionsführers Ruhollah Khomeini, als die beiden wichtigsten Kandidaten.
Lesen Sie hier mehr zu Mojtaba Khamenei.
Foto: Rouzbeh Fouladi / picture alliance / Middle East Images
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Parlamentspräsident: Iran strebt keinen Waffenstillstand an
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf sagt, Teheran strebe keinen Waffenstillstand an, und fügt hinzu, dass die »Aggressoren« bestraft werden müssten. »Wenn der Feind uns aus irgendeinem Land angreift, wird Teheran entschlossen reagieren«, sagte er im iranischen Staatsfernsehen.
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Israel will Hauptquartier der Luftwaffe Irans zerstört haben
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben das Hauptquartier der Luftwaffe der Revolutionswächter in der iranischen Hauptstadt Teheran zerstört. Von dort aus seien die iranischen Angriffe mit Raketen und Drohnen auf Israel und andere Länder der Region organisiert und gesteuert worden, sagte Armeesprecher Effie Defrin bei einer Online-Pressekonferenz. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen und iranische Stellen äußerten sich nicht.
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Siebter US-Soldat tot
Ein weiterer Angehöriger der US-Streitkräfte ist an den Folgen seiner Verletzungen gestorben, die er vor einer Woche bei den ersten Gegenangriffen Irans erlitten hatte. Damit steigt die Zahl der US-Soldaten, die bisher im Krieg mit Iran getötet wurden, auf sieben, teilte das US-Militär mit.
»Letzte Nacht ist ein US-Soldat an den Folgen seiner Verletzungen gestorben, die er bei den ersten Angriffen des iranischen Regimes im Nahen Osten erlitten hatte. Der Soldat wurde am 1. März bei einem Angriff auf US-Truppen im Königreich Saudi-Arabien schwer verletzt«, erklärte das US-Central-Command. Die Identität des Soldaten werde bis 24 Stunden nach Benachrichtigung der nächsten Angehörigen zurückgehalten.
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Macron telefoniert mit Irans Präsident Pezeshkian
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat mit Irans Präsident Masoud Pezeshkian gesprochen, wie er in einem Beitrag auf X schreibt. Macron habe in dem Gespräch bekräftigt, dass Iran seine Angriffe unverzüglich einstellen müsse. »Iran muss außerdem die Freiheit der Schifffahrt gewährleisten, indem er die faktische Sperrung der Straße von Hormus beendet«, schreibt Macron.
Macron habe außerdem »tiefe Besorgnis über die Entwicklung des iranischen Nuklear- und Raketenprogramms und alle destabilisierenden Aktivitäten Irans in der Region« zum Ausdruck gebracht, die die Ursache der aktuellen Krise seien. »Eine diplomatische Lösung ist notwendiger denn je, um diese entscheidenden Herausforderungen anzugehen, die Eskalation zu beenden und den Frieden zu bewahren«, schreibt Frankreichs Präsident.
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Briten haben Drohne über Irak abgefangen
Das britische Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass britische Streitkräfte Samstagabend erfolgreich eine Drohne abgeschossen haben, die von Iran aus in Richtung Irak abgefeuert worden war.
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US-Energieminister: USA wollen keine Öl- oder Gas-Anlagen angreifen
Der US-Energieminister Chris Wright hat im Interview mit CNN gesagt, dass die USA die Energie-Infrastruktur Irans bei ihren Angriffen verschonen würden. Die US-Armee greife in Iran keinerlei Öl- oder Gas-Anlagen an, sagte Wright dem US-Sender. Zu einem israelischen Angriff auf Öldepots in und nahe der iranischen Hauptstadt Teheran am Samstag sagte der Minister, dabei habe es sich um »örtliche Treibstofflager zum Auffüllen des Benzintanks« gehandelt.
Angesichts der massiv gestiegenen Ölpreise auf dem Weltmarkt sagte Wright, die Auswirkungen des Irankrieges seien vorübergehend – »im schlimmsten Fall ein paar Wochen, aber nicht Monate«.
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Iran droht mit weiteren Vergeltungsschlägen
Die iranischen Revolutionswächter drohen mit Vergeltungsschlägen, sollten die Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes nicht aufhören. Iran werde in diesem Fall mit ähnlichen Aktionen in der Region antworten, zitieren staatliche Medien einen Sprecher der Revolutionswächter.
Die Regierungen anderer mehrheitlich muslimischer Staaten in der Region müssten die USA und Israel »so schnell wie möglich« vor weiteren Angriffen warnen, erklärte das zentrale iranische Militärkommando im Staatsfernsehen, nachdem Israel Öldepots in und nahe Teheran bombardiert hatte.
Die Regierungen anderer mehrheitlich muslimischer Staaten in der Region müssten die USA und Israel »so schnell wie möglich« vor weiteren Angriffen warnen, erklärte das zentrale iranische Militärkommando im Staatsfernsehen, nachdem Israel Öldepots in und nahe Teheran bombardiert hatte.
Andernfalls werde die iranische Armee »ähnliche Schritte in der Region ergreifen«, erklärte die Armeeführung. »Wenn ihr mit Ölpreisen von mehr als 200 Dollar pro Barrel zurechtkommt, spielt nur weiter dieses Spiel.«
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Offenbar zwei Tote in Saudi-Arabien
Dem saudischen Zivilschutz zufolge wurden zwei Menschen getötet und zwölf Menschen verletzt, nachdem ein Geschoss auf ein Wohngebiet in der saudischen Stadt Al-Kharj gefallen ist. Die beiden Getöteten seien indischer und bangladeschischer Staatsangehörigkeit gewesen, fügte der Zivilschutz in einem Beitrag auf X hinzu.
Die iranischen Revolutionswächter hatten zuvor erklärt, sie hätten Radarsysteme an Orten wie Al-Kharj in Saudi-Arabien angegriffen.
Die iranischen Revolutionswächter hatten zuvor erklärt, sie hätten Radarsysteme an Orten wie Al-Kharj in Saudi-Arabien angegriffen.
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Trump über Khamenei-Nachfolger: »Wenn er nicht unsere Zustimmung erhält, wird er nicht lange im Amt bleiben«
US-Präsident Donald Trump hat sich im Interview mit dem US-Sender ABC erneut zum nächsten Obersten Führer in Iran geäußert. Derjenige, der gewählt wird, würde »nicht lange durchhalten«, wenn die Iraner nicht zuerst sein Einverständnis erhalten, sagte Trump. »Wenn er nicht unsere Zustimmung erhält, wird er nicht lange im Amt bleiben«, so der US-Präsident. »Wir wollen sicherstellen, dass wir nicht alle zehn Jahre zurückkommen müssen«, vor allem, wenn dann kein Präsident mehr wie Trump selbst im Weißen Haus säße, der dies nicht durchziehen würde.
Auf die Frage, ob er bereit wäre, jemanden mit Verbindungen zum alten Regime zu akzeptieren, antwortete Trump: »Ja, um einen guten Führer auszuwählen, würde ich das tun, ja, das würde ich. Es gibt zahlreiche Menschen, die dafür infrage kommen könnten.«
Foto: Mark Schiefelbein / AP
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Tankstellenbetreiber nennen hohe Spritpreise »Abzocke«
Die Kritik von Tankstellenbetreibern an den Mineralölkonzernen wegen der stark gestiegenen Spritpreise infolge des Irankrieges reißt nicht ab. »Das ist Raubtierkapitalismus wie im 19. Jahrhundert und hat mit sozialer Marktwirtschaft nichts zu tun«, sagte der Sprecher des Tankstellen-Interessenverbands (TIV), Herbert Rabl.
Er monierte in der »Stuttgarter Zeitung«, dass Rohöl zu einem viel günstigeren Preis eingekauft und raffiniert worden sei und seitdem teils in Tanks unter den Tankstellen lagere. Nun werde es weit teurer verkauft – ein Preis, mit dem die Konzerne ursprünglich nicht kalkuliert hätten. Das sei »Abzocke«.
Wie die Mineralölkonzerne mit dem Irankrieg Kasse machen, lesen Sie hier.
Er monierte in der »Stuttgarter Zeitung«, dass Rohöl zu einem viel günstigeren Preis eingekauft und raffiniert worden sei und seitdem teils in Tanks unter den Tankstellen lagere. Nun werde es weit teurer verkauft – ein Preis, mit dem die Konzerne ursprünglich nicht kalkuliert hätten. Das sei »Abzocke«.
Wie die Mineralölkonzerne mit dem Irankrieg Kasse machen, lesen Sie hier.
Zapfsäule in Mecklenburg-Vorpommern am 05.03.2026. Foto: Andy Bünning / IMAGO
Auf die Preise an der Zapfsäule selbst hätten die Pächter keinen Einfluss, sagte Rabl. Diese würden von den Konzernen gemacht – den Frust der Autofahrer bekämen dann die Tankstellenpächter und ihre Angestellten ab. Die Mineralölwirtschaft rechtfertige die höheren Preise als Vorsichtsmaßnahme. Zudem verweist die Branche auf deutlich gestiegene Einkaufskosten.
Ähnlich hatten sich auch Tankstellenbetreiber in Ostdeutschland geäußert. »Die Kollegen an den Kassen kriegen natürlich schon sehr deutlich den Unmut der Leute mit«, hatte Hans-Joachim Rühlemann, Vorsitzender des Verbands des Garagen- und Tankstellengewerbes (VGT) Nord-Ost, gesagt.
Ähnlich hatten sich auch Tankstellenbetreiber in Ostdeutschland geäußert. »Die Kollegen an den Kassen kriegen natürlich schon sehr deutlich den Unmut der Leute mit«, hatte Hans-Joachim Rühlemann, Vorsitzender des Verbands des Garagen- und Tankstellengewerbes (VGT) Nord-Ost, gesagt.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sagte zu den stark gestiegenen Preisen: »Hier muss Abzocke verhindert werden.« Deshalb werde Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nun schnell prüfen, ob man mit dem Kartellrecht gegen die Mineralölkonzerne vorgehen könne, sagte der SPD-Vorsitzende dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. »Es darf nicht sein, dass die Mineralölkonzerne die Krise ausnutzen und daraus Profit schlagen.«
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Israel startet laut Militärangaben »umfangreiche Angriffe« auf Iran
Israels Militär gibt bekannt, dass es »vor Kurzem mit umfangreichen Angriffen auf die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in Teheran und weiteren Gebieten in Iran begonnen« hat. Mehreren Berichten zufolge waren in Teheran laute Explosionen zu hören.
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Kurzanalyse: Kunstdüngerpreise steigen – werden Lebensmittel weltweit teurer?
Der Irankrieg und die Blockade der Straße von Hormus treiben nicht nur die Öl- und Benzinpreise weltweit hoch, sondern auch den Preis für Kunstdünger und dessen Rohstoffe. So hat sich der Stickstoffdünger Harnstoff (Urea) an der Rohstoffbörse CBOT in Chicago binnen einer Woche um gut 25 Prozent verteuert; Ammoniak in Singapur um rund zehn Prozent.
Golfstaaten wie Iran, Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate zählen zu den weltgrößten Herstellern von Düngemitteln beziehungsweise deren Vorprodukten wie Ammoniak, Erdgas oder Schwefel. Laut dem Rohstoff-Analysehaus Kpler gehen in normalen Zeiten fast ein Drittel der weltweiten Düngemitteltransporte durch die Straße von Hormus, die seit Tagen blockiert ist.
Golfstaaten wie Iran, Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate zählen zu den weltgrößten Herstellern von Düngemitteln beziehungsweise deren Vorprodukten wie Ammoniak, Erdgas oder Schwefel. Laut dem Rohstoff-Analysehaus Kpler gehen in normalen Zeiten fast ein Drittel der weltweiten Düngemitteltransporte durch die Straße von Hormus, die seit Tagen blockiert ist.
Ausbringen von Stickstoff-Kunstdünger in Elsendorf / Niederbayern (Symbolbild). Jens Niering / picture alliance
Die höheren Düngemittelpreise treffen landwirtschaftliche Betriebe: gerade in gemäßigten Breiten auf der Nordhalbkugel, wo jetzt die Hauptpflanzsaison im Gange ist. Sollten sie hoch bleiben oder gar weiter steigen, werden sich Nahrungsmittel über kurz oder lang verteuern. Schließlich ist Kunstdünger der Treibstoff der globalen Agrarmaschinerie. Sein Einsatz hat die Durchschnittserträge von Getreideäckern, Gemüsefeldern und Obstkulturen vervielfacht. Ohne Kunstdünger, so haben es etliche Wissenschaftler berechnet, hätten zwischen 40 und 50 Prozent der heute lebenden Menschen nicht ernährt werden können.
