Ungeachtet der eigentlich geltenden Feuerpause haben sich die USA und Iran gegenseitig in der Straße von Hormus angegriffen. Zudem attackierte das US-Militär einzelne Ziele in Iran. »US-Streitkräfte wehrten unprovozierte iranische Angriffe ab und reagierten mit Schlägen zur Selbstverteidigung«, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) der US-Streitkräfte auf der Plattform X mit.
— U.S. Central Command (@CENTCOM) May 7, 2026
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Das iranische Militär bestätigte Angriffe auf US-Kriegsschiffe und machte dafür wiederum US-Attacken auf einen iranischen Öltanker verantwortlich. Iranische Staatsmedien meldeten, dass US-Kriegsschiffe beschädigt worden seien und sich danach hätten zurückziehen müssen.
Die US-Seite weist diese Darstellung zurück: Es habe keine Schäden gegeben. Centcom teilte weiter mit, die iranischen Angriffe seien abgewehrt worden, als Lenkwaffenzerstörer der US-Marine am Donnerstag die Straße von Hormus in Richtung Golf von Oman durchquert hätten. Iranische Streitkräfte hätten mehrere Raketen abgefeuert und Drohnen sowie kleine Boote eingesetzt, als drei US-Schiffe die Meerenge passiert hätten. US-Präsident Donald Trump bezeichnet die Schläge der USA gegen iranische Ziele als einen »kleinen Denkzettel«.
Das US-Militär habe die Bedrohungen »neutralisiert« und iranische Militäreinrichtungen angegriffen, die für die Angriffe auf die US-Streitkräfte verantwortlich gewesen seien – darunter Raketen- und Drohnenabschussrampen, Kommando- und Kontrollzentren sowie Zentralen für Aufklärung und Überwachung, hieß es vom Centcom weiter. Es werde keine Eskalation angestrebt, man werde jedoch die US-Streitkräfte schützen.
Trump gibt sich optimistisch – und droht Iran
Die Meerenge ist für die Weltwirtschaft unter anderem wegen der Exporte von Öl und Flüssiggas aus den Staaten am Persischen Golf von entscheidender Bedeutung. Iran hat die Schifffahrt in der Passage seit Kriegsbeginn mit Angriffen und Drohungen praktisch zum Erliegen gebracht. Die USA wiederum haben inzwischen eine Blockade für Schiffe verhängt, die aus iranischen Häfen auslaufen oder diese ansteuern.
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Das iranische Militär warf den USA laut Press TV vor, mit Unterstützung »regionaler Länder« Luftangriffe auf zivile Gebiete entlang der Küste und der in der Straße von Hormus gelegenen Insel Qeschm durchgeführt zu haben. Die iranischen Streitkräfte hätten umgehend reagiert und US-Militärschiffe östlich der Straße von Hormus angegriffen.
Zuvor hatten iranische Medien mehrere Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Seit gut einem Monat gilt eine Waffenruhe im Irankrieg. Die militärischen Spannungen sind jedoch nach wie vor hoch. US-Präsident Trump hatte sich zuletzt optimistisch gezeigt, dass bald eine Einigung mit der Führung in Teheran erreicht werden könnte.
Zugleich verschärfte der US-Präsident seinen Ton und drohte mit weiteren US-Angriffen, sollte nicht bald ein Abkommen geschlossen werden. »Wir werden sie in Zukunft viel härter und viel gewaltsamer ausschalten, wenn sie ihr Abkommen nicht schnell unterzeichnen«, erklärte Trump am Donnerstag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social .
Donald Trump sucht nach einer Formel, um den Irankrieg zu beenden. Er versucht es mit Schönreden und einer PR-Offensive. Klappt das nicht, droht der Verlust einer essenziellen Wählergruppe. Und eine Klatsche im November. Mehr dazu hier .