Wie abhängig die Landwirtschaft weltweit von Kunstdünger ist, offenbarte sich 2022. Im Zuge von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine vervielfachten sich Preise einiger Düngemittel zwischenzeitlich. Und auch Nahrungsmittel wurden deutlich teurer – nicht nur, aber auch wegen der gestiegenen Düngerkosten. Von den Preisrekorden des Jahres 2022 sind Urea, Ammoniak und Co. noch ein Stück entfernt.
Wie abhängig die Landwirtschaft weltweit von Kunstdünger ist, offenbarte sich 2022. Im Zuge von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine vervielfachten sich Preise einiger Düngemittel zwischenzeitlich. Und auch Nahrungsmittel wurden deutlich teurer – nicht nur, aber auch wegen der gestiegenen Düngerkosten. Von den Preisrekorden des Jahres 2022 sind Urea, Ammoniak und Co. noch ein Stück entfernt.
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Arabische Liga verurteilt »illegale« Angriffe Irans
In einer Notfallsitzung haben sich heute Mitglieder der Arabischen Liga per Videoschalte zusammengesetzt und die iranischen Angriffe im Nahen Osten als »illegal und grundlos« kritisiert.
Man verurteile diese »feigen« Angriffe scharf, heißt es in einer Erklärung der Mitgliedstaaten nach ihrem virtuellen Treffen auf Ebene der Außenminister. Iran greife »gezielt und auf illegale Weise« zivile Ziele an, darunter Flug- und Seehäfen, Energieanlagen, Wohngebiete und diplomatische Vertretungen. Man weise auch »provokante« Handlungen Teherans zurück, die das Ziel hätten, die Straße von Hormus zu blockieren oder die internationale Schifffahrt zu stören.
Man verurteile diese »feigen« Angriffe scharf, heißt es in einer Erklärung der Mitgliedstaaten nach ihrem virtuellen Treffen auf Ebene der Außenminister. Iran greife »gezielt und auf illegale Weise« zivile Ziele an, darunter Flug- und Seehäfen, Energieanlagen, Wohngebiete und diplomatische Vertretungen. Man weise auch »provokante« Handlungen Teherans zurück, die das Ziel hätten, die Straße von Hormus zu blockieren oder die internationale Schifffahrt zu stören.
Die Arabische Liga umfasst 22 Mitglieder aus Afrika und Asien, die sich bei internationalen Konflikten in Stellungnahmen zwar oft einheitlich äußern, aber eher selten – wie auch diesmal – konkrete Schritte beschließen. Als Gründe gelten vor allem interne Spaltungen und der Umstand, dass die Beschlüsse der Liga in der Regel nicht bindend sind. Schon in großen Kriegen und Konflikten etwa im Irak, in Syrien, Libyen und dem Jemen wurde der Liga deshalb vorgeworfen, kaum Einfluss ausgeübt und keine gemeinsame Linie gefunden zu haben.
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Irans Außenminister lehnt ausländische Einmischung bei Khamenei-Nachfolge ab
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat in einem Interview mit NBC erklärt, die Wahl eines neuen Obersten Führers werde von der Expertenversammlung des Landes entschieden. Er betonte: »Das ist allein Sache des iranischen Volkes und geht niemanden sonst etwas an.«
Araghchi zufolge funktionierten die politischen Institutionen Irans weiterhin normal. »Ein neuer Oberster Führer wird bald von der Expertenversammlung gewählt werden«, sagte er und fügte hinzu, dass der Präsident, das Kabinett und das Parlament weiterhin ihre Aufgaben wahrnehmen würden.
Er wies Kommentare von US-Präsident Donald Trump über ein Mitspracherecht der USA zurück und erklärte, Iran werde keine Einmischung von außen in seine inneren Angelegenheiten zulassen.
Araghchi zufolge funktionierten die politischen Institutionen Irans weiterhin normal. »Ein neuer Oberster Führer wird bald von der Expertenversammlung gewählt werden«, sagte er und fügte hinzu, dass der Präsident, das Kabinett und das Parlament weiterhin ihre Aufgaben wahrnehmen würden.
Er wies Kommentare von US-Präsident Donald Trump über ein Mitspracherecht der USA zurück und erklärte, Iran werde keine Einmischung von außen in seine inneren Angelegenheiten zulassen.
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Stimme aus Jericho: Palästinenser sind nicht geschützt
Osama Iliwad hat einen Mobilfunkshop in Jericho, der großen palästinensischen Stadt im Jordantal. Solange er denken kann, habe es in seinem Leben Krieg und Konflikt gegeben, sagt der 48-Jährige. Sein Großvater habe vom Krieg und der Vertreibung 1948 erzählt, sein Vater vom Sechstagekrieg 1967, er selbst habe die Erste Intifada Ende der Achtzigerjahre erlebt, dann den Zweiten Golfkrieg, als Iraks Diktator Saddam Hussein Raketen auf Israel schoss.
»Die Israelis hatten alle Gasmasken, uns Palästinensern hat man gesagt, dass wir uns zu Hause einschließen und die Fenster abkleben sollen gegen das Giftgas, das in den Raketen sein sollte«, erinnert er sich. Es sei furchtbar heiß gewesen in den Häusern, sodass sie aufs Dach gegangen seien. »Von dort haben wir gesehen, wie die US-Patriots Saddams Scuds herunterholten«, sagt er.
Jetzt fühle er sich an diese Zeit vor 35 Jahren erinnert. Erneut könne er Raketen im Nachthimmel sehen, erneut seien die Palästinenser ungeschützt. »Sirenen können wir hier bloß von den israelischen Siedlungen hören«, sagt Iliwad.
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Leseempfehlung: Wasser ist der wunde Punkt der Golfstaaten
Alle blicken auf die Ölpreise, noch angreifbarer sind die Golfstaaten aber beim Thema Wasser: Am Sonntag traf eine Drohne eine Entsalzungsanlage in Bahrain – es ist ein gefährliches Signal für die ganze Region, schreibt meine Kollegin Dunja Ramadan. Lesen Sie hier mehr dazu.
Foto: Photoshot / Construction Photography / IMAGO
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Klagemauer abgesperrt – Hoffen auf die Ausnahme
Auch die Klagemauer ist weiträumig abgesperrt wegen des Krieges. Vier junge Männer aus Petah Tikva bei Tel Aviv sind trotzdem hochgefahren nach Jerusalem, um den heiligsten Ort des Judentums zu besuchen. Ihr Freund Shai werde am Abend Hochzeit feiern und wolle an den heiligen Steinen ein Gebet loswerden: »Da wird man für ihn doch wohl eine Ausnahme machen«, sagt einer von ihnen.
Vier junge Männer aus Petah Tikva beim Zugang zur Klagemauer. Thore Schröder, DER SPIEGEL
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Berichte über Angriffe auf iranische Wasserversorgung – Emirate dementieren Beteiligung
Israelischen Medienberichten zufolge sollen die Vereinigten Arabischen Emirate erstmals in diesem Krieg Iran attackiert haben. »Ziel des Angriffs war eine Meerwasserentsalzungsanlage«, berichten das Portal ynet und der TV-Sender N12. Es handele sich um einen symbolischen Angriff, der eine abschreckende Wirkung auf Iran haben solle, berichten beide Medien unter Berufung auf Einschätzungen hochrangiger israelischer Beamter.
Aus den Emiraten folgte nun prompt Widerspruch. Ein hochrangiger Beamter der Vereinigten Arabischen Emirate sagte laut »The Jerusalem Post«, sein Land sei an dem Angriff auf die Entsalzungsanlage nicht beteiligt gewesen. Die Zeitung berichtet, die Emirate würden im Fall eines Kriegseintritts keine Angriffe auf zivile Ziele in Erwägung ziehen. »Die VAE werden das iranische Volk niemals mit dem iranischen Regime in einen Topf werfen. Das iranische Volk ist das eigentliche Opfer dieses Regimes und leidet am meisten unter dessen Politik«, erklärte Ali Al Nuaimi, Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsausschusses der VAE.
Aus den Emiraten folgte nun prompt Widerspruch. Ein hochrangiger Beamter der Vereinigten Arabischen Emirate sagte laut »The Jerusalem Post«, sein Land sei an dem Angriff auf die Entsalzungsanlage nicht beteiligt gewesen. Die Zeitung berichtet, die Emirate würden im Fall eines Kriegseintritts keine Angriffe auf zivile Ziele in Erwägung ziehen. »Die VAE werden das iranische Volk niemals mit dem iranischen Regime in einen Topf werfen. Das iranische Volk ist das eigentliche Opfer dieses Regimes und leidet am meisten unter dessen Politik«, erklärte Ali Al Nuaimi, Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsausschusses der VAE.
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Zuckerbäcker in Jerusalem: Altstadt wie ausgestorben
Schon sein Name verrät, wie wichtig ihm der Fastenmonat ist. Umso mehr trifft es Zuckerbäcker Ramadan, dass die Altstadt von Jerusalem ausgerechnet jetzt fast ausgestorben ist. Nur einige Stammkunden kommen noch in sein Süßwarengeschäft nahe dem Damaskustor. Gerade hat er eine Portion Katajif, mit Käse und Walnüssen gefüllte Pfannkuchen, an eine Dame verkauft. »Seit 60, 70 Jahren« sei der Laden in Familienbesitz. »Ich hoffe, dass ich noch lange weitermachen kann«, sagt er.
Zuckerbäcker Ramadan verkauft immerhin eine Portion Katajif. Thore Schröder, DER SPIEGEL
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Zahl der festsitzenden Deutschen unklar, weitere Rückholflüge geplant
Noch immer sitzen Tausende gestrandete Urlauber in der Nahostregion fest. Doch allein am Wochenende wurden Hunderte zurück nach Deutschland geflogen. So landeten in der Nacht zum Sonntag in Hannover zwei TUI-Flüge mit 250 Reisenden aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Auswärtige Amt schrieb zudem am Samstag bei Instagram, es seien erneut 220 Menschen ausgeflogen worden.
Eine genaue Zahl, wie viele Deutsche festsitzen, gibt es nicht. Seit Dienstag landeten bereits mehrere Linienflüge mit Urlaubern und Urlauberinnen auf deutschen Flughäfen. Auch von der Bundesregierung organisierte Sonderflüge brachten Menschen zurück aus der Krisenregion.
Eine genaue Zahl, wie viele Deutsche festsitzen, gibt es nicht. Seit Dienstag landeten bereits mehrere Linienflüge mit Urlaubern und Urlauberinnen auf deutschen Flughäfen. Auch von der Bundesregierung organisierte Sonderflüge brachten Menschen zurück aus der Krisenregion.
TUI-Chef Sebastian Ebel sagte der Nachrichtenagentur dpa, geplant sei, bis spätestens Mittwoch alle Veranstalter-Kunden nach Deutschland gebracht zu haben. Es gehe um mehrere Tausend europäische TUI-Kunden.
Zuvor hatte er schriftlich mitgeteilt: »Flugzeuge stehen in ausreichender Zahl bereit, entscheidend sind sichere Flughäfen und Luftkorridore, die die Behörden freigeben.« Noch könnten nicht alle Gäste zurück nach Deutschland reisen, da Luft- und Seewege gesperrt seien.
In den in Hannover gelandeten Flugzeugen saßen laut TUI auch Menschen etwa aus Schweden, den Niederlanden, Frankreich, Polen und dem Vereinigten Königreich. Zudem sei in der Nacht zum Sonntag ein Sonderflug mit 300 Gästen von den Malediven in Frankfurt angekommen.
Zuvor hatte er schriftlich mitgeteilt: »Flugzeuge stehen in ausreichender Zahl bereit, entscheidend sind sichere Flughäfen und Luftkorridore, die die Behörden freigeben.« Noch könnten nicht alle Gäste zurück nach Deutschland reisen, da Luft- und Seewege gesperrt seien.
In den in Hannover gelandeten Flugzeugen saßen laut TUI auch Menschen etwa aus Schweden, den Niederlanden, Frankreich, Polen und dem Vereinigten Königreich. Zudem sei in der Nacht zum Sonntag ein Sonderflug mit 300 Gästen von den Malediven in Frankfurt angekommen.
Einem Sprecher zufolge handelte es sich nicht um Flüge der Bundesregierung. Außerdem stünden sie in keinem Zusammenhang mit den zwei in der Golfregion gestrandeten Kreuzfahrtschiffen von TUI Cruises – ein Teil der Gäste ist bereits zurück in Deutschland. In den kommenden Tagen seien weitere Flüge dieser Art geplant, die dann auch Urlaubern anderer Veranstalter offenstehen sollen.
Der Deutsche Reiseverband sprach von mehreren Tausend Urlaubern, die inzwischen ausgeflogen worden seien. Geplante Reisen in die betroffene Region seien wegen der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes von den Reiseveranstaltern abgesagt worden. »Wie lange diese Situation anhalten wird, lässt sich derzeit nicht seriös vorhersagen«, teilt der Verband mit.
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Papst Leo warnt vor Ausbreitung des Krieges
Papst Leo XIV. hat auf ein Ende der Gewalt im Nahen Osten gedrängt. »Wir erheben demütig unser Gebet zum Herrn, dass das Dröhnen der Bomben verstumme, die Waffen schweigen und sich ein Raum für Dialog öffne, in dem die Stimmen der Menschen Gehör finden«, sagte er vor Tausenden Menschen beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz.
Der erste US-amerikanische Papst warnte zudem vor einer Ausweitung des Krieges. Es kämen weiterhin bestürzende Berichte über Gewalt, Verwüstungen und ein Klima von Hass und Angst. »Es besteht auch die Befürchtung, dass sich der Konflikt ausbreitet und andere Länder der Region, darunter unser geliebter Libanon, erneut in die Krise stürzen könnten«, so der Papst, der den Libanon Anfang Dezember besucht hatte.
Sonntagssegen auf dem Petersplatz im Vatikan. Foto: Gregorio Borgia / AP
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Augenzeuge berichtet aus Teheran: »Eine der furchterregendsten Erfahrungen«
Vahid (Name geändert) aus Teheran hat mir von der vergangenen Nacht berichtet:
»Die letzte Nacht war eine der schwierigsten und furchterregendsten Erfahrungen, die ich je gemacht habe. Teheran war in Rauch gehüllt, und selbst jetzt hängt er immer noch über der Stadt«, so Vahid.
Und weiter: »Ich war heute in der Nähe des Shahran-Öldepots, das angegriffen wurde. Es war schrecklich. Überall Rauch, und die Schlangen an den Tankstellen sind unglaublich lang.«
»Die letzte Nacht war eine der schwierigsten und furchterregendsten Erfahrungen, die ich je gemacht habe. Teheran war in Rauch gehüllt, und selbst jetzt hängt er immer noch über der Stadt«, so Vahid.
Und weiter: »Ich war heute in der Nähe des Shahran-Öldepots, das angegriffen wurde. Es war schrecklich. Überall Rauch, und die Schlangen an den Tankstellen sind unglaublich lang.«
Feuer und Rauch über Teheran. Foto: Majid Asgaripour / Wana News Agency / Reuters
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Sorge um Irans Fußballerinnen – müssen sie zurück in die Heimat?
Irans Fußballerinnen machten beim Asien Cup in Australien auf sich aufmerksam. Nicht durch den besten Fußball oder lauten Protest gegen das Regime ihrer Heimat, sondern durch Schweigen. Als die iranische Nationalhymne abgespielt wurde, sangen die Nationalspielerinnen nicht mit. Beobachter werteten das wahlweise als Akt des Protests oder der Trauer. Nun ist das Team in der Gruppenphase des Asien Cups ausgeschieden, und die Zukunft der Spielerinnen scheint ungewiss. In der Heimat sollen die Spielerinnen für ihr Schweigen kritisiert worden sein.
Die iranische Community in Australien forderte den australischen Innenminister nun in einem Schreiben auf, die Teammitglieder während ihres Aufenthalts in Australien zu schützen. Zudem startete die Community eine Petition, in der sie die australischen Behörden auffordert, »sicherzustellen, dass kein Mitglied der iranischen Frauenfußballnationalmannschaft Australien verlässt, solange begründete Befürchtungen für ihre Sicherheit bestehen«, und ihnen unabhängige Rechtsberatung, Unterstützung und Dolmetscher zur Verfügung zu stellen. Zehntausende unterschrieben die Petition.
Die iranische Community in Australien forderte den australischen Innenminister nun in einem Schreiben auf, die Teammitglieder während ihres Aufenthalts in Australien zu schützen. Zudem startete die Community eine Petition, in der sie die australischen Behörden auffordert, »sicherzustellen, dass kein Mitglied der iranischen Frauenfußballnationalmannschaft Australien verlässt, solange begründete Befürchtungen für ihre Sicherheit bestehen«, und ihnen unabhängige Rechtsberatung, Unterstützung und Dolmetscher zur Verfügung zu stellen. Zehntausende unterschrieben die Petition.
Iranische Fußballerinnen während der Nationalhymne. Foto: Dave Hunt / AAP / dpa
Die Spielerinnen selbst haben sich bislang nicht dazu geäußert. Australiens Außenministerin Penny Wong antwortete nicht auf die Frage, ob sie Kontakt mit den Iranerinnen aufgenommen habe.
Die Welt hängt an ihren Lippen: Mehr zu den iranischen Nationalspielerinnen lesen Sie hier.
Die Welt hängt an ihren Lippen: Mehr zu den iranischen Nationalspielerinnen lesen Sie hier.
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Explosion in Oslo: Ermittler prüfen Zusammenhang mit Irankrieg
An der US-Botschaft im norwegischen Oslo hat es in der Nacht eine laute Explosion gegeben. Die Polizei war im Großeinsatz. Die genauen Hintergründe sind unklar. Die Ermittler halten einen gezielten Anschlag im Zusammenhang mit »der aktuellen Sicherheitslage« jedoch für möglich. Damit meinen sie offensichtlich den Irankrieg.
Man fahnde weiter nach einem oder mehreren Tätern, habe aber noch keine Verdächtigen, teilen die Behörden mit. Die Sicherheitsvorkehrungen für die US-Vertretung sowie für Einrichtungen der jüdischen Gemeinde und der iranischen Diaspora würden verstärkt.
Man fahnde weiter nach einem oder mehreren Tätern, habe aber noch keine Verdächtigen, teilen die Behörden mit. Die Sicherheitsvorkehrungen für die US-Vertretung sowie für Einrichtungen der jüdischen Gemeinde und der iranischen Diaspora würden verstärkt.
Polizeiautos vor der US-Botschaft in Oslo. Foto: Fredrik Varfjell / EPA
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In der Jerusalemer Altstadt ist es »sehr ruhig« geworden
Keramikkünstler Vic Lepeijan hat sein Geschäft in der Nähe des Davidturms in der Jerusalemer Altstadt. Er ist auf dem Handy zu erreichen, schließt eigens auf für die wenige Kundschaft, die jetzt noch zu ihm kommt. »In der ersten Kriegswoche waren noch einige gestrandete Pilger und Touristen hier, jetzt ist es sehr ruhig geworden«, sagt der Armenier.
Damit könne er aber umgehen. »Wir setzen nicht erst seit dem 7. Oktober zum allergrößten Teil auf Onlinehandel«, sagt er, »die meisten unserer Kunden sind in den USA.«
Damit könne er aber umgehen. »Wir setzen nicht erst seit dem 7. Oktober zum allergrößten Teil auf Onlinehandel«, sagt er, »die meisten unserer Kunden sind in den USA.«
Keramikkünstler Vic Lepeijan in seinem Geschäft nahe des Davidturms in der Altstadt. Thore Schröder, DER SPIEGEL
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Macron reist am Montag nach Zypern
Der französische Präsident Emmanuel Macron und der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis werden am Montag gemeinsam Zypern besuchen. Vor einigen Tagen hatte eine Drohne iranischer Bauart den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf der Mittelmeerinsel getroffen. »Diese Reise soll die Solidarität Frankreichs mit Zypern zum Ausdruck bringen«, hieß es aus Élysée-Kreisen.
In der Hafenstadt Paphos werden Macron und Mitsotakis dann auf den zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulides treffen. Dabei soll es um die Sicherheitslage in der Region gehen. Laut Élysée-Kreisen soll das Treffen auch dabei helfen, Anstrengungen zu koordinieren, um Rückführungsoperationen zu unterstützen. Aus Solidarität mit Zypern haben mehrere europäische Staaten ihre militärische Präsenz in der Region verstärkt. Frankreich verlegte drei der größten französischen Kriegsschiffe in Richtung der Konfliktregion.
In der Hafenstadt Paphos werden Macron und Mitsotakis dann auf den zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulides treffen. Dabei soll es um die Sicherheitslage in der Region gehen. Laut Élysée-Kreisen soll das Treffen auch dabei helfen, Anstrengungen zu koordinieren, um Rückführungsoperationen zu unterstützen. Aus Solidarität mit Zypern haben mehrere europäische Staaten ihre militärische Präsenz in der Region verstärkt. Frankreich verlegte drei der größten französischen Kriegsschiffe in Richtung der Konfliktregion.
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Schweizer Verteidigungsminister spricht von Völkerrechtsverletzung
Der Schweizer Verteidigungsminister Martin Pfister ist überzeugt, dass die USA und Israel mit ihrem Angriff auf Iran gegen das Völkerrecht verstoßen haben. »Der Bundesrat ist der Auffassung, dass der Angriff auf den Iran eine Verletzung des Völkerrechts darstellt«, sagte er im Interview mit dem »Tages-Anzeiger«. Die Operation stelle »einen Verstoß gegen das Gewaltverbot« dar, erklärte Pfister. Zugleich betonte er, auch Iran habe das Völkerrecht verletzt.
Mit dieser Bewertung steht die Schweiz in Europa nicht allein: Unter anderem Frankreich, Spanien, Italien und Norwegen hatten sich ähnlich geäußert. Auch Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hatte dem »Redaktionsnetzwerk Deutschland« gesagt, er habe große Zweifel, ob der Angriff völkerrechtlich legitimiert sei.
Mit dieser Bewertung steht die Schweiz in Europa nicht allein: Unter anderem Frankreich, Spanien, Italien und Norwegen hatten sich ähnlich geäußert. Auch Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hatte dem »Redaktionsnetzwerk Deutschland« gesagt, er habe große Zweifel, ob der Angriff völkerrechtlich legitimiert sei.
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Besuch am Tempelberg: Eingeschränktes Sightseeing
Der Tempelberg bzw. Haram al-Sharif (deutsch: das erhabene Heiligtum) in der Jerusalemer Altstadt ist wegen des Krieges weitläufig abgesperrt. Auch für Fiete und Paul aus Deutschland, die eben am Souk al-Qataneen nahe des Kettentors vorbeikommen, bei ihrem »sehr eingeschränkten Sightseeing«.
Beide wollen ihre Nachnamen nicht veröffentlicht sehen, erzählen aber gern, was sie ausgerechnet jetzt in die Heilige Stadt geführt hat: Pauls Frau ist Alzheimer-Forscherin am Weizman-Institut in Rehovot bei Tel Aviv. Die berühmte Wissenschaftseinrichtung wurde im vergangenen Jahr im Zwölftagekrieg von einer iranischen Rakete getroffen. Dieses Mal wolle das Management auf Nummer sicher gehen, habe Angestellten und Familienmitgliedern während des Krieges ein Ausweichquartier in Jerusalem angeboten. Die Stadt wird, wohl auch wegen ihrer Bedeutung im Islam, kaum beschossen.
Fiete kommt aus Greifswald, wohnt in Hamburg und ist am Tag vor Kriegsbeginn zu Besuch bei seinem Freund angekommen. Nun wolle er »das Beste« aus seinem Urlaub machen. Die Hoffnung, wie geplant am Mittwoch auszufliegen, hat er noch nicht aufgegeben. »Ich habe El Al gebucht, die fliegen ja, ich schaue mal, was sie mir für einen Flug anbieten«, sagt er.
Paul (links) und Fiete aus Deutschland in der gähnend leeren Altstadt von Jerusalem . Thore Schröder, DER SPIEGEL
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Expertenrat will Khamenei-Nachfolger gewählt haben – übernimmt sein Sohn?
Bereits vor mehreren Stunden soll sich Irans Expertenrat, das Wahlgremium für den Obersten Führer, auf einen Nachfolger von Ali Khamenei geeinigt haben. Ob die Wahl damit abgeschlossen ist, ist jedoch unklar. Offiziell hat Iran den Khamenei-Nachfolger bislang nicht verkündet. Mittlerweile haben sich aber mehrere Mitglieder des 88-köpfigen Expertenrats öffentlich geäußert.
Ahmad Alam al-Hoda wurde von der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Mehr mit den Worten zitiert: »Die Wahlen für die Führungsspitze sind abgehalten worden, und der Führer ist ernannt worden.« Er bezeichnete Berichte, wonach die Expertenversammlung noch keine Entscheidung getroffen habe, als »reine Lügen«. Es sei nun Aufgabe des Sekretariats der Versammlung, die Entscheidung bekannt zu geben.
Ahmad Alam al-Hoda wurde von der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Mehr mit den Worten zitiert: »Die Wahlen für die Führungsspitze sind abgehalten worden, und der Führer ist ernannt worden.« Er bezeichnete Berichte, wonach die Expertenversammlung noch keine Entscheidung getroffen habe, als »reine Lügen«. Es sei nun Aufgabe des Sekretariats der Versammlung, die Entscheidung bekannt zu geben.
Ratsmitglied Mohsen Hejdari erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna, »eine Mehrheit« habe sich auf den am »besten geeigneten Kandidaten« geeinigt. »Der ›Große Satan‹ hat die von den Vertretern getroffene Wahl auch erwähnt«, sagte Hejdari. Iranische Hardliner nennen die USA »Großer Satan«. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, er sei dagegen, dass Khameneis Sohn Mojtaba seine Nachfolge antrete. Hejdaris Aussage nährt nun die Gerüchte um Mojtaba.
Wird Khameneis Sohn Irans neuer starker Mann? Mehr über Mojtaba Khamenei lesen Sie hier.
Wird Khameneis Sohn Irans neuer starker Mann? Mehr über Mojtaba Khamenei lesen Sie hier.
Mojtaba Khamenei im Mai 2019. Foto: Rouzbeh Fouladi / Middle East Images / picture alliance
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»New York Times«: Iran könnte hoch angereichertes Uran aus zerstörter Anlage holen
Die USA sind zu der Erkenntnis gelangt, dass Iran das sich wohl noch in Isfahan befindliche hoch angereicherte Uran bergen könnte. Derzeit werde kontrovers diskutiert, ob US-Truppen entsandt werden sollen, um das Material, das durch US-Luftangriffe im vergangenen Jahr unter den Trümmern der Atomanlage in Isfahan begraben wurde, zu konfiszieren. Das berichtet die »New York Times« unter Verweis auf mit Geheimdienstinformationen vertraute Quellen.
Iran könnte dem Bericht zufolge über einen sehr engen Zugangspunkt an das Uran gelangen. Es ist unklar, wie schnell Iran das Uran, das in gasförmiger Form vorliegt und in Kanistern gelagert wird, transportieren könnte.
Iran könnte dem Bericht zufolge über einen sehr engen Zugangspunkt an das Uran gelangen. Es ist unklar, wie schnell Iran das Uran, das in gasförmiger Form vorliegt und in Kanistern gelagert wird, transportieren könnte.
Iran verfügte zumindest vor dem Krieg im vergangenen Jahr über etwa 400 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertes Uran. Für die Herstellung einer Nuklearwaffe müsste es weiter auf 90 Prozent angereichert werden. Dieser Schritt ist relativ einfach, wenn die Zentrifugen Irans funktionsfähig sind. Was sie allerdings laut der Einschätzung von Experten derzeit nicht sind.
Am Samstag wurde US-Präsident Trump an Bord der »Air Force One« gefragt, ob er den Einsatz von Bodentruppen in Betracht ziehen würde, um das hoch angereicherte Uran zu sichern. »Im Moment dezimieren wir sie nur, aber wir haben uns noch nicht darum (um das Uran, Anm. d. Red) gekümmert«, sagte er. »Aber das könnten wir später tun. Jetzt würden wir es nicht tun.«
Jeder Einsatz von Bodentruppen, in diesem Fall vermutlich Spezialeinheiten, wäre mit hohen Risiken verbunden. Die Luftangriffe müssten, so die Quellen der »New York Times«, noch tagelang fortgesetzt, die iranischen Verteidigungsanlagen weiter geschwächt werden, bis eine endgültige Entscheidung über die Durchführbarkeit einer solchen Operation getroffen werden könne.
Am Samstag wurde US-Präsident Trump an Bord der »Air Force One« gefragt, ob er den Einsatz von Bodentruppen in Betracht ziehen würde, um das hoch angereicherte Uran zu sichern. »Im Moment dezimieren wir sie nur, aber wir haben uns noch nicht darum (um das Uran, Anm. d. Red) gekümmert«, sagte er. »Aber das könnten wir später tun. Jetzt würden wir es nicht tun.«
Jeder Einsatz von Bodentruppen, in diesem Fall vermutlich Spezialeinheiten, wäre mit hohen Risiken verbunden. Die Luftangriffe müssten, so die Quellen der »New York Times«, noch tagelang fortgesetzt, die iranischen Verteidigungsanlagen weiter geschwächt werden, bis eine endgültige Entscheidung über die Durchführbarkeit einer solchen Operation getroffen werden könne.
Ein Satellitenbild zeigt die iranische Atomanlage Natans bei Isfahan. Foto: Vantor / AFP
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Israel will bei großer Angriffswelle mehr als 400 Ziele in Iran attackiert haben
Israels Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bei der groß angelegten Angriffswelle am Samstag mehr als 400 Ziele in Iran attackiert. Die Luftwaffe habe Iran im Westen und im Zentrum des Landes angegriffen, teilen die Streitkräfte mit. Zu den Zielen zählten demnach militärische Infrastruktureinrichtungen, darunter Abschussrampen für ballistische Raketen und weitere Waffenproduktionsstätten. Die Angriffe zielten darauf ab, Irans Raketenfeuer auf Israel so weit wie möglich zu reduzieren, heißt es.
Unabhängig lassen sich die Angaben der israelischen Streitkräfte derzeit nicht überprüfen.
Unabhängig lassen sich die Angaben der israelischen Streitkräfte derzeit nicht überprüfen.
Feuer in Teheran. Foto: Wana News Agency / Reuters
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Gebäude der Sozialbehörde in Kuwait bei Angriff beschädigt
In Kuwait ist das Gebäude der Behörde für Sozialversicherungen bei einem mutmaßlich iranischen Angriff getroffen worden. Es habe Schäden am Gebäude gegeben, teilt die Behörde mit. Man könne deshalb heute keine Besucher empfangen, in anderen Filialen seien Besuche aber weiterhin möglich. Zahlungen würden weiterhin elektronisch abgewickelt.
Kuwaits Verteidigungsministerium teilt mit, die Flugabwehr habe drei Raketen abgefangen. Zudem sei an »einigen zivilen Einrichtungen« Schaden entstanden durch herabfallende Trümmerteile nach Abwehreinsätzen.
Arabische Fernsehsender verbreiteten Aufnahmen aus der Nacht, die einen schweren Brand an dem Hochhaus über mehrere Stockwerke und auf dem Dach zeigen. Der Nachrichtenkanal Al Arabiya zeigte die stark beschädigten oberen Stockwerke des Gebäudes nach dem Brand.
Über die Sozialversicherung erhalten Staatsangehörige in den Golfstaaten etwa Pensionszahlungen und umfangreiche Sozialhilfe. Die Behörde in Kuwait bietet damit finanzielle Sicherheit etwa im Alter oder bei Arbeitslosigkeit.
Über die Sozialversicherung erhalten Staatsangehörige in den Golfstaaten etwa Pensionszahlungen und umfangreiche Sozialhilfe. Die Behörde in Kuwait bietet damit finanzielle Sicherheit etwa im Alter oder bei Arbeitslosigkeit.
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Vier Tote durch Angriffe auf Ölanlagen in Iran
Bei den israelischen Angriffen auf Ölanlagen in Iran sind nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Darunter seien zwei Fahrer, sagte der Leiter der nationalen Mineralöl-Vertriebsgesellschaft, Keramat Wejskarami, im Staatsfernsehen. Die getroffenen Einrichtungen seien beschädigt, die Flammen seien jedoch unter Kontrolle gebracht worden.
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Bombardierung von Öllager: Teherans Himmel verdunkelt
Israel bombardierte in der Nacht ein Öllager in Teheran, nun hat sich der Himmel in Teilen der iranischen Hauptstadt verdunkelt. Dichte Rauchschwaden stiegen auf und verdüsterten am Morgen den bewölkten Himmel, wie auf Bildern zu sehen ist und Augenzeugen berichten.
Die den iranischen Revolutionswächtern nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim warnt vor gesundheitlichen Schäden durch Schwefel- und Stickoxide in der Atmosphäre, die in Verbindung mit Regen gefährlich werden könnten. In dem Fall sollten Einwohner nach Möglichkeit das Haus nicht verlassen.
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Qatar Airways will Flüge aus Deutschland in Doha landen lassen
Katars Fluggesellschaft hat angekündigt, heute und morgen eine begrenzte Zahl von Flügen von und nach Doha durchzuführen. Nach vorläufiger Genehmigung durch die katarische Zivilluftfahrtbehörde, die einen eingeschränkten Betriebskorridor bestätigt habe, will Qatar Airways demnach am 9. März sechs Flüge am Hamad International Airport landen lassen. Die Flieger kommen demnach aus Amsterdam (AMS), Berlin (BER), Frankfurt (FRA), London (LHR), Zürich (ZRH) und Maskat (MCT).
Am heutigen Sonntag führt die Airline nach eigenen Angaben Rückführungsflüge aus Doha durch, die vom Hamad International Airport nach Amsterdam (AMS), Berlin (BER), Frankfurt (FRA), London (LHR) und Zürich (ZRH) starten.
Am heutigen Sonntag führt die Airline nach eigenen Angaben Rückführungsflüge aus Doha durch, die vom Hamad International Airport nach Amsterdam (AMS), Berlin (BER), Frankfurt (FRA), London (LHR) und Zürich (ZRH) starten.
»Der planmäßige Flugbetrieb von Qatar Airways ist aufgrund der Schließung des katarischen Luftraums weiterhin vorübergehend ausgesetzt«, heißt es: »Qatar Airways wird den Betrieb wieder aufnehmen, sobald die katarische Zivilluftfahrtbehörde die sichere und vollständige Wiedereröffnung des katarischen Luftraums durch die zuständigen Behörden bekannt gibt. Weitere Informationen folgen am 9. März.«
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US-Präsident Trump schließt Einsatz von Bodentruppen nicht mehr aus
Kürzlich schloss US-Präsident Donald Trump einen Einsatz von US-Bodentruppen in Iran noch aus. Davon ist nun nicht mehr die Rede. Trump schließt nach eigener Aussage nicht aus, Bodentruppen nach Iran zu entsenden, um das angereicherte Uran des Landes sicherzustellen. »Vielleicht werden wir das irgendwann machen«, sagte er Journalisten an Bord des Präsidentenflugzeugs »Air Force One«. »Das wäre eine tolle Sache.« Trump äußerte sich mit Blick auf das iranische Atomprogramm, dessen Bekämpfung die USA zu einem ihrer Kriegsziele erklärt haben.
Bodentruppen könnten »möglicherweise« eingesetzt werden, sagte Trump, fügte aber an, hierfür müsse es einen »sehr guten Grund« geben.
Bodentruppen könnten »möglicherweise« eingesetzt werden, sagte Trump, fügte aber an, hierfür müsse es einen »sehr guten Grund« geben.
Donald Trump an Bord der »Air Force One«. Foto: Mark Schiefelbein / AP / dpa
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Iran greift offenbar Trinkwasserversorgung in Bahrain an
Iran hat offenbar erstmals in diesem Krieg eine Meerwasserentsalzungsanlage in Bahrain angegriffen. Das Innenministerium des Golfstaats berichtet von einem Drohnenangriff. »Iranische Aggression trifft wahllos zivile Ziele und verursachte nach einem Drohnenangriff Sachschaden an einer Meerwasserentsalzungsanlage«, heißt es auf X.
Ähnlich wie weitere der Golfstaaten ist das kleine Land Bahrain für seine Wasserversorgung stark auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen. Die Arabische Halbinsel ist eine sehr trockene Region mit nur wenigen natürlichen Süßwasser-Ressourcen. Die rund 400 Anlagen in den Golfstaaten, die vorwiegend mit Öl und Gas betrieben werden, produzieren etwa 40 Prozent des weltweit entsalzten Wassers.
Ähnlich wie weitere der Golfstaaten ist das kleine Land Bahrain für seine Wasserversorgung stark auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen. Die Arabische Halbinsel ist eine sehr trockene Region mit nur wenigen natürlichen Süßwasser-Ressourcen. Die rund 400 Anlagen in den Golfstaaten, die vorwiegend mit Öl und Gas betrieben werden, produzieren etwa 40 Prozent des weltweit entsalzten Wassers.
Irans Außenminister Abbas Araghchi hatte den USA am Samstag vorgeworfen, eine Entsalzungsanlage auf der in der Straße von Hormus gelegenen Insel Qeschm angegriffen zu haben. Die Wasserversorgung von 30 Dörfern sei beeinträchtigt, schrieb er auf der Plattform X. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Ein Angriff auf die Infrastruktur Irans sei ein »gefährlicher Schritt mit schwerwiegenden Folgen«, schrieb Araghchi.
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Israel droht Expertenrat wegen Wahl von Khamenei-Nachfolger
Die israelischen Streitkräfte haben eine Warnung gegen Irans Expertenrat ausgesprochen. Das Gremium hat sich iranischen Berichten zufolge offenbar auf einen Nachfolger für den getöteten Obersten Führer Ali Khamanei geeinigt, die Entscheidung muss aber wohl noch offiziell bestätigt werden.
Die iranische Expertenversammlung werde demnächst in der Stadt Ghom zusammentreten, schreibt Israels Militär nun auf Farsi bei X: »Wir möchten Ihnen mitteilen, dass der Staat Israel weiterhin jeden Nachfolger und jeden, der einen Nachfolger ernennen möchte, verfolgen wird.« Weiter heißt es: »Wir warnen alle, die an der Sitzung zur Nachfolgerwahl teilnehmen wollen, dass wir nicht zögern werden, auch Sie ins Visier zu nehmen. Dies ist eine Warnung!«
Die iranische Expertenversammlung werde demnächst in der Stadt Ghom zusammentreten, schreibt Israels Militär nun auf Farsi bei X: »Wir möchten Ihnen mitteilen, dass der Staat Israel weiterhin jeden Nachfolger und jeden, der einen Nachfolger ernennen möchte, verfolgen wird.« Weiter heißt es: »Wir warnen alle, die an der Sitzung zur Nachfolgerwahl teilnehmen wollen, dass wir nicht zögern werden, auch Sie ins Visier zu nehmen. Dies ist eine Warnung!«
Rauchwolke über Teheran. Foto: Majid Asgaripour / Reuters
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Analyse: Trump lehnt Kriegseintritt der Kurden nun doch ab
Am Donnerstag noch sagte US-Präsident Donald Trump der Nachrichtenagentur Reuters, er unterstütze eine mögliche Bodenoffensive der Kurden gegen Iran. Jetzt nimmt er davon wieder Abstand. Vor Reportern sagte er nun auf einer Reise in der »Air Force One«: »Wir wollen nicht, dass die Kurden einmarschieren.«
Videoclips in den sozialen Medien zeigen Trumps Äußerungen. »Wir sind, wie Sie wissen, sehr freundlich zu den Kurden, aber wir wollen den Krieg nicht noch komplexer machen, als er ohnehin schon ist«, sagt Trump dort. »Ja, ich habe das ausgeschlossen. Ich möchte nicht, dass die Kurden einmarschieren. Ich möchte nicht, dass Kurden verletzt oder getötet werden.« Die Kurden seien bereit, in den Krieg einzutreten, Trump habe den Kurden aber gesagt, dass er das ablehne.
Fast alle renommierten Experten haben seit Tagen vor diesem Schritt gewarnt, denn viele Iraner befürchten, dass die verschiedenen ethnisch geprägten Milizen und Gruppen in- und außerhalb des Landes separatistische Ziele verfolgen und dies zu einer Spaltung Irans oder zu einem Bürgerkrieg führen könnte.
Videoclips in den sozialen Medien zeigen Trumps Äußerungen. »Wir sind, wie Sie wissen, sehr freundlich zu den Kurden, aber wir wollen den Krieg nicht noch komplexer machen, als er ohnehin schon ist«, sagt Trump dort. »Ja, ich habe das ausgeschlossen. Ich möchte nicht, dass die Kurden einmarschieren. Ich möchte nicht, dass Kurden verletzt oder getötet werden.« Die Kurden seien bereit, in den Krieg einzutreten, Trump habe den Kurden aber gesagt, dass er das ablehne.
Fast alle renommierten Experten haben seit Tagen vor diesem Schritt gewarnt, denn viele Iraner befürchten, dass die verschiedenen ethnisch geprägten Milizen und Gruppen in- und außerhalb des Landes separatistische Ziele verfolgen und dies zu einer Spaltung Irans oder zu einem Bürgerkrieg führen könnte.
»Ich glaube, ich habe noch nie etwas gesehen, das die Expertengemeinschaft so sehr vereint wie diese Idee eines kurdischen Einmarsches und eines möglichen Separatismus in Iran. Das ist einfach eine schreckliche, schreckliche Idee«, sagte Gregory Brew, Senior Analyst für Iran und Energie bei Eurasia Group.
»Das Fördern eines bewaffneten ethnischen Aufstands in Iran wäre der größte strategische, moralische und politische Fehler überhaupt«, so Behnam Ben Taleblu, Senior Fellow bei der Foundation for Defense of Democracies. »Das würde mit ziemlicher Sicherheit zu einem failed state führen.«
Denn auch hierin sind sich die meisten Beobachter einig, eine Bedrohung der territorialen Integrität des Landes könnte viele Iraner dazu bewegen, sich doch mit dem bei vielen verhassten Regime zu solidarisieren und weiteres Vertrauen in die USA zu zerstören.
»Die größte Gegenströmung zur Islamischen Republik ist der pluralistische iranische Nationalismus. Berichte, dass die USA kurdische Fraktionen in Iran finanzieren oder bewaffnen könnten, werden viele Iraner alarmieren – und die Opposition gegen das Regime untergraben«, so Karim Sadjadpour, Senior Fellow bei der Denkfabrik Carnegie Endowment for International Peace.
»Das Fördern eines bewaffneten ethnischen Aufstands in Iran wäre der größte strategische, moralische und politische Fehler überhaupt«, so Behnam Ben Taleblu, Senior Fellow bei der Foundation for Defense of Democracies. »Das würde mit ziemlicher Sicherheit zu einem failed state führen.«
Denn auch hierin sind sich die meisten Beobachter einig, eine Bedrohung der territorialen Integrität des Landes könnte viele Iraner dazu bewegen, sich doch mit dem bei vielen verhassten Regime zu solidarisieren und weiteres Vertrauen in die USA zu zerstören.
»Die größte Gegenströmung zur Islamischen Republik ist der pluralistische iranische Nationalismus. Berichte, dass die USA kurdische Fraktionen in Iran finanzieren oder bewaffnen könnten, werden viele Iraner alarmieren – und die Opposition gegen das Regime untergraben«, so Karim Sadjadpour, Senior Fellow bei der Denkfabrik Carnegie Endowment for International Peace.
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Iran behauptet, intensiven Krieg sechs Monate durchhalten zu können
Wie lange soll der Krieg gegen Iran dauern? Die USA sprachen mal von vier bis sechs Wochen, aber ist der von Israel anvisierte Regimewechsel so schnell zu erreichen? Gleichzeitig werfen die ständigen Luftangriffe auch die Frage auf, ob die USA und Israel genug Geschosse haben, um einen langen Krieg zu führen. Iran jedenfalls behauptet nun, einen intensiven Krieg gegen die USA und Israel ein halbes Jahr führen zu können.
»Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran sind in der Lage, bei der derzeitigen Operationsgeschwindigkeit mindestens sechs Monate lang einen intensiven Krieg zu führen«, sagte der Sprecher der Revolutionswächter, Ali Mohammad Naini, der iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge.
»Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran sind in der Lage, bei der derzeitigen Operationsgeschwindigkeit mindestens sechs Monate lang einen intensiven Krieg zu führen«, sagte der Sprecher der Revolutionswächter, Ali Mohammad Naini, der iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge.
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Israels Energieminister: Wollen nicht in drei, vier oder fünf Jahren erneut kämpfen müssen
Der israelische Energieminister Eli Cohen hat die israelischen Angriffe auf Öldepots in Teheran als Eskalation des Kriegs bezeichnet. »Weitere Eskalationen« würden in den kommenden Tagen folgen, sagte Cohen dem israelischen Radiosender 103fm. Man ziehe alle Ziele in Erwägung, die Irans Regime schaden.
Cohen wurde auch gefragt, wie lang der Krieg gegen Iran dauern soll. »Wir kennen den Zeitrahmen«, sagte Cohen: »Wir erwarten, dass das iranische Volk zu gegebener Zeit die notwendigen Schritte für einen Regierungswechsel einleitet. Wir wollen nicht in eine Situation geraten, in der wir in drei, vier oder fünf Jahren erneut kämpfen müssen«, sagte er. Derzeit bestehe die Möglichkeit, »die Realität in unserer Region für die kommenden Jahrzehnte zu verändern.«
Cohen wurde auch gefragt, wie lang der Krieg gegen Iran dauern soll. »Wir kennen den Zeitrahmen«, sagte Cohen: »Wir erwarten, dass das iranische Volk zu gegebener Zeit die notwendigen Schritte für einen Regierungswechsel einleitet. Wir wollen nicht in eine Situation geraten, in der wir in drei, vier oder fünf Jahren erneut kämpfen müssen«, sagte er. Derzeit bestehe die Möglichkeit, »die Realität in unserer Region für die kommenden Jahrzehnte zu verändern.«
Eli Cohen. Foto: YVES HERMAN / REUTERS
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Bericht aus Iran: Expertenrat einigt sich offenbar auf Khamenei-Nachfolger
Irans Expertenrat, der laut Verfassung den Revolutionsführer bestimmt, hat sich laut einem Bericht der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Mehr auf einen Nachfolger für den getöteten Obersten Führer Ali Khamenei geeinigt. Die Einigung sei mehr oder weniger erzielt worden, sagte Ajatollah Mohammadmehdi Mirbaqeri, Mitglied der Expertenversammlung, laut Mehr. Wer der Nachfolger sein soll, ist bislang nicht öffentlich bekannt.
Der Ajatollah erklärte dem Bericht zufolge jedoch, dass »einige Hindernisse« in Bezug auf den Prozess noch ausgeräumt werden müssten. Iranische Medien berichten, dass es innerhalb des Gremiums Meinungsverschiedenheiten darüber gibt, ob die endgültige Entscheidung nach einer persönlichen Sitzung getroffen werden muss oder stattdessen ohne Einhaltung dieser Formalität getroffen werden kann.
Der Ajatollah erklärte dem Bericht zufolge jedoch, dass »einige Hindernisse« in Bezug auf den Prozess noch ausgeräumt werden müssten. Iranische Medien berichten, dass es innerhalb des Gremiums Meinungsverschiedenheiten darüber gibt, ob die endgültige Entscheidung nach einer persönlichen Sitzung getroffen werden muss oder stattdessen ohne Einhaltung dieser Formalität getroffen werden kann.
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Iran feuert wieder Raketen auf Israel
Iran hat Israel erneut mit Raketen attackiert. Der israelischen Armee zufolge reagierte die Flugabwehr im Land am Sonntagmorgen auf mindestens vier Angriffswellen binnen fünf Stunden. In weiten Teilen des Landes wurde Luftalarm ausgelöst, unter anderem in den Großstädten Tel Aviv, Haifa und Beer Scheva.
Die Bürger wurden nach Armeeangaben aufgerufen, sich in Schutzräume oder Bunker zu begeben. Später wurde der Luftalarm wieder aufgehoben. Israelischen Medienberichten zufolge wurden die meisten der von Iran abgefeuerten Raketen abgefangen.
Die Bürger wurden nach Armeeangaben aufgerufen, sich in Schutzräume oder Bunker zu begeben. Später wurde der Luftalarm wieder aufgehoben. Israelischen Medienberichten zufolge wurden die meisten der von Iran abgefeuerten Raketen abgefangen.
Eine iranische Rakete ist am Himmel über Tel Aviv zu sehen. Foto: Dylan Martinez / Reuters
Auch in den Grenzregionen zum Libanon im Norden des Landes ertönte Luftalarm. Die von Iran finanzierte Hisbollah-Miliz nimmt die Gebiete seit Kriegsbeginn häufig mit Drohnen und Raketen unter Beschuss.
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Trump über Drohung aus Iran: »Es ist mir völlig egal«
Irans Nationaler Sicherheitsberater Ali Larijani drohte US-Präsident Donald Trump, dieser werde für die amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran »den Preis zahlen«. Trump gibt darauf aber offenbar wenig. »Ich habe keine Ahnung, wovon er spricht, wer er ist. Es ist mir völlig egal«, sagte Trump bei CBS News. Larijani sei »bereits besiegt«.
»Wir gewinnen auf einem noch nie dagewesenen Niveau und das sehr schnell«, behauptete Trump und zählte auf, welche Erfolge die USA im Krieg gegen Iran schon errungen haben wollen. Unklar ist aber nach wie vor, welches Ziel die USA genau verfolgen und wie ein Sieg im Irankrieg konkret aussehen soll.
»Wir gewinnen auf einem noch nie dagewesenen Niveau und das sehr schnell«, behauptete Trump und zählte auf, welche Erfolge die USA im Krieg gegen Iran schon errungen haben wollen. Unklar ist aber nach wie vor, welches Ziel die USA genau verfolgen und wie ein Sieg im Irankrieg konkret aussehen soll.
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Emir von Katar appelliert an US-Präsident Trump: Diplomatische Bemühungen intensivieren
Der Emir von Katar hat am Telefon mit US-Präsident Donald Trump über den Irankrieg gesprochen. Tamim bin Hamad Al Thani habe in dem Gespräch betont, dass die derzeitige Eskalation in der Region gefährliche Auswirkungen auf die internationale Sicherheit und den Frieden haben werde, berichtet Katars staatliche Nachrichtenagentur. Der Emir habe verdeutlicht, wie wichtig es sei, die Krise einzudämmen und diplomatische Bemühungen zu intensivieren.
»Beide Seiten waren sich einig, dass es wichtig ist, zusammenzuarbeiten, um die regionale und internationale Stabilität zu erhalten und politische Wege zu unterstützen, die zur Lösung der aktuellen Spannungen und zur Vermeidung einer weiteren Eskalation in der Region beitragen könnten«, berichtet die Nachrichtenagentur.
»Beide Seiten waren sich einig, dass es wichtig ist, zusammenzuarbeiten, um die regionale und internationale Stabilität zu erhalten und politische Wege zu unterstützen, die zur Lösung der aktuellen Spannungen und zur Vermeidung einer weiteren Eskalation in der Region beitragen könnten«, berichtet die Nachrichtenagentur.
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Irans Präsident verteidigt sich nach zweifelhafter Entschuldigung: »Vom Feind falsch interpretiert«
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian löste mit einer zweifelhaften Entschuldigung an Irans Nachbarstaaten am Samstag Irritationen aus. Schließlich setzte Iran seine Luftangriffe auf die Golfstaaten fort. Und Hardliner kritisierten Pezeshkian Äußerungen, zumal der Präsident in Iran keinen großen politischen Einfluss hat. Nun versucht sich Pezeshkian offenbar an Schadensbegrenzung.
Seine Äußerungen seien »vom Feind, der Zwietracht zwischen den Nachbarn säen will, falsch interpretiert worden«, zitiert Irans staatliches Fernsehen Pezeshkian nun: »Es wurde wiederholt gesagt, dass wir Brüder sind und gute Beziehungen zu unseren Nachbarn haben müssen. Wir sind jedoch gezwungen, auf Angriffe zu reagieren, aber das bedeutet nicht, dass wir einen Streit mit einem Nachbarland haben oder dessen Bevölkerung verärgern wollen«, sagte Pezeshkian.
Seine Äußerungen seien »vom Feind, der Zwietracht zwischen den Nachbarn säen will, falsch interpretiert worden«, zitiert Irans staatliches Fernsehen Pezeshkian nun: »Es wurde wiederholt gesagt, dass wir Brüder sind und gute Beziehungen zu unseren Nachbarn haben müssen. Wir sind jedoch gezwungen, auf Angriffe zu reagieren, aber das bedeutet nicht, dass wir einen Streit mit einem Nachbarland haben oder dessen Bevölkerung verärgern wollen«, sagte Pezeshkian.
Irans Präsident Masoud Pezeshkian. Foto: Iran's Presidential website / WANA / Reuters
Tatsächlich hatte US-Präsident Donald Trump Pezeshkian Äußerungen direkt aufgegriffen und sie Iran öffentlich als Signal der Schwäche ausgelegt. Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social erklärt, Iran ergebe sich damit den Golfstaaten. Das ist offensichtlich falsch, Iran führt weiter Luftangriffe gegen Nachbarländer aus.
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Israel beginnt neue Angriffswelle in Iran
Israels Luftwaffe fliegt erneut Angriffe auf Iran. Man habe eine neue Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im ganzen Land gestartet, teilt die Armee auf Telegram mit.
In der Nacht hatten Israels Kampfflugzeuge erstmals ein Öllager in der Hauptstadt Teheran bombardiert. In sozialen Medien kursierten Aufnahmen, die einen massiven Feuerball und aufsteigende, dunkle Rauchschwaden zeigten. Israels Armee erklärte, Irans Streitkräfte nutzten die Tanks für ihre militärische Infrastruktur. Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigten die Revolutionswächter, Irans Elitestreitmacht, die Bombardierung einer Ölraffinerie.
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Chinas Außenminister kritisiert Krieg in Iran scharf
Der chinesische Außenminister Wang Yi hat klare Worte über den US-israelischen Angriff auf Iran gefunden. Macht gebe einem kein Recht, und die Welt dürfe nicht zum »Gesetz des Dschungels« zurückkehren, sagte Chinas Chefdiplomat in Peking am Rande des Nationalen Volkskongresses. China fordere eine Feuerpause und ein Ende des Krieges. »Dies ist ein Krieg, der nie hätte passieren dürfen, und der für keine der beteiligten Seiten Vorteile hat«, sagte Wang.
China hatte den Angriff schon zuvor verurteilt, ein Ende der Militäroperationen und Sicherheit in der Straße von Hormus zum Wohl der Weltwirtschaft gefordert.
- Eine Analyse zum Verhältnis zwischen China und Iran lesen Sie hier
Ohne die USA zu erwähnen, forderte Wang außerdem, die Souveränität von Ländern in Nahost zu wahren, den Einsatz von Gewalt zu vermeiden, sich nicht in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen und Konflikte dort politisch zu lösen. Revolutionen zu planen und Regimewechsel anzustreben, sei unpopulär, so Wang.
Chinesischer Minister Wang Yi. Foto: Andy Wong / AP
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Behauptung aus Teheran: Iran kann »intensiven Krieg« sechs Monate lang fortsetzen
Der Irankrieg geht in die zweite Woche. Und inzwischen wird die Frage immer lauter, wie lange die USA und Israel auf der einen und Iran auf der anderen Seite die dauernden Angriffe noch fortsetzen können. Im Fokus stehen dabei besonders die Materialreserven.
Die USA verfügten über »mehr als genug Kapazitäten, um nicht nur den Einsatz »Gewaltiger Zorn« erfolgreich durchzuführen, sondern weit darüber hinauszugehen«, behauptete zuletzt Donald Trumps Sprecherin Karoline Leavitt. Sie reagierte damit auf wiederholte Nachfragen. Der demokratische Senator Mark Kelly, Mitglied im Streitkräfte-Ausschuss, hatte zuletzt gewarnt, die USA hätten keinen »unbegrenzten Vorrat«, wie CNN berichtete.
Schon vor Beginn des Krieges hatte eine angebliche Warnung vor Risiken eines Iraneinsatzes von US-Generalstabschef Dan Caine an Trump Schlagzeilen gemacht, bei der er auf Engpässe bei Waffensystemen verwiesen haben soll.
Personal und Jets auf US-Flugzeugtröger (undatieres Foto). Foto: Kulani Lakanaria / U.S.Navy / IMAGO
Iran selbst verbreitet ebenfalls Propagandabotschaften. Das Land kann nach Angaben der Revolutionswächter noch mindestens ein halbes Jahr lang einen »intensiven« Krieg gegen die USA und Israel führen. »Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran sind in der Lage, einen intensiven Krieg mit dem derzeitigen Tempo mindestens sechs Monate lang fortzusetzen«, erklärte Revolutionswächter-Sprecher Ali Mohammad Naini laut Berichten der Nachrichtenagentur Fars am Sonntag.
- Eine Analyse zum Waffenarsenal Irans lesen Sie hier
Die Revolutionswächter gaben zudem an, bereits »mehr als 200« Standorte angegriffen zu haben, die im Zusammenhang mit Stützpunkten und Einrichtungen der USA und Israels stehen.
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Israels Armee: Quds-Kommandeure in Beirut angegriffen
Israels Armee hat nach eigenen Angaben in der libanesischen Hauptstadt Beirut einen »präzisen Angriff« auf Kommandeure der Quds-Brigade der iranischen Revolutionswächter durchgeführt. Die Kommandeure des sogenannten Libanon-Korps hätten Terroranschläge auf Israel vorbereitet, teilte die Armee in der Nacht mit.
Nach libanesischen Angaben hatte Israels Militär gezielt ein Zimmer eines Luxushotels in Beirut angegriffen. Damit dürfte das Ramada-Hotel gemeint sein, das in der Nacht attackiert worden war. Laut vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dabei mindestens vier Menschen getötet und acht weitere Personen verletzt. Sicherheitskreisen zufolge war eines der Todesopfer ein iranischer Staatsbürger. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Die Quds-Brigaden sind eine Eliteeinheit des iranischen Militärs. Sie ist auf verdeckte militärische und staatsterroristische Einsätze und Ausspähungen im Ausland spezialisiert.
Nach libanesischen Angaben hatte Israels Militär gezielt ein Zimmer eines Luxushotels in Beirut angegriffen. Damit dürfte das Ramada-Hotel gemeint sein, das in der Nacht attackiert worden war. Laut vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dabei mindestens vier Menschen getötet und acht weitere Personen verletzt. Sicherheitskreisen zufolge war eines der Todesopfer ein iranischer Staatsbürger. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Die Quds-Brigaden sind eine Eliteeinheit des iranischen Militärs. Sie ist auf verdeckte militärische und staatsterroristische Einsätze und Ausspähungen im Ausland spezialisiert.
In der Mitteilung der israelischen Armee wurden keine Angaben zum genauen Ort des Angriffs gemacht. Es hieß nur, dass Teheran die Zivilbevölkerung im eigenen Land wie auch im Libanon als menschliche Schutzschilde zur Vorbereitung von Terrorakten missbrauche.
Fassade des Ramada-Hotels in Beirut. Foto: Ibrahim Amro / AFP
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Trumps trotzige Botschaft an die Briten
US-Präsident Donald Trump hat die aus seiner Sicht zu späte Bereitschaft zur Unterstützung durch den Verbündeten Großbritannien im Irankrieg kritisiert. Das Vereinigte Königreich, »unser einst großartiger Verbündeter«, erwäge nun ernsthaft, zwei Flugzeugträger in den Nahen Osten zu verlegen, behauptete Trump auf seiner Plattform Truth Social.
- Mehr zu Trumps Ärger über Starmer lesen Sie hier
»Das ist okay, Premierminister (Keir) Starmer, wir brauchen sie nicht mehr – aber wir werden uns daran erinnern.« Man brauche keine Leute, die sich erst dann an Kriegen beteiligten, wenn sie bereits gewonnen seien, kritisierte Trump. Es wäre schön gewesen, die Flugzeugträger bereits vor zwei Wochen gehabt zu haben, ergänzte er später vor Journalisten.
Von einem gewonnenen Krieg kann bisher keine Rede sein. Es ist nicht einmal klar, welches konkrete Ziel die USA mit ihren Militärschlägen überhaupt verfolgen.
Von einem gewonnenen Krieg kann bisher keine Rede sein. Es ist nicht einmal klar, welches konkrete Ziel die USA mit ihren Militärschlägen überhaupt verfolgen.
Donald Trump und Keir Starmer (r.) im September 2025. Foro: Leon Neal / Reuters
Wie die BBC jüngst mit Verweis auf eine Quelle im Verteidigungsministerium mitteilte, wurde die Bereitschaftszeit für den Flugzeugträger HMS »Prince of Wales« verkürzt. Eine Entscheidung über eine Verlegung in die Kriegsregion sei aber noch nicht getroffen worden.
Zuletzt war auch bekanntgeworden, dass US-Streitkräfte weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt haben. Das Verteidigungsministerium in London bestätigte am Samstag, dass die USA britische Stützpunkte für »spezifische Verteidigungsoperationen« im Irankrieg nutzten.
Premierminister Keir Starmer hatte erst mit Verzögerung die Genehmigung für die US-Nutzung britischer Stützpunkte erteilt – Trump hatte das scharf kritisiert (mehr dazu hier).
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Zwei Rückholflüge aus Nahost in Hannover gelandet
Noch immer sitzen viele Menschen als Folge des Angriffs auf Iran in der Kriegsregion fest. Nun sind zwei Tui-Flüge aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit gestrandeten Touristen an Bord in der Nacht in Hannover gelandet. Nach Unternehmensangaben handelte es sich um die ersten Rückholflüge, die der Reisekonzern mit eigenen Flugzeugen organisiert hat.
Demnach flogen die Maschinen vom Flughafen Al-Ain mit technischem Zwischenstopp im griechischen Heraklion nach Hannover. Den Angaben nach landeten sie dort gegen 22.20 Uhr und 23.35 Uhr.
Tui-Chef Sebastian Ebel sprach vor Ort von Erleichterung und Freude bei den Gästen. »Ich glaube, wenn man aus so einem Gebiet kommt und dann wieder hier die europäische Sicherheit spürt – das ist schon etwas Tolles.«
- Was Reisende derzeit beachten sollten, erfahren Sie hier.
Tui-Chef Sebastian Ebel in Hannover. Foto: Moritz Frankenberg / dpa
Insgesamt waren 250 Pauschalreisende an Bord der beiden Flugzeuge. Unter ihnen waren auch Menschen etwa aus Schweden, den Niederlanden, Frankreich, Polen und dem Vereinigten Königreich.
Einem Sprecher zufolge handelte es sich nicht um Flüge der Bundesregierung. Außerdem stünden sie in keinem Zusammenhang mit den zwei in der Golfregion gestrandeten Kreuzfahrtschiffen von Tui Cruises. In den kommenden Tagen seien weitere Flüge dieser Art geplant, die dann auch Urlaubern anderer Veranstalter offenstehen sollen.
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Iranischer Sicherheitschef: USA wollen »grundlegende Auflösung« Irans
Der iranische Sicherheitschef Ali Larijani hat den USA und Israel vorgeworfen, den Zerfall Irans anzustreben. Ihr Ziel sei »die grundlegende Auflösung Irans«, sagte Larijani in einem am Samstag im Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview.
Die USA versuchten, in Iran ein ähnliches Szenario wie in Venezuela zu wiederholen, sagte der Sicherheitschef. »Sie dachten, es würde wie in Venezuela laufen: Sie würden zuschlagen, die Kontrolle übernehmen, und dann wäre alles vorbei. Aber jetzt sitzen sie in der Falle«, fügte er hinzu.
Die USA versuchten, in Iran ein ähnliches Szenario wie in Venezuela zu wiederholen, sagte der Sicherheitschef. »Sie dachten, es würde wie in Venezuela laufen: Sie würden zuschlagen, die Kontrolle übernehmen, und dann wäre alles vorbei. Aber jetzt sitzen sie in der Falle«, fügte er hinzu.
In Venezuela hatte Interimspräsidentin Delcy Rodríguez mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump zusammengearbeitet, nachdem die USA Präsident Nicolás Maduro entmachtet hatten (mehr dazu hier). »Ich denke, das größte Problem der Amerikaner ist, dass sie den Kontext Westasiens, insbesondere Irans, nicht verstehen«, so Larijani.
Iranischer Sicherheitschef Ali Larijani. Foto: Anwar Amro / AFP
Er warnte die USA erneut davor, iranische Kurden gegen Teheran aufzuwiegeln. »Die Streitkräfte haben diesen Gruppen (den Kurden) klar gesagt: ›Wenn ihr einen Fehler macht, werden wir euch zur Rechenschaft ziehen‹«, sagte Larijani. Trump hatte sich zuletzt von Plänen dieser Art distanziert. Mehr zu der Rolle der Kurden hier im SPIEGEL-Podcast.
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Meldung über zwei Tote bei Angriff auf Hotel in Beirut
Beim Beschuss eines Hotels im Zentrum von Beirut wurden einem Insider zufolge mindestens zwei Menschen getötet. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Einschlag habe ein Apartment in dem Ramada-Hotel getroffen, heißt es am frühen Sonntag aus Sicherheitskreisen. Fotos zeigen Rettungskräfte in der Lobby des Hotels.
Es wäre der erste derartige Angriff im Zentrum der libanesischen Hauptstadt, seit die Kämpfe zwischen Israel und der von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz vergangene Woche wieder aufgeflammt sind. Eine Stellungnahme Israels lag zunächst nicht vor.
Lobby des Ramada-Hotels im Zentrum von Beirut. Foto: Ibrahim Amro / AFP
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Saudi-Arabien und Kuwait melden erneute Angriffe
Saudi-Arabien und Kuwait sind wieder Ziel von Attacken geworden. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte in der Nacht auf der Plattform X mit, dass im Osten der Hauptstadt Riad sechs Drohnen abgefangen und zerstört worden seien.
In Kuwait wurden Treibstofftanks des internationalen Flughafens des Landes Ziel von Drohnenangriffen, wie das Verteidigungsministerium auf X bekannt gab. Die Streitkräfte seien zur Abwehr der »Welle feindlicher Drohnen« im Einsatz gewesen. Nähere Angaben machten die beiden Golfstaaten nicht.
Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge in Iran greift Teheran seit einer Woche eine ganze Reihe arabischer Länder an, in denen die USA Militärstützpunkte unterhalten.
Irans Präsident Masoud Pezeshkian nannte zuvor als Bedingung für eine Einstellung der Luftangriffe auf die Nachbarländer, dass von deren Territorium keine Attacken auf sein Land erfolgten. Zugleich entschuldigte er sich für die Angriffe. Sie seien »das Ergebnis der chaotischen Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandeure, als die Streitkräfte führungslos waren und eigenständig handeln mussten«, sagte er.
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Trump macht Teheran für Angriff auf Mädchenschule verantwortlich
US-Präsident Donald Trump hat Teheran die Schuld für den Angriff auf eine Schule in Iran mit vielen Toten zugeschoben. »Auf Grundlage dessen, was ich gesehen habe, wurde dies von Iran getan«, sagte der US-Präsident am Samstag an Bord seiner Präsidentenmaschine zu Journalisten. Konkrete Anhaltspunkte für diese Aussage lieferte er nicht.
Die »New York Times« hatte am Freitag berichtet, dass wahrscheinlich die USA für den Angriff verantwortlich seien. Dies habe eine Auswertung von Satellitenbildern, Videos und Veröffentlichungen in Online-Medien ergeben. Nach Angaben der »New York Times« wurde die Mädchenschule am Samstag vergangener Woche in Minab im Süden Irans getroffen, während die US-Streitkräfte einen benachbarten Marinestützpunkt der iranischen Revolutionswächter angriffen.
Bergungsarbeiten in Minab (am 28. Februar). Foto: Abbas Zakeri / via Reuters
Auch der SPIEGEL konnte etliche Videos und Fotos verifizieren, die das Ausmaß der Zerstörung erahnen lassen. Zur Analyse geht es hier.
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hatte die USA und Israel beschuldigt, die Grundschule mit Raketen angegriffen zu haben. Nach iranischen Angaben wurden mehr als 150 Menschen getötet, unter ihnen viele Schülerinnen.
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USA dementieren Berichte über gefangene US-Soldaten in Iran
Das US-Zentralkommando weist iranische Angaben zurück, US-Soldaten könnten von Iran als Geiseln genommen oder gefangen worden seien. »Das iranische Regime tut alles, um Lügen zu verbreiten und zu täuschen. Dies ist ein weiteres klares Beispiel dafür«, sagte der Sprecher des Zentralkommandos, Tim Hawkins.
Der iranische Sicherheitschef Ali Larijani hatte zuvor auf X geschrieben: »Mir wurde berichtet, dass mehrere amerikanische Soldaten gefangengenommen wurden.« Offiziell sind keine US-Bodentruppen in Iran im Einsatz.
Der iranische Sicherheitschef Ali Larijani hatte zuvor auf X geschrieben: »Mir wurde berichtet, dass mehrere amerikanische Soldaten gefangengenommen wurden.« Offiziell sind keine US-Bodentruppen in Iran im Einsatz.
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Nun bricht bereits der neunte Tag im Irankrieg an. Hier finden Sie den Newsblog mit allen Ereignissen von gestern zum Nachlesen.
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Jakob Müller
Nachrichtenressort

Trump nimmt Leichen von US-Soldaten in Empfang
Unter den Augen von US-Präsident Donald Trump sind am Samstag die Leichen der sechs im Irankrieg gefallenen US-Soldaten in die Vereinigten Staaten überführt worden.
An der Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover im Bundesstaat Delaware nahmen auch die First Lady Melania Trump, US-Vizepräsident JD Vance und Kriegsminister Pete Hegseth teil.
An der Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover im Bundesstaat Delaware nahmen auch die First Lady Melania Trump, US-Vizepräsident JD Vance und Kriegsminister Pete Hegseth teil.
Donald Trump auf Air Base im US-Staat Delaware. Foto: Will Oliver / EPA
Trump salutierte, als die mit US-Flaggen bedeckten Särge aus einem Militärflugzeug ausgeladen und an ihm vorbeigetragen wurden. Die Särge mit den toten Soldaten wurden in eine Leichenhalle gebracht. Dort sollen sie offiziell identifiziert und für die Beisetzung vorbereitet werden.
Die fünf Männer und eine Frau im Alter von 20 bis 54 Jahren waren Reservisten, die einer Einheit aus dem US-Bundesstaat Iowa angehörten. Sie wurden am Sonntag bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet. Einen Tag zuvor hatten die USA und Israel massive Luftangriffe auf Iran begonnen.
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Jakob Müller
Nachrichtenressort

Bundesregierung zieht Personal der Botschaft in Teheran ab
Nach weiteren schweren Angriffen der USA und Israels auf Iran hat die Bundesregierung das Personal der deutschen Botschaft in der Hauptstadt Teheran vorübergehend in Sicherheit gebracht. Wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte, sei das Personal aufgrund der Bedrohungslage temporär aus dem Land verlegt worden.
Die Erreichbarkeit der Botschaft sei aber weiterhin gewährleistet. »Die temporäre Verlegung folgt einer Reduzierung, die bereits Mitte Januar vorsorglich erfolgte«, hieß es weiter. Die konsularische Unterstützung sei zuvor schon wegen einer Reduzierung des Personals stark eingeschränkt, die Visastelle sei bereits vorübergehend geschlossen gewesen, so das deutsche Außenministerium.
Die Erreichbarkeit der Botschaft sei aber weiterhin gewährleistet. »Die temporäre Verlegung folgt einer Reduzierung, die bereits Mitte Januar vorsorglich erfolgte«, hieß es weiter. Die konsularische Unterstützung sei zuvor schon wegen einer Reduzierung des Personals stark eingeschränkt, die Visastelle sei bereits vorübergehend geschlossen gewesen, so das deutsche Außenministerium.
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Eindrücke aus Tel Aviv: Sirenen, ein dumpfes Krachen
Abends in Tel Aviv laufen zu gehen, ist gerade ein kleines Wagnis. In den vergangenen Tagen kamen gerade zu später Stunde, wenn die Menschen eigentlich zur Ruhe kommen, Raketen aus Iran. Erste Feststellung nach dem Start der Runde: Das GPS in der Lauf-App ist gestört und verortet mich irgendwo bei der jordanischen Hauptstadt Amman, gut 100 Kilometer entfernt.
Im Park HaYarkon, etwa bei der Hälfte meiner Schleife, schrillt die Warn-App: Unterstellen (wie bei Regen, denke ich) unter einer Betonbrücke. Wenige Minuten später folgt der eigentliche Alarm, die Sirenen, dann mehrere Male dumpfes Krachen, Abfangraketen, schließlich zehn Sekunden andauerndes Grollen, offenbar wieder eine Rakete mit Streumunition, wie häufig in den vergangenen Tagen.
Mit mir auf dem Hundeauslaufplatz unter der Betonbrücke steht ein junges Paar. 26 Jahre alt seien sie beide, seit der Schulzeit zusammen, er müsse morgen zum Reservedienst ins Westjordanland. Wie lange dieser Krieg wohl noch dauern werde? »Auf jeden Fall nicht noch 40 Tage, weil wir dann nämlich unsere Hochzeit haben.«
Im Park HaYarkon, etwa bei der Hälfte meiner Schleife, schrillt die Warn-App: Unterstellen (wie bei Regen, denke ich) unter einer Betonbrücke. Wenige Minuten später folgt der eigentliche Alarm, die Sirenen, dann mehrere Male dumpfes Krachen, Abfangraketen, schließlich zehn Sekunden andauerndes Grollen, offenbar wieder eine Rakete mit Streumunition, wie häufig in den vergangenen Tagen.
Mit mir auf dem Hundeauslaufplatz unter der Betonbrücke steht ein junges Paar. 26 Jahre alt seien sie beide, seit der Schulzeit zusammen, er müsse morgen zum Reservedienst ins Westjordanland. Wie lange dieser Krieg wohl noch dauern werde? »Auf jeden Fall nicht noch 40 Tage, weil wir dann nämlich unsere Hochzeit haben.«
Foto: Thore Schröder / DER SPIEGEL
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Analyse: Benzin- und Dieselpreise in Deutschland steigen weiter
Das Tanken wird auch hierzulande während des Irankriegs immer teurer. Laut dem Portal clever-tanken.de kostet Diesel an diesem Samstag an den Tankstellen der 100 größten deutsche Städte durchschnittlich 2,102 Euro je Liter. Das sind gut 35 Cent mehr als am Samstag vor einer Woche zu Beginn der Angriffe der USA und Israel auf Iran. Für Super E10 wurden im Mittel 1,971 Euro je Liter verlangt: 19 Cent mehr als vor Wochenfrist.
»Die Mineralölwirtschaft nutzt diese Lage, um ihre Gewinnspanne auszuweiten«, sagt der Ökonomie-Professor Johannes Schwanitz von der FH Münster im Gespräch mit dem SPIEGEL. Seine Berechnungen zeigen: Die Preiserhöhungen an den Zapfsäulen in Deutschland gehen weit über den Anstieg der Kurse an den internationalen Rohölmärkten hinaus. Wie die Ölmultis die Verbraucherinnen und Verbraucher abzocken, lesen Sie hier.
»Die Mineralölwirtschaft nutzt diese Lage, um ihre Gewinnspanne auszuweiten«, sagt der Ökonomie-Professor Johannes Schwanitz von der FH Münster im Gespräch mit dem SPIEGEL. Seine Berechnungen zeigen: Die Preiserhöhungen an den Zapfsäulen in Deutschland gehen weit über den Anstieg der Kurse an den internationalen Rohölmärkten hinaus. Wie die Ölmultis die Verbraucherinnen und Verbraucher abzocken, lesen Sie hier.
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Israelisches Militär bestätigt Angriff auf iranische Ölanlagen
Erstmals hat Israel die nationalen Ölreserven in Iran angegriffen, das teilt ein Militärsprecher mit. Es seien etwa 30 Öltanks attackiert worden.
Die iranischen Revolutionsgarden bestätigten laut dem iranischen Staatssender IRIB das Bombardement im Süden der Hauptstadt Teheran. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Ilna befindet sich das Öllager in der Nähe einer wichtigen Ölraffinerie. Diese sei bei dem Angriff nicht beschädigt worden.
Die iranischen Revolutionsgarden bestätigten laut dem iranischen Staatssender IRIB das Bombardement im Süden der Hauptstadt Teheran. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Ilna befindet sich das Öllager in der Nähe einer wichtigen Ölraffinerie. Diese sei bei dem Angriff nicht beschädigt worden.
Feuer in Teheran nach Angriff auf Ölanlagen. Foto: ATTA KENARE / AFP
Heftige Explosionen in Teheran
Die iranische Hauptstadt wird erneut von heftigen Explosionen erschüttert. Bei Luftangriffen sei auch eine Ölanlage in Teheran getroffen worden, meldet die iranische staatliche Nachrichtenagentur.
Die iranischen Revolutionsgarden kündigten als Reaktion einen Angriff auf eine Öl-Raffinerie in der israelischen Stadt Haifa an.
Die iranischen Revolutionsgarden kündigten als Reaktion einen Angriff auf eine Öl-Raffinerie in der israelischen Stadt Haifa an.
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Netanjahu kündigt weitere Militärschläge an
Die israelische Armee werde den Krieg »mit all unserer Kraft« fortsetzen, sagt Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. Der Feind werde die Fähigkeiten Israels »noch viel stärker« zu spüren bekommen.
Details zu den nächsten Schritten nennt Netanjahu nicht. Die Angriffe der israelischen Armee richten sich gegen Ziele in Iran und dem Libanon.
Details zu den nächsten Schritten nennt Netanjahu nicht. Die Angriffe der israelischen Armee richten sich gegen Ziele in Iran und dem Libanon.
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Heftige Explosionen in Teheran
Die iranische Hauptstadt wird erneut von heftigen Explosionen erschüttert. Bei Luftangriffen sei auch eine Ölanlage in Teheran getroffen worden, meldet die iranische staatliche Nachrichtenagentur.
Die iranischen Revolutionsgarden kündigten als Reaktion einen Angriff auf eine Öl-Raffinerie in der israelischen Stadt Haifa an.
Die iranischen Revolutionsgarden kündigten als Reaktion einen Angriff auf eine Öl-Raffinerie in der israelischen Stadt Haifa an.
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Tanken wird in den USA immer teurer
Der Irankrieg treibt die Preise für Kraftstoff an den Tankstellen der Vereinigten Staaten immer weiter nach oben.
Laut dem Automobilverein AAA, dem US-Pendant zum ADAC, werden an diesem Samstag im Landesdurchschnitt 3,41 US-Dollar je Gallone (3,79 Liter) des Standard-Benzins Regular verlangt. Das sind 45 Cent mehr als zu Beginn der Angriffe der USA und Israels am Samstag vor einer Woche.
So teuer war dieser Kraftstoff seit September 2024 nicht mehr. In Kalifornien kostet die Gallone Regular im Mittel nun sogar schon mehr als fünf Dollar.
Auch Diesel verteuert sich weiter und kostet nun 4,51 Dollar je Gallone: 75 Cent mehr als vor Kriegsausbruch. Das ist der höchste nationale Durchschnittspreis seit Ende 2023; in Kalifornien liegt er bereits bei 5,81 Dollar. Die Preise für Kraftstoff sind in den USA traditionell niedriger als in Deutschland oder anderen EU-Staaten.
Die hochschnellenden Spritpreise lassen Donald Trumps Wahlkampfversprechen immer unrealistischer erscheinen. Trump hatte angekündigt, er werde die Energiekosten binnen 12 bis 18 Monaten nach seinem Amtsantritt halbieren. Tatsächlich haben sich Strom und Gas, Benzin und Diesel unter Trumps Herrschaft sogar verteuert.
Hat sich der Präsident verkalkuliert? Hier lesen Sie unseren SPIEGEL-Report.
Laut dem Automobilverein AAA, dem US-Pendant zum ADAC, werden an diesem Samstag im Landesdurchschnitt 3,41 US-Dollar je Gallone (3,79 Liter) des Standard-Benzins Regular verlangt. Das sind 45 Cent mehr als zu Beginn der Angriffe der USA und Israels am Samstag vor einer Woche.
So teuer war dieser Kraftstoff seit September 2024 nicht mehr. In Kalifornien kostet die Gallone Regular im Mittel nun sogar schon mehr als fünf Dollar.
Auch Diesel verteuert sich weiter und kostet nun 4,51 Dollar je Gallone: 75 Cent mehr als vor Kriegsausbruch. Das ist der höchste nationale Durchschnittspreis seit Ende 2023; in Kalifornien liegt er bereits bei 5,81 Dollar. Die Preise für Kraftstoff sind in den USA traditionell niedriger als in Deutschland oder anderen EU-Staaten.
Die hochschnellenden Spritpreise lassen Donald Trumps Wahlkampfversprechen immer unrealistischer erscheinen. Trump hatte angekündigt, er werde die Energiekosten binnen 12 bis 18 Monaten nach seinem Amtsantritt halbieren. Tatsächlich haben sich Strom und Gas, Benzin und Diesel unter Trumps Herrschaft sogar verteuert.
Hat sich der Präsident verkalkuliert? Hier lesen Sie unseren SPIEGEL-Report.
Tankstelle im US-Bundesstaat Indiana. Foto: Jeremy Hogan / Sipa USA / picture alliance
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Mann in Dubai stirbt offenbar durch abgefangenenes Geschoss
Die Trümmer eines Geschosses haben einen Mann in Dubai getötet, meldet das Medienbüro der Stadt. Nachdem die Luftabwehr das Geschoss abgefangen habe, seien die Trümmer auf ein Fahrzeug gefallen. Der Fahrer sei ums Leben gekommen, teilen die Behörden mit.
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Fotos vom achten Tag des Krieges im Nahen Osten
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Türkischer Außenminister warnt vor Flüchtlingswelle durch möglichen Bürgerkrieg in Iran
Die Türkei lehnt alle Szenarien ab, die auf einen Bürgerkrieg in Iran abzielten. Das sagt Außenminister Hakan Fidan. Er warnt vor einer Flüchtlingswelle, die ein ethnisch motivierter Konflikt in Iran auslösen könnte.
Über die möglicherweise katastrophalen Folgen, falls US-Präsident Donald Trump kurdische Separatisten gegen das iranische Regime in Stellung bringen sollte, sprechen meine Kollegen Maximilian Popp und Juan Moreno im Auslands-Podcast »Acht Milliarden«. Hier hören Sie die aktuelle Folge.
Zugleich warnt Fidan den Iran davor, weitere Raketen auf die Türkei abzufeuern. Die Luftabwehr der Nato hatte vor einigen Tagen eine Rakete zerstört, die auf dem Weg in den türkischen Luftraum war.
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Jakob Müller
Nachrichtenressort

Offenbar Trümmerteile auf Hochhaus in Dubai gestürzt
Über der emiratischen Metropole Dubai wurde offenbar eine Rakete abgefangen. Daraufhin seien Trümmerteile auf die Fassade eines Gebäudes an der Marina, einem Stadtteil Dubais, gestürzt, wie das Medienbüro der Stadt mitteilte.
Opfer habe es demnach nicht gegeben. Die Behörden äußerten sich nicht dazu, welches Gebäude genau betroffen ist.
Der saudische Fernsehsender Al Arabiya teilt auf der Plattform X Aufnahmen, die den Vorfall zeigen sollen. Auf diesen soll zu sehen sein, wie Rauch aus einem Wolkenkratzer aufsteigt. Dabei handelt es sich offenbar um »23 Marina«. Der bekannte, fast 400 Meter hohe Wohnturm zählt zu den höchsten Gebäuden der Stadt.
Die Aufnahmen lassen sich nicht unabhängig verifizieren.
Opfer habe es demnach nicht gegeben. Die Behörden äußerten sich nicht dazu, welches Gebäude genau betroffen ist.
Der saudische Fernsehsender Al Arabiya teilt auf der Plattform X Aufnahmen, die den Vorfall zeigen sollen. Auf diesen soll zu sehen sein, wie Rauch aus einem Wolkenkratzer aufsteigt. Dabei handelt es sich offenbar um »23 Marina«. Der bekannte, fast 400 Meter hohe Wohnturm zählt zu den höchsten Gebäuden der Stadt.
Die Aufnahmen lassen sich nicht unabhängig verifizieren.
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Präsident der Emirate meldet sich erstmals zu Wort
Mohammed bin Zayed, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), meldet sich erstmals seit Beginn des Irankriegs zu Wort und betont auf X, die Emirate legten größten Wert auf die Sicherheit aller Bürger, Einwohner und Besucher.
Er erklärt, sein Land sei »bestens auf diese Bedrohungen vorbereitet« und dankt Streitkräften und Sicherheitsdiensten für ihren Einsatz. Zugleich würdigt er den gesellschaftlichen Zusammenhalt (»In den VAE ist jeder ein Emirati«) und kündigt an, die Souveränität des Landes entschlossen zu verteidigen.
Zuvor besuchte Mohammed bin Zayed ein Krankenhaus und traf dort fünf Verletzte, darunter zwei Emiratis und drei ausländische Arbeitskräfte. In einem dort aufgenommenen Video richtete Mohammed bin Zayed seine Worte ausdrücklich an die »Feinde der VAE« und warnte: Die Emirate seien »attraktiv«, »wunderschön« und »ein Vorbild«, hätten aber »eine dicke Haut und bitteres Fleisch« und seien »keine leichte Beute«. Er verspricht, die VAE würden aus der aktuellen Krise »stärker als zuvor« hervorgehen.
Die Emirate stehen seit Tagen unter besonders massiven iranischen Angriffen. Der Flughafen Dubai musste nach einem iranischen Drohnenangriff nahe den Terminals den Betrieb vorübergehend aussetzen. Die Frage bleibt, ob Abu Dhabi und die anderen Golfstaaten Irans Angriffswelle eher auszuhalten versuchen und auf Abschreckung, Diplomatie und das Sicherheitsnetz ihrer Alliierten setzen, statt selbst deutlich zu eskalieren.
Er erklärt, sein Land sei »bestens auf diese Bedrohungen vorbereitet« und dankt Streitkräften und Sicherheitsdiensten für ihren Einsatz. Zugleich würdigt er den gesellschaftlichen Zusammenhalt (»In den VAE ist jeder ein Emirati«) und kündigt an, die Souveränität des Landes entschlossen zu verteidigen.
Zuvor besuchte Mohammed bin Zayed ein Krankenhaus und traf dort fünf Verletzte, darunter zwei Emiratis und drei ausländische Arbeitskräfte. In einem dort aufgenommenen Video richtete Mohammed bin Zayed seine Worte ausdrücklich an die »Feinde der VAE« und warnte: Die Emirate seien »attraktiv«, »wunderschön« und »ein Vorbild«, hätten aber »eine dicke Haut und bitteres Fleisch« und seien »keine leichte Beute«. Er verspricht, die VAE würden aus der aktuellen Krise »stärker als zuvor« hervorgehen.
Die Emirate stehen seit Tagen unter besonders massiven iranischen Angriffen. Der Flughafen Dubai musste nach einem iranischen Drohnenangriff nahe den Terminals den Betrieb vorübergehend aussetzen. Die Frage bleibt, ob Abu Dhabi und die anderen Golfstaaten Irans Angriffswelle eher auszuhalten versuchen und auf Abschreckung, Diplomatie und das Sicherheitsnetz ihrer Alliierten setzen, statt selbst deutlich zu eskalieren.
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